Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:14 Frustrierte Schüler und Eltern: KMK-Chefin wirbt um Verständnis +++

Angesichts andauernder Schwierigkeiten mit überlasteten Lernplattformen für Schulen wirbt die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, um Verständnis bei frustrierten Kindern und Eltern. Dass Server in Schulen manchmal nicht funktionierten, sei ärgerlich, sagt die brandenburgische Bildungsministerin in der ARD. "Aber was wir in den vergangenen fünf bis acht Jahren versäumt haben an Initiativen für die digitale Bildung, holen wir nicht in sechs bis neun Monaten auf." Sie fügte an: "Ich gebe zu, wir wären gerne woanders." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 22:22 US-Abgeordnete positiv getestet nach Sturm auf das Kapitol +++
Eine 75-jährige US-Abgeordnete hat nach dem Sturm auf das Kapitol einen positiven Corona-Test bekanntgegeben. Bonnie Watson Coleman aus New Jersey erklärte am Montag, sie habe sich vermutlich angesteckt, als sie vor der Menschenmenge über Stunden in einem gesicherten Raum verschanzt war. Unter den 200 Menschen dort waren auch Republikaner, die keine Masken trugen. Die Demokratin aus dem Repräsentantenhaus hat nach eigener Darstellung bereits die erste Impfung gegen das Virus erhalten.

+++ 22:02 15-Kilometer-Regel für vier Hotspots in NRW +++
Wer in einem Corona-Hotspot mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 lebt, darf sich nach einer verschärften Regelung maximal 15 Kilometer von seinem Wohnort entfernen. Diese sogenannte 15-Kilometer-Regel greift jetzt auch für vier Kreise in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung erließ am Abend eine separate Regionalverordnung für die Kreise Höxter, Minden-Lübbecke, Recklinghausen und den Oberbergischen Kreis. Die Verordnung gilt ab Dienstag.

+++ 21:56 Sechs Länder haben vierstellige Neuinfektionen +++
Von den 16 Bundesländern führt Bayern das Länderfeld mit 2324 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Nordrhein-Westfalen (1796), Sachsen (1049), Berlin (1036), Sachsen-Anhalt (1022) und Baden-Württemberg (1020). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Sachsen-Anhalt an diesem Montag das Land mit dem größten Tageszuwachs an Neuinfektionen: Das Land verzeichnet 46,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner.

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+++ 21:37 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.301 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.932.996 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.301 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 487 auf 41.281. Als aktuell infiziert gelten rund 330.691 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,32 angegeben (Vortag: 1,52). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 132 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,14 (Vortag: 1,18). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5289 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3.006 davon werden beatmet. Rund 4.807 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:05 Technikpanne bremst Unterricht von Schulen in Lockdown +++
Eine Technikpanne hat den Videounterricht von zahlreichen in der Corona-Krise geschlossenen Schulen in Niedersachsen ausgebremst. Die Serverkapazität sei zwar angesichts des erwarteten Andrangs von Klassen, die den Unterricht per Videokonferenz abhalten wollten, verdoppelt worden, sagte der Geschäftsführer des in Niedersachsen oft genutzten Bildungsservers IServ, Jörg Ludwig. Wegen einer fehlerhaften Einstellung sei es am Morgen aber zunächst nicht möglich gewesen, Videokonferenzen zu starten. Die Panne, die Schulen auch in anderen Regionen Norddeutschlands und Nordrhein-Westfalens betraf, wurde von dem Braunschweiger Unternehmen am Mittag behoben. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Technikprobleme das Lehren während des Lockdowns erschwert haben.

+++ 20:50 Künftiger US-Präsident Biden bekommt zweite Impfdosis +++
Der künftige US-Präsident Joe Biden ist durchgeimpft. Er hat die zweite Dosis seiner Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Biden ließ sich das Präparat heute in Newark in seinem Heimat-Bundesstaat Delaware vor laufenden Kameras verabreichen. Der Demokrat hatte sich bereits die erste Dosis der Impfung Ende Dezember öffentlich geben lassen, um für Vertrauen in die Impfstoffe zu werben.

