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Wieder was gelernt - der Podcast Babymilchpulver-Mafia räumt unsere Drogerien aus

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picture alliance / dpa

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Diebesbanden steigen seit Jahren in deutsche Drogerien ein und stehlen Babymilchpulver "Made in Germany". Es handelt sich um ein millionenschweres Geschäft, denn in China ist der Muttermilchersatz heiß begehrt. In der Volksrepublik hat das heimische Milchpulver nämlich einen tödlichen Ruf, hat uns Chefermittler Markus Pfau von der Bundespolizei in Halle im "Wieder was gelernt"-Podcast erklärt. Außerdem erzählt er, dass die meisten Diebesbanden aus Georgien stammen, wie sie die deutschen Asylgesetze ausnutzen und wie viel Geld Rossmann, DM und andere Drogerien durch die Diebstähle verlieren. Hören Sie rein in die neue Folge oder lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

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Markus Pfau leitet seit September 2015 die Bundespolizeidirektion Kriminalitätsbekämpfung in Halle.

(Foto: Bundespolizeidirektion Pirna)

Markus Pfau über den chinesischen Milchpulverskandal von 2008:

"Dort ist verschmutztes bis hin zu vergiftetem Babymilchpulver festgestellt worden. Seit dieser Feststellung sind der dortige Markt und die Bürger stark verunsichert, was einheimische Produkte angeht."

... darüber, wie die meist georgischen Diebesbanden vorgehen:

"Es läuft so, dass sich immer morgens eine Dreier- oder Vierergruppe im Fahrzeug auf den Weg macht, in ganz Mittel- und Ostdeutschland Drogeriefilialen anfährt, dort so viel Babymilchpulver wie möglich entwendet und es abends bei den Hehlern abgibt."

... darüber, warum es noch dauern wird, bis die Babymilchpulver-Mafia ausgehoben ist:

"Helfen würde hier, wenn wir dafür sorgen, dass die Asylanträge der Georgier, die zu mehr als 98 Prozent abgelehnt werden, schneller beschieden werden. Dann wären ihre Aufenthaltszeiten deutlich geringer."

Die ganze Folge zur Babypulver-Mafia finden Sie auch direkt bei Soundcloud und natürlich überall dort, wo Sie gerne Podcasts hören:

Spotify: https://spoti.fi/2Bo3Qwk

iTunes: https://apple.co/2G7rW1A

Deezer: https://bit.ly/2MSVyB2

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Quelle: n-tv.de, chr