Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:17 US-Expertengremium gegen Corona-Drittimpfung für alle ab 16 Jahren +++

Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich gegen Corona-Drittimpfungen für alle Menschen ab einem Alter von 16 Jahren ausgesprochen. Die Mitglieder der unabhängigen Impfkommission stimmten am Freitag gegen eine grundsätzliche Auffrischungsimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer. Sie verwiesen unter anderem auf mögliche Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen. Es dürfte aber noch eine zweite Abstimmung zu einer Booster-Impfung für ältere Menschen folgen.

+++ 21:53 Angst vor Corona führt zu mehr Unfällen in Londoner U-Bahn-Stationen +++
In Londoner U-Bahn-Stationen steigt die Zahl der Unfälle zuletzt stark an, weil viele Passagiere aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus davor zurückschrecken, den Handlauf der Rolltreppen zu berühren. Die Folge sei ein Anstieg potenziell tödlicher Stürze, zitieren britische Medien die Londoner Verkehrsgesellschaften. Zwischen April und Juni dieses Jahres gab es demnach zwölf Tote oder Schwerverletzte in den U-Bahn-Stationen der britischen Hauptstadt sowie 23 in Bussen. Das seien mehr als in den vergangenen Quartalen, berichteten die Zeitungen "Daily Telegraph" und "Evening Standard".

+++ 21:16 USA wollen Millionen Biontech/Pfizer-Impfdosen kaufen und spenden +++
Die USA wollen einem Medienbericht zufolge Hunderte Millionen zusätzliche Impfdosen des Biontech-Partners Pfizer kaufen und weltweit spenden. Der Kauf solle Anfang kommender Woche anlässlich der UN-Vollversammlung verkündet werden, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen. US-Präsident Joe Biden macht sich im Kampf gegen die Pandemie für eine weltweite Impfkampagne stark. Die USA drängen andere Länder dazu, bis 2022 eine Impfquote der Weltbevölkerung von 70 Prozent anzustreben, wie aus US-Diskussionsvorlagen für einen am Rande des UN-Treffens geplanten virtuellen Corona-Gipfel hervorgeht.

+++ 20:42 Spahn: Covid-Antikörpertest soll Nachweis für unwissentlich Infizierte werden +++
Das Bundesgesundheitsministerium wertet den Corona-Antikörper-Test deutlich auf. Erleichtert werden solle so der Nachweis für unwissentlich Infizierte, die ebenfalls nur eine Impfdosis benötigen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte dem Blatt, so solle unkompliziert der Nachweis ermöglicht werden, sich nur einmal impfen lassen zu müssen. "Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken. Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen." Die Kosten für den Antikörper-Test würden allerdings nicht übernommen. Derzeit liegen sie bei etwa 20 bis 25 Euro.

+++ 20:03 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 10.429 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland steigt auf 4.128.944. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kommen damit 10.429 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche verringert sich das Meldeaufkommen damit um 17,4 Prozent: Am 10. September waren noch 12.626 Fälle übermittelt worden. Es ist zudem der sechste Rückgang im Vorwochenvergleich in Folge. Als aktuell infiziert gelten rund 166.500 Personen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion steigt um 71 auf 92.872. Am vergangenen Freitag waren 56 Sterbefälle und damit weniger gezählt worden. Allerdings läuft dieser Indikator der Entwicklung bei den Fallzahlen in der Regel ein paar Wochen nach.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,94 angegeben (Vortag: 0,92). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1544 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 834 davon werden beatmet. Rund 3859 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 19:32 Laschet findet Impfvorschriften in Frankreich zu streng +++
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet findet die in Frankreich geltenden Vorgaben zur Corona-Impfung bestimmter Berufsgruppen zu weitgehend. In einem vorab in Auszügen veröffentlichten Interview mit mehreren Zeitungen lobt er zwar die gestiegene Impfquote in Frankreich. "Trotzdem lehne ich die Rigorosität der Franzosen in dieser Frage ab", fügte er hinzu. In Frankreich gilt seit Mittwoch eine Corona-Impfpflicht für Pflegepersonal und Feuerwehrleute. "Ich setze auf die Kraft des Arguments", sagte Laschet zur Impfkampagne in Deutschland in dem Interview der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

