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Wieder was gelernt Schulden wir Griechenland Reparationen?

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(Foto: imago images / Rainer Unkel)

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Im Zweiten Weltkrieg besetzen deutsche Truppen Griechenland. Knapp 75 Jahre später fordert die griechische Regierung noch immer Wiedergutmachung, für die Bundesregierung ist das Thema längst abgeschlossen. Ein neues Gutachten aus dem Bundestag zweifelt die deutsche Haltung aber an.

Warum und welche Milliardensummen Griechenland fordert, hören Sie in dieser Folge von "Wieder was gelernt".

1941 sind die Deutschen in Griechenland einmarschiert, haben das Land erobert und bis 1944 besetzt. Tausende Dörfer wurden zerstört, hunderttausende Griechen starben, sagt Theocharis Grigoriadis von der Freien Universität Berlin im "Wieder was gelernt"-Podcast.

"In Thessaloniki, der zweitgrößten griechischen Stadt, ist die jüdische Bevölkerung als Ergebnis der deutschen Besatzung fast vollkommen vernichtet worden. Außerdem hat die deutsche Wehrmacht unter anderem mit ihren bulgarischen Verbündeten in Griechenland Verbrechen begangen. Das ist die historische Wahrheit und man sollte die natürlich anerkennen."

Diese historische Wahrheit hat Deutschland anerkannt und dafür nach dem Zweiten Weltkrieg bereits Reparationszahlungen an Griechenland geleistet. 1960 hat die Regierung in Athen 115 Millionen D-Mark erhalten, um vom Krieg betroffene Familien zu entschädigen. Griechenland betrachtet die Zahlung aber nur als Anzahlung: In einer Verbalnote hat der damalige Regierungschef Alexis Tsipras im Juni die griechischen Forderungen von 300 Milliarden Euro offiziell untermauert.

Solche Forderungen hat die Bundesregierung bislang immer unter Verweis auf den Zwei-plus-Vier-Vertrag zur Wiedervereinigung zurückgewiesen. Anfang des Monats gab ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag den griechischen Forderungen neuen Aufwind. Was darin steht und welche Rolle die neue griechische Regierung um Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis in dem Streit spielen könnte, hören Sie bei "Wieder was gelernt".

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de

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