Panorama

Waldbrand in Naturpark 1500 Einsatzkräfte kämpfen in Portugal gegen Feuerwalze

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Der Naturpark Serra da Estrela liegt im höchstgelegenen Gebiet des portugiesischen Festlands.

(Foto: IMAGO/GlobalImagens)

Bereits seit Tagen wüten heftige Waldbrände im portugiesischen Naturpark Serra da Estrela. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz gegen die Flammen. Über das Vorgehen bei den Löscharbeiten äußert sich der Bürgermeister einer betroffenen Ortschaft jedoch kritisch.

Mehr als 1500 Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen die Waldbrände im Naturpark Serra da Estrela in Zentralportugal. Mehrere Löschflugzeuge und Hubschrauber seien im Einsatz, um "die noch aktiven Fronten" unter Kontrolle zu bekommen, sagte Miguel Cruz, Vertreter der Zivilschutzbehörde, dem staatlichen Fernsehsender RTP. Das Feuer war am Samstag in der Gemeinde Covilha ausgebrochen.

Am Mittwoch waren nach Behördenangaben ein Campingplatz und ein Flussstrand in der Region vorsorglich evakuiert worden. Der Waldbrand hat nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) bislang rund 10.000 Hektar Land zerstört. Mehrere Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

"Angeblich gibt es viele Mittel"

Die Bürgermeister mehrerer von den Bränden betroffener Gemeinden kritisierten das Vorgehen bei den Löscharbeiten. "Angeblich gibt es viele Mittel" zur Brandbekämpfung, "aber man sieht nichts davon", sagte Sergio Costa, Bürgermeister von Guarda, dem Sender RTP.

Der Naturpark Serra da Estrela liegt im höchstgelegenen Gebiet des portugiesischen Festlands, die höchsten Gipfel erreichen fast 2000 Meter. Die Umweltschutzorganisation Quercus befürchtet durch die Brände einen erheblichen Verlust an Biodiversität.

Heftige Brände in Frankreich

Portugal leidet in diesem Jahr unter außergewöhnlicher Trockenheit. Das nationale meteorologische Institut registrierte den heißesten Juli seit über 100 Jahren. 70.000 Hektar Vegetation gingen nach Zahlen des Naturschutzinstituts ICNF seit Jahresbeginn in Flammen auf.

Auch in Frankreich brennt es: Südlich von Bordeaux waren nach rund zwei Wochen erneut starke Brände ausgebrochen. Wie die Präfektur mitteilte, kämpfen rund 1100 Einsatzkräfte gegen die Flammen, 10.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. 6800 Hektar Fläche wurden von den Flammen zerstört.

Quelle: ntv.de, can/AFP

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