Coronavirus-Liveticker+++ 20:31 Irlands Regierung rechnet mit Lockerungen ab April +++
Die irische Regierung geht von Lockerungen zwischen April und Juni aus. Im Sommer könne dann wohl wieder draußen gegessen und Inlandstourismus betrieben werden, sagt Vize-Regierungschef Leo Varadkar dem Sender RTE.
+++ 20:12 Im Bundestag werden medizinische Masken verpflichtend +++
Analog zu Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen künftig auch im Bundestag "medizinische Gesichtsmasken" getragen werden. Mit dieser Entscheidung habe Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble die Vorschriften an die aktuelle Corona-Lage angepasst, teilte die Bundestagsverwaltung mit. Von diesem Mittwoch an müssen damit im Plenarsaal und den Sitzungssälen Mund und Nase mit einer OP-Maske oder einer FFP2-/FFP3-Maske bedeckt werden. Die Maske darf nur am Rednerpult und am Sitzplatz abgelegt werden, wenn dort ein Mindestabstand von 1,50 Meter gewahrt werden kann. In den Räumlichkeiten des Bundestags gilt bereits seit Anfang Oktober eine Maskenpflicht. Bisher waren allerdings einfache Stoffmasken ausreichend.
+++ 20:03 Zeitungszusteller verteilen FFP2-Masken in Mecklenburg-Vorpommern +++
Seit diesem Dienstag werden in Mecklenburg-Vorpommern kostenlose FFP2-Masken an die Bevölkerung verteilt. Nach Angaben der Landesregierung soll jeder Haushalt innerhalb von zehn Tagen sechs Stück erhalten. Die Masken, die besser schützen als Alltagsmasken aus Stoff, werden von Zeitungszustellern verteilt. So werden demnach insgesamt 5,2 Millionen Masken im Nordosten zugestellt, die rund 2,8 Millionen Euro gekostet haben.
+++ 19:45 Corona-Ausbruch in Schlachthof: Hunderte Mitarbeiter müssen in Quarantäne +++
Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Husum in Schleswig-Holstein hat das Gesundheitsamt für alle Mitarbeiter Quarantäne angeordnet. Betroffen seien neben der Stammbelegschaft mit rund 270 Beschäftigten auch drei externe Unternehmen mit insgesamt 40 Angestellten sowie 19 Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes, wie der Kreis Nordfriesland mitteilte. Alle müssten sich einem Test unterziehen. Begründet wird die Entscheidung mit den "vielfältigen Arbeitsbeziehungen zwischen den verschiedenen Bereichen des Unternehmens und eine nicht strikt durchgehaltene Kohortentrennung". Es bestehe eine erhebliche Gefahr, dass die bislang 14 Corona-positiven Mitarbeiter weitere Kollegen angesteckt hätten.
+++ 19:32 Schleswig-Holsteins Ministerpräsident: Öffnungen im Februar möglich +++
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hält erste Lockerungsschritte in seinem Land bereits im Februar für möglich. Der CDU-Politiker kündigt an, dass er von dem Bund-Länder-Treffen eine Öffnungsstrategie erwarte, die einen Stufenplan vorsehe. Er habe für den entsprechenden Vorschlag seiner Regierung viel Zuspruch im Kreis der Ministerpräsidenten bekommen. Er werde nach der Schalte mit dem Bund für Schleswig-Holstein ein Datum für Öffnungsschritte in dem Land bekannt geben, sagt Günther und verweist auf eine Inzidenz in Schleswig-Holstein von 62, Tendenz weiter fallend. Die norddeutschen Länder würden sich zudem eng abstimmen bei Öffnungsschritten.
+++ 19:28 US-Seuchenbehörde meldet mehr als 43 Millionen Impfungen +++
Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang 43,2 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 62,9 Millionen Dosen ausgeliefert worden.
+++ 19:11 Athen geht wieder in den harten Lockdown +++
Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis ruft angesichts steigender Fallzahlen erneut einen kompletten Lockdown für Athen aus. In der Hauptstadt sollen ab Donnerstag bis Ende des Monats unter anderem Schulen und viele Geschäfte geschlossen bleiben, gibt er in einer Fernsehansprache bekannt. Von der Maßnahme ist etwa die Hälfte der griechischen Bevölkerung betroffen. Noch bestehe die Chance, eine dritte Corona-Welle zu vermeiden, sagte er. Erst Mitte Januar waren die Schulen und die Geschäfte wieder geöffnet worden. Danach verdreifachte sich die im europäischen Vergleich recht niedrige Zahl der Neuinfektionen unter den rund 11 Millionen Einwohnern von 500 auf nunmehr 1500 Fälle pro Tag.
+++ 18:57 Frankreich verlängert Gesundheitsnotstand +++
Frankreichs Parlament hat einer Verlängerung des Gesundheitsnotstands bis Juni zugestimmt. Die Pariser Nationalversammlung gab mit 278 Ja-Stimmen und 193 Nein-Stimmen grünes Licht. Der Ausnahmezustand im Gesundheitsbereich bietet einen rechtlichen Rahmen für Beschränkungen, zu denen auch die abendliche Ausgangssperre ab 18 Uhr gehört. Die Maßnahme war zunächst von Frühjahr bis Sommer 2020 in Kraft gewesen und wurde dann im Oktober wieder eingeführt.
