Coronavirus-Liveticker+++ 21:12 Frankreich empfiehlt Astrazeneca-Vakzin für unter 65-Jährige, Malta für unter 55-Jährige +++
Auch die oberste Gesundheitsbehörde in Frankreich empfiehlt eine Altersvorgabe für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. Der Einsatz des Impfstoffs werde vorzugsweise bei Erwachsenen unter 65 Jahren empfohlen, teilte die Hohe Gesundheitsbehörde heute mit. Das liege daran, dass es zunächst nicht genügend Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs in der Altersgruppe über 65 gebe. "Die Empfehlung wird im Lichte zusätzlicher Daten, die in naher Zukunft zur Verfügung stehen werden, insbesondere für Personen im Alter von 65 Jahren und älter, erneut überprüft werden", hieß es. Malta geht einen Schritt weiter und will den Astrazeneca-Impfstoff nur an Erwachsene unter 55 Jahren verabreichen. Das teilte Gesundheitsminister Chris Fearne heute mit.
+++ 20:53 Niederlande verlängern Lockdown bis Anfang März +++
Wegen der besorgniserregenden Ausbreitung der britischen Corona-Mutante in den Niederlanden hat die Regierung in Den Haag die Verlängerung des Lockdowns bis mindestens zum 2. März beschlossen. Inzwischen gingen zwei Drittel aller Neuinfektionen auf diese weit stärker ansteckende Variante zurück, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Abend. Ein dritte Corona-Welle sei unvermeidlich. Zugleich gab Rutte einige Erleichterungen des bereits seit dem 15. Dezember geltenden Lockdowns bekannt. So sollen Grundschulen und Kitas am kommenden Montag wieder öffnen und vom 10. Februar an dürfen alle Geschäfte ein Bestell- und Abholsystem anbieten.
+++ 20:21 Von der Leyen wirbt für mehr EU-Investitionen in Impfstoffproduktion +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die aktuelle portugiesische EU-Ratspräsidentschaft werben angesichts der Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen für die Bereitstellung weiterer EU-Mittel. In einem Schreiben an die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten sprechen sie sich dafür aus, "alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um den europäischen Bedarf zu decken". Als Beispiel werden zusätzliche Investitionen in den Ausbau oder die Umwidmung von Produktionsstätten genannt. Zudem könnten auch der Neubau von Werken und die Zusammenarbeit zwischen Herstellern gefördert werden. Über das Schreiben berichtete zunächst die "Süddeutsche Zeitung".
+++ 19:59 Merkel: Auch russischer Impfstoff ist in EU willkommen +++
Angesichts der Lieferungen von russischem und serbischem Impfstoff an Nicht-EU-Länder betont Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass solche Impfstoffe auch in Europa willkommen seien. "Jeder, der eine Zulassung bei der europäischen Medizinagentur stellt, der ist uns herzlich willkommen", sagt Merkel bei einem Interview in der ARD. Sie habe mit Russlands Präsident Wladimir Putin darüber gesprochen, es gebe gute Nachrichten über die Wirksamkeit des Impfstoffes Sputnik V. Voraussetzung der Nutzung in der EU sei aber eine EMA-Zulassung.
+++ 19:42 USA erhöhen erneut bei Impfkampagne das Tempo +++
Die US-Regierung wird den Bundesstaaten ab dieser Woche fünf Prozent mehr Impfstoff liefern, nämlich 10,5 Millionen Dosen, wie US-Präsident Joe Bidens Corona-Koordinator Jeff Zients heute sagte. Zudem sollen im Rahmen eines neuen Programms kommende Woche erstmals rund eine Million Dosen an Apotheken ausgeliefert werden. Zunächst würden nur 6500 Apotheken berücksichtigt, deren Zahl könne aber auf bis zu 40.000 steigen, sobald es mehr Impfstoff geben werde.
+++ 19:20 Drosten positiv überrascht über Zeitplan zu Impfungen +++
"Ich bin total positiv überrascht über die in Aussicht stehenden Impfstoff-Lieferungen", sagt Drosten in der neusten Folge des NDR-Podcasts "Coronavirus-Update" einen Tag nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern. "Die Situation ist viel besser, als ich das noch vor Tagen gedacht habe." Auf Grundlage der genannten Impfdosen könnten bis Ende Juni schon mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland geimpft sein.
