Panorama

Coronavirus-Liveticker+++ 21:16 Britischer Experte warnt vor Impf-Verzicht wegen Südafrika-Variante +++

08.02.2021, 21:16 Uhr

Der Vize-Chef des englischen Gesundheitsdienstes warnt die Bevölkerung davor, wegen der Virus-Variante aus Südafrika auf eine Impfung zu verzichten. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass diese Variante in den kommenden Monaten die heute in Großbritannien vorherrschende ersetzen werde, sagt Jonathan Van-Tam. Jeder solle sich zunächst "gegen die unmittelbare Bedrohung" schützen. Südafrika hat wegen Zweifel an der Wirksamkeit des Astrazeneca/Oxford-Impfstoffs bei der örtlichen Variante dessen Einsatz verschoben (Eintrag 19.02 Uhr).

+++ 20:52 Facebook kündigt schärfere Maßnahmen gegen Falschinformationen über Pandemie an +++

Facebook will schärfer gegen Falschinformationen über die Pandemie und Impfungen vorgehen. Zudem soll es den Nutzern leichter gemacht werden, sich über Möglichkeiten für eine Impfung zu informieren, heißt es in einem Blog-Posting des US-Konzerns.

+++ 20:30 Berlins Bürgermeister drängt auf Perspektive für Lockerungsschritte +++

Nach den Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller brauchen die Menschen eine Aussicht auf mögliche Lockerungen. "Wir sind in einer kritischen Phase. Zum einen geben die zurückgehenden Infektionszahlen Grund zur Hoffnung, aber die diffusen Informationen und Erkenntnisse zu den Mutanten bereiten uns große Sorgen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz. "Wir wollen und müssen den Menschen aber eine Perspektive für mögliche Lockerungsschritte geben, wenn dies die Infektionszahlen hergeben", so der SPD-Politiker. "Ich erwarte daher von der Bund-Länder-Schalte, dass wir uns trotz der Unsicherheiten mindestens auf einen gemeinsamen Rahmenplan einigen können, möglichst gekoppelt an Inzidenzen und der Auslastung unserer Intensivmedizin."

+++ 20:04 US-Abgeordneter Wright nach Corona-Infektion gestorben +++

Ein Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses, der Republikaner Ron Wright, ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte die Vorsitzende der Parlamentskammer, Nancy Pelosi, mit. Der 67-jährige Abgeordnete aus dem Bundesstaat Texas hatte am 21. Januar erklärt, dass ein Corona-Test bei ihm positiv ausgefallen sei. Wright hinterlässt drei Kinder und neun Enkelkinder, wie Pelosi mitteilte. US-Medien berichteten unter Berufung auf eine Stellungnahme von Wrights Büro, dass zuletzt sowohl der Abgeordnete als auch seine Frau Susan wegen der vom Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 im Krankenhaus behandelt worden seien.

+++ 19:45 Tschechische Ministerin entschuldigt sich für Vergleich der Pandemie mit Zweitem Weltkrieg +++

Die tschechische Arbeits- und Sozialministerin Jana Malacova hat sich nach einem Vergleich der Corona-Krise mit dem Zweiten Weltkrieg entschuldigen müssen. Ihre Wortwahl sei unpassend gewesen, bedauerte die Sozialdemokratin. "Das ganze Land steht still - selbst der Zweite Weltkrieg hat nicht das verursacht, wofür Covid-19 gesorgt hat", hatte sie in einer Fernsehdebatte gesagt. Keine andere Situation habe jemals verhindert, dass die Kinder in die Schule gehen können, behauptete die 39-Jährige. Der Leiter des Jüdischen Museums in Prag, Leo Pavlat, stellte die historischen Fakten klar. Jüdische Kinder seien unter der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg erst teilweise und vom Juli 1942 an ganz am Schulbesuch gehindert worden. Angesichts der Opfer der Schoah seien die Äußerungen der Ministerin in jedem Fall "extrem taktlos" gewesen, kritisierte der 70-Jährige in einer Stellungnahme.

+++ 19:22 EU ordert 300 Millionen weitere Impfdosen von Biontech/Pfizer +++

Die EU-Kommission hat bei Biontech/Pfizer eine Bestellung über weitere 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff aufgegeben. Die Brüsseler Behörde habe eine entsprechende zweite Abmachung mit den beiden Unternehmen abschließend angenommen, sagte ein Kommissionssprecher. Die Kommission hatte dies bereits Anfang Januar vorgeschlagen.

+++ 19:02 Nach Zweifel an Wirksamkeit: WHO-Experten beraten über Astrazeneca +++

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben über den weiteren Umgang mit dem Astrazeneca-Impfstoff beraten. Südafrika hatte geplante Impfungen mit dem Vakzin wegen Zweifeln an dessen Wirksamkeit gegen die dort vorherrschende Coronavirus-Variante vorläufig gestoppt. "Das sind auf jeden Fall beunruhigende Nachrichten", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Entwicklung zeige, dass Vakzine schnell produziert und zu den Menschen gebracht werden müssten. "Wir wissen, dass Viren mutieren, und wir wissen, dass wir bereit sein müssen, Impfungen anzupassen, damit sie wirksam bleiben", sagte er weiter. Tedros will sich am Dienstag mit den Experten der Strategie-Gruppe der WHO treffen, um Empfehlungen im Umgang mit dem Impfstoff zu besprechen, den Astrazeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt hat.

+++ 18:36 Hannover meldet deutlichen Anstieg an Infektionen mit Mutanten +++

Die Region Hannover meldet einen deutlichen Anstieg an Infektionen mit den Virus-Mutanten. Man habe 74 Positivproben untersucht und bei 32 von ihnen die zuerst in Großbritannien aufgetauchte Virus-Mutante B117 festgestellt, teilt das Gesundheitsamt mit. "Wir müssen also annehmen, dass sich der Anteil der Mutationen deutlich im zweistelligen Prozentbereich bewegt", sagt Cora Hermenau, Gesundheitsdezernentin der Region Hannover. Das Robert-Koch-Institut hatte am Freitag geschätzt, dass der Anteil bei 5,8 Prozent lag. Es wird aber mit einer raschen Ausbreitung der ansteckenderen Virus-Mutanten gerechnet.

+++ 18:17 US-Experte Fauci: Britische Variante könnte sich bis Ende März durchsetzen +++

In den USA könnte einem Experten zufolge die ansteckendere, zuerst in Großbritannien nachgewiesene Virus-Variante bis Ende März die vorherrschende sein. Der beste Schutz gegen alle neuen Varianten sei es, möglichst viele Leute zu impfen, sagt Regierungsberater Anthony Fauci.

