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E-Scooter-Pionier Walberg Deutschland ist kein Industriemuseum

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Florian Walberg baut E-Scooter für den Privatverkauf.

(Foto: privat)

Auf Tour mit seiner Band hat Florian Walberg schon in den 90er Jahren die Vorteile von Elektro-Rollern entdeckt. Heute baut der Hamburger mit seiner Firma welche, aber nicht zum Teilen. Obwohl er das Prinzip für "eine absolute Sensation" hält, erzählt er in "So techt Deutschland".

In den 90er Jahren stand Florian Walberg als Mitglied der Boyband Bed & Breakfast auf der Bühne. Auf Tour hat er die Vorteile von Elektro-Rollern für sich entdeckt: Heute baut der gebürtige Hamburger mit seinem Startup E-Scooter.

Eine Aufgabe, die enormes Durchhaltevermögen gebraucht hat: E-Scooter sind erst seit 2019 auf deutschen Straßen zugelassen. Er selbst ist an dem Thema aber schon seit 2002 dran: "Es kann doch nicht sein, dass unsere juristische Trägheit es verhindert, dass eine so nahe liegende, einfache technische Lösung nicht erlaubt sein wird", berichtet Walberg rückblickend im ntv-Podcast "So techt Deutschland". Deswegen habe er die Angelegenheit selbst in die Hand genommen und sei "mit dem Kopf durch die Wand", wie er es formuliert.

Walbergs Firma Walberg Urban Electrics konzentriert sich seit ihrer Gründung 2011 auf hochwertige Scooter, die Kunden kaufen können. "Wir machen Premium-Produkte", betont der Unternehmer. Im Sharing-Bereich habe sein Startup nichts verloren - aber nicht, weil Walberg das Prinzip unnütz findet: "Sharing ist eine absolute Sensation", meint der Hamburger. Dass die E-Scooter häufig im Weg stehen oder sogar im Fluss landen, liege ja nicht an den Rollern, sondern an den Menschen.

"Manchmal echt langsam"

Die Entwicklung bei E-Scootern steht deswegen auch noch am Anfang: Walberg Urban Electrics hält selbst einige Patente in dem Bereich und schaut in alle Richtungen. Sind selbstfahrende E-Scooter denkbar, die ganz alleine zu ihrer Basis-Station zurückfahren? "Es gibt verschiedene Projekte, die das schon bedienen", sagt Walberg und muss aufpassen, dass er nicht zu viel verrät.

Insgesamt wünscht sich Florian Walberg mehr Mut. In China sei zwar "das Industriemuseum Deutschland" ein stehender Begriff, aber das greife zu kurz. "Wir sind manchmal echt langsam, aber die Ergebnisse sind manchmal auch echt geil." Was ihn optimistisch macht und wie er sich die Mobilität der Zukunft vorstellt, erzählt er in "So techt Deutschland".

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Quelle: ntv.de