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Wieder was gelernt So teuer ist der US-Wahlkampf

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(Foto: picture alliance/dpa)

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Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist lang, schmutzig und wahnsinnig teuer. Zusammen verbrennen die Kandidaten mehrere Milliarden. Die einfache Regel: Wer mehr Kohle hat, gewinnt - meistens jedenfalls.

In dieser Folge von "Wieder was gelernt" erklären wir, wo das ganze Geld herkommt, wofür es die Kandidaten ausgeben und warum Donald Trump eine absolute Wahlkampf-Ausnahme ist.

Die USA wählen erst nächstes Jahr im November ihren nächsten Präsidenten. Der Wahlkampf hat aber schon längst begonnen. Die Demokraten wählen gerade aus ihren mehr als 20 Kandidaten den besten Herausforderer oder die beste Herausforderin für Donald Trump aus. Auch der US-Präsident ist bereits im Wahlkampfmodus und tritt regelmäßig vor seiner Basis auf. Schon jetzt hat er für das Duell im kommenden Jahr fast 125 Millionen Dollar eingesammelt, hat uns Jörg Hebenstreit von der Universität Jena erzählt.

"Das ist für diesen Zeitpunkt wirklich sehr viel. Wenn man die Demokraten mit einbezieht, haben die USA schon jetzt 400 Millionen Dollar für den Präsidentschaftswahlkampf ausgegeben. Die Vorwahlen beginnen aber erst in vier Monaten, der Hauptwahlkampf ist in 14 Monaten."

Ursache für diese Geldflut ist ein Urteil aus dem Jahr 2010. Damals hat der Oberste Gerichtshof der USA, der Supreme Court, entschieden, dass Unternehmen, Gewerkschaften, andere Organisationen, aber auch Einzelpersonen im Wahlkampf so viel Geld spenden dürfen, wie sie wollen. Es gibt nur eine Einschränkung: Das Geld darf nicht direkt an die Kandidaten und Parteien gehen. Es landet deshalb bei einer Art Mittelsmann oder Lobbygruppe, den sogenannten Super Pacs. Die dürfen das Geld nach bestem Wissen verteilen.

"Das sieht man auch. Viele Unternehmen haben seitdem viel Geld gegeben, aber es sind vor allem vermögende Einzelpersonen, die wirklich viel investiert haben. Jemand wie Sheldon Adelson, der Vorsitzende der Las Vegas Sands Corporation aus dem Glücksspiel-Bereich, hat alleine für die Kongresswahl 2018 123 Millionen Dollar investiert. Das ist ein bisschen mehr als das, was 2017 der gesamte Bundestagswahlkampf gekostet hat."

Wo das ganze Geld landet und warum viele Demokraten wie Bernie Sanders oder Elizabeth Warren lieber auf Kleinspender als auf Superreiche setzen, erfahren Sie in "Wieder was gelernt".

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de

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