+++ 20:34 Neue Virusvariante aus Südafrika in Bottrop nachgewiesen +++
Bei einem Patient und einer Familie aus Bottrop wurde die neue Virusvariante aus Südafrika entdeckt. Das teilte die Stadt Bottrop nun mit. Der Mann war vor Weihnachten aus beruflichen Gründen in Südafrika. Beim Test am Frankfurter Flughafen sei das Testergebnis negativ gewesen. Er entwickelte aber kurz darauf typische Krankheitssymptome. Ein zweiter Test zeigte ein positives Ergebnis. Der Mann befand sich seit seiner Rückkehr am 15. Dezember 2020 in häuslicher Quarantäne, steckte jedoch seine Familienangehörigen an. Alle Kontaktpersonen wurden informiert und die gesamte Familie unter Quarantäne gestellt.

+++ 20:06 Söder bringt Impfpflicht ins Spiel +++
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat beklagt, es gebe "unter Pflegekräften in Alten- und Pflegeheimen eine zu hohe Impfverweigerung". Der deutsche Ethikrat solle deshalb Vorschläge machen, "ob und für welche Gruppen eine Impfpflicht denkbar wäre" sagte der CSU-Chef der "Süddeutschen Zeitung". "Sich impfen zu lassen, sollte als Bürgerpflicht angesehen werden", sagte Söder. Eine staatliche Kampagne zur Förderung der Impfbereitschaft, "an der sich Vorbilder aus Kunst, Sport und Politik beteiligen", könne helfen.

+++ 19:39 600 Menschen an Einreise nach Dänemark gehindert +++
Nach der Verschärfung der dänischen Reisebeschränkungen hat die Polizei auf der nördlichen Grenzseite innerhalb von 24 Stunden fast 600 Menschen die Einreise verweigert. Von Sonntag- bis Montagmorgen seien in Verbindung mit den geltenden Corona-Regeln 595 Personen bei Stichprobenkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze abgewiesen worden, teilte die Polizei von Süd- und Süderjütland nun auf Twitter mit. Es könne sein, dass diese Zahle nachträglich noch aktualisiert werde. Zuvor hatte die Polizei Ausländer darauf hingewiesen, dass sie bei der Einreise die nötigen negativen Corona-Testbescheide vorweisen müssen. "Vermeiden Sie, an der Grenze zurückgewiesen zu werden, weil Sie kein Covid-19-Zertifikat vorlegen können", hieß es ebenfalls auf Twitter.

+++ 19:01 WHO verlangt Corona-Impfstart in aller Welt in spätestens 100 Tagen +++
Die Corona-Impfung für Gesundheitspersonal und Menschen, die besonders gefährdet sind, soll in allen Ländern der Welt innerhalb der nächsten 100 Tagen beginnen. Das forderte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, nun in Genf. Er hat immer wieder einen "Impf-Nationalismus" kritisiert - die Tatsache, dass sich wohlhabende Länder praktisch alle zur Verfügung stehenden Impfdosen gesichert haben und in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen kaum Impfkampagnen gestartet sind. Problem ist vielerorts aber auch, dass viele Länder empfindliche Impfstoffe wie den des Mainzer Unternehmens Biontech mangels Tiefkühlsystemen gar nicht lagern können.

+++ 18:16 Erste Lieferung des Moderna-Impfstoffs in Deutschland angekommen +++
Die erste Lieferung mit rund 60.000 Dosen des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Moderna ist nun in Deutschland angekommen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Zur Frage, wo der Impfstoff zwischengelagert wird, bevor er am Dienstag an die Bundesländer ausgeliefert wird, äußert sich das Ministerium nicht. Nach Informationen von "Bild" und NDR wird als Lager eine Bundeswehrkaserne in Quakenbrück im niedersächsischen Landkreis Osnabrück genutzt.

+++ 17:40 Erstmals leuchten in Berlin alle drei Corona-Ampeln rot +++
Die Corona-Ampeln stehen zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie in der Hauptstadt alle auf Rot. Während bereits die Ampeln für die 7-Tage-Inzidenz und die Belegung der Intensivbetten seit Wochen rot aufleuchteten, folgte heute Nachmittag nun auch die Ampel für den R-Wert.