+++ 19:04 Mehr als zehn Millionen Impfungen in Großbritannien +++
In Großbritannien sind mittlerweile mehr als zehn Millionen Corona-Impfdosen verabreicht worden. 9,65 Millionen Menschen haben eine erste Impfdosis erhalten, knapp 500.000 auch bereits die zweite, wie aus offiziellen Zahlen der Regierung heute hervorgeht. Damit hat fast jeder siebte Bürger in Großbritannien schon eine erste Impfdosis erhalten. Bis Mitte Februar will die Regierung allen gefährdetesten Gruppen - das sind rund 15 Millionen Bürger - eine erste Corona-Impfung angeboten haben.
Coronavirus+ - Überblick international nach verteilten Impfdosen gesamt und je 100 Einwohner, Quelle Our World in Data, OWiD - täglich aktualisiert
+++ 18:40 Merkel: Keine Sonderrechte für Geimpfte +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt Sonderrechte für Geimpfte ab. Solange nicht klar sei, ob Geimpfte andere anstecken könnten, sei es nicht möglich, diese anders zu behandeln, sagt die Kanzlerin während eines Interviews in der ARD. Umgekehrt sei die Frage, wie man am Ende bei einem sehr großen Impfangebot trotz der Impf-Freiwilligkeit mit Personen verfahren solle, die sich nicht impfen lassen wollten, fügt Merkel hinzu. Dann stelle sich die Frage, ob man nicht Unterschiede machen müsse nach dem Motto: "OK, wer das nicht möchte, der kann vielleicht bestimmte Dinge nicht machen."
+++ 18:28 Merkel bekräftigt Impfangebot an alle bis Ende des Sommers +++
Angesichts anhaltender Kritik am Impfgipfel von Bund und Ländern bekräftigt Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Zusage, dass bis Ende des Sommers jede Person in Deutschland ein Impfangebot bekommen werde. Es könne schneller gehen, wenn weitere Impfstoffe zugelassen würden, sagt sie heute in der ARD. "Ich muss immer noch ein Aber dazusagen: Wenn die Mutationen einen Impfstoff unwirksam machen würden, dann würde sich die Sache anders darstellen", fügt sie hinzu. Bisher haben Hersteller wie Biontech jedoch betont, dass ihre Impfstoffe auch gegen die registrierten Mutationen wirken.
+++ 18:10 Auch Familie Bouffier hat Probleme bei Buchung von Impftermin +++
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier von der CDU hat in der eigenen Familie die großen Probleme bei der Buchung eines Corona-Impftermins für Senioren über 80 Jahre erfahren. "Ich habe in meiner eigenen Familie drei Omas: 90, 93 und 96", sagte Bouffier heute im hessischen Landtag in Wiesbaden. "Und meine Frau hat zwei Tage am Telefon verbracht, um überhaupt eine Registrierung hinzubekommen. Vielleicht haben Sie diese Erfahrung auch, die ich gemacht habe", sagte der Regierungschef an die Abgeordneten gerichtet. Er wolle das "im Interesse des häuslichen Friedens" nicht alles im Parlament vortragen. "Aber es ist manchmal schon ein großer Unterschied, wenn man vorträgt zuhause, was wir Großartiges geplant haben - und wie es dann in der Praxis gelegentlich ankommt."
+++ 17:53 Köln testet alle Corona-Positiv-Proben auf Mutationen +++
Die Stadt Köln hat bisher 136 Fälle von Coronavirus-Mutationen festgestellt. Das teilt der Leiter des Gesundheitsamtes, Johannes Nießen, mit. In 88 Fällen habe man die zuerst in Großbritannien festgestellte Mutation analysiert, in 48 Fällen die zunächst in Südafrika gefundene Variante - davon allein 31 Fälle in einer Notunterkunft. Die Stadt Köln hat entschieden, alle Corona-Positiv-Proben auf Mutationen zu analysieren. Es sei aber sehr schwer festzustellen, wie weit sich die Mutanten bereits verbreitet hätten, sagt Nießen zu Berichten, dass sie an die zehn Prozent der Corona-Fälle in der Stadt ausmachen sollen. Denn die Gensequenzierung dauere mehrere Tage. "Und in der Zwischenzeit gibt es bereits wieder zahlreiche neue Indexfälle."
+++ 17:33 Hunderte Verstöße gegen Einreiseregelungen +++
Die Bundespolizei hat binnen einer Woche insgesamt 940 Verstöße durch Luftfahrtunternehmen gegen die geltenden Corona-Regelungen festgestellt. Betroffen waren insgesamt 240 Flüge zwischen dem 24. Januar und 1. Februar, wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam heute mitteilte. In 649 Fällen ging es um die unberechtigte Beförderung von Passagieren aus Hochinzidenzgebieten, in 291 Fällen kamen Passagiere aus Ländern, in denen die Virusvarianten stark verbreitet sind. Allein am Montag seien von Luftfahrtunternehmen ohne einen gültigen negativen Coronatest zehn Menschen aus Virusvariantengebieten und weitere 28 aus Hochinzidenzgebieten nach Deutschland befördert worden, erklärte Bundespolizeipräsident Dieter Romann. "Dieses potenzielle Risiko ist vermeidbar."