+++ 19:10 Chef von Impfstoff-Konzern: Drittimpfungen sind "unethisch" +++
Der Chef des weltgrößten Impfstoff-Herstellers kritisiert angesichts der Vakzin-Knappheit in armen Ländern Corona-Auffrischungsimpfungen. "Es ist unethisch, jemandem drei Dosen zu verabreichen, wenn andere in bestimmten Ländern und Bevölkerungsgruppen noch nicht einmal zwei Dosen erhalten haben", sagt Adar Poonawalla, Geschäftsführer des Serum Institute of India. Israel hatte als erstes Land damit begonnen, jedem Bürger eine Auffrischungsimpfung anzubieten, mehrere europäische Länder bieten Auffrischungsimpfungen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen. Die Versorgung ärmerer Länder mit Impfstoffen stockt hingegen immer noch, Millionen Menschen haben dort noch nicht einmal ihre erste Impfung erhalten.

+++ 18:41 Inzidenz unter Ungeimpften in Baden-Württemberg zehnmal höher als unter Geimpften +++
In Baden-Württemberg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter Ungeimpften (und nicht vollständig Geimpften) zehnmal höher als unter Geimpften. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz landesweite aktuell bei 92,4 pro 100.000 Einwohner. Zwar gibt es auch unter Menschen mit einer abgeschlossenen Impfserie (zweimal geimpft oder mit Johnson & Johnson geimpft) noch Covid-19-Fälle - allerdings liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter ihnen bei lediglich 20. Bei Ungeimpften, nicht vollständig Geimpften und Menschen mit unbekanntem Impfstatus liegt die Inzidenz hingegen bei 207,8.

+++ 18:25 R-Wert bleibt laut RKI weiter unter wichtiger Schwelle +++
Der für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus entscheidende R-Wert (Reproduktionszahl) liegt schon seit mehreren Tagen unter 1. Und dabei bleibt es vorerst: Heute schätzt das Robert-Koch-Institut (RKI) den R-Wert auf 0,94 (Vortag: 92). Zuvor lag die Kennzahl viele Wochen teils deutlich über 1. Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter rechnerisch ansteckt. Bleibt er für längere Zeit unter 1, flaut die Pandemie ab.

+++ 17:52 Gemeinde in NRW weist Inzidenz von über 1000 auf +++
Nach einer rechnerischen Sieben-Tage-Inzidenz in Augustdorf von über 1000 haben der Kreis Lippe und die Gemeinde Maßnahmen gegen ein weiteres Ansteigen der Infektionszahlen angekündigt. Infizierten und Kontaktpersonen sollen umfangreicher informiert werden, welche Schritte erforderlich sind, teilte der Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen mit. Auch sollen mehrsprachige Flyer verteilt werden, die über das Thema Impfen und das Verhalten in Quarantäne informieren. Daneben würden auch Schwerpunkttestungen erwogen. Es gebe in der 10.000-Einwohner-Gemeinde Augustdorf ein diffuses Infektionsgeschehen gerade in Familienverbünden, erläuterte ein Sprecher des Kreises.

+++ 17:26 Schweiz verschärft Einreise-Bestimmungen +++
Zur Eindämmung der Infektionszahlen erhöht die Schweiz die Hürden für Einreisen. Ab dem 20. September müssen Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, an der Grenze einen negativen Test vorweisen - unabhängig davon, woher sie kommen und mit welchem Verkehrsmittel sie einreisen. Nach vier bis sieben Tagen werde ein zweiter Test verlangt. Die Regierung wolle damit eine Zunahme der Fälle durch Reiserückkehrer nach den Herbstferien verhindern.

+++ 17:08 Dahmen: "Brauchen am Arbeitsplatz Regeln wie in der Schule" +++
Es ist eine der wichtigsten Fragen in diesem Herbst: 2G oder 3G? Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sieht in den 3G-Regeln einen sinnvollen "Basisschutz." Am italienischen Modell findet der Grünen-Politiker Gefallen. Gerade am Arbeitsplatz brauche es eine Verschärfung der Regeln.