+++ 18:33 Britische Variante bei fast hundert Patienten in Berlin nachgewiesen +++
Die britische Corona-Variante ist bei fast Hundert Patienten in den landeseigenen Berliner Kliniken nachgewiesen worden. In den Vivantes-Kliniken seien 82 Fälle registriert worden und in der Berliner Charité 15 Fälle, berichtet der „Tagesspiegel“. Hinzu kämen einige Fälle der südafrikanischen Variante. Vivantes und die Charité betreiben gemeinsam das „Labor Berlin“. Wie oft in anderen Berliner Laboren Mutationen nachgewiesen wurden, sei nicht bekannt, so die Zeitung. Auf die Mutationen werde in der Hauptstadt erst seit Mitte Januar getestet. Johannes Danckert vom Vivantes-Vorstand sieht Hinweise, dass sich die britische Variante durchsetzen wird, da diese deutlich ansteckender sei. „Ähnlich wie bei Masern reicht es vermutlich, wenn man sich nur wenige Augenblicke in der Nähe eines Infizierten aufhält“, sagt er dem „Tagesspiegel“. Käme es nun zu Lockerungen „schlüge die britische Virus-Sorte womöglich voll durch“, warnt er.
+++ 18:12 Dr. Specht: "Die Zeit der Pandemien kommt erst noch" +++
+++ 17:55 RKI startet zweite Erhebung zur Verbreitung der Mutationen +++
Zur Verbreitung ansteckenderer Corona-Varianten in Deutschland läuft in dieser Woche eine weitere Erhebung. Die PCR-Tests auf Virusvarianten bei mehreren Zehntausend positiven Corona-Proben würden nun zum ersten Mal wiederholt, teilte eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI) mit. "Wir erwarten einen Anstieg des Varianten-Anteils." Wann die Daten veröffentlicht werden, ist unklar. Am Freitag hatte das RKI einen ersten Bericht vorgelegt, wonach die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 in einer Stichprobe mit rund 30.000 Proben von vorletzter Woche knapp sechs Prozent der Fälle ausmacht. RKI-Chef Lothar Wieler hatte zunächst drei Folge-Erhebungen in Laboren im Zwei-Wochen-Takt angekündigt.
+++ 17:35 Aldi-Mitarbeiterin in Melle mit britischer Virus-Variante infiziert - Appell an Kunden +++
Nach dem Nachweis einer Infektion mit der neuen britischen Corona-Variante bei einer Aldi-Mitarbeiterin in Melle in Niedersachsen haben die örtlichen Behörden sämtliche Kunden zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen. Wer seit Montag vergangener Woche in dem Supermarkt in der Nachtigallenstraße eingekauft habe, solle seinen Gesundheitszustand beobachten und sich bei etwaigen Symptomen umgehend testen lassen, teilte der Landkreis Osnabrück mit. Nach Angaben der Kreisverwaltung gab es unter den Mitarbeitern der Meller Filiale des Discounters in den vergangenen drei Wochen acht Infektionsfälle. Bei einer Angestellten wurde dabei die neue hochansteckende britische Virusvariante B.1.1.7 festgestellt.
+++ 17:24 Hamburger Senat ist gegen Lockerungen +++
Hamburgs rot-grüner Senat lehnt Lockerungen der Corona-Auflagen auf absehbare Zeit ab. "Die Inzidenz sinkt viel zu langsam, der R-Wert ist zu hoch und das Risiko einer stärkeren Ausbreitung der Virusmutationen bleibt bestehen", sagt Senatssprecher Marcel Schweitzer. Vor diesem Hintergrund "bleibt der Senat auch bei seiner Haltung, Lockerungen können wir derzeit nicht in Aussicht stellen". Schulsenator Ties Rabe sagte, er gehe davon aus, "dass wir in dem jetzigen Modus (...) bis zu den Märzferien bleiben werden - sofern die Ministerpräsidentenkonferenz nicht etwas ganz Ungewöhnliches beschließen wird". Hamburg hat als einziges Bundesland von Anfang März an zwei Wochen Ferien. "Hier eine Woche vor den Ferien noch einmal das gesamte Schulsystem auf neue Beine zu stellen, ist (...) für alle Beteiligten nur auf dem Papier eine vernünftige Lösung", sagt der SPD-Politiker.
+++ 17:12 116-Jährige übersteht Corona-Infektion +++
Sie gilt als die älteste Frau Europas und hat mit fast 117 Jahren eine Corona-Infektion überstanden: Die französische Ordensschwester André, mit bürgerlichem Namen Lucile Randon. Die Nonne, die am Donnerstag ihren 117. Geburtstag feiert, blieb ohne Symptome. "Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich es hatte", sagt sie der Lokalzeitung "Var-Matin". In ihrem Altenheim im südfranzösischen Toulon war es im Januar zu einem Corona-Ausbruch gekommen, mehr als 80 Bewohner wurden positiv auf das Virus getestet. Sieben von ihnen starben nach Berichten örtlicher Medien.
+++ 17:00 Schwesig will nach Winterferien regulären Kita- und Grundschulbetrieb +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig spricht sich für einen regulären Betrieb von Kitas und Grundschulen nach den Winterferien in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen aus. "Wir wollen dort, wo wir keine Risikogebiete mehr haben, wo wir unter 50 sind, wieder einen regulären Kita- und Grundschulalltag anbieten", sagte die SPD-Politikerin. Die Winterferien sind in Mecklenburg-Vorpommern am 22. Februar vorbei.
+++ 16:45 New Yorker Gastronomie darf wieder öffnen +++
In New York soll es weitere Lockerungen geben. Ab Freitag dürften Restaurants, Bars und Cafés ihre Innenräume eingeschränkt wieder öffnen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. Der von den Feiertagen rund um den Jahreswechsel angetriebene Anstieg der Neuinfektionen sei vorbei. Zudem sollen Ende des Monats auch die Klassenstufen sechs bis acht wieder Präsenzunterricht bekommen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Die Grundschulen sind bereits seit mehreren Wochen wieder teilweise geöffnet, die Oberstufen müssten allerdings noch ein bisschen warten, kündigte de Blasio an. Mehr als zwei Drittel aller Schüler im öffentlichen Schulsystem der Stadt haben sich allerdings bereits zu Beginn des Schuljahres freiwillig gegen Präsenzunterricht entschieden. Sie lernen von zu Hause aus mit dem Computer. New York war im Frühjahr 2020 das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen stabilisiert.