Der durchschnittliche R-Wert der letzten vier Tage steht laut Corona-Lagebericht aktuell bei 1,47 in Berlin. Die Ampel leuchtet nun rot, da drei Tage in Folge der Wert über dem Grenzwert 1,2 lag. Die Reproduktionszahl (R-Wert) stellt fest, wie viele Menschen eine Person im Durchschnitt ansteckt. Das heißt, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 147 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Stehen zwei Ampeln auf Rot besteht Handlungsbedarf. Weitere Verschärfungen zeichnen sich also ab, etwa eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometer.

+++ 17:08 Bund investiert 200 Millionen Euro für Suche nach Mutationen +++
Der Bund will Laboren 200 Millionen Euro für die Suche nach Virus-Mutationen zur Verfügung stellen. Das geht aus dem Entwurf für die Verordnung des Gesundheitsministeriums zur sogenannten Gen-Sequenzierung hervor. Künftig soll überprüft werden, ob sich Infizierte mit dem in Großbritannien oder Südafrika zuerst registrierten Virus-Varianten angesteckt haben. Die Mutationen gelten als deutlich ansteckender.

+++ 16:38 Russland testet "Light-Version" von "Sputnik V" +++
Russland hat mit Tests einer "Light-Version" seines Corona-Impfstoffs "Sputnik V" begonnen. Das Gesundheitsministerium in Moskau erteilte nach eigenen Angaben vom Montag die Erlaubnis dafür. Mit den klinischen Studien solle in den nächsten Monaten herausgefunden werden, wie sicher das Mittel sei und wie gut es wirke. 150 Freiwillige beteiligten sich an den Tests. Nach früheren Angaben soll "Sputnik Light" zwar weniger lange Schutz bieten, dafür aber schneller wirksam sein. Normalerweise sind bei einer Impfung mit "Sputnik V" zwei Injektionen nötig, und die Immunität soll sich erst innerhalb von 42 Tagen bilden. In Russland laufen die Impfungen gegen das Coronavirus seit einem Monat. Mehr als 1,5 Mio. Menschen sind demnach schon geimpft worden.

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+++ 16:15 Biontech will 2021 bis zu zwei Milliarden Impfdosen herstellen +++
Das Mainzer Unternehmen Biontech geht 2021 von einer höheren Produktion von Corona-Impfstoff aus als bisher geplant. Wie aus einer Analysten-Präsentation hervorgeht, will das Unternehmen dieses Jahr bis zu zwei Milliarden Dosen des gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelten Impfstoffs herstellen. Die bisherige Schätzung lag bisher auf 1,3 Milliarden Impfdosen. Als Begründung für die neue Einschätzung führte Biontech unter anderem den "neuen Standard" an, nach dem aus einer Ampulle des Biontech-Präparats sechs statt der zuvor zugelassenen fünf Dosen gewonnen werden können. Darüber hinaus sollen die Produktionskapazitäten mit der Öffnung einer neuen Biontech-Niederlassung Ende Februar in Marburg erhöht werden.

+++ 15:40 Mallorca verbietet wegen Corona alle privaten Treffen zu Hause +++
Auf der bei Deutschen beliebten Ferieninsel Mallorca und den anderen Baleareninseln sind Treffen im privaten Kreis wegen hoher Corona-Zahlen ab Mittwoch ganz verboten. Das gelte für den öffentlichen Raum und auch für zuhause, sagte die Sprecherin der Regionalregierung, Pilar Costa, heute in Palma. Ab Mittwoch müssten auch alle Restaurants, Bars, Einkaufszentren und Fitnessstudios schließen. Die Einschränkungen sollen zunächst bis zum 30 Januar dauern. Bisher durften sich nur sechs Personen aus höchstens zwei Haushalten treffen. Ausgenommen von dem Verbot sind nur hilfsbedürftige Menschen, getrennt lebende Paare, Kinder, deren Eltern getrennt leben, und Single-Haushalte. Letztere dürfen Familie oder Freunde besuchen, um nicht zu vereinsamen.