+++ 16:45 Hunderte abgelaufene Impfdosen von Moderna verabreicht +++
Wegen eines falschen Etiketts werden in Sindelfingen, Reutlingen und Esslingen 840 abgelaufene Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna verabreicht. Der Impfstoff wurde zuvor vorschriftsmäßig in Kühlboxen transportiert. Auf den Paketen war eine längere Ablaufzeit notiert, wie die drei zuständigen Landkreise mitteilen. Daher sei der Impfstoff teilweise noch gespritzt worden. Das Datum habe sich später als falsch herausgestellt. Die Verantwortlichen erwarteten wegen des Fehlers zunächst keine Folgen für die Betroffenen.

+++ 16:21 Ungarn wirft EU Blockade von Corona-Hilfen wegen LGBTQ-Streit vor +++
Ungarns Regierungschef Viktor Orban wirft der EU vor, Brüsseler Corona-Hilfen wegen des Streits um das Homosexuellen-Gesetz des Landes zu blockieren. Die EU-Kommission weigere sich "wegen der Debatte über die LGBTQ-Politik", die Mittel freizugeben, sagte Orban. Der Staatshaushalt sei jedoch stabil und er werde sich weiter für die "Souveränität" des Landes einsetzen. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten im vergangenen Jahr einen 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfsfonds auf den Weg gebracht. Davon sollen 7,2 Milliarden Euro nach Ungarn fließen.

+++ 16:05 Baerbock dringt auf zeitweise Aussetzung von Impfpatenten +++
Anders als die Bundesregierung dringt Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock auf eine zeitweise Aufweichung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe. In einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Antwort auf einen Appell von 140 Nobelpreisträgern und Ex-Regierungschefs plädiert Baerbock für Lizenzen gegen Entschädigungszahlungen, wenn freiwillige Produktionspartnerschaften nicht ausreichten. "Monopole auf geistiges Eigentum zur Bekämpfung einer weltweiten Pandemie dürfen den Zugang zu überlebenswichtigen Schutzmaterialien, Impfstoffen und Arzneimitteln nicht versperren", schreibt Baerbock.

+++ 15:48 STIKO rät Schwangeren und Stillenden zur Impfung +++
Schwangere, Stillende und Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich der Ständigen Impfkommission (STIKO) zufolge grundsätzlich gegen Corona impfen lassen. Nach einem sogenannten Stellungnahmeverfahren veröffentlichte das Robert-Koch-Institut nun die endgültige Empfehlung. Ungeimpften Schwangeren wird demnach eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel ans Herz gelegt. Bislang war die Immunisierung nur für werdende Mütter mit besonderem Risiko empfohlen. Auch ungeimpften Stillenden empfiehlt die Stiko eine Impfung, zudem rät sie "allen ungeimpften Personen im gebärfähigen Alter dringend die Impfung gegen Corona, so dass ein optimaler Schutz vor dieser Erkrankung bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft besteht".

+++ 15:29 Studie: Kinder scheiden weniger Aerosolpartikel aus als Erwachsene +++
Grundschulkinder geben einer kleinen Studie zufolge beim Atmen, Sprechen und Singen in Innenräumen deutlich weniger kleine Schwebeteilchen in die Luft ab als Erwachsene. In der Corona-Pandemie würden Gefährdungsbeurteilungen bisher allerdings auf den Werten von Erwachsenen beruhen, heißt es in einer gemeinsamen Untersuchung der Berliner Charité und der Technischen Universität Berlin. Die Forscher verstehen ihre Studie als Anregung für eine Diskussion über das Risikomanagement bei Kindern in der Pandemie, zum Beispiel beim Präsenzunterricht in der Schule und beim Chorsingen. Denn die Masse von ausgeschiedenen kleinen Schwebeteilchen in die Luft (Aerosolpartikelemission) kann neben Tröpfcheninfektionen das Ansteckungsrisiko mit dem Sars-CoV-2-Virus beeinflussen.

+++ 15:08 Algarve ab Sonntag nicht mehr Hochrisikogebiet +++
Die Bundesregierung nimmt eine bestehende Reisewarnung für die Algarve in Portugal und die Einstufung als Hochrisikogebiet zurück. "Mit Wirkung vom 19. September 2021 entfällt die Covid-19-bedingte Reisewarnung für diese Region", teilt das Auswärtige Amt mit. Auch die Einstufung als Hochrisikogebiet gelte ab Sonntag nicht mehr.

