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So techt Deutschland "Wollen das Bosch für Neue Mobilität sein"

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Wunder Mobility vermittelt unter anderem Autos, E-Scooter und Shuttle-Busse.

(Foto: Wunder Mobility)

Gunnar Froh will mit seiner Firma Wunder Mobility den Mobilitässektor aufmischen. "Wir haben eine Plattform gebaut, auf der die Betreiber von neuer Mobilität ihre Dienste anbieten können". Was es damit auf sich hat, erklärt Froh in "So techt Deutschland".

Branchen aufmischen? Das mag Gunnar Froh. Erst hat er einen Airbnb-Konkurrenten gegründet, um später direkt bei dem Hotelschreck anzuheuern. Heute ist er Chef von Wunder Mobility. Er will mit seinem Unternehmen die Mobilität revolutionieren: "Wir haben eine Plattform gebaut, auf der die Betreiber von neuer Mobilität ihre Dienste anbieten können", erklärt Froh. Es geht zum Beispiel um Carsharing oder den E-Scooter-Verleih. Seine Kunden sind Autohersteller, Startups oder auch gleich ganze Städte, die den Verkehr auf neue Beine stellen möchten. Kleine Brötchen backt Gunnar Froh nicht. Sein Ziel ist es, "einen Tech-Player zu schaffen, der auch Weltmarktführer ist." Die Firma soll "eine Art Bosch für New Mobility werden".

Wie wir von A nach B kommen ist durchaus ein sensibles Thema. Das zeigen etwa die regelmäßigen Proteste der Taxibranche gegen den Fahrdienstleister Uber. Neue Wettbewerber stehen häufig für neue Geschäftsmodelle, für die wiederum neue Gesetze notwendig sein können. "Ich denke schon, dass man sich sehr lange mit der Regulierung gegen Veränderung wehren kann", räumt Froh ein.

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Gunnar Froh, Gründer und CEO von Wunder Mobility.

Ein Beispiel sei das Personenbeförderungsgesetz verbunden mit dem langen Streit, ob Fahrdienste eine Rückkehrpflicht haben oder nicht. Die Debatten dazu laufen schon lange, auch Gunnar Froh hat schon die ein oder andere Stunde im Büro eines Politikers verbracht. "Ich habe jeden der gut 30 Bundestagsabgeordneten, die sich mit dem Thema beschäftigen, getroffen", schmunzelt Froh. Kein leichtes Unterfangen, und längst nicht immer von Erfolg gekrönt.

Mittlerweile macht Gunnar Froh lieber sein eigenes Ding, ohne Geld vom Staat. "Man kommt an Kapital, wenn man das vernünftig und oft genug pitcht", meint Froh. Er sei kritisch, wenn es um "Staatsförderung von Risikokapital in Startups" gehe. Warum er das so sieht, warum Wunder Mobility Zukäufe plant und welche Zukunft Gunnar Froh den deutschen Autoherstellern prophezeit, erzählt der Gründer in "So techt Deutschland".

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Quelle: ntv.de