+++ 18:00 Giffey will Beschäftigte an Kitas und Schulen mindestens zweimal pro Woche testen lassen +++

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat vor den Bund-Länder-Beratungen deutlich mehr Corona-Tests für Beschäftigte an Kitas und Schulen gefordert. Die Beschäftigten seien beim Impfen wahrscheinlich erst im Mai an der Reihe. Das Testen als Brücke zum Impfen müsse daher deutlich ausgebaut werden, sagte die SPD-Politikerin. "Unsere Empfehlung ist hier ganz klar: Mindestens zwei Mal in der Woche sollte getestet werden." Es gebe eine einhellige Meinung in der Politik, dass bei Lockerungen Kitas und Schulen die ersten sein sollten, so zumindest Giffey. Das dürfe aber nicht erst im Mai passieren. Es brauche Öffnungsperspektiven und Öffnungsschritte. Sicheres Öffnen bedeute "testen, testen, testen".

+++ 17:40 Zahl der Corona-Toten in Russland mehr als doppelt so hoch wie offiziell angegeben +++

Die Zahl der Corona-Toten in Russland ist nach Angaben des nationalen Statistikamtes Rosstat mehr als doppelt so hoch wie offiziell angegeben. Allein im Jahr 2020 sind mehr als 162.000 Russen mit dem Virus gestorben, wie die Behörde mitteilte. Auf der offiziellen Corona-Seite der Regierung war am selben Tag hingegen von 77.068 Toten seit Beginn der Pandemie die Rede. Dort werden lediglich Fälle aufgelistet, bei denen Covid-19 als Todesursache bestätigt wurde. An dieser Zählweise hat es immer wieder Kritik gegeben. Insgesamt starben in Russland im vergangenen Jahr fast 18 Prozent mehr Menschen als im Jahr 2019, wie Vizeregierungschefin Tatjana Golikowa der Agentur Interfax zufolge sagte. Laut Statistikamt schrumpfte die russische Bevölkerung 2020 so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr.

+++ 17:24 Niederlande verlängern nächtliche Ausgangssperre bis Anfang März +++

Die niederländische Regierung wird das umstrittene nächtliche Ausgehverbot Medienberichten zufolge bis Anfang März verlängern. Laut dem Sender RTL wird die Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte im Laufe des Tages eine Fortsetzung bis zum 3. März bekanntgeben. Die erste nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden seit dem Zweiten Weltkrieg führte nach ihrer Einführung am 23. Januar zu mehrtägigen Unruhen.

+++ 17:02 Spahn: Koalition will Regelungen zu "epidemischer Lage" verlängern +++

Die rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten soll nach Plänen der großen Koalition über die bis Ende März bestehende Frist hinaus erhalten werden. Dazu werde derzeit ein Gesetzentwurf abgestimmt, um die so genannte epidemische Lage von nationaler Tragweite zu verlängern, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. Vorgesehen sei dabei weiterhin, dass der Bundestag diese Lage ausdrücklich feststellen müsse. Darauf fußt die Möglichkeit zu direkten Verordnungen des Bundes, die aber bisher bis zum 31. März befristet sind. Spahn sagte: "Diese Pandemie ist offenkundig Ende März noch nicht vorbei." Finale Abstimmungen dazu liefen noch. Nach einem Entwurf mit Stand von vergangenem Samstag ist ein Drei-Monats-Mechanismus im Gespräch.

+++ 16:44 Extremwetter legt Impfstoff-Auslieferung in Niedersachsen auf Eis +++

Das anhaltende Winterwetter erschwert in Niedersachsen die Impfkampagne. Das Gesundheitsministerium sagte heute in Abstimmung mit der Polizei die Impfstofflieferungen für zwölf Impfzentren ab. Frühestens am Dienstag solle je nach Wetterlage damit begonnen werden, die Lieferungen nachzuholen, sagte ein Ministeriumssprecher. Wer bereits einen Impftermin hat, derzeit aber wetterbedingt nicht zum Impfzentrum kommen kann, soll "so schnell und unkompliziert wie möglich" einen Nachholtermin bekommen. Eine erneute Anmeldung über die Hotline oder das Internetportal ist dafür nicht nötig, die Abstimmung läuft über die Kommunen als Betreiber der Impfzentren.

+++ 16:29 Scholz sagt finanzielle Hilfe für Impfstoffproduktion zu +++

Die Bundesregierung ist nach Worten von Finanzminister Olaf Scholz bereit, Unternehmen zur Produktion von Impfstoffen finanziell zu helfen. "Wir müssen jetzt noch mal alle Anstrengungen unternehmen, um sicherzustellen, dass so viel Impfstoff produziert wird wie möglich", sagt der SPD-Kanzlerkandidat nach einer Parteiklausur. "Wenn eine finanzielle Unterstützung dazu beitragen kann, dass sich die Produktion ausweitet, dann werden wir dazu bereit sein." Scholz nannte aber auch auf Nachfrage keine konkreten Unternehmen oder Summen.

+++ 16:04 Bericht: Bund und Länder einig über Lockdown-Verlängerung bis Ende Februar +++

Bund und Länder sind sich nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" weitgehend einig darüber, den Lockdown bis zum 28. Februar zu verlängern. Lockerungen solle es vorher aber bei Kitas, Grundschulen und eventuell auch Friseuren vom 15. Februar an geben, berichtete das Magazin. So stehe bei Grundschulen Wechselunterricht als Modell im Raum. Für die Zeit ab dem 1. März sollen dem Bericht zufolge die bei einer entsprechenden Infektionslage vorgesehenen Lockerungen für Geschäfte, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen von jedem Bundesland selbst auf den Weg gebracht werden.

+++ 15:52 EU-Experte zu Kritik an Impfstoffbeschaffung: "Die stammt von Leuten, die diesen Prozess nicht kennen" +++

Der Co-Vorsitzende der für Corona-Impfstoffe zuständigen EU-Steuerungsgruppe hat den Vorwurf zu langsamer Verhandlungen mit den Herstellern zurückgewiesen. "Diese Kritik stammt von Leuten, die diesen Prozess nicht kennen und ihn nicht genau verfolgt haben", sagte der Österreicher Clemens Martin Auer der "Süddeutschen Zeitung". In der Steuerungsgruppe sitzen Vertreter der 27 EU-Staaten. Sie war an den von der EU-Kommission geführten Vertragsverhandlungen beteiligt. Auer beklagte zu hohe Erwartungen, die im ersten Quartal nicht erfüllbar seien: "Wir wussten immer, dass am Anfang die Impfdosen knapp sein werden", sagte er. In Deutschland habe auch der Aufbau großer Impfzentren Erwartungen geschürt. Der Sonderbeauftragte äußerte zudem Zweifel, ob der Hersteller Astrazeneca im ersten Quartal wirklich 40 Millionen Impfstoffdosen an die EU liefern könne.