+++ 14:45 Hygienekonzept: kein Mitsingen der Nationalhymne bei Festakt +++
Wie schon bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2020 in Potsdam soll auch in diesem Jahr die Nationalhymne beim zentralen Festakt nicht mitgesungen werden. Diese Maßnahme sei als Teil des Hygienekonzeptes bei den Feierlichkeiten am 3. Oktober in Halle zu verstehen, sagte Susanne Bethke von der Staatskanzlei in Magdeburg. Die zentralen Einheitsfeierlichkeiten finden in diesem Jahr in Halle statt. Es wird wegen der Pandemie auch im zweiten Corona-Jahr kein großes Bürgerfest geben.

+++ 14:26 Regierungssprecher: Bundesweite Impfwoche kein Misserfolg +++
Bei der bundesweiten Impfwoche hat es bislang 1420 Aktionen gegeben, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilt. Allein in den vergangenen zwei Tagen seien 500.000 Menschen geimpft worden. Insofern sei die Aktion kein Misserfolg, betont Seibert.

+++ 14:03 Hospitalisierungs-Inzidenz steigt leicht auf 1,89 +++
Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei der Hospitalisierung steigt leicht auf 1,89 (Vortag: 1,87) pro 100.000 Einwohner, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Der Wert ist im aktualisierten Infektionsschutzgesetz maßgebend für den Umgang mit der Pandemie und hat dabei die Sieben-Tage-Inzidenz der neuen Positiv-Tests abgelöst. Es werden 527 Krankenhauseinweisungen "mit Covid-19" gemeldet. Insgesamt befanden sich am Donnerstagmittag 1551 "Covid-19-Fälle" in intensivmedizinischer Behandlung. Das waren 25 mehr als tags zuvor.

+++ 13:40 70 Prozent der Franzosen sind vollständig geimpft +++
70 Prozent der Menschen in Frankreich sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 73,9 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten. In der vierten Woche in Folge schwäche sich die Infektionslage im Land ab, teilen die Gesundheitsbehörden in Paris mit. Seit drei Wochen sei zudem die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Patienten rückläufig.

+++ 13:12 Aida veranlasst ausnahmslose Impfpflicht auf einigen Kreuzfahrtrouten +++
Die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida Cruises bietet einige Reisen ihres Winterfahrplans nur ausnahmslos Menschen mit Corona-Impfung an. Auf Reisen in die Karibik, den Orient oder nach Norwegen gibt es laut Aida keine Ausnahmen etwa für ungeimpfte Kinder, so dass diese nicht mitreisen können. Das Unternehmen habe die Gäste am Donnerstag informiert, sagt eine Sprecherin. Zuerst hatte die "Ostsee-Zeitung" berichtet. Auch für Reisen etwa zu den Kanaren, im Mittelmeer sowie Städtetouren ab Hamburg gilt laut Unternehmen eine Impfpflicht. Für Kinder bis zwölf Jahren ist hier allerdings ein negativer Corona-Test ausreichend.

+++ 12:43 Singapur verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Mai 2020 +++
Singapur hat in dieser Woche so viele Corona-Neuinfektionen verzeichnet wie seit 16 Monaten nicht mehr. Durchschnittlich lagen die innerhalb von 24 Stunden gemeldeten Zahlen in den vergangenen sieben Tagen bei fast 700. Allein am Donnerstag wurden 910 neue Fälle dokumentiert - eine ähnlich hohe Zahl war zuletzt Anfang Mai 2020 verbucht worden. Bis vor kurzem hatte der südostasiatische Stadtstaat kaum mit der ansteckenden Delta-Variante zu kämpfen, anders als die meisten anderen Länder in der Region. Mitte August gab es in Singapur noch wenige Dutzend Neuinfektionen am Tag.

+++ 12:17 Bei Johnson & Johnson kommt es wohl häufiger zu Impfdurchbrüchen +++
Experten und Behörden fallen vermehrte Impfdurchbrüche beim Impfstoff von Johnson-&-Johnson auf. Bislang erkrankten in 6106 Fällen Menschen trotz vollständigem Impfschutz durch das Mittel, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht. Laut RKI haben bislang gut drei Millionen Menschen eine Johnson-&-Johnson-Impfung bekommen. Auf eine Million Geimpfte kämen demnach grob überschlagen 2000 Impfdurchbrüche. Zum Vergleich: Bei Menschen, die als zweite Dosis den am häufigsten in Deutschland verwendeten Impfstoff - Biontech/Pfizer - erhalten haben, sind es diesen Zahlen zufolge rund 675 Durchbrüche pro eine Million vollständig Geimpfte.

