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Wieder was gelernt China-Geschäfte bringen Geld und Zensur

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(Foto: REUTERS)

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"Fight for Freedom - Stand with Hong Kong” - mit diesen zwei kurzen Sätzen hat ein NBA-Manager China gegen sich und die weltbeste Basketballliga aufgebracht. Das Problem: China ist für die NBA nach den USA der zweitwichtigste Markt und lässt jetzt die Muskeln spielen. Was ist westlichen Unternehmen und Organisationen in ihrem China-Geschäft wichtiger: Geld oder die eigenen Werte?

Darum geht es in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

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Mindestens 600 Millionen Chinesen haben in der vergangenen Saison Spiele der NBA verfolgt. Im Vergleich: Die USA haben "nur" 327 Millionen Einwohner. Die Basketball-Begeisterung im Reich der Mitte spült mit Fernsehverträgen, Trikotverkäufen und Werbedeals Milliarden in die Kassen der NBA und ihrer Spieler. Doch das könnte sich in Zukunft ändern, denn der Morey-Tweet hat China dazu bewegt, Werbedeals und TV-Verträge auszusetzen oder zu kündigen und eine Geschäftsbeziehung offenbart, die äußerst problematisch ist. Das hat uns Mareike Ohlberg vom Mercator Institute for China Studies gesagt.

"Das Interessante am Streit zwischen China und der NBA ist vor allem, dass er die Aufmerksamkeit auf dieses Phänomen gezogen hat. Auf diese Versuche von China, Firmen einzuschüchtern und ihnen zu sagen: Dieses und jenes dürft ihr nicht sagen, dieses und jenes dürft ihr nicht machen. Dieses Phänomen haben wir schon in den vergangenen Jahren gesehen. Firmen haben in der Regel sehr hörig darauf reagiert, haben sich entschuldigt und gesagt: Das machen wir nie wieder."

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Weil Superstar LeBron James den Morey-Tweet kritisiert hatte, ist er zur Zielscheibe der Hongkong-Demonstranten geworden.

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Dazu gehört auch Daimler. Der deutsche Autokonzern hatte im Vorjahr bei Instagram mit einem Zitat des Dalai Lama geworben. Für die chinesische Regierung war das eine Todsünde. Die Stuttgarter reagierten prompt und löschten den Beitrag mit der Begründung, man habe "die Gefühle der Chinesen verletzt". Das galt in der Vergangenheit unter anderem auch schon für die US-amerikanische Fluggesellschaft Delta, für die Hotelkette Marriott und das spanische Modeunternehmen Zara. Sie haben den "Fehler" gemacht, Sonderverwaltungszonen oder autonome Gebiete wie Taiwan, Tibet, Macau oder Hongkong als eigene Staaten auszuweisen.

Wozu Mareike Ohlberg westlichen Firmen im Umgang mit China rät, hören Sie im Podcast.

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, sks

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