+++ 17:16 Portugal reaktiviert alte Kliniken für Notversorgung +++
Seit dem Herbst gilt in Portugal ein Lockdown, doch das Land wird der schweren Corona-Welle nicht Herr. Eine aggressivere Mutation tut ihr Übriges. Nun müssen bereits ausrangierte Krankenhäuser wieder in Dienst genommen werden, das System steht kurz vor dem Kollaps.
+++ 16:51 Pfizer rechnet mit Impfstoff-Verkäufen im Wert von 15 Milliarden Dollar +++
Der US-Pharmariese Pfizer erwartet für dieses Jahr Verkäufe seines gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelten Corona-Impfstoffes im Wert von mindestens 15 Milliarden Dollar (rund 12,4 Milliarden Euro). Diese Zahl bezieht sich auf Auslieferungen aufgrund bestehender Verträge, wie Pfizer heute mitteilte. Möglich seien zusätzliche Bestellungen. Die 15 Milliarden Dollar entsprechen rund einem Viertel des von Pfizer für 2021 erwarteten Umsatzes von zwischen 59,4 und 61,4 Milliarden Dollar.
+++ 16:28 Sachsen-Anhalt will Schulbetrieb ab März wieder hochfahren +++
Nach coronabedingten Notbetrieb will Sachsen-Anhalt den Schulbetrieb im März wieder hochfahren. Das kündigte Bildungsminister Marco Tullner von der CDU heute nach der Kabinettssitzung an. In allen Kreisen, in denen in der letzten Schulwoche durchgängig Werte von weniger als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern und Woche gemeldet werden, soll es für Grundschüler wieder täglichen Unterricht in festen Gruppen geben. Dabei wird die Präsenzpflicht jedoch aufgehoben. Ältere Jahrgänge werden aufgeteilt und sollen abwechselnd in der Schule und zuhause lernen. Damit gelten die gleichen Regeln, die schon einmal am Ende des ersten Lockdowns im April 2020 festgelegt worden waren.
+++ 16:15 Russland will 2021 Sputnik-V-Impfungen für 700 Millionen Menschen anbieten +++
Russland will einem Medienbericht zufolge in der Lage sein, in diesem Jahr 700 Millionen Menschen mit dem Sputnik-V-Impfstoff zu impfen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Chef des russischen Staatsfonds RDIF, der die Forschung finanziert.
+++ 15:59 Jeder zweite in Indiens Hauptstadt hatte schon Corona-Kontakt +++
Etwas mehr als die Hälfte der Einwohner der indischen Hauptstadt Delhi hatte Kontakt mit dem Coronavirus und hat entsprechende Antikörper entwickelt. Zu diesem Schluss komme eine Untersuchung im Auftrag der indischen Regierung mit Proben von 28.000 Personen vom Januar, schrieb der Gesundheitsminister der Stadt, Satyendar Jain, auf Twitter. Nach den offiziell erfassten Infektionszahlen hatten in der Megametropole hingegen gerade mal etwas mehr als drei Prozent der Einwohner Corona. Dies bedeute, dass ein Großteil der Infizierten asymptomatisch gewesen seien, hieß es von den Gesundheitsbehörden. Außerdem zeige dies, dass sich die Stadt Richtung Herdenimmunität bewege und sich die Krankheit deshalb langsamer verbreite, sagte der Minister.
+++ 15:40 Epidemische Notlage könnte bis Juni verlängert werden +++
Die Bundesregierung strebt nach Informationen von ntv an, bis in den Juni hinein den Status einer sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufrecht zu erhalten und dies per Bundestagsbeschluss entsprechend verlängern zu lassen. Das sieht ein entsprechender Entwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium vor. Der Schritt ist laut Infektionsschutzgesetz Grundlage für Corona-Schutzmaßnahmen und Sonderbefugnisse zum Beispiel der Regierung, um im Kampf gegen die Pandemie Rechtsverordnungen zu erlassen, ohne dass der Bundesrat zustimmen muss.
+++ 15:32 Spanien schränkt Flugverkehr mit Südafrika und Brasilien drastisch ein +++
Die spanische Regierung hat weitreichende Einschränkungen des Flugverkehrs mit Brasilien und Südafrika beschlossen. Von Mittwoch an dürfen aus den beiden Staaten nur noch Menschen mit der Staatsangehörigkeit Spaniens oder Andorras per Flugzeug einreisen, wie Regierungssprecherin María Jesús Montero heute in Madrid sagte. Einreisen dürfen zudem Menschen, die dauerhaft in Spanien oder Andorra wohnen. Mit der Maßnahme will die Regierung die Verbreitung der ansteckenderen Varianten des Coronavirus aus Brasilien und Südafrika bremsen.