+++ 11:45 Ischgl-Prozess: Staat Österreich lehnt Vergleich ab +++
Beim ersten Prozess um den folgenschweren Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl lehnt der österreichische Staat eine einvernehmliche Lösung und Vergleichsverhandlungen ab. Die Republik vertritt die Auffassung, dass Regierung und Behörden mit dem damaligem Wissen über das Virus richtig handelten und die Klage deshalb grundlos ist - dies wird zum heutigen Auftakt des Verfahrens deutlich. Vor dem Wiener Landgericht fordern die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, rund 100.000 Euro Schadenersatz vom Staat.

+++ 11:14 Bayern verkürzt Quarantäne-Pflicht+++
Bayern verkürzt die Corona-Quarantänezeiten: Enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen nun zehn Tage in Isolation oder können sich nach fünf Tagen mit einem PCR- oder nach sieben Tagen mit einem Antigenschnelltest freitesten, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek mitteilt. Für vollständig Geimpfte und Genesene ist keine Quarantäne vorgeschrieben.

+++ 10:41 Impftempo zieht leicht an - Zahl der Erstimpfungen stagniert weiterhin +++
Das Impftempo in Deutschland zieht nach Monaten des teilweise rapiden Rückgangs wieder leicht an. Damit stabilisiert sich die Zahl der verimpften Dosen auf dem Niveau von Anfang März. Der Durchschnittswert der in den letzten 7 Tagen verabreichten Impfungen stieg auf 190.702 Dosen pro Tag an (Vortag: 189.294). Allerdings scheinen nicht die Erstimpfungen für die leicht steigenden Impfzahlen verantwortlich zu sein. Hier wurden in den letzten Tagen sogar einige Dosen weniger verabreicht als noch in der Vorwoche. Der Anstieg ist vielmehr durch geringfügige Zuwächse bei den Zweitimpfungen und den Auffrischungsimpfungen zu erklären. 67 Prozent aller Menschen in Deutschland haben bislang mindestens eine Impfdosis erhalten.

+++ 10:09 Streeck kritisiert bevorstehendes Ende der Gratis-Tests +++
Bei einer Impfquote von 75 Prozent zieht Italien die Daumenschrauben für Ungeimpfte kräftig an, im Härtefall drohen sogar Kündigungen. Auch Deutschland erhöht etwa mit dem Ende kostenloser Tests den Druck. Virologe Hendrik Streeck sieht darin einen schweren Fehler.

+++ 09:37 In Niedersachsen tauchen Dutzende gefälschte Impfpässe auf +++
In Niedersachsen gibt es immer wieder Fälle von gefälschten Impfpässen. Allein in Stadt und Landkreis Osnabrück weiß die Polizei von mehr als 100 Fälschungen, wie der NDR berichtet. Täglich kämen neue Anzeigen hinzu, sagt ein Sprecher der Polizeiinspektion Osnabrück demnach. Die Hinweisgeber seien oft Apothekerinnen und Apotheker. Zu ihnen kommen Kunden mitunter mit gefälschten Impfpässen, um sie digitalisieren zu lassen.

+++ 09:04 Holetschek: Kritik an Krankenhaus-Ampel ist unbegründet +++
Nach Berichten über eine ungenaue Berechnung der Krankenhausampel weist Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek Zweifel am Corona-Sicherheitskonzept zurück. "Mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als Ampelwächter und Wissensknotenpunkt in Bayern haben wir ein so umfassendes und weitreichendes Monitoring aufgesetzt, dass wir die Corona-Lage Bayern sowohl kurz- wie mittelfristig verlässlich einschätzen können", sagt der CSU-Politiker. Experten wie der Statistikprofessor Helmut Küchenhoff von der LMU München hatten jüngst erklärt, dass die der Ampel zugrunde gelegten Werte wie die 7-Tage-Fallzahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern und die Anzahl der durch Corona-Patienten belegten Intensivbetten ungenau berechnet werden und die tagesaktuellen Werte für Bayern bis zu 80 Prozent zu niedrig liegen.