+++ 15:31 NRW-Gesundheitsminister Laumann: "Erstimpfung in Altenheimen ist so gut wie durch" +++

In Nordrhein-Westfalen ist bei der Corona-Impfung die erste Hürde geschafft. Gesundheitsminister Laumann verkündet, alle Senioren in stationären Einrichtungen hätten die erste Impfung erhalten.

+++ 15:09 Wissenschaftler halten offene Schulen in Corona-Zeiten für möglich +++

Wissenschaftler halten das Risiko einer Schulöffnung mit strengen Hygieneauflagen für beherrschbar. Das geht aus den Leitlinien zur Prävention und Kontrolle von Corona-Infektionen in Schulen hervor, die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek vorstellte. Die Fachgesellschaften für Epidemiologie, Public Health, Kinder- und Jugendmedizin und pädiatrische Infektiologie kommen in den Leitlinien zu dem Schluss, dass Schulen in der Corona-Krise geöffnet bleiben könnten, wenn sie ein klares Set an Hygienemaßnahmen beachten. Dies setze allerdings voraus, die Klassen und Jahrgänge in kleinere und feste Gruppen zu unterteilen. Dazu kommen strenge Abstands- und Lüftungsregeln, eine konsequente Pflicht zum Tragen medizinischer Masken und die Reduzierung der Personen bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, auch durch eine zeitliche Streckung des angebotenen Unterrichts.

+++ 14:50 Spahn sieht keine Notwendigkeit für vorzeitige Impfung von Lehrern +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält es derzeit für nicht zwingend, Lehrer und Erzieher in der Impfpriorität vorzuziehen. Er verstehe die Diskussion, sagt Spahn. Bei ersten Lockerungsschritten wären Schulen und Kitas wohl dabei. Aber es sei nach wie vor unklar, inwieweit Bildungseinrichtungen tatsächlich Infektionstreiber seien. Die vorhandenen Impfdosen müssten daher auf diejenigen konzentriert werden, die am gefährdetsten seien.

+++ 14:30 Merkel kündigt Öffnungsstrategie an +++

Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts zurückgehender Infektionszahlen eine längerfristige Strategie für Schulen und Kitas in Aussicht gestellt. Man wolle bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch eine solche Strategie auf den Weg bringen, sagte Merkel laut Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. Zugleich habe sie betont, in den nächsten beiden Wochen müssten die Infektionszahlen nochmals gedrückt werden. Merkel mahnte im Zusammenhang mit der Debatte über Lockerungen zur Vorsicht. Die Kanzlerin sagte nach diesen Informationen weiter, die Infektionswelle sei gebrochen, aber noch kein Bundesland liege unter der Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:15 Klimaforscher: Pandemie kann Ende des Kohlestroms beschleunigen +++

Der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid durch die Stromerzeugung ist nach Angaben des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung im vergangenen Jahr weltweit um sieben Prozent gesunken. Der Grund sei die abgenommene Stromnachfrage in der Pandemie, schreiben die Forscher zu ihrer in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" veröffentlichten Studie. "Kohle ist von der Corona-Krise härter getroffen worden als andere Stromquellen", betonte der Leitautor der Studie, Christoph Bertram. Wenn die Stromnachfrage sinke, würden aus Kostengründen in aller Regel zuerst Kohlekraftwerke abgeschaltet. Auf diese Weise seien fossile Brennstoffe im Jahr 2020 teilweise aus dem Stromerzeugungsmix verdrängt worden.

+++ 13:59 Österreich spricht Reisewarnung für sein Bundesland Tirol aus +++

Für das österreichische Bundesland Tirol gilt aufgrund der als brisant eingeschätzten Corona-Lage eine Reisewarnung. Das erklärt die österreichische Regierung in Wien. Hintergrund ist die verstärkte Ausbreitung von Virus-Mutationen. Insgesamt gibt es laut Experten fast 300 bestätigte Fälle der südafrikanischen Variante in Tirol, davon gelten nur wenige als aktiv. Bei 200 Proben liege der Verdacht auf die Virus-Variante vor. Die Dunkelziffer könnte aber noch deutlich höher sein. In anderen Bundesländern gibt es bisher insgesamt nur neun Fälle. Im Rest Österreichs wurde der Lockdown nach sechs Wochen am heutigen Montag wieder gelockert.

+++ 13:56 Griechenland und Zypern plädieren für EU-Impfpass +++

Gegen Covid-19 geimpfte EU-Bürger sollen nach Ansicht der griechischen und der zyprischen Regierung eine EU-weit gültige Impfbescheinigung erhalten. "Das ist, was wir fordern von der EU", sagt der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis nach einem Treffen mit dem zyprischen Staatspräsidenten Nikos Anastasiades im zyprischen Staatsfernsehen (RIK). Mit dieser Impfbescheinigung könnte man den für Zypern und Griechenland sowie viele andere Staaten Europas wichtigen Wirtschaftsbereich des Tourismus ankurbeln, so Mitsotakis weiter.

+++ 13:51 Jetzt offiziell: Bund zahlt Klinik-Beschäftigten auch 2021 Prämie +++

Die Bundesregierung zahlt Beschäftigten von Krankenhäusern auch in diesem Jahr eine Corona-Prämie. Dies teilt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin mit. Die Kliniken seien "in allen Bereichen sehr stark belastet" und dies teilweise deutlich stärker als im Frühjahr vergangenen Jahres, sagt der CDU-Politiker. Deshalb stellt der Bund den Krankenhäusern eine Summe von insgesamt 450 Millionen Euro bereit, die diese dann an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszahlen. Das Gesundheitssystem in Deutschland habe gezeigt, "wie robust es ist", sagt Spahn. Es habe den Stresstest im Gegensatz zu anderen Ländern bestanden.

+++ 13:45 Lauterbach: "Werden dritte Corona-Welle bekommen" +++

Wenige Tage vor dem Bund-Länder-Gipfel zu den Corona-Maßnahmen wird hitzig über Verschärfungen und Lockerungen debattiert. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert im Gespräch mit ntv nachdrücklich einen verlängerten Lockdown und warnt vor einer dritten Welle.