+++ 15:20 Ministerpräsident Weil gegen regionale Lockerungen +++
Regionale Lockerungen seien insbesondere mit Blick auf den Einzelhandel oder die Gastronomie nicht sinnvoll, sagte der niedersächische Ministerpräsident Stephan Weil von der SPD in Hannover. Selbst wenn in einer Stadt oder einem Landkreis die angestrebte Sieben-Tage-Inzidenz von 50 längere Zeit unterschritten werde, führten örtliche Lockerungen zu einem unerwünschten Tourismus in diese Region.
+++ 15:03 Thüringen verlängert Lockdown bis 19. Februar +++
Die Thüringer Landesregierung hat die im Freistaat geltenden Lockdown-Regeln um fünf Tage verlängert. Das Kabinett habe bei einer Sitzung am Dienstag beschlossen, die derzeit geltende Corona-Verordnung bis zum 19. Februar in Kraft zu lassen, sagte ein Sprecher der Landesregierung in Erfurt. Eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums erklärte, dass damit alle derzeit geltenden Lockdown-Regeln bis mindestens zu diesem Tag in Kraft blieben.
+++ 14:52 Maskenpflicht jetzt auch für Mitfahrer in Berlin +++
Der Berliner Senat hat einige der Corona-Maßnahmen in einer heutigen Sitzung angepasst. So müssen zukünftig alle Mitfahrer in einem Auto eine Atemschutzmaske tragen. Ausgenommen davon ist der Fahrer. Bisher war die Verordnung hier noch allgemeiner gefasst gewesen. Es gibt aber Ausnahmen von der Maskenpflicht in Privatfahrzeugen. Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partner sowie Angehörige des eigenen Haushalts und Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, müssen keine Maske im Wagen tragen.
+++ 14:37 Sorge wegen Mutation der britischen Variante +++
Mit Sorge haben britische Wissenschaftler auf eine Mutation der zunächst in England entdeckten Variante des Coronavirus reagiert. Ein Bericht der Gesundheitsbehörde Public Health England habe ergeben, dass die E484K genannte Mutation spontan in einer Handvoll Fälle aufgetaucht sei, meldete die Nachrichtenagentur PA heute. "Dies deutet darauf hin, dass die britische Variante nun selbstständig die E484K-Änderung entwickelt", sagte Jonathan Stoye vom Francis Crick Institute. Nach Informationen des Senders Sky News waren 11 von 200.000 Proben betroffen. Die Mutante war zuvor bereits in der Variante aus Südafrika festgestellt worden.
+++ 14:24 Luftwaffe fliegt Soldaten nach Portugal +++
Die Bundeswehr will die Nothilfe für das von der Corona-Pandemie schwer getroffene Portugal am Mittwoch mit zwei Flugzeugen nach Lissabon fliegen. Die Maschinen - ein Airbus A310 für die 26 Männer und Frauen des Hilfsteams sowie ein Transportflugzeug A400M für das Material - sollen vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen aus starten. Unter den Soldaten sind acht Ärzte, wie die Bundeswehr mitteilte. "Wir helfen unseren Freunden in Portugal, die in einer besonders dramatischen Lage sind, mit deutschem sanitätsdienstlichem Personal und medizinischer Ausrüstung", hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zuvor erklärt.
+++ 14:10 Russische Studie: Impfstoff Sputnik V hochwirksam +++
Der russische Impfstoff Sputnik V hat einer Studie aus Moskau zufolge eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Die Ergebnisse sind im medizinischen Fachblatt "The Lancet" publiziert, nachdem es Kritik an fehlenden belastbaren Studien gab. Demnach hat Sputnik V nahezu die gleiche Wirksamkeit wie die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer, und eine höhere als das Mittel von Astrazeneca. Russland strebt eine Registrierung seines Vakzins in der EU an. In mehr als 15 Ländern wird der Impfstoff mittlerweile im Kampf gegen Corona eingesetzt.
+++ 13:44 Knapp 2,6 Millionen Impfungen wurden verabreicht +++
Die Zahl der Covid-19-Impfungen in Deutschland ist auf 2.586.997 gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei 2,38 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 0,73 Prozent. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert die Impfquote deutlich: Laut RKI haben in Mecklenburg-Vorpommern 3,56 Prozent die erste Dosis bekommen, in Niedersachsen 1,94 Prozent.
