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Wieder was gelernt Diese Länder bekommen deutsche Waffen

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(Foto: picture alliance/dpa)

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Deutschland ist der viertgrößte Waffenlieferant der Welt. Fast fünf Milliarden Euro hat die Branche letztes Jahr eingenommen, obwohl sie regelmäßig im Kreuzfeuer der Kritik steht. Waffen bringen Krieg, heißt es. Ein Experte sagt aber auch: Waffen können Frieden schaffen.

Warum das so ist und welche Länder unsere größten Kunden sind, hören Sie in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Waffenlieferungen sind politisch brisant, weil sie sehr leicht in die falschen Hände geraten können. Panzer oder U-Boote schwer verstecken und somit leicht wieder auffinden, notfalls per Satellitenüberwachung aus der Luft. Bei Kleinwaffen wie Pistolen, Revolver oder Handgranaten sieht das anders aus. Die passen in jeden Koffer und können dann auf dem Schwarzmarkt relativ leicht verschwinden. Wir haben mit Christian Mölling, Sicherheitsexperte bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, über die deutschen Waffendeals gesprochen.

"Der Bundessicherheitsrat entscheidet, wenn es politisch hochgradig brisant ist. Da sitzen die Ministerien der sicherheitsrelevanten Bereiche der Bundesregierung und entscheiden: Ja, das darf geliefert werden oder Nein, das darf nicht geliefert werden. Die politische Brisanz bei Rüstungsexporten hat allerdings in den letzten Jahren schon zugenommen."

Das liegt unter anderem daran, dass in vielen Ländern Kriegswaffen nicht nur zur Gefahrenabwehr, sondern auch zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung eingesetzt werden. Deshalb dürfen deutsche Unternehmen auch nicht einfach nach Lust und Laune Kriegswaffen verkaufen. Für den Export von Panzern & Co brauchen sie eine Genehmigung der Bundesregierung. Und da spielen militärische Bündnisse genauso eine Rolle wie Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, auch wenn die Gewichtung vielen nicht immer gefällt.

 

Wieder was gelernt

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