+++ 13:39 Intensivmediziner sehen derzeit keinen Spielraum für Lockerungen +++

Intensivmediziner sehen in Deutschland weiterhin keine Alternative zum Corona-Lockdown. Die Lage auf den Intensivstationen sei trotz eines Rückgangs der Zahl der Patienten mit einem schweren Covid-19-Verlauf weiterhin ernst, warnt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) in München. "Natürlich können wir den Lockdown nicht unendlich fortsetzen", erklärt Verbandspräsident Gernot Marx. Es sei aber zwingend erforderlich, die derzeit geltenden strengen Maßnahmen auch über Mitte Februar hinaus zu verlängern. "Anfang März sollten wir dann wieder in die Diskussion einsteigen." Marx geht davon aus, dass die Lage bis Ostern sehr ernst bleibe. "Wenn sich der Rückgang der Corona-Patienten auf den Intensivstationen seit Jahresbeginn in diesem Tempo fortsetzt, wird es April oder Mai, bis die Situation als entspannt gelten kann." Dies sei nur ohne einen neuen Neuanstieg der Infektionszahlen realistisch.

+++ 13:26 Bisher 55 Prozent der November- und Dezemberhilfen ausgezahlt +++

Etwas mehr als die Hälfte der von Unternehmen beantragten November- und Dezemberhilfen ist bis Anfang Februar tatsächlich ausgezahlt worden. Bis Montag wurden für diese Hilfen Anträge für ein Fördervolumen von rund 9,4 Milliarden Euro gestellt, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt. Ausgezahlt wurden davon - entweder als Abschlagszahlung oder als reguläre Auszahlung - bisher knapp 5,2 Milliarden Euro. Das entspricht rund 55 Prozent der beantragten Summe. Für November fällt der Anteil der ausgezahlten Mittel mit knapp 63 Prozent höher aus als für Dezember mit 46 Prozent.

+++ 13:15 Biontech-Impfstoff wirkt gegen zwei Corona-Varianten +++

Einer Laborstudie zufolge wirkt der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer auch gegen die in Großbritannien und Südafrika erstmals nachgewiesenen Varianten von Sars-CoV-2. Die Daten der Studie seien im Fachblatt "Nature Medicine" veröffentlicht worden, teilen beide Unternehmen gemeinsam mit. Es habe sich im Labor gezeigt, dass das Blut von 20 mit dem Impfstoff geimpften Menschen die Schlüsselmutationen der Coronavirus-Varianten aus Großbritannien und Südafrika neutralisiere, in dem Blut also ausreichend neutralisierende Antikörper waren.

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+++ 13:04 Deutsche sollen in Tschechien Betten blockieren - Klinik dementiert +++

In Tschechien sind Vorwürfe laut geworden, deutsche Patienten würden Betten in einer überlasteten Klinik blockieren und damit knappe Ressourcen aufzehren. Im Krankenhaus der westlichen Grenzstadt Cheb (Eger) liege eine "relativ große Zahl deutscher Bürger", sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Vladimir Cerny im Fernsehsender CT. "Sie sollten nach Deutschland weggeschickt werden, was aber nicht geschieht." Wegen zahlreicher Covid-19-Fälle in der an Bayern grenzenden Stadt arbeitet das dortige Krankenhaus in der Intensivversorgung seit Langem am Limit. Ein Sprecher der Klinikbetreibers dementierte die Anschuldigungen auf Anfrage. Es werde aktuell kein einziger Covid-19-Patient aus Deutschland versorgt. Auf anderen Abteilungen seien teilweise einzelne deutsche Patienten behandelt worden. Das habe aber "keinen Einfluss" auf die Kapazität der Intensivstation. Man unterscheide bei der Behandlung nicht nach Nationalität.

+++ 12:57 Widmann-Mauz fordert Patenschaften für Kinder aus bildungsfernen Familien +++

Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz fordert die bundesweite Einführung von Bildungspatenschaften, um Kinder aus bildungsfernen Familien während des Lockdowns zu unterstützen und Defizite wegen des Ausfalls von Präsenz-Unterricht auszugleichen. "Nötig ist es, das zivile Engagement von Bildungspaten gezielt zu fördern, die Kindern und ihren Eltern unterstützend zur Seite stehen", sagt Widmann-Mauz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dazu müssten bestehende Programme ausgebaut und verstärkt mit Schulen und Bildungsexperten verknüpft werden. "Es geht jetzt darum, ein flächendeckendes Netz aller Kräfte zu mobilisieren, um die Bildungschancen der Kinder für die Zukunft zu sichern." Es gehe darum, Voraussetzungen zu schaffen, "damit Kinder, gerade aus bildungsfernen Familien, nicht den Anschluss verlieren."

+++ 12:42 Gericht hebt nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg auf +++

Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof hat die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Baden-Württemberg mit Wirkung ab Donnerstag aufgehoben. In einem in Mannheim verkündeten unanfechtbaren Beschluss gaben die Richter dem Eilantrag einer Frau aus Tübingen statt. Dem Beschluss zufolge ist die von 20 Uhr bis 05 Uhr geltende pauschale Ausgangssperre wegen der erheblich verbesserten Pandemielage nicht mehr angemessen.

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+++ 12:38 Aktuelle Pandemie-Lage: Infektions- und Todesfallkurven fallen weiter +++

Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen die ntv-Moderatorinnen Anne-Kathrin Cyrus und Nina Lammers mit Professor Ulrich Keilholz die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 12:20 Bayern sieht Grenzschließungen nach Tirol als letzte Möglichkeit +++

Trotz der großen Sorge in Deutschland wegen der Infektionslage in Tirol hält Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek Grenzschließungen weiter für noch nicht angemessen. "Grenzschließungen kann man als Ultima Ratio nicht ausschließen. Aber zunächst gilt es, den Grenzverkehr auf das notwendigste Maß zu reduzieren", sagt der CSU-Politiker. Ziel müsse es sein, die Infektionsketten über die Grenzen hinweg zu brechen, dazu müsse jeglicher Austausch hinterfragt werden.