+++ 16:39 Biden möchte Lehrer vorrangig impfen lassen +++
US-Präsident Joe Biden spricht sich dafür aus, Lehrer vorrangig impfen zu lassen. Biden wolle sich in der Frage jedoch auf den Rat von Wissenschaftlern für eine umfassende Wiedereröffnung der Schulen verlassen, teilt das US-Präsidialamt mit. Es wird damit gerechnet, dass die US-Seuchenbehörde CDC noch im Laufe der Woche Richtlinien für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes veröffentlichen wird.
+++ 16:19 Merkel lehnt Lockerungen vor März ab +++
Kanzlerin Angela Merkel spricht sich gegen jegliche Öffnungsschritte beim aktuellen Lockdown bis zum 1. März aus. Die Zeit, in der die britische Virusvariante noch nicht die Oberhand gewonnen habe, sei entscheidend, um mit aller Kraft die Infektionszahlen herunter zu bekommen, sagt Merkel laut Teilnehmern einer Online-Sitzung der Unionsfraktion, wie mehrere Nachrichtenagenturen berichten. Ihre Auffassung sei aus diesem Grund, dass man mit jeglichem Öffnungsschritt bis zum 1. März warten solle, sagte Merkel demnach. Dies sei für Eltern und andere Betroffene schwer. Man könne dann aber Öffnungsschritte "mit besserem Gewissen machen". Darüber gebe es noch Differenzen, räumt die Kanzlerin vor ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch ein. Merkel sagte, sie erwarte, dass die britische Variante des Virus in wenigen Wochen auch in Deutschland die dominante sein werde.
+++ 16:15 Entwurf: Bund und Länder wollen Lockdown verlängern +++
Bund und Länder wollen den Lockdown verlängern und Kontaktbeschränkungen aufgrund der Virus-Mutationen in den nächsten Wochen "grundsätzlich beibehalten", wie es in einem Entwurf des Beschlusses für den morgigen Corona-Gipfel heißt. In dem Passus zur Verlängerung der Corona-Maßnahmen ist bisher lediglich der Monat März, nicht aber ein konkretes Datum genannt. Demnach appellieren Bund und Länder an die Bürger, alle Kontakte "auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken". Lediglich eine weitere Person darf sich mit einem Hausstand treffen. Auch sollte weiter die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften gelten. Privaten Reisen und Besuche seien "weiterhin zu unterlassen". Dies gelte auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Auch sollte möglichst weiterhin im Homeoffice gearbeitet werden. Zu möglichen Lockerungen heißt es, Öffnungen im Betreuungs- und Bildungsbereich hätten Priorität. Der Entwurf ist jedoch noch nicht mit allen Ländern abgestimmt, Änderungen sind möglich. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 16:11 Weiterer EU-Impfstoffvertrag veröffentlicht +++
Nach Druck aus dem Europaparlament hat die EU-Kommission auch den Liefervertrag mit dem Impfstoffhersteller Sanofi-GSK veröffentlicht. Allerdings sind auch darin Passagen geschwärzt, unter anderem die Preise - ähnlich wie bei den bereits veröffentlichten Verträgen mit Curevac und Astrazeneca. Die EU-Kommission hatte bei Sanofi-GSK für die 27 Mitgliedsstaaten bis zu 300 Millionen Impfdosen geordert. Das Vakzin ist aber noch in der Entwicklung und nicht zugelassen.
+++ 16:00 Bündnis kritisiert 150-Euro-Zuschlag als unzureichend +++
Ein Bündnis von 41 Gewerkschaften und Verbänden hat den von der Regierung in Aussicht gestellten Einmalzuschlag in Höhe von 150 Euro für arme Menschen als "Tropfen auf den heißen Stein" kritisiert. Die Organisationen starteten eine Unterschriftensammlung, "um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen, endlich armutspolitisch wirksame Soforthilfen auf den Weg zu bringen", wie es in dem Appell "Corona trifft Arme extra hart - Soforthilfen jetzt!" heißt. Unter anderem fordert das Bündnis für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag in der Grundsicherung von 100 Euro pro Kopf und Monat, um zusätzliche Corona-bedingte Kosten auszugleichen.
+++ 15:53 Brinkhaus: "Für Erleichterungen ist momentan kein Raum" +++
Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus plädiert für eine Verlängerung des Lockdowns und mahnt eine einheitliche Position der Länder an. "Für Erleichterungen ist momentan kein Raum", sagte der CDU-Politiker. Allerdings müsse auch gezeigt werden, "wo die Reise hingeht", wenn sich die Infektionszahlen stabilisieren. Zugleich betonte Brinkhaus mit Blick auf die morgige Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderregierungschefs: "Es wäre gut, wenn eine einheitliche Vereinbarung getroffen wird; und wenn diese einheitliche Vereinbarung auch einheitlich umgesetzt wird."
+++ 15:45 Abschlagszahlungen für Überbrückungshilfe III noch im Februar geplant +++
Erste Abschlagszahlungen für die Überbrückungshilfe III - also Zuschüsse zu den Fixkosten von Unternehmen - sollen noch im Februar erfolgen. Das geht aus einem Dokument für die Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Krise am Mittwoch hervor. Bis zu 100.000 Euro je Monat seien dabei für Firmen möglich.