+++ 15:19 Corona-App hat bisher 200.000 positive Testergebnisse übermittelt +++
Über die Corona-Warn-App sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bisher 200.000 positive Corona-Testergebnisse weitergegeben worden. Das müsse man multiplizieren mit den Kontakten und wie viele Leute gewarnt worden seien, sagte ein Ministeriumssprecher. "Das ist schon eine erkleckliche Zahl." Der Sprecher nannte die Warn-App einen Erfolg. Er sprach von bisher 25 Millionen Downloads und 7 Millionen übermittelten Testergebnissen. Regierungssprecher Steffen Seibert fügte hinzu, die App sei heute nicht mehr dieselbe wie zum Start im Juni 2020. "Sie hat sich vielfachen Updates unterzogen. Sie warnt heute präziser."

+++ 14:56 Mehr als 80 Prozent der Deutschen lüften häufiger aus Angst vor Corona +++
82 Prozent der Deutschen lüften aus Angst vor Infektionen mit dem Coronavirus häufiger. Das ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Demnach setzten quer durch alle Altersgruppen etwa vier von fünf Bürgern auf Frischluft als Gegenmaßnahme gegen eine mögliche Ansteckung. Darüber hinaus vertrauten die Menschen weiterhin vor allem auf Gesichtsmasken, Abstand zu anderen und häufigeres Händewaschen.

+++ 14:41 Grüne fordern zusätzliche Maßnahmen zum Lockdown +++
Die Grünen fordern rasch weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Parteichefin Annalena Baerbock sagt, es dürfe nicht bis zur nächsten Konferenz der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten am 25. Januar gewartet werden. Es sei "jetzt noch mal drastisch alles dafür zu tun, die Kontakte weiter zu reduzieren". Dazu gehöre, dass Homeoffice angeordnet und dass die Bevölkerung von der öffentlichen Hand komplett mit FFP2-Masken ausgestattet werde. Zudem müsse für Züge eine Reservierungspflicht gelten.

+++ 14:29 FDP-Politiker fordert kostenlose Corona-Tests für alle +++
Der FDP-Wirtschaftspolitiker Gerald Ullrich hat die Bundesregierung aufgefordert, als Reaktion auf den langsamen Start der Impfkampagne kostenlose Corona-Tests möglich zu machen. Er verwies dazu am Montag auf das Beispiel anderer EU-Staaten wie Dänemark. "Seit April 2020 gibt es dort bereits flächendeckend Testzentren. Ab einem Alter von zwölf Jahren kann getestet werden, wovon die Dänen regen Gebrauch machen", so Ullrich. Im Gegensatz zu Deutschland sänken die Zahlen in Dänemark seit Weihnachten. "Die Tests sind sicherlich ein Baustein für den Rückgang der Neuinfektionen und eine deutlich günstigere Variante als ein harter Lockdown", so Ullrich.

+++ 14:11 Details zu neuer Einreiseverordnung noch unklar +++
Die geplante Verordnung des Bundes für Einreisen aus Risikogebieten wird voraussichtlich Ausnahmen für Lieferverkehr und Berufspendler enthalten. Das sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, in Berlin. Die Abstimmungen zu Details seien aber noch nicht abgeschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder hatten sich am vergangenen Dienstag auf neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geeinigt. Dazu gehört auch eine Verpflichtung, in den 48 Stunden vor der Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet nach Deutschland oder direkt nach der Ankunft einen Corona-Test vornehmen zu lassen. Ob Menschen, die bereits gegen Covid-19 geimpft wurden, davon ausgenommen sein werden, ist noch nicht klar.

+++ 13:49 Mehr als 600.000 Menschen in Deutschland geimpft +++
In Deutschland sind bislang 613.347 Impfungen gegen Covid-19 registriert. Die Daten für Schleswig-Holstein sowie die Meldungen aus den Krankenhäusern in Thüringen stünden jedoch noch aus, teilt das Robert-Koch-Institut mit.