+++ 11:59 55 Prozent ist es nicht egal, mit welchem Impfstoff sie geimpft werden +++

Bislang sind in Deutschland drei Impfstoffe zugelassen: Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sowie der Impfstoff von Astrazeneca für erwachsene Personen unter 65 Jahren. In einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv geben 55 Prozent der Befragten an, dass es ihnen nicht gleichgültig sei, mit welchem der drei Impfstoffe sie geimpft würden. 41 Prozent dagegen sagen, dass es ihnen egal sei, sofern der Impfstoff für ihr Alter zugelassen sei. Wenn sie die Wahl zwischen den drei bereits zugelassenen Impfstoffen hätten, würden sich 22 Prozent laut Umfrage für das Produkt von Biontech/Pfizer, vier Prozent für den Impfstoff von Astrazeneca und ein Prozent für das Vakzin von Moderna entscheiden. 67 Prozent würden keinen bestimmten Impfstoff bevorzugen beziehungsweise hätten ohnehin nicht die Wahl, weil für ihre Altersgruppe derzeit nur die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen sind.

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+++ 11:46 Handel fordert Öffnungsperspektive auch bei Inzidenz über 50 +++

Vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch fordert der Einzelhandelsverband HDE einen schrittweisen Ausstieg aus dem Lockdown. "Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen schleunigst eine realistische Öffnungsperspektive. Ansonsten werden wir Zehntausende Geschäfte verlieren", warnt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Erste Schritte müssten auch bei einer Inzidenz von über 50 möglich sein. Denkbar wären strengere Vorgaben für die Kundenzahl oder die Hygiene. Ein vom HDE beauftragtes Gutachten der Berufsgenossenschaft (BGHW) sowie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) habe unter den Beschäftigten der Branche kein erhöhtes Infektionsgeschehen festgestellt. "Ein klarer Beweis, dass auch für die Kunden im Einzelhandel ein sicheres Einkaufen möglich ist."

+++ 11:23 Peru erhält erste Lieferung von chinesischem Impfstoff +++

Peru hat eine erste Lieferung von 300.000 Dosen des chinesischen Corona-Impfstoffs Vero erhalten. Präsident Francisco Sagasti nahm das Mittel des Herstellers Sinopharm am Flughafen in Lima in Empfang, wie die Zeitung "El Comercio" berichtet. Weitere 700.000 Dosen sollen laut des Staatschefs am 14. Februar ankommen. Als Erstes soll medizinisches Personal geimpft werden. Sinopharm hatte bereits in der praktischen Testphase des Impfstoffs mit Peru zusammengearbeitet. In dem Andenstaat mit seinen rund 32 Millionen Einwohnern sind bislang mehr als 1,2 Millionen Corona-Fälle verzeichnet worden, über 42.000 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus.

+++ 11:07 Zahlen weiter rückläufig: USA registrieren knapp 88.000 neue Fälle +++

In den USA sind binnen 24 Stunden knapp 88.000 Neuinfektionen verzeichnet worden. Das geht aus aktuellen Berechnungen der "New York Times" hervor. Insgesamt haben sich damit bislang mehr als 27 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Rund 1300 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl steigt damit auf über 463.300. Sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch der Todesfälle ist seit Anfang Januar rückläufig.

+++ 10:52 Karliczek fordert "großes Programm" für benachteiligte Schüler +++

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert eine gemeinsame Kraftanstrengung mit den Ländern, um benachteiligte Schülerinnen und Schüler in der Pandemie zu unterstützen. "Wir brauchen ein großes Programm, damit wir den Kindern und Jugendlichen helfen, nach der Pandemie wieder richtig in die Spur zu kommen", sagt die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. "Es geht ja nicht nur um Wissensvermittlung, sondern ganz stark auch um Persönlichkeitsentwicklung und soziales Miteinander." Hierzu müssten Bund und Länder einen gemeinsamen Rahmen schaffen. "Das darf gern eine große Aktion werden - nach dem Motto: Für eine starke Jugend nach Corona." Sie sei mit den Ländern im Gespräch, um ein entsprechendes Programm auf den Weg zu bringen.

+++ 10:27 Britische Regierung verteidigt Astrazeneca-Vakzin +++

Die britische Regierung hält Zweifel am Astrazeneca-Impfstoff trotz einer offenbar verminderten Wirkung gegen die südafrikanische Coronavirus-Variante für unangebracht. Gegen die bislang in Großbritannien vorherrschenden Varianten seien sowohl das Vakzin von Biontech/Pfizer als auch das von Astrazeneca offenbar wirksam, schreibt Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi in einem Gastbeitrag im "Telegraph". Zahawi geht davon aus, dass der Astrazeneca-Impfstoff zumindest vor schweren Verläufen auch bei einer Infektion mit der südafrikanischen Variante schützt. "Ein Impfstoff mit verminderter Wirksamkeit bei der Verhinderung von Infektionen kann trotzdem eine gute Wirksamkeit bei der Vermeidung schwerer Verläufe, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen aufweisen", betont er. Die Universität Oxford hatte am Sonntag eine Studie veröffentlicht, wonach der Astrazeneca-Impfstoff nur sehr vermindert vor leichten und moderaten Verläufen bei einer Infektion mit der südafrikanischen Coronavirus-Variante B.1.351 schützt. Keine Aussage trafen die Forscher über schwere Verläufe.

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+++ 10:04 Möbelbranche zeichnet düsteres Bild - Brief an Kanzlerin Merkel +++

Der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) ruft die Bundesregierung eindringlich zu einer "Strategie für ein abgesichertes Wirtschaften in der Krise" auf. In einem offenen Brief unter anderem an Bundeskanzlerin Angela Merkel heißt es, eine "abgesicherte Öffnung" spätestens ab 1. März sei dringend erforderlich. Dazu präsentiert der VDM Eckpunkte eines eigenen Konzepts. So sagt der Verband etwa eine enge Überwachung der Besucherzahlen in den Möbelhäusern sowie eine Entzerrung der Öffnungszeiten zu. Für den Industriezweig mit seinen rund 300.000 Beschäftigten zeichnet er ein düsteres Bild: "Nach nunmehr zwei Monaten Lockdown und einem drastischen Rückgang der Auftragseingänge von in der Spitze mehr als 80 Prozent ist jetzt auch der industrielle Kern der Branche bedroht - mit ernsten Folgen für Arbeitsplätze und den Produktionsstandort Deutschland."

+++ 09:56 Russland meldet fast 16.000 Neuinfektionen +++

In Russland verzeichnen die Behörden binnen 24 Stunden 15.916 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle steigt damit auf über 3,98 Millionen. Zudem starben 407 weitere Menschen mit oder an dem Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 77.068 Todesfälle.