+++ 15:35 Quarantäne-Brechern in England drohen bis zu 10.000 Pfund Strafe +++
Die britische Regierung verschärft erneut ihre Reisevorschriften. Menschen, die nach England einreisen, müssen ab Montag neben einem negativen Corona-Test bei der Ankunft zwei weitere Tests während einer zehntägigen Quarantäne vorlegen. Das teilt der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mit. PCR-Tests sind an Tag zwei und Tag acht der Quarantäne vorgesehen. Für die Kosten müssen Reisende selbst aufkommen. Bereits jetzt gelten strenge Regeln für die Einreise aus 33 vor allem südamerikanischen und afrikanischen Ländern. Nur britische Staatsangehörige und Menschen mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich dürfen aus diesen Ländern noch einreisen. Von kommender Woche an müssen sie ihre Quarantänezeit in einem Hotel verbringen - auf eigene Kosten. Wer sich über die Regelungen hinwegsetze, müsse künftig mit schweren Konsequenzen rechnen, führte Hancock zudem aus. Bußgelder von bis zu 2000 Pfund (rund 2280 Euro) drohen, wenn Tests nicht in Anspruch genommen werden. Bis zu 10.000 Pfund werden fällig, wenn die Hotelquarantäne nicht eingehalten wird. Wer bei seiner Einreise Aufenthalte in Risikogebiete verschweigt, muss sogar mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen, so der Minister.
+++ 15:26 In Israel waren knapp drei Prozent der Corona-Toten geimpft +++
In Israel waren weniger als drei Prozent der Corona-Toten im vergangenen Monat vorher gegen das Coronavirus geimpft. Das teilt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit. Mehr als 97 Prozent der nach einer Infektion gestorbenen Menschen seien nicht gegen das Virus geimpft gewesen.
+++ 15:09 Dreyer fordert bundeseinheitlichen Stufenplan +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer erwartet von der Bund-Länder-Schalte an diesem Mittwoch einen bundeseinheitlichen Stufenplan zu möglichen Lockerungen des Corona-Lockdowns. Rheinland-Pfalz habe - wie andere Bundesländer auch - einen Stufenplan entwickelt, sagt die SPD-Politikerin nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Mainz. "Wir wollen eine bundeseinheitliche Linie, daran wird gearbeitet." Es sei wichtig, den Menschen nachvollziehbare Perspektiven zu eröffnen. Dabei sollten vor allem Kinder in den Kitas und Grundschulen Priorität haben. Es gebe aber auch einen starken Handlungsdruck etwa bei Friseuren, im Einzelhandel und in der Kultur.
+++ 14:46 Laschet fetzt sich lautstark mit NRW-Landtag +++
Vor dem nächsten Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Pandemie fordert der Landtag von NRW eine Aussprache mit Ministerpräsident Laschet ein. Als der in Düsseldorf ans Mikrofon tritt, holt er zu einem emotionalen Rundumschlag aus, bei dem ein Abgeordneter nach dem anderen sein Fett wegkriegt.
+++ 14:40 Corona-Mutationen in Tirol: Ausreise zunächst nur noch mit Test +++
Österreich verhängt im Ringen gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Maßnahmen in Tirol. Aus dem Bundesland sei - von Osttirol abgesehen - vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Coronatest möglich, sagt Kanzler Sebastian Kurz. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 14:34 Grafik zeigt Corona-Einsätze der Bundeswehr +++
Tausende Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr helfen den Behörden und Gemeinden im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Sie unterstützen unter anderem die Gesundheitsämter und kommen bei der Durchführung von Schnelltestungen zum Einsatz. Eine Grafik zeigt, wie und wo sie Amtshilfe leisten.
+++ 14:28 Amtsärzte warnen vor dritter Welle +++
Die deutschen Amtsärzte befürworten eine Lockdown-Verlängerung. "Wir müssen mit den Corona-Infektionszahlen weiter deutlich nach unten. Andernfalls droht uns eine neue dritte Pandemiewelle, die unser Gesundheitssystem überfordern könnte", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch. Besonders die neuen Varianten des Coronavirus, die wahrscheinlich ansteckender sind, machten Sorgen. Als Ziel gab Teichert die geringen Corona-Zahlen vom Sommer aus. "Wir müssen unter zehn Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in der Woche." Für den weiteren Lockdown benötige es "klare Regeln, die für alle gelten, in allen Bundesländern. Sonst haben wir ein Akzeptanzproblem".
+++ 14:12 Corona-Zuschlag von 150 Euro gebilligt +++
Die Bundesregierung bringt den in der Koalition vereinbarten Corona-Zuschlag von 150 Euro für Bezieher der Grundsicherung für Arbeitslose, Ältere und Behinderte auf den Weg. Das Kabinett billigt den Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen erfährt. Bundestag und Bundesrat müssen dem sogenannten Sozialschutzpaket III noch zustimmen. Ausgezahlt wird der Zuschlag erst im Mai, wie aus dem Gesetzentwurf hervorgeht. Rund 3,8 Millionen Erwachsene sollen ihn erhalten. Die Kosten, die der Bund übernimmt, werden auf 575 Millionen Euro beziffert.
+++ 13:52 Sachsen will Grundschulen und Kitas ab Montag öffnen +++
Sachsen will Grundschulen und Kitas vom kommenden Montag an in einem eingeschränkten Betrieb wieder öffnen. Für Grundschüler soll jedoch die Schulbesuchspflicht vorerst aufgehoben werden, kündigt Kultusminister Christian Piwarz nach der Kabinettssitzung in Dresden an. Eltern könnten damit selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Im Interesse der Kinder und auch der Familien habe man sich zu diesem Schritt entschlossen. Die Hygienemaßnahmen würden weiter hochgehalten. Die Regelung soll sachsenweit gelten - auch für jene Landkreise, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit noch bei mehr als 100 liegt.