+++ 08:32 Hamburg will auch künftig kostenlos testen - aber nur in bestimmten Einrichtungen +++
Ab 11. Oktober sollen Bürger sich nicht mehr anlasslos kostenlos testen lassen können. In Hamburg wird dies in einigen Einrichtungen jedoch weiterhin möglich sein. "Trotz des Wegfalls der kostenlosen sogenannten Bürgertestung wird es weiterhin zielgerichtete, kostenlose Testangebote geben", erklärte der Senat auf eine Kleine Anfrage des Linken-Bürgerschaftsabgeordneten Deniz Celik. In Pflegeheimen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen mit gefährdeten Personengruppen sei dies weiterhin möglich. Auch in Schulen und Kitas werde weiterhin kostenlos getestet.

+++ 07:53 Nach möglichen Kochsalz-Injektionen erhalten Betroffene Entschädigung +++
Nach möglichen Impfungen mit Kochsalzlösungen bieten das Land Niedersachsen und der Landkreis Friesland den über 10.000 Betroffenen eine Entschädigung an. Eine Aufwandsentschädigung von 35 Euro erhielten diejenigen, die eine Impfung wiederholen müssen, 50 Euro erhalte, wer zweimal nachgeimpft werden müsse, gibt der Landkreis Friesland online bekannt. Dafür müsse ein Antrag gestellt und die Nachholimpfung nachgewiesen werden. Die Kosten übernehme das Land.

+++ 07:25 Seeleute leiden immer noch unter Beschränkungen +++
Wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie müssen Seeleute noch immer oft auf Landgänge während ihres Einsatzes verzichten und deutlich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Manche Reedereien verböten Schiffsbesatzungen, an Land zu gehen - aus Angst, dass sie das Coronavirus an Bord bringen, sagt ver.di-Gewerkschaftssekretärin Susana Ventura: "Das ist nicht akzeptabel und rechtlich fragwürdig." In anderen Fällen seien es Länder, die einen Zutritt selbst in medizinischen Notfällen verweigerten. Schwer sei auch, dass die Seeleute wegen der Pandemie länger als vertraglich vereinbart an Bord blieben, weil der Crew-Wechsel nicht rechtzeitig klappe.

+++ 06:58 Sydney testet neues Quarantänesystem für vollständig geimpfte Einreisende +++
Sydney testet ein neues Quarantänesystem für vollständig geimpfte Einreisende aus dem Ausland. "Dies ist der nächste Schritt in unserem Plan, wieder sicher aufzumachen und sicher aufzubleiben", sagt Ministerpräsident Scott Morrison. Die Behörden wollen eine Handy-App mit Gesichtserkennung einsetzen, um die Einhaltung der Vorschriften der rund 175 Test-Personen zu überwachen. Der Probelauf soll noch im September stattfinden. Australien hatte seine Grenze wegen der Pandemie im März 2020 geschlossen und erlaubt die Einreise fast ausschließlich nur Staatsbürgern und Personen mit ständigem Wohnsitz, die sich auf eigene Kosten zwei Wochen in einem Hotel in Quarantäne begeben müssen. Dies soll nun auch zu Hause möglich werden.

+++ 06:22 Arbeitgeberpräsident würde Impfprämie begrüßen +++
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. Im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" sagte Dulger zu neuen Anreizen für eine Corona-Impfung: "Das kann man ja auch regional unterschiedlich gestalten: In München zum Beispiel mit Tickets für den FC Bayern, da würde sich wahrscheinlich die halbe Stadt piksen lassen. Und ja: Ich würde auch eine Geldprämie begrüßen - alles, was hilft, ist richtig, um in die Normalität zurückzukehren."

+++ 06:03 Long-Covid beim Krankenhauspersonal verstärkt Pflegemangel +++
Die Spätfolgen einer Corona-Infektion verschärfen nach Ansicht der Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken den Pflegemangel. Bundesweit lägen weit über 100.000 Anträge auf Anerkennung als Berufskrankheit von Klinikpersonal bei den Versicherungsträgern vor, sagt Christoph Reimertz, Chefarzt des Rehabilitationszentrums an der BG Unfallklinik Frankfurt. Wenn man davon ausgehe, dass bei rund 15 Prozent aller Covid-19-Fälle das Risiko von Long-Covid bestehe, "dann wären das 15.000 Mitarbeiter weniger", so Reimertz. Er geht davon aus, dass die meisten Fälle von den Versicherungen anerkannt werden. 2021 habe es deutlich mehr Anträge gegeben im Vergleich zu 2020. Allerdings könnte der Höhepunkt überschritten sein, weil die meisten Pflegekräfte inzwischen geimpft seien.

