Audio

Wieder was gelernt Vier-Tage-Woche - machbarer Wunschtraum?

imago92582028h.jpg

(Foto: imago images / Winfried Rothermel)

*Datenschutz

Nur noch vier Tage arbeiten und trotzdem genauso viel verdienen. Microsoft hat seinen Mitarbeitern in Japan testweise über einen Monat hinweg lange Wochenenden verordnet - mit beeindruckenden Ergebnissen. Könnte daraus bald ein Dauerzustand werden?

Was für die Vier-Tage-Woche spricht, hören Sie in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

In Japan sind 80 Überstunden pro Monat keine Seltenheit. Manche Menschen sterben sogar den "Karoshi", den Tod durch Überarbeiten. Zwei Drittel der Japaner haben Umfragen zufolge ein schlechtes Gewissen, wenn sie bezahlten Urlaub nehmen. Um dem entgegenzuwirken, hat Microsoft seine Mitarbeiter in Japan testweise einen Monat lang jeden Freitag frei gegeben. Das Ergebnis: Die Angestellten haben an vier Arbeitstagen genauso viel und teils sogar mehr geschafft als zuvor an fünf Tagen.

Anna Kaiser war nicht überrascht von dem Ergebnis. Sie ist eine der beiden Gründerinnen von Tandemploy und so überzeugt von flexiblen Arbeitszeitmodellen, dass man in dem Berliner Startup bereits vor vier Jahren von der klassischen 40-Stunden-Woche auf 32 umgesattelt ist. Einige Mitarbeiter verteilen die Arbeit auf vier, andere auf drei oder teils auch auf fünf Tage. Es gehe ihr nicht um die Vier-Tage-Woche als Nonplusaltra, sagt Anna Kaiser:

"Wichtig ist, dass man die Flexibilität anbietet. Es gibt tausend Themen, um die man sich neben der Arbeit im Leben kümmert. Und genau deshalb ist es so wichtig, den Leuten diese Option zu geben. Wir merken in unserer Firma auch, dass es viele Leute gibt, die an vier Tagen das gleiche schaffen wie andere an fünf."

Warum so ein Arbeitszeitenmodell nicht nur für hippe Startups in Berlin taugt, sondern sich auch für große Konzerne umsetzen lässt, hören Sie im Podcast.

Wieder was gelernt

Alle Folgen von "Wieder was gelernt" finden Sie in der n-tv App, bei Audio Now, Apple Podcasts, Deezer und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

Quelle: n-tv.de, sks