+++ 13:34 Dobrindt: Impfstoffe aus Russland und China national prüfen +++
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt plädiert dafür, dass Deutschland in die nationale Prüfung von Impfstoffen aus Russland und China einsteigt. Wenn es einen Mangel an Impfstoff gebe, verstehe er nicht, wieso man nicht diesen Weg gehen sollte, sagt er. Man könne Daten dann auch der europäischen Ebene zur Verfügung stellen. Deutschland habe im Übrigen auch alleine Corona-Therapeutika beschafft und dabei nicht auf eine EU-Entscheidung gewartet. Der nationale Weg sei eine "Ergänzung" des europäischen.
+++ 13:19 Laschet zu Corona-Hilfen: Bund hat "gar nichts auf die Kette gekriegt" +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet appelliert an den Bund, die Corona-Hilfen jetzt schnellstmöglich auszuzahlen. In einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zum weiteren Umgang mit der Pandemie spart der CDU-Bundesvorsitzende nicht mit Kritik an der großen Koalition. Bei der Überbrückungshilfe III hätten sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Finanzminister Olaf Scholz verhakt. "Und es hat gedauert und gedauert und gedauert." Laschet sagt, das Vorurteil, das alles besser werde, wenn der Bund es übernehme, habe sich "hier wieder mal eklatant als falsch erwiesen". Der Bund habe "seit November bis Ende Februar gar nichts auf die Kette gekriegt".
+++ 13:02 Kultusminister für schrittweise Schulöffnung ab nächster Woche +++
Die Kultusminister der Länder sprechen sich bei weiter sinkenden Corona-Zahlen dafür aus, dass die Schulen in Deutschland ab der kommenden Woche schrittweise wieder aufmachen. Einen entsprechenden Beschluss fassten sie in einer Schaltkonferenz, den die Kultusministerkonferenz (KMK) veröffentlicht. "Die negativen Folgen von Schulschließungen für die Bildungsbiografien und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen müssen begrenzt werden", heißt es in dem Papier. Verwiesen wird darin auf die gesunkenen Infektionszahlen. "Sollte dieser Trend anhalten, sprechen sich die Kultusministerinnen und Kultusminister nachdrücklich dafür aus, dass über die Abschlussklassen hinaus auch die unteren Jahrgänge, beginnend ab dem 15.2.2021, in den eingeschränkten Regelbetrieb gemäß den Vorschriften des jeweiligen Landes, zum Beispiel in den Wechsel- oder Präsenzunterricht gehen dürfen", heißt es weiter.
+++ 12:46 FDP legt Sieben-Stufen-Plan für Lockerung der Maßnahmen vor +++
Die FDP hat einen Sieben-Stufen-Plan für Schritte zur Öffnung von öffentlichem Leben, Handel und Schulen vorgelegt. Dabei sollen neben den Fallzahlen pro Woche auch regionale Werte für die Erkrankung der über 50-Jährigen, die Belastung der Krankenhäuser, die Verteilung des Infektionsgeschehens und die tatsächlichen Kapazitäten in Gesundheitsämtern eingerechnet werden. "Unterschiedliche Lagen erfordern unterschiedliche Maßnahmen. Gleiches wird damit gleich, Ungleiches wird ungleich behandelt", sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Theurer. Der Stufenplan soll am Mittwoch in den Bundestag eingebracht werden.
+++ 12:28 Bundesregierung plant weitere 6,2 Milliarden Euro für Impfstoff ein +++
Die Bundesregierung plant weitere rund 6,2 Milliarden Euro zur Beschaffung von Impfstoff ein. Dies sieht eine Vorlage des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestages vor. Zusammen mit bereits bewilligten Mitteln stünden damit in diesem Jahr knapp 8,9 Milliarden Euro für die zentrale Beschaffung von Impfstoff zur Verfügung. Das Bundesgesundheitsministerium "beabsichtigt, damit insgesamt bis zu 635,1 Mio. Impfdosen zu beschaffen", heißt es in der Vorlage für den Ausschuss, der zustimmen muss.
+++ 12:08 WHO-Experten: Alles deutet auf Fledermäuse als Corona-Ursprung +++
Alle Erkenntnisse über den Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 deuten nach Angaben von Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ähnliche Viren in Fledermäusen. Nach Abschluss der gemeinsam mit chinesischen Experten erfolgten Untersuchungen in der Metropole Wuhan in Zentralchina sagt der Chef des Teams, Peter Ben Embarek, der "wahrscheinlichste Weg" der Übertragung auf den Menschen sei von Fledermäusen ausgehend über ein anderes Tier als Zwischenwirt. Weitere Untersuchungen zum genauen Weg seien nötig. Ein Laborunfall als Ursache ist nach Einschätzung der Experten "extrem unwahrscheinlich", wie Embarek zu entsprechenden Spekulationen sagt. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 11:54 Corona-Hilfen kommen weiterhin nicht richtig bei Firmen an +++
Die Corona-Hilfen der Bundesregierung kommen einer Umfrage zufolge weiterhin zu selten und zu spät bei den Unternehmen an. In einer Befragung von 1600 mittelständischen Firmen gaben 71 Prozent an, die Anträge für Auszahlungen seien zu bürokratisch und zu kompliziert, wie der Mittelstandsverband BVMW mitteilt. Im Zuge der Pandemie nahmen knapp 61 Prozent der Firmen staatliche Hilfen in Anspruch. Sie warten darauf aber teilweise mehrere Monate, was in einigen Fällen die Existenz der Unternehmen gefährdet. Knapp 49 Prozent gaben an, mehr als vier Wochen auf die Hilfen gewartet zu haben, bei 24 Prozent sind es mehr als acht Wochen, bei 27 Prozent sogar über zwölf Wochen.