+++ 09:42 Tschentscher über Lockerung: "Es darf keinen Automatismus geben" +++

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher spricht sich gegen automatische Lockerungen der Beschränkungen bei einem Inzidenzwert unter 50 aus. "Es darf keinen Automatismus geben", sagt Tschentscher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir brauchen eine Einschätzung der Gesamtlage und müssen sehr vorsichtig bleiben." Ansonsten könnte der Inzidenzwert schnell wieder bis weit über 50 steigen. "Wir müssen die Infektionsdynamik beachten und das Risiko durch die Mutationen einbeziehen - und dann geht es natürlich weiterhin auch um die Auslastung von Krankenhäusern und Intensivstationen", sagt der Regierungschef.

+++ 09:25 Scholz zu Corona-Gipfel: Müssen Öffnungskonzept konkretisieren +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch über ein "Öffnungskonzept, eine Öffnungsstrategie" sprechen. "Da wird jetzt weiter konkretisiert werden müssen", sagt er im ZDF. Priorität hätten aus seiner Sicht Schulen und Kitas. Man müsse aber "vorsichtig bleiben", es müsse auf die Mutationen des Virus geachtet werden. Die Impfstoffproduktion müsse so weit wie möglich angekurbelt werden. Gleichzeitig müsse "darüber nachgedacht" werden, wie das Impfen "konkret organisiert wird", sobald mehr Impfstoff vorliege. "Spätestens im zweiten Quartal wird es Wochen geben, in denen wir Millionen Impfungen vornehmen müssen." Das müsse jetzt genau vorbereitet werden, damit im Sommer dann "ziemlich viele" Bürger geimpft seien.

+++ 09:01 Nordrhein-Westfalen erreicht als erstes Bundesland Marke von 500.000 Fällen +++

Als erstes deutsches Bundesland überschreitet Nordrhein-Westfalen die Schwelle von insgesamt einer halben Million laborbestätigter Infektionen mit dem Coronavirus. Die Behörden registrierten offiziellen Angaben zufolge zuletzt 813 neu erkannte Fälle (Datenstand: 8. Februar, 0 Uhr). In dem einwohnerstärksten Bundesland liegt die Gesamtzahl der bisher laborbestätigten Sars-CoV-2-Ansteckungen seit Pandemiebeginn somit nun bei 500.223. Als genesen gelten den Behördenschätzungen zufolge 450.800 Personen. Zudem registrierten die Gesundheitsbehörden binnen eines Tages 25 weitere Verstorbene im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Insgesamt zählt NRW damit seit Beginn der Pandemie 11.563 Todesfälle. Die aktuelle Sieben-Tages-Inzidenz liegt laut Landesgesundheitsamt bei 72,3 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner.

+++ 08:51 Klingbeil: Für den Impfstoff "hätte viel mehr Geld zur Verfügung gestanden" +++

Der Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, fordert bei der Aufarbeitung der schleppenden Impfstoff-Beschaffung der Bundesregierung mehr Klarheit. "Das ist etwas, was aufgeklärt werden muss", sagt Klingbeil in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. Klingbeil kritisiert, dass im Rahmen der Europäischen Union 750 Milliarden Euro für wirtschaftlichen Wiederaufbau ausgebeben würden, aber nur drei Milliarden Euro für Impfstoffe. Weiter sagt der SPD-Politiker, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz mehr Geld für die Beschaffung bewilligt hätte, aber gar nicht danach gefragt wurde: "Da hätte viel mehr Geld zur Verfügung gestanden, das ist aber nie angefordert worden vom Finanzminister."

+++ 08:39 Mehr freie Pflegeheimplätze in NRW wegen Pandemie +++

Seit Ausbruch der Pandemie stehen in Nordrhein-Westfalen mehr Pflegeheimplätze zur Verfügung als noch zuvor. Das Landesgesundheitsministerium geht davon aus, dass viele Familien mit Pflegebedürftigen die Suche nach einem Heimplatz aufschieben, um die Entwicklungen in der Pandemie abzuwarten. Derzeit sind laut der Anwendung "Heimfinder NRW" rund 2900 Dauerpflegeplätze sofort frei. Im März 2020 standen dort laut Ministerium zwischenzeitlich nur rund 450 Plätze zur Verfügung.

+++ 08:25 Zuschauer fragen Experten: Beeinflusst die Blutgruppe das Corona-Risiko? +++

Im "ntv Corona-Spezial" beantwortet ntv-Moderatorin Doro Steitz zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs Zuschauerzuschriften. Wer eine Frage an das Expertenteam hat, kann sie an "Coronafragen@ntv.de" schicken.

+++ 08:13 Neun deutsche Regionen sind Superhotspots +++

In neun deutschen Regionen bleibt das Fallaufkommen nach dem aktuellen Datenstand des Robert-Koch-Instituts (08.02., 0 Uhr) sehr hoch. Der am schwersten betroffene Landkreis ist nach wie vor Tirschenreuth in Bayern mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 391,4. Danach folgt der bayerische Kreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (304,2). Eine Inzidenz unter 300 aber über 200 haben folgende Regionen: Landkreis Hof (282,7), Schmalkalden-Meiningen in Thüringen (277,8), der Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt (265,6), die bayerische Stadt Hof (264,0), Eichsfeld in Thüringen (226,0), Hildburghausen in Thüringen (221,5) sowie der Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern (211,4).

+++ 07:56 Experten erarbeiten Leitfaden für Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen +++

Eine Wiedereröffnung der Schulen in Deutschland ist laut einem von Experten erarbeiteten Leitfaden auch bei Fortdauer der Pandemie unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Als Maßnahmen, die einen Schulbetrieb ermöglichen sollen, nennen die Wissenschaftler unter anderem die Aufteilung der Klassen in Gruppen, das Tragen medizinischer Masken durch Lehrer wie Schüler und das Lüften von Räumen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Die Leitlinien erarbeiteten die Wissenschaftler dem Blatt zufolge unter Auswertung von 40 Studien zum Schulbetrieb. Die Erstellung des Papiers mit Handlungsempfehlungen für den Schulalltag wurde vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Experten empfehlen laut FAZ unter anderem auch spezielle Maßnahmen im Sport- und Musikunterricht. Auch solle es versetzten Unterrichtsbeginn geben, um einen zu starken gleichzeitigen Andrang von Schülern im öffentlichen Nahverkehr zu vermeiden.