+++ 13:31 Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sinkt weiter +++
In deutschen Kliniken werden derzeit 4264 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 58 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 2356 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 6 mehr als am Vortag. Der Anteil der freien Intensivbetten sinkt um 249 – insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4462 Betten in den deutschen Kliniken frei.
+++ 13:03 Kretschmann hält Lockerungen für unwahrscheinlich +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht kaum Perspektiven auf eine Lockerung des Lockdowns nach dem 14. Februar. Öffnungen könne es nur geben, wenn der Inzidenzwert auf unter 50 falle, sagt der Grünen-Politiker. "Wenn wir in deren Nähe nicht kommen, wird das eher zu Verlängerungen führen." Mit Blick auf das Fallaufkommen erklärt Kretschmann: "Ich sehe mit einer gewissen Besorgnis, dass wir uns im Moment gerade wieder in einer Seitenbewegung befinden." Die Menschen hätten offensichtlich immer noch zu viele Kontakte.
+++ 12:25 So läuft das Impfen in anderen Ländern +++
+++ 11:58 China: Gefälschte Impfdosen auch ins Ausland gelangt +++
Nach der Entdeckung eines Fälscherrings und 80 Festnahmen räumt China ein, dass gefälschte Covid-19-Impfstoffe ins Ausland verkauft wurden. "Betreffende Länder" seien über die Lage unterrichtet worden, teilt Außenamtssprecher Wang Wenbin ein, ohne konkreter zu werden. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua hat die chinesische Polizei in den vergangenen Tagen bei Razzien insgesamt 3000 Dosen gefälschter Impfstoffe beschlagnahmt.
+++ 11:31 Scholz: "Stunde der Wahrheit" zur Schuldenbremse naht +++
In der Haushaltspolitik wird es laut Bundesfinanzminister Olaf Scholz im März zur "Stunde der Wahrheit" kommen. Dann werde sein Ministerium die Eckwerte für den Etat 2022 und die Finanzplanung für die nächsten Jahre erstellen, so Scholz bei einer virtuellen Veranstaltung mehrerer Zeitungen. Demnach dürfte sich dabei zeigen, ob die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse 2022 wieder eingehalten werden kann. Wegen der Pandemie wurde sie 2020 und wird auch in diesem Jahr ausgesetzt.
+++ 11:09 KfW vergibt Rekordzahl an Krediten +++
Die staatliche Förderbank KfW hat im Krisenjahr 2020 eine Rekordzahl an Krediten vergeben. Das Fördervolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 75 Prozent auf den historischen Höchstwert von 135,3 Milliarden Euro. "Nie zuvor waren wir als Förderbank auf diese Weise gefordert", so Vorstandschef Günther Bräunig. Fast 60 Milliarden Euro davon entfielen demnach auf Förderkredite, die zur Abfederung der Corona-Krise an Unternehmen, Studierende und gemeinnützige Organisationen im In- und Ausland vergeben worden seien.
+++ 10:48 Österreich führt härtere Grenzkontrollen ein +++
Österreich verschärft aus Sorge vor der Verbreitung der Coronavirus-Mutationen die Einreiseregeln. Künftig müssen alle Einreisenden, für die keine Ausnahme gelte, einen negativen Coronatest vorlegen und anschließend eine zehntägige Quarantäne einhalten, teilt Innenminister Karl Nehammer mit. Um möglichst jeden Grenzübertritt von Touristen zu verhindern, werden demnach die Kontrollen in Skigebieten verstärkt. Darüber hinaus werden laut Nehammer die Strafen für Verstöße gegen die Hygieneregeln erhöht. Das Nichttragen von FFP2-Masken oder ein Ignorieren des Mindestabstands koste nun jeweils 90 Euro. Österreich will den Lockdown in der kommenden Woche lockern.
+++ 10:21 Scholz: Staaten sollen sich Impfstoffe nicht gegenseitig wegschnappen +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist gegen einen Sonderweg Deutschlands bei der Impfstoffbeschaffung. Trotz Fehlern der EU-Kommission beim Einkauf sei es richtig, sich die Impfstoffe nicht gegenseitig in Europa wegzuschnappen. "Europa wird diese Krise nur gemeinsam bewältigen", sagt der SPD-Kanzlerkandidat bei einer virtuellen Veranstaltung mehrerer Zeitungen. Zugleich räumte er mit Blick auf die bisherige EU-Einkaufspolitik ein: "Es hätte wohl mehr bestellt werden müssen." Wichtig sei nun aber, aus Fehlern zu lernen und vor allem die bestehenden Kapazitäten rasch auszuweiten.