+++ 11:27 Großbritannien verlangt künftig drei Tests bei Einreise +++
Die britische Regierung verschärft in der Pandemie erneut ihre Reisevorschriften. Menschen, die nach Großbritannien einreisen, müssen künftig neben einem negativen Corona-Test bei der Ankunft zwei weitere Tests während einer zehntägigen Quarantäne vorlegen. Das teilt das Gesundheitsministerium in London mit. Die Tests sollen demnach an Tag zwei und Tag acht der Quarantäne durchgeführt werden. Für die Kosten müssen Reisende selbst aufkommen. Bereits jetzt muss jeder, der nach Großbritannien einreist, bei seiner Ankunft ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 72 Stunden ist. Mit der strengeren Maßnahme will London das Risiko einer Einschleppung von Virus-Mutanten weiter reduzieren.
+++ 11:04 Studie: Anti-Corona-Demos trugen zu Verbreitung des Virus bei +++
Demonstrationen von Gegnern der Maßnahmen gegen die Pandemie haben nach einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW und der Humboldt-Universität Berlin im November zu einer starken Verbreitung des Virus beigetragen. Die Untersuchung stützt sich auf das Infektionsgeschehen in den Landkreisen, in denen auf die Kundgebungen spezialisierte Busunternehmen Fahrten zu den großen Demonstrationsorten Berlin und Leipzig angeboten hatten. Den Angaben nach stieg in diesen Kreisen die Sieben-Tage-Inzidenz stärker an als in Kreisen, in denen die Busunternehmen keine Reisen anboten.
+++ 10:47 Baden-Württemberg weist niedrigste Inzidenz auf +++
Von allen 16 Bundesländern verzeichnet Baden-Württemberg derzeit die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz. Die Zahl der Corona-Infektionen liegt dort bei 59,6 pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Den höchsten Wert verzeichnet Thüringen mit 134,9.
+++ 10:33 Hälfte der Impfwilligen hat keine Vorliebe für bestimmten Wirkstoff +++
Die Hälfte der impfwilligen Deutschen hat laut einer Umfrage keine Vorliebe für einen bestimmten Wirkstoff. Wie aus einer von der Universität in Hamburg veröffentlichten Befragung zum Thema Impfen hervorgeht, war es 48,2 Prozent der Befragten egal, welchen der drei derzeit in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe sie erhalten würden. Von den übrigen würden im Fall einer Wahlmöglichkeit die meisten den Wirkstoff der Hersteller Biontech und Pfizer vorziehen. 33,3 Prozent äußerten eine entsprechende Präferenz. 5,8 Prozent hätten dagegen gern eine Impfung mit dem Präparat von Moderna. Nur zwei Prozent wünschten sich den Wirkstoff des Unternehmens Astrazeneca.
+++ 10:21 Deutsche Konzerne wollen sich an Impfkampagne beteiligen +++
Sobald ausreichend Vakzin für die breite Bevölkerung zur Verfügung steht, wollen 15 große Unternehmen die Corona-Impfungen unterstützen. Das ergab eine Umfrage der Zeitung "Rheinische Post" in Nordrhein-Westfalen. Die Unternehmen würden auf freiwilliger Basis die eigenen Mitarbeiter impfen. Entsprechende Pläne haben der Umfrage zufolge die Konzerne Bayer, Deutsche Telekom, Deutsche Post, Eon, Ergo, Evonik, Gea, Henkel, Lanxess, LEG Immobilien, RWE, Targobank, Thyssenkrupp, Uniper und Vodafone Deutschland. Sie beschäftigen global mehr als 1,1 Millionen Menschen, in Deutschland mehr als 400.000 Mitarbeiter.
+++ 09:52 CSU-Generalsekretär: "Was Österreich macht, ist unverantwortlich" +++
CSU-Generalsekretär Markus Blume bringt angesichts der Lockerungen in Österreich und Tschechien Grenzschließungen ins Gespräch. "Das, was Österreich macht, ist aus unserer Sicht unverantwortlich", sagt Blume gegenüber ntv. "Wir werden nicht zulassen, dass sich diese Welle über die Grenze zu uns nach Deutschland breitmacht. Deswegen ist es gut und wichtig, dass auch die Grenzkontrollen jetzt wieder intensiviert werden." Man müsse auch beobachten, wie sich andere Nachbarländer wie Tschechien verhielten. "Ansonsten muss auch Grenzschließung eine Möglichkeit sein. Das darf kein Tabu sein, auch wenn es nur Ultima Ratio sein kann." Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 09:35 Giffey sieht bei Schülern "depressive Verstimmungen" +++
Die baldige Öffnung von Schulen und Kitas ist aus Sicht von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey dringend notwendig, weil die jetzige Belastung im Lockdown in manchen Familien in Richtung Kindeswohlgefährdung gehe. "Wir haben noch etwa zehn Wochen, die wir überbrücken müssen. Da kann man nicht die Antwort geben: Es bleibt alles zu", sagt die Berliner SPD-Landesvorsitzende im NDR. Der Druck sei enorm. "Wir sehen gerade in sozialen Brennpunkten Verluste an Bildung, depressive Verstimmungen und Vereinsamung. Dem müssen wir entgegentreten."
+++ 08:56 Italien: Ab Ostern zehn Millionen Impfungen pro Monat möglich +++
Italien sieht sich in der Lage, ab Ostern mindestens zehn Millionen Menschen im Monat zu impfen. Das sagt der Direktor der Arzneimittelbehörde, Nicola Magrini, der Zeitung "Corriere della Sera".