+++ 13:28 Heil drängt auf mehr Homeoffice +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat Unternehmen dringend aufgefordert, Beschäftigten in der Corona-Krise Homeoffice zu gewähren. "Willkürlich Homeoffice zu verweigern, wäre jetzt unverantwortlich", sagte der SPD-Politiker dem Sender "NDR Info". Er werde seinen Appell an die Unternehmen, das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen, am Dienstag in einer Konferenz mit den Personalvorständen großer Firmen bekräftigen. Wo kein Homeoffice möglich sei, müssten die Hygieneauflagen strikt eingehalten werden, sagte Heil weiter. Sonst könne er einen Stillstand auch in der Produktion nicht ausschließen. Einen Lockdown in der gesamten Wirtschaft wolle er jedoch unbedingt vermeiden. Es gehe darum, "dass unsere Wirtschaft, wo immer es geht, am Laufen gehalten wird."

+++ 13:06 Virus-Mutation prägt Irlands Infektionsgeschehen +++
Die in England entdeckte neue Variante des Coronavirus spielt auch beim Infektionsgeschehen in Irland eine immer größere Rolle. Bei den jüngsten Stichproben habe sich herausgestellt, dass 45 Prozent dieser zusätzlich überprüften Positiv-Tests auf die neue Virus-Variante zurückzuführen seien, teilt Ministerpräsident Micheál Martin mit. Bei den Stichproben in der Woche bis zum 3. Januar seien es 25 Prozent gewesen und davor nur neun Prozent. Irlands 14-tägige Infektionsrate hat sich in den vergangenen drei Wochen verzehnfacht auf 1291 Fälle pro 100.000 Einwohner. Neben der neuen Virusvariante werden dafür auch die Wiedereröffnung von Geschäften und Restaurants sowie eine Lockerung von Kontakteinschränkungen rund um Weihnachten verantwortlich gemacht.

+++ 12:43 Indien kauft elf Millionen Astrazeneca-Impfdosen +++
Indien kauft einem Medienbericht zufolge bei dem Hersteller Serum Institute of India elf Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca. Die Regierung habe auch mit der indischen Bharat Biotech eine Vereinbarung für deren Vakzin getroffen, berichtet der Sender CNBC-TV 18 unter Berufung auf nicht näher genannte Insider. Stellungnahmen von Serum und Bharat Biotech waren zunächst nicht zu erhalten.

+++ 12:21 Britischer Mediziner: Härteste Wochen kommen noch +++
Großbritannien stehen laut dem Mediziner und Regierungsberater Chris Whitty die härtesten Wochen in der Coronavirus-Krise noch bevor. Die nächsten Wochen würden die schwersten mit hohen Patientenzahlen in den Krankenhäusern, sagt Whitty der BBC. Es dauere, bis die Impfungen Wirkung zeigen. In der Zwischenzeit müssten die Zahlen gedrückt werden. Das werde nur gelingen, wenn sich alle an die Auflagen hielten. Es werde wieder ein normales Leben geben, zeigt sich Whitty überzeugt. Aber das passiere nicht über Nacht und werde auch noch eine ganze Weile dauern.

+++ 11:56 Landkreis Meißen weist jetzt höchste Inzidenz auf +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist der sächsische Landkreis Meißen jetzt die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge weist sie einen Wert von 546,9 neuen Fällen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auf. Damit liegt sie knapp vor dem Landkreis Bautzen mit 533,4 neuen Fällen, der die Tabelle gestern noch anführte. Dahinter folgen der thüringische Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (531,0) und der sächsische Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (500,8). Damit erreichen 104 der vom RKI ausgewiesenen 412 Regionen die Hotspot-Alarmschwelle.

+++ 11:35 1,5 Millionen mit russischem Sputnik V geimpft +++
Weltweit sind nach russischen Angaben schon 1,5 Millionen Menschen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V gegen das Coronavirus geimpft worden. Der russische Staatsfonds RDIF, der die Entwicklung des Vakzins finanziert hatte, bestätigte diese Zahl, machte aber keine Angaben zur Verteilung der Geimpften auf die verschiedenen Länder. Russland hatte Anfang Dezember begonnen, Risikogruppen mit Sputnik V zu impfen. Mittlerweile wird der Impfstoff aber auch an andere Länder wie Belarus geliefert. Zugelassen worden war Sputnik V in Russland schon im August - noch vor dem Abschluss der dritten und damit