+++ 10:11 Mohamed Ali kritisiert Impfgipfel als "Ablenkungsmanöver" +++
Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Amira Mohamed Ali, bemängelt die Ergebnisse des Impfgipfels vom Montag. Das Wort "Ablenkungsmanöver" sei in dem Zusammenhang naheliegend, "denn es ist in der Tat nicht besonders viel dabei herausgekommen", so Mohamed Ali im "Frühstart" von ntv. Demnach habe die Bundesregierung einen großen Anteil an den schlecht gelaufenen Verhandlungen auf EU-Ebene. Es habe, so Mohamed Ali, "große Versäumnisse" gegeben, die mitursächlich dafür seien, "dass jetzt auch gerade betagtere Menschen zum Teil sterben müssen, die eben die Impfung zu spät erhalten."
+++ 09:52 Bayerns Gesundheitsminister kritisiert Impfgipfel-Ergebnisse +++
Der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hält die Ergebnisse des Impfgipfels von Bund und Ländern als teilweise für "nicht befriedigend". Nach den Gesprächen gebe es "nicht so viel mehr Planungssicherheit, als wir vorher schon hatten", sagt der CSU-Politiker im Bayerischen Rundfunk. Zudem kritisiert Holetschek die EU, da diese eventuell "nicht so genau hingeschaut" habe, ob bei der Versorgung von Impfstoff nicht mit einem Puffer geplant werden sollte.
+++ 09:23 Johnson will Schulen wohl früher öffnen als geplant +++
Der britische Premierminister Boris Johnson dringt einem Zeitungsbericht zufolge auf die Wiedereröffnung der Schulen. Johnson habe die Minister angewiesen, Vorbereitungen für die Rückkehr zum Präsenzunterreicht zu beschleunigen, da laut dem medizinischen Chef-Berater der Regierung der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen vergangene Woche überschritten worden sei, berichtet "The Telegraph".
+++ 08:51 Region in Bayern führt Super-Hotspot-Liste an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist nun der bayerische Landkreis Tirschenreuth die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (2. Februar, 0.00 Uhr) weist die Region einen Wert von 322,0 (Vortag: 316,5) neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Der Landkreis in der Oberpfalz war bereits im Frühjahr und im Spätsommer besonders stark von der Pandemie betroffen. Hinter Tirschenreuth folgen den aktuellen RKI-Angaben zufolge der thüringische Landkreis Schmalkalden-Meiningen (284,2) und der Landkreis Hof in Bayern (283,8). Von den zehn Regionen mit den höchsten Werten liegen laut RKI vier in Bayern, drei in Thüringen zwei in Sachsen-Anhalt und einer in Brandenburg. Lichtblicke gibt es weiterhin in Ostfriesland: Die niedersächsischen Regionen Emden (16,0) und Aurich (17,4) weisen laut RKI die bundesweit niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzwerte auf.
+++ 08:25 Zahl der bestätigten US-Fälle übersteigt 26,3 Millionen +++
In den USA verzeichneten die Behörden binnen eines Tages mindestens 139.293 neue Infektionen mit dem Coronavirus, sodass die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle auf rund 26,3 Millionen anwuchs. Im Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen allerdings weiter kontinuierlich ab. Das geht aus den täglich veröffentlichten Berechnungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de seit Beginn der Pandemie bezieht. Demnach stieg die Gesamtzahl der US-Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus um mindestens 1990 auf 443.275.
+++ 08:04 Bayer-Curevac-Impfstoff soll etwa 2022 auf dem Markt sein +++
Der Pharmariese Bayer rechnet damit, den von Kooperationspartner Curevac entwickelten Impfstoff ungefähr Anfang 2022 auf den Markt bringen zu können. Wenn alles gut laufe, könne es gelingen, "in etwa einem Jahr oder sogar schneller" das Vakzin zur Verfügung zu stellen, sagt Bayer-Vorstandsmitglied Stefan Oelrich in der ARD. Der Curevac-Impfstoff ist noch nicht zugelassen – ebenso wenig wie das Bayer-Werk in Wuppertal, in dem das Vakzin produziert werden soll.
+++ 07:34 Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz schwächt sich ab +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder gesunken. Laut aktuellem RKI-Datenstand schwächte sie sich am Montag von 90,9 auf 90,0 ab. Einen starken Anstieg gab es demnach in Sachsen-Anhalt - mutmaßlich, weil in den RKI-Fallzahlen von gestern Daten aus diesem Land fehlten. Im Bundesvergleich bleibt Thüringen das Land mit der bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz (156,6). Dahinter liegen Sachsen-Anhalt (145,2) und Brandenburg (123,4).