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+++ 07:38 Giftzentrum erhielt 2020 mehr Notrufe - wegen Desinfektionsmitteln +++

Die Zahl der Anrufe beim Giftnotruf ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Auffällig seien in diesem Jahr Anrufe zu Vergiftungen mit Desinfektionsmitteln gewesen: Während der Lockdowns im zweiten und vierten Quartal seien besonders viele Notrufe dazu eingegangen, sagt einer der Leiter des Giftinformationszentrums Nord (GIZ) in Göttingen, Andreas Schaper. Bei den gemeldeten Notrufen habe es sich vor allem um Kinder gehandelt, die solche Mittel probiert hätten, sagt der zweite Leiter des GIZ, Martin Ebbecke. "Zu Corona-Zeiten haben viele Leute Desinfektionsmittel zu Hause stehen", so Ebbecke. Allein in den Monaten März und April habe es 160 Anrufe zu möglichen Vergiftungen mit Desinfektionsmitteln gegeben - in den Jahren zuvor seien weniger als 50 Anrufe pro Monat dazu eingegangen.

+++ 07:24 Altmaier gegen schnelle Lockerungen: "Zahlen noch zu hoch" +++

Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier muss die schnelle Senkung der Infektionszahlen absoluten Vorrang vor einer Lockerung des Lockdowns haben. "Mein Rat als Bundeswirtschaftsminister ist, dass wir alles, aber auch wirklich alles tun, damit die Zahlen schneller runtergehen", sagt Altmaier im Politik-Talk der Zeitung "Bild" mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch. Selbstverständlich werde auch an "Öffnungsstrategien" gearbeitet. Derzeit seien die "Zahlen aber noch zu hoch, um konkrete Schritte jetzt schon zu verantworten". Die Zahl der Neuinfektionen sei gegenwärtig noch doppelt so hoch wie zu dem Zeitpunkt, als der Lockdown verhängt wurde.

+++ 07:07 Grüne vermissen bessere Datengrundlage und werfen Bundesregierung Versäumnisse vor +++

Mehrere Grünen-Politiker fordern vor den nächsten Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie eine bessere Datengrundlage zur Wirksamkeit der Lockdown-Maßnahmen. "Es findet kein systematisches, wissenschaftliches Monitoring zur Wirksamkeit einzelner Eindämmungsmaßnahmen statt. Diese Versäumnisse machen einen längeren, allgemeineren Lockdown nötig", heißt es in einem Papier der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Maria Klein-Schmeink, des forschungspolitischen Sprechers Kai Gehring und der Sprecherin für Pflegepolitik, Kordula Schulz-Asche, das der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. "Für eine differenzierte und verantwortungsvolle Öffnung müssen diese Forschungsfragen schleunigst adressiert werden", heißt es weiter. Aus Sicht von Kai Gehring hat die Bundesregierung es versäumt, "die Virus-Übertragung in speziellen Umfeldern wie dem öffentlichen Nahverkehr oder der Schule gezielt und systematisch erforschen zu lassen."

+++ 06:49 Bis zu 1500 Euro Prämie für Pflegekräfte geplant +++

Als Anerkennung für die besonderen Belastungen in der Pandemie sollen Klinikmitarbeiter erneut eine Prämie von bis zu 1500 Euro pro Person bekommen. Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür 450 Millionen Euro bereit, wie aus einer Vorlage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für das heutige Kabinettstreffen hervorgeht. "Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat viele Krankenhäuser und ihre Beschäftigten vor eine noch größere Belastung gestellt als die erste Welle", heißt in der Vorlage, aus der die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorab berichten. Die Prämien sollen von den Krankenhäusern bis Ende Juni 2021 an die Beschäftigten ausgezahlt werden.

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+++ 06:30 Nach Corona-Ausbruch: Kliniken verhängen Aufnahme-Stopp +++

Nach einem Corona-Ausbruch nehmen die Kliniken Calw vorerst keine Patienten mehr stationär auf. Lediglich die ambulante Notfall- und Erstversorgung vor Ort bleibt bestehen, wie der Klinikverbund Südwest mitteilt. Damit reagieren die Verantwortlichen darauf, dass 53 Mitarbeiter und zehn Patienten positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Mitarbeiter am Standort Calw, die am Freitag oder Samstag im Dienst waren, werden demnach in eine sogenannte Pendlerquarantäne versetzt. Sie dürfen sich nur noch zu Hause oder bei einem negativen Testergebnis an ihrem Arbeitsplatz aufhalten. Auch Patienten, die Stand Freitag in den Kliniken sind oder waren, unterliegen demnach einer neuen Allgemeinverfügung, die die Stadt in Baden-Württemberg erlassen hat. Die Maßnahmen sollen eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern.

+++ 06:11 RKI registriert 4500 neue Fälle - Sieben-Tage-Inzidenz steigt minimal +++

In Deutschland steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle um 4535 auf insgesamt 2.288.545. Die Gesundheitsämter melden dem Robert-Koch-Institut zudem binnen 24 Stunden 158 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt starben damit seit Beginn der Pandemie 61.675 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 76,0. Die Bundesregierung strebt einen Wert unter 50 an. Am Wochenende sind die Zahlen allerdings oft niedriger, da weniger getestet wird und nicht alle Gesundheitsämter Daten weiterleiten. Sie lag damit leicht über dem Wert des Vortags, an dem sie 75,6 betragen hatte. In den vergangenen Wochen war der Wert kontinuierlich gesunken.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:53 Lehrerverband: Schulen "behutsam und vorsichtig" öffnen +++

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands warnt vor einer schnellen Wiedereröffnung der Schulen. Eine Öffnung sei nur "sehr behutsam und vorsichtig, auf keinen Fall flächendeckend in allen Regionen möglich", sagt Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Welt". Auch in Städten und Landkreisen mit geringem Infektionsgeschehen sollten Bildungseinrichtungen nur stufenweise in den Wechselbetrieb zurückkehren und die Klassen in kleineren Gruppen mit Mindestabstand unterrichten. Zudem wünscht sich Meidinger eine FFP2-Maskenpflicht für Lehrkräfte und mindestens eine OP-Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler.

+++ 05:15 Österreich lockert Einschränkungen und verschärft Grenzkontrollen +++

Österreich lockert seine Corona-Einschränkungen. Schulen, Museen und Geschäfte dürfen ab heute wieder öffnen. Besucher und Kunden müssen aber medizinische Masken tragen. Für Besuche bei Friseuren muss zusätzlich ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden. Auch Treffen von Menschen aus mehr als zwei Haushalten sind wieder erlaubt. Zugleich will Österreich von Montag an die Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern verschärfen, um eine Verbreitung des Virus durch Reisende einzudämmen. Die Reisebewegungen sollen nach Angaben des Innenministeriums auf ein Minimum reduziert werden.