+++ 05:30 Neuseeland setzt Reisekorridor mit Australien weitere zwei Monate aus +++
Das quarantänefreie Reisen zwischen Australien und Neuseeland wird für weitere acht Wochen ausgesetzt. "Wir haben große Fortschritte bei der Eindämmung des aktuellen Ausbruchs gemacht und arbeiten hart daran, die Beschränkungen nächste Woche zu lockern. Die Wiedereröffnung des quarantänefreien Reiseverkehrs mit Australien zum jetzigen Zeitpunkt könnte diese Errungenschaften gefährden", sagt der zuständige Minister für Corona-Bekämpfung, Chris Hipkins, in einer Erklärung. Am 23. Juli war ein Reisekorridor zwischen beiden Ländern geöffnet worden, der aber wegen des Ausbruchs der Delta-Variante nur wenige Wochen später wieder geschlossen werden musste.

+++ 05:00 RKI registriert 11.022 neue Fälle +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 11.022 neue Positiv-Tests. Das sind 1947 weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 12.969 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 74,7 von 76,3 am Vortag. 20 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.857. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,1 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:11 AOK-Chef hält Impfpflicht für Lehrer und Erzieher für sinnvoll +++
Der Chef der AOK Rheinland-Hamburg, Günter Wältermann, kann sich eine Impfpflicht für Lehrer, Erzieher und Krankenhaus-Personal vorstellen: "Die Impfbereitschaft in Krankenhäusern ist bereits hoch. Doch hier wie in Schulen und Kitas müssen wir alles tun, um die zu schützen, die sich nicht impfen können oder besonders gefährdet sind. In manchen Berufen kann eine Impfpflicht daher sinnvoll sein. Andere Länder machen das bereits vor", sagte Wältermann der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Eine allgemeine Impfpflicht lehnt er dagegen ab: "Die Politik hat sich immer wieder gegen eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen, dabei muss es bleiben."

+++ 03:18 Britische Studie soll Immunreaktionen von Jugendlichen auf Impfungen testen +++
In Großbritannien wollen Wissenschaftler der Universität Oxford verschiedene Impfschemata bei zwölf bis 16-Jährigen testen, um die Immunreaktionen und die milderen Nebenwirkungen zu untersuchen. "Wir sind besorgt über das Risiko einer Herzmuskelentzündung, insbesondere bei der zweiten Dosis des Impfstoffs von Pfizer bei jungen Männern", erklärt der leitende Forscher der Studie, Matthew Snape, gegenüber Reportern. Im Rahmen der Untersuchung wird allen Teilnehmern eine erste Dosis des Impfstoffs von Pfizer und Biontech verabreicht. Acht Wochen später folgt dann entweder eine zweite volle oder eine halbe Dosis des Pfizer-Impfstoffs, eine volle Dosis des Novavax-Impfstoffs oder eine halbe Dosis des Moderna-Vakzins. Eine ähnliche Studie will Snape auch mit Erwachsenen durchführen und die Ergebnisse danach vergleichen.

+++ 02:14 Ärztepräsident kritisiert 2G-Pläne und Wegfall der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Pläne von Bund und Ländern zur Einführung einer 2G-Regelung im öffentlichen Leben scharf kritisiert und allenfalls eine 3-Regelung empfohlen. "Es darf nicht um Drohkulissen und Strafmaßnahmen für Impfunwillige gehen, sondern allein darum, eine erneute Dauerbelastung unseres Gesundheitswesens zu verhindern", sagte Reinhardt der "Rheinischen Post". "Sollten die Corona-Infektionszahlen im Herbst weiter deutlich zunehmen und die Zahl der schweren Verläufe stark ansteigen, kann es gerechtfertigt sein, einige Angebote des öffentlichen Lebens an einen Impfnachweis, ein negatives Testergebnis oder den Nachweis einer überstandene Corona-Infektion zu knüpfen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer. "Solche Maßnahmen lassen sich aber nur dann rechtfertigen, wenn die Sicherstellung der stationären Versorgung von Covid-19-Erkrankten wie auch von anderen Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen akut gefährdet sein sollte", sagte Reinhardt. "Das gilt auch für die aktuelle Diskussion über die Aussetzung von Lohnersatzleistungen für Ungeimpfte in Quarantäne. Ich halte solche Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt für unangemessen und kontraproduktiv", betonte der Ärztechef.