+++ 07:01 Japan verlängert Ausnahmezustand für ein Viertel des Landes +++
Die Regierung in Japan verlängert nach Angaben des Wirtschaftsministeriums den Ausnahmezustand für 10 der 47 Präfekturen bis zum 7. März. Die Situation habe sich zwar verbessert, das Gesundheitswesen stehe jedoch weiter unter Druck, sagt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura.
+++ 06:08 RKI verzeichnet 861 weitere Todesfälle +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6114 weitere nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Außerdem wurden 861 neue Todesfälle verzeichnet, wie aus dem aktuellen Datenstand des RKI (Stand: 2. Februar, 0.00 Uhr) hervorgeht. Demnach zählt das RKI seit Beginn der Pandemie 2.228.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die in Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, stieg RKI-Angaben zufolge um 861 auf 57.981. Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit etwa 1.954.000 an.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 05:58 Brasiliens Super-Hotspot Manaus erhält Hilfslieferungen der WHO +++
Seit dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Manaus bekommen die brasilianische Amazonas-Metropole und der Bundesstaat Amazonas Corona-Hilfe von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der vergangenen Woche seien unter anderem 45 Sauerstoff-Zylinder, 1500 Thermometer und 4600 Oximeter gespendet worden, teilt die WHO-Regionalorganisation Paho mit. Zudem wurden 60.000 Schnelltests zur Diagnose von Covid-19 in Aussicht gestellt. Bislang haben sich in Brasilien rund 9,3 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 225.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. In Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, ist das Gesundheitssystem unter der Corona-Last zusammengebrochen. Patienten werden in andere Bundesstaaten ausgeflogen.
Coronavirus - Säulen+/Linie - Neuinfektionen und 7-Tage-Schnitt in Brasilien, fortlaufend aktualisiert
+++ 05:16 Handelsverband mahnt Öffnungsperspektive an +++
Der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, warnt vor einer nochmaligen Verlängerung des Lockdowns ohne Öffnungsperspektive für den Einzelhandel. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fordert er eine klare Aussage von Bund und Ländern, "unter welchen Voraussetzungen basierend auf realistischen und fundierten Indikatoren der Einzelhandel wieder öffnen kann". Altmaier hatte nicht ausgeschlossen, dass der aktuelle Lockdown wegen der neuen Mutationen des Coronavirus möglicherweise selbst bei einem Inzidenzwert von unter 50 noch einmal über den 14. Februar hinaus verlängert werden könnte.
+++ 04:21 Biden spricht mit Republikanern: Kein Durchbruch bei US-Corona-Hilfen +++
US-Präsident Joe Biden hat mit Senatoren der oppositionellen Republikaner über neue Hilfsmaßnahmen gegen die Corona-Krise gesprochen, einen Durchbruch gab es dabei aber nicht. Die Senatorin Susan Collins sprach nach dem zweistündigen Treffen im Weißen Haus zwar von einem "sehr guten Meinungsaustausch". Jedoch sei keine Einigung auf ein Hilfspaket erreicht worden. Sie erwarte, dass noch eine parteiübergreifende Vereinbarung über ein neues Maßnahmenbündel gegen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie getroffen werden könne, sagte Collins, die zum moderaten Parteiflügel der Republikaner gehört. Biden äußerte sich zunächst nicht.
+++ 03:28 Paritätischer Gesamtverband dringt auf Corona-Zuschuss +++
Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, pocht auf einen Corona-Zuschuss für Menschen in Grundsicherung. Eine solche Zuwendung von 100 Euro im Monat werde von Expertinnen und Experten seit Beginn der Pandemie gefordert und sei "überfällig", sagte Schneider. Damit könnten coronabedingte Ausgaben unbürokratisch ausgeglichen werden, so Schneider. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte angekündigt, Pläne für einen Corona-Zuschlag für Langzeitarbeitslose und Geringverdiener vorzulegen. Die Spitzen von SPD und Union wollen voraussichtlich am heutigen Mittwoch zu Beratungen im Koalitionsausschuss zusammenkommen.
+++ 03:01 Moderna will Ampullen voller machen +++
Der US-Pharmahersteller Moderna will einen Engpass im Herstellungsprozess mit zusätzlichen Einheiten des Impfstoffs pro Fläschchen beheben. Weil pro Tag nur eine bestimmte Anzahl Ampullen befüllt werden können, sollen die Durchstechflaschen nun mit bis zu 15 Impf-Einheiten befüllt werden, statt wie bisher mit zehn. Vor der Implementierung muss die Aufsichtsbehörde FDA grünes Licht geben.