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+++ 04:47 Experte: 50er Inzidenz Mitte Februar unwahrscheinlich +++

Die Corona-Inzidenzwerte sinken, doch für Entwarnung ist es noch zu früh, glaubt Kai Nagel, Professor für Verkehrssystemplanung an der TU Berlin. "Es wird eher nicht möglich sein, schon Mitte Februar unter den Wert von 50 zu kommen", sagt er der "Rheinische Post". Das habe mit den Mutationen des Virus zu tun. "Wir sehen in unseren Simulationen erste Auswirkungen". Die Stufenpläne der Bundesländer lockerten aus seiner Sicht an der falschen Stelle: "Eine vollständige Öffnung der Schulen wäre das falsche Signal".

+++ 04:16 Spahn gegen Stufenplan: "Das Virus ist zu dynamisch" +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dämpft Hoffnungen auf einen langfristigen Stufenplan zur Lockerung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen. "Alle wünschen sich einen Sechs-Monats-Plan, aber den kann es halt in dieser Dynamik, in dieser Pandemie nicht geben", sagt der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Anne Will". Es gehe nur "Zug um Zug" - und dabei stünden noch einige harte und schwere Wochen bevor. Es werde weiterhin notwendig sein, die konkreten Maßnahmen, die konkrete Strategie immer wieder anzupassen. "Ich weiß, alle haben eine Sehnsucht nach irgendetwas, das dann hält für sechs oder zwölf Monate. Aber das geht nicht. Das Virus ist zu dynamisch. Die Lage verändert sich zu sehr."

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+++ 03:49 Bundeswehrverband warnt vor Schwächung der Truppe durch Corona-Einsätze +++

Der Deutsche Bundeswehrverband warnt vor einer Schwächung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr durch die Corona-Hilfseinsätze von Soldaten. Verbandschef André Wüstner nannte es in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" "einen Wahnsinn", dass die Bundeswehr als nicht zuständige Organisation seit mehr als einem Jahr ununterbrochen innerhalb Deutschlands im Kampf gegen die Pandemie aushelfe, "weil es andere schlichtweg nicht gebacken kriegen". Es räche sich jetzt, dass die Gesundheitsämter und andere Institutionen personell und materiell "völlig unzureichend" ausgestattet seien. Auf Dauer könne die Bundeswehr nicht 25.000 Soldaten für die Amtshilfe abstellen, weil sie dann Gefahr laufe, in einen "schleichenden Verlust" der Einsatzfähigkeit abzudriften, so der Verbandschef.

+++ 03:15 Frankreich: Weniger Infektionen, mehr Tote +++

Frankreich meldet den vierten Tag in Folge sinkende Infektionszahlen. Zuletzt wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 19.175 neue Fälle registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Am Samstag waren es 20.586. Allerdings ist die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten auf 27.694 von 27.369 gestiegen. Auch die Zahl der täglichen Corona-Toten wächst von 3225 auf 3272.

+++ 02:10 Superbowl: Viele Fans ohne Masken +++

US-Medien berichten, dass sich Zuschauer in und um das Super-Bowl-Stadion in Tampa nur unzureichend an die Corona-Regeln halten. Laut Augenzeugen tragen viele Menschen rund um den Austragungsort des Finals der National Football League keine Maske. Auch im Raymond James Stadium gibt es laut der Nachrichtenagentur AP viele Regelverstöße. Beim Duell der Tampa Bay Buccaneers und die Kansas City Chiefs sind 25.000 Zuschauer zugelassen, darunter 7500 bereits geimpfte Menschen aus dem Gesundheitswesen. Figuren aus Pappe auf anderen Plätzen sollen für den notwendigen Abstand zwischen Fangruppen sorgen und den Eindruck eines vollen Stadions vermitteln. Das Stadion hat 75.000 Plätze.

+++ 01:32 Biden gedenkt vor Superbowl der Pandemie-Opfer +++

US-Präsident Joe Biden hat vor dem Super Bowl zum Gedenken an die Opfer von Covid-19 aufgerufen. "Lasst uns an alle diejenigen erinnern, die wir verloren haben", sagte Biden in einer aufgezeichneten Videobotschaft vor dem Finale der National Football League in Tampa, Florida. Er appellierte außerdem an die Amerikaner, sich impfen zu lassen. Die Poetin Amanda Gorman, die mit ihrem Auftritt bei Bidens Amtseinführung zum Star wurde, beschwor in einem – ebenfalls aufgezeichneten Video – den Zusammenhalt in der Gesellschaft zur gemeinsamen Bekämpfung der Krise. Sie ehrte diejenigen, auf deren Arbeit es in der Pandemie besonders ankommt, etwa medizinische Angestellte, Erzieher oder Lastwagenfahrer.

+++ 01:13 Verzögerungen bei Unternehmenshilfen: Altmaier entschuldigt sich +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich bei den Unternehmen für die schleppende Auszahlung von Hilfsgeldern in der Corona-Krise entschuldigt. Gegenüber der "Bild"-Zeitung sagte der CDU-Politiker: "Erst einmal entschuldige ich mich dafür, dass es so lange dauert." Wenn er "irgendeine Möglichkeit" gesehen hätte, die Hilfen zu beschleunigen, "ich hätte es gemacht". Da die Bundesländer sich nicht in der Lage gesehen hätten, die November- und Dezember-Hilfen zu verwalten, habe sein Ministerium dafür eine Plattform "aus dem Boden stampfen müssen", erklärte Altmaier. Für die Überbrückungshilfen ab Januar habe es dann noch bis vor wenigen Tagen Streit mit dem Bundesfinanzministerium über die Bedingungen gegeben, das habe die Auszahlung weiter verzögert.

+++ 00:29 Südafrika verschiebt Impfstart +++

Die Impfkampagne in Südafrika sollte eigentlich in den nächsten Tagen beginnen. Nun muss der Start verschoben werden. Südafrika hatte vor allem auf das Astrazeneca-Vakzin gesetzt, am Montag hatte das Land eine erste Lieferung mit einer Million Dosen erhalten. 500.000 weitere werden in diesem Monat erwartet. Nun hat eine Studie dem Astrazeneca-Vakzin nur beschränkte Wirksamkeit gegen die in Südafrika verbreitete Virus-Mutation bescheinigt. Sie schütze zwar gegen schwere Verläufe von Covid-19, aber kaum gegen mittlere und milde. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens werde so lange unter Verschluss gehalten, bis eine eindeutige Einschätzung von Wissenschaftlern vorliege, kündigte Gesundheitsminister Mkhize an. Mit Lieferungen des Pharmaunternehmens Johnson & Johnson sowie von Biontech/Pfizer sei in den kommenden vier Wochen zu rechnen.

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