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Wieder was gelernt Warum sind Sprachtests so teuer?

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(Foto: imago images / blickwinkel)

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Jeder Studierende kennt sie: Toefl, IELTS und Cambridge sind bekannte Sprachtests, mit denen man seine Englischkenntnisse nachweisen kann. Immer mehr Studiengänge und Stellenanzeigen verlangen einen solchen Nachweis. Aber die Tests kosten schnell mal mehrere hundert Euro - für die Testanbieter ist das inzwischen ein Milliardengeschäft.

Wohin das ganze Geld fließt und wie die Testanbieter ihre Preise rechtfertigen, erfahren Sie in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

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Um die Sprachtests herum hat sich inzwischen eine ganze Industrie entwickelt. Die größte Organisation darin ist ETS - Das steht für "Educational Testing Services" oder "Service für Bildungsnachweise". Die Non-Profit-Organisation aus den USA erstellt den Toefl-Test und hat mehr als 3200 feste Mitarbeiter. Die haben sich einer ehrgeizigen Mission verschrieben: der "Verbesserung der Qualität und Fairness im Bildungsbereich durch faire und valide Bewertungen", so steht es auf ihrer Internetseite. 2016 hat ETS damit 1,4 Milliarden Dollar eingenommen - eine Menge Geld für eine Non-Profit-Organisation. Aber verwunderlich ist das nicht, denn ein einzelner Test kostet etwa 230 Euro. Hinzu kommt Vorbereitungsmaterial, das je nach Umfang auch noch mal bis zu 100 Euro kostet.

Thomas Eckes ist Sprachwissenschaftler und arbeitet bei der Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung. Er sagt, Sprachtests seien eben ein sehr aufwändiges Geschäft.

"Wenn sie etwa wichtige Entscheidungen erleichtern, wie die Zulassung zu einem Studium, die Einbürgerung oder Ähnliches, dann müssen sie hohen Qualitätsansprüchen genügen. Und wenn man diese Qualität sichern will, muss man einen entsprechend hohen Aufwand betreiben.”

Wie hoch dieser Aufwand tatsächlich ist und warum die Tests in Zukunft wohl kaum günstiger werden, hören Sie im Podcast.

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de

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