+++ 01:59 US-Regierung unterstützt Produktion von Corona-Schnelltest für daheim +++
Die US-Regierung unterstützt mit einem dreistelligen Millionenbetrag die Produktion eines Corona-Schnelltests für zu Hause. Die Firma Ellume bekomme 231,8 Millionen US-Dollar, um schnell die Produktion ihres Corona-Heim-Tests in den USA auszubauen, teilt das US-Verteidigungsministerium mit. Der Schnelltest der Firma hatte im Dezember die Notzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA bekommen - als landesweit erster Test, der ohne Rezept zu haben ist, komplett zu Hause abgewickelt werden kann und innerhalb von etwa 15 Minuten ein Ergebnis liefern soll. US-Medien zufolge soll der Test pro Stück rund 30 Dollar kosten.
+++ 01:08 Spahn: Nennenswert mehr Impfstoff erst im zweiten Quartal +++
Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet nach dem Impfstoff-Gipfel mit "harten Wochen der Knappheit". Erst im zweiten Quartal werde es nennenswert mehr Impfstoff geben, so der CDU-Politiker der ARD. Die Hersteller hätten klargemacht, dass Geld nicht der begrenzende Faktor sei. Sie produzierten gerade von der Hand in den Mund. "Die Rohstoffe kommen an, sie werden produziert, es geht direkt in die Auslieferung. Da ist kein Lagerbestand", sagte Spahn. Gleichzeitig wiederholte er, dass jeder, der geimpft werden wolle, im Sommer seine erste Impfung bekommen solle.
+++ 00:24 Frankreichs Skilifte bleiben geschlossen +++
Frankreichs Skilifte stehen wegen der Corona-Pandemie auch im Februar still. "Die Entwicklung der gesundheitlichen Lage erlaubt es uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht, die Skilifte wieder zu öffnen", teilte das Büro von Premierminister Jean Castex mit. Ein Termin für die Wiedereröffnung steht noch nicht fest. Die Pisten bleiben offen, Wintersport wie Langlauf oder Schneeschuhwanderungen ist also weiterhin möglich. Für Frankreich gilt derzeit kein allgemeiner Lockdown, Geschäfte und Hotels sind eingeschränkt geöffnet, Restaurants und Cafés hingegen geschlossen.
+++ 23:45 Dänemark öffnet Schulen für die Jüngeren +++
Auch Dänemark ist im Lockdown, auch dort sind die Schulen geschlossen – noch. Schulkinder bis zur vierten Klasse sollen schon ab Montag wieder in die Schule. Die Infektionszahlen seien im Zuge der strikten Beschränkungen der jüngsten Zeit gesunken, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke zur Begründung. Die höheren Klassenstufen werden dagegen weiter aus der Distanz unterrichtet. Auch alle weiteren Corona-Maßnahmen bleiben noch bis vorläufig zum 28. Februar bestehen.
+++ 23:09 Sahin: Selbst Abfüllungs-Aufbau in Lizenz würde "Monate dauern" +++
Der Vorstandsvorsitzende von Biontech, Ugur Sahin, hat Kritik an seinem Unternehmen wegen Verzögerungen bei der Impfstoff-Produktion zurückgewiesen. "Was die Produktion angeht, sind wir fast im Plan", sagte Sahin den ARD-"Tagesthemen". Der Eindruck, es holpere bei der Impfstoff-Produktion sei "de facto nicht richtig". Die Prozesse, die notwendig seien, um die Produktion hochzufahren, nähmen Zeit in Anspruch. Auf die Frage, ob auch andere Firmen den Biontech-Impfstoff in Lizenz produzieren könnten, sagte Sahin, selbst große, erfahrene Unternehmen würden alleine für den Aufbau der Abfüllung "mehrere Monate" brauchen.
+++ 22:25 Schwesig kritisiert fehlende Planungssicherheit bei Impfungen +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat nach dem Impfgipfel erneut die weiter fehlende Planungssicherheit bei den Impfungen bemängelt. "Zur Zeit haben wir nur Planungsdaten bis zum 20. Februar - und das reicht nicht, um den Menschen längerfristige Angebote zu machen", sagte Schwesig am Abend in Schwerin.
+++ 22:01 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Rund 5000 Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.225.038 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kam es zu einem Anstieg um 4437 Fälle. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 319 auf 57.483. Als aktuell infiziert gelten rund 219.604 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,01 angegeben (Vortag:1,01). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 101 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,88 (Vortag: 0,91). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4322 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2350 davon werden beatmet. Rund 4711 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Die bundesweiten Fallzahlen sind heute aufgrund einer Umstellung in der Datenerfassung in Brandenburg leicht verzerrt.
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