Panorama

Zahlen aus den Bundesländern 1002 Corona-Tote in Deutschland gemeldet

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Das Coronavirus stellt das medizinische Personal in Deutschland vor große Herausforderungen.

(Foto: imago images/Eduard Bopp)

Das Coronavirus fordert auch in Deutschland immer mehr Opfer. Die Zahl der bestätigten Todesfälle, die im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 stehen, ist inzwischen vierstellig. Weltweit gelten fast eine Millionen Menschen als infiziert.

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Fälle in Deutschland ist auf 79.450 gestiegen. 1002 Menschen kamen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben. Das ergeben Berechnungen von ntv.de. Am gestrigen Abend lag die Zahl der bestätigten Infektionen noch bei knapp 73.000. Die Zahl der Toten wurde mit 867 angegeben. 21.400 Personen gelten aktuell als genesen.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind allein 2300 medizinische Mitarbeiter in deutschen Krankenhäusern mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das RKI der "Süddeutschen Zeitung" auf Anfrage mit. Erfasst seien in dieser Zählung nur die Mitarbeiter von Krankenhäusern, nicht die von Arztpraxen, Laboren, Senioren- und Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten. Deshalb müsse von höheren Zahlen ausgegangen werden.

*Datenschutz

Das RKI änderte vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen seine Einschätzung für das Tragen von einem Mundschutz. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen.

Nicht jeder, der mit Sars-CoV-2 infiziert ist, bemerke das auch, hieß es. Manche Infizierte erkrankten gar nicht, könnten den Erreger aber trotzdem weitergeben. Regeln zum Husten- und Niesen, zur Händehygiene und zum Mindestabstand sollten auch mit Masken weiterhin eingehalten werden. Außerdem gebe es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine selbstgenähte Maske einen selbst vor einer Ansteckung schützt.

Zustimmung für Schutzmaskenpflicht ist hoch

Die Mehrheit der Bundesbürger hält die Einführung einer Schutzmaskenpflicht für richtig. Einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv zufolge sind 57 Prozent der Befragten dafür, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der nächsten Zeit beim Einkaufen oder im Nahverkehr verpflichtend zu machen. Besonders hoch ist die Zustimmung unter Frauen und älteren Menschen.

Nur gut ein Viertel der Befragten glaubt hingegen, dass man selbst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt ist, wenn man eine selbstgenähte Maske trägt oder sich ein Tuch oder einen Schal vors Gesicht bindet. Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie setzen bereits erste Kommunen in Deutschland auf eine Maskenpflicht. Auch Österreich hatte Anfang der Woche eine solche Maßnahme angekündigt.

Weltweit hat die Zahl der Todesfälle nach Zählung der amerikanischen Johns Hopkins Universität derweil die Schwelle von 50.000 überschritten. Die Zahl der bekannten Infektionen nähert sich demnach der Millionen-Marke an.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/rts