+++ 01:28 Weltbank, WHO und WTO fordern mehr Impfdosen für arme Länder +++
Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, sowie die Leiter der Weltbankgruppe, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welthandelsorganisation (WTO) fordern Länder mit hohen Impfraten auf, ärmere Länder stärker mit Vakzin-Lieferungen zu unterstützen. In einer gemeinsamen Erklärung der Organisationen heißt es, man zeige sich darüber besorgt, dass ohne entsprechende Maßnahmen bis Ende 2021, eine globale Impfrate von mindestens 40 Prozent nicht zu schaffen sei. Die Gruppe fordert auch Impfstoffhersteller auf, ihre Verträge mit COVAX und AVAT, einem afrikanischen Verteilungsprogramm, vorrangig zu erfüllen und die Transparenz zu verbessern, indem sie Einzelheiten zu den Lieferplänen für alle Impfstofflieferungen mitteilen.

+++ 00:37 USA liefern knapp drei Millionen Impfdosen an die Philippinen +++
Die US-Regierung wird im Rahmen des internationalen COVAX-Programms weitere 2,58 Millionen Dosen des Impfstoffs von Pfizer und Biontech an die Philippinen liefern. Wie ein Sprecher des Weißen Hauses mitteilt, steigt damit die Gesamtzahl der gelieferten Vakzine an den Inselstaat auf neun Millionen. Wie der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, bereits vergangene Woche ankündigte, sollen die Philippinen außerdem weitere 11,3 Millionen US-Dollar zur Bekämpfung der Pandemie von den USA erhalten.

+++ 23:48 Italien schreibt allen Beschäftigten Impfung oder Corona-Tests vor +++
Als erstes Land in Europa schreibt Italien künftig allen Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bereich Impfungen oder negative Corona-Tests vor, um ihrer Arbeit nachzugehen. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi beschloss, den "Grünen Pass" umfangreich auszuweiten. Wer kein Zertifikat vorweisen kann, darf vom 15. Oktober an nicht mehr zur Arbeit in Büros, Behörden, Geschäften oder der Gastronomie gehen. Mit der Maßnahme will Draghi Impfgegner und -zweifler umstimmen.

+++ 22:36 Salzburg wird in Österreich Höchstrisikogebiet +++
Das Salzburger Land ist in Österreich als Gebiet mit sehr hohem Corona-Risiko eingestuft. Die nationale Corona-Kommission setzt Salzburg am Abend als einziges Bundesland auf die höchste Stufe der fünfstufigen nationalen Corona-Skala. Im Rest Österreichs besteht hohes oder mittleres Risiko. Die Mitglieder der Kommission aus Medizin und Verwaltung argumentieren, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Salzburg mit rund 180 Infizierten besonders hoch sei, während die Impfrate und die Kontaktnachverfolgung hinterherhinken. Die österreichweite Inzidenz lag zuletzt bei 164. Die Salzburger Behörden kündigen keine unmittelbaren Maßnahmen als Reaktion auf die Einstufung an.

+++ 22:07 Hälfte der hospitalisierten Covid-19-Patienten 52 Jahre oder jünger +++
Die derzeitigen Covid-19-Patienten sind jünger als noch zu Beginn des Jahres, als die Impfkampagne los ging. In der vergangenen Woche lag der Altersmedian der als hospitalisiert gemeldeten Fälle bei 52 Jahre, wie die Datenauswertung von ntv.de zeigt. Das heißt: Die Hälfte der Betroffenen war 52 Jahre alt oder jünger.

+++ 21:23 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 12.162 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.118.515 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 12.162 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 25 auf 92.801. Als aktuell infiziert gelten rund 166.400 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,92 angegeben (Vortag: 0,88). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1551 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 839 davon werden beatmet. Rund 3760 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, hny/hek/dpa/AFP/rts

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