+++ 08:28 99 Regionen liegen unter 50er-Schwelle +++
In Deutschland liegen mittlerweile 99 von 412 Regionen unter der Obergenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das sind sechs mehr als am Vortag. Dabei handelt es sich nicht nur um dünn besiedelte, ländliche Gemeinden, in denen das Fallaufkommen unter die Inzidenz von 50 sinkt. Die angestrebte Zielmarke erreichen unter anderem auch Städte wie Potsdam, Magdeburg, Wolfsburg, Osnabrück, Mönchengladbach, Trier, Kaiserslautern, Heidelberg oder Erlangen.
+++ 07:59 Kosmetikbranche appelliert an Merkel: "Stehen am Abgrund" +++
Die Kosmetikbranche ruft in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer eindringlich dazu auf, die Kosmetikinstitute wieder öffnen zu lassen. "Nach insgesamt knapp 6 Monaten Schließung steht eine ganze Branche am Abgrund", heißt es in dem Schreiben des Branchenverbandes VCP, das in einer ganzseitigen Zeitungsanzeige veröffentlicht wird. "Über 50.000 professionelle Kosmetikinstitute bzw. Nagelstudios mit fast 200.000 Beschäftigten bangen um ihre Existenz." In "vergleichbaren" Ländern seien solche Einrichtungen "mit sinnvollen Einschränkungen" weiterhin geöffnet. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 07:35 Finanzministerium gibt weitere Milliarden zur Impfstoff-Beschaffung frei +++
Das Bundesfinanzministerium hat laut "Handelsblatt" Gesundheitsminister Jens Spahn weitere 6,2 Milliarden Euro zur Impfstoff-Beschaffung freigegeben. Die Zeitung beruft sich auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Demnach werden mit der Aufstockung im Haushaltsjahr 2021 insgesamt 8,89 Milliarden Euro zur Impfstoff-Beschaffung zur Verfügung stehen. "Das Bundesgesundheitsministerium beabsichtigt, damit insgesamt bis zu 635,1 Mio. Impfstoffdosen zu beschaffen", wird aus dem Dokument zitiert.
+++ 07:07 Problem Schwarzarbeit: Friseure schlagen Alarm +++
Friseure schlagen Alarm angesichts des wochenlangen Lockdowns. "Für die Inhaber der 80.000 Salons ist die wirtschaftliche Situation zum Teil dramatisch", sagt der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller vor den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch. "Vor allem unter dem Gesichtspunkt der Pandemie-Bekämpfung ist die Schwarzarbeit in unserem Handwerk zwischenzeitlich zu einem wohl echten Problem geworden", sagt Müller. Der Zentralverband betone deshalb mit Nachdruck, dass Friseurdienstleistungen nur in professionellen Salons sicher sein könnten. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 06:41 Neuer Kinderbonus soll im Mai ausgezahlt werden +++
Der Kinderbonus von 150 Euro soll im Mai an Familien ausgezahlt werden. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf einen entsprechenden Gesetzesentwurf des Bundesfinanzministeriums. "Für jedes Kind, für das für den Monat Mai 2021 ein Anspruch auf Kindergeld besteht, wird für den Monat Mai 2021 ein Einmalbetrag in Höhe von 150 Euro gezahlt", zitiert die Zeitung aus dem Gesetzesentwurf. Die Kosten für den Kinderbonus belaufen sich auf rund 2,1 Milliarden Euro.
+++ 06:07 RKI meldet 3379 Neuinfektionen und 481 Todesfälle +++
In Deutschland steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle um 3379 auf insgesamt 2.291.924. Die Gesundheitsämter melden dem Robert-Koch-Institut zudem binnen 24 Stunden 481 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 62.156 Menschen nach einer Infektion gestorben. Die Sieben-Tages-Inzidenz sinkt auf 72,8. Die Bundesregierung strebt einen Wert unter 50 an. Mehr dazu lesen Sie hier.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntvAuswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 05:10 Experten: Kein Nachweis für Anti-Corona-Wirkung von Vitamin D +++
Für einen Corona-Schutz durch Vitamin-D-Ergänzungsmittel gibt es nach Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) keinen zuverlässigen Beleg. Auch eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem schweren Krankheitsverlauf sei nach bisheriger Studienlage nicht nachgewiesen, heißt es in der jüngsten DGE-Fachinformation zum Thema. Die Experten hatten Dutzende Studien und Beobachtungen aus verschiedenen Ländern unter die Lupe genommen. Zwar wurde vielfach von positiven Wirkungen einer Vitamin-D-Gabe im Verlauf einer Covid-19-Erkrankung berichtet. Die Studien wiesen aber meist fachliche Mängel auf.
+++ 04:01 Masken könnten in Autos Pflicht werden +++
Autofahrer könnten künftig dazu verpflichtet werden, zwei Masken in ihrem Fahrzeug dabeizuhaben. Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, plant das Bundesverkehrsministerium eine "Mitführpflicht" von Mund-Nase-Bedeckungen auch für die Zeit nach der Pandemie. Das gehe aus einer Stellungnahme des Ressorts an den Petitionsausschuss des Bundestages hervor, die der Zeitung vorliege. Das Verkehrsministerium erklärt auf dpa-Anfrage, es prüfe, bei der nächsten Änderungsverordnung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine Mitführpflicht von zwei Mund-Nasen-Bedeckungen vorzuschlagen.
