Panorama

Notlage in Arizona15 Vermisste nach Sturzflut am Grand Canyon

31.08.2026, 03:51 Uhr
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Der Nationalpark sammelt derzeit Hinweise auf vermisste Wanderer. (Foto: AP)

Bei plötzlichen Regengüssen wird der Grand Canyon schnell zu Todesfalle. Nach einer Sturzflut am Samstag suchen die Behörden des Nationalparks in Arizona nach 15 vermissten Touristen. Betroffen ist die Gegend um die Phantom Ranch.

Nach einer Sturzflut im berühmten Grand Canyon im Westen der USA sind etwa 15 Menschen vermisst worden. Wie der Nationalpark mitteilte, ereignete sich die plötzliche Flut am Samstag am Bright Angel Canyon im Gebiet der Unterkunft Phantom Ranch. Gemeinsam mit den Behörden des Bundesstaates Arizona werde versucht, weitere Menschen in Sicherheit zu bringen und alle von der Flut betroffenen Menschen zu erfassen.

Der National Park Service (NPS) bat in einem aktualisierten Aufruf auf seiner Homepage um Informationen zu etwa 15 Menschen, von denen es seit der Sturzflut kein Lebenszeichen mehr gegeben habe. Zuvor hatte der NPS die Zahl der Vermissten mit etwa 20 angegeben.

Fußgängerbrücken zerstört

Die Sturzflut ereignete sich in dem jedes Jahr von mehreren Millionen Touristen besuchten Nationalpark am Samstag um 14.30 Uhr (Ortszeit). Bis zum Sonntagmorgen wurden den Angaben zufolge 62 Menschen in Sicherheit gebracht. Meldungen über Verletzte gab es zunächst nicht. Die Flut habe "erhebliche Auswirkungen auf die Infrastruktur im gesamten Bright Angel Canyon" gehabt, teilte der Nationalpark mit. Fast alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek seien zerstört worden, so dass Wanderer den Bach nicht mehr überqueren könnten.

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Eine zerstörte Fußgängerbrücke am Bright Angel Creek. (Foto: National Park Service via AP)

Der NPS warnte, bis zum Montag seien weitere Gewitter und starke Regenfälle möglich, die womöglich "weitere Sturzfluten" oder auch Steinschlag auf den Wanderwegen auslösen könnten. Das betroffene Gebiet umfasst den Bright Angel Creek-Korridor, den North Kaibab Trail und die Phantom Ranch. Der gesamte North Kaibab Trail und die Phantom Ranch sind bis auf Weiteres gesperrt. "Es gibt derzeit keinen geschätzten Termin für die Wiedereröffnung dieser Gebiete, und es könnten weitere Sperrungen im Inneren des Canyons erforderlich sein", teilte der Nationalparkdienst in einer Erklärung mit.

Auch der Colorado River ist laut NPS aufgrund von Trümmern bis auf Weiteres gesperrt. Die Parkverwaltung rief die Bevölkerung dazu auf, sich vom abgesperrten Gebiet fernzuhalten. "In Bächen, normalerweise trockenen Flussbetten, Badestellen und über kürzlich abgebrannten Gebieten kann es zu Sturzfluten kommen. In Seitenschluchten und engen Slot Canyons sind reißende Strömungen möglich. Flachwasserübergänge können überflutet werden", schrieb der Nationale Wetterdienst in Arizona.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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