+++ 03:05 Städte- und Gemeindebund warnt vor "Wunschkonzert" +++
Der Städte- und Gemeindebund warnt vor einem immer lauteren "Wunschkonzert" in der Pandemie. "Es vergeht derzeit kein Tag, an dem nicht bestimmte Gruppen und Organisationen neue Forderungen stellen, die aus ihrer jeweiligen Sicht ganz besonders wichtig sind", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Alle Gruppen, die im Lockdown Nachteile erleiden, fordern immer mehr und bessere Leistungen, ohne dass die Leistungsfähigkeit des Staates und der spätere Ausgleich auch nur erwähnt werden." Der Kinderbonus von 150 Euro oder der entsprechende Betrag für Hartz-IV-Empfänger seien dann natürlich zu wenig, moniert Landsberg.
+++ 01:42 Lufthansa bereitet Piloten auf Neustart vor +++
Mit einem umfangreichen Schulungsprogramm bereitet die Lufthansa ihre Pilotinnen und Piloten auf den Neustart nach der Pandemie vor. "Bei einer Abwesenheit von einem Jahr üben wir in mindestens fünf bis sechs Simulatorschichten den kompletten Betrieb - Checklisten, Handgriffe, manuelles Fliegen und Notverfahren wie bei zum Beispiel einem Triebwerksausfall", sagt Konzernsicherheitspilot Andreas Flaig den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das Training könne sich auf bis zu zwölf Schichten ausweiten - "das wäre dann die komplette Grundausbildung im Simulator". In der Pandemie mit einem deutlich reduzierten Flugangebot sind etliche Piloten der Lufthansa zur Zeit gar nicht im Einsatz, zum Beispiel alle 350 Piloten, die den Superjumbo Airbus A380 steuern.
+++ 00:26 Tschentscher: Öffnung erst, wenn Mutations-Einfluss klar ist +++
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher spricht sich für eine Verlängerung des Lockdowns aus und ruft zu einem einheitlichen Vorgehen auf. "Öffnungsschritte darf es erst geben, wenn der Einfluss der Mutationen auf das Infektionsgeschehen beurteilt werden kann. Das ist derzeit noch nicht der Fall", sagt der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Tschentscher appelliert an seine Amtskollegen, -kolleginnen und die Kanzlerin, bei der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch an einem Strang zu ziehen. Der Rückhalt für die Corona-Einschränkungen sei weiterhin hoch. Aber viele Bürgerinnen und Bürger erwarteten ein abgestimmtes und konsequentes Vorgehen, "um nach dem aktuellen Rückgang der Infektionszahlen einen erneuten Rückfall im Sinne einer dritten Welle zu verhindern", so Tschentscher.
+++ 23:17 Rund 1,5 Milliarden Euro Schaden durch Karneval-Ausfall +++
Der coronabedingte Ausfall des Karnevals verdirbt in diesem Jahr nicht nur vielen Narren die Stimmung, sondern auch vielen Einzelhändlern, Gastronomen und Hoteliers das Geschäft. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beziffert den wirtschaftlichen Schaden durch den Ausfall der diesjährigen Session bundesweit mit rund 1,5 Milliarden Euro. Die IW-Experten berücksichtigten in ihrer Studie nicht nur den Kölner Karneval, sondern auch das närrische Treiben in Düsseldorf und Mainz. Den größten Schaden erleidet durch den Ausfall des feuchtfröhlichen Feierns die Gastronomie mit rund 660 Millionen Euro. Doch auch dem Einzelhandel entgehen den Berechnungen zufolge Einnahmen in Höhe von rund 330 Millionen Euro. Davon entfallen allein 280 Millionen Euro auf den Kostümverkauf. Dem Hotelgewerbe fehlen 160 Millionen Euro und dem Transportsektor rund 240 Millionen Euro.
+++ 22:16 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4162 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.290.160 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4162 neue Fälle hinzu. Am Montag vor einer Woche waren es 4437 neu gemeldete Fälle gewesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 306 auf 61.871. Als aktuell infiziert gelten rund 178.834 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,0 angegeben (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass im Durchschnitt ein Infizierter einen weiteren Menschen mit Sars-CoV-2 ansteckt. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,89 (Vortag: 0,94). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3957 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2203 davon werden beatmet. Rund 4899 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.
Tab+: Pandemie-Parameter, Aktuelle Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland
+++ 21:54 Größerer Corona-Ausbruch bei Würth - auch britische Mutante nachgewiesen +++
In einem der vier Logistikzentren des Werkzeug-Handelsriesen Würth hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Abend bestätigte, sind etwa 40 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei der Überprüfung im Labor wurde in drei Fällen festgestellt, dass es sich um die noch ansteckendere Corona-Mutation aus Großbritannien handelt. Es werde damit gerechnet, dass in weiteren Proben diese Virusvariante nachgewiesen wird. Eine Würth-Sprecherin sagte der "Heilbronner Stimme", dass weitreichende Maßnahmen eingeleitet und rund 1000 Mitarbeiter der Logistik Schnelltests unterzogen worden seien. Die Corona-Fälle hätten sich fast ausschließlich auf ein einzelnes Logistikzentrum konzentriert. Der Betrieb könne weiterlaufen.
+++ 21:41 Merkel und Johnson betonen Zusammenarbeit im Kampf gegen Corona +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister Boris Johnson haben in einem Telefonat ihre Kooperation im Kampf gegen das Coronavirus betont. "Die Regierungschefs haben den vor uns liegenden schwierigen Weg in der Corona-Pandemie besprochen und waren sich einig, dass die Regierungen weiterhin zusammenarbeiten sollten, um Impfstoffe auf der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen", teilte eine Sprecherin der britischen Regierung am Abend mit. Johnson und Merkel hätten ihre Unterstützung für die weltweite Impfstoff-Initiative Covax bekundet und die Notwendigkeit einer gerechten Verteilung der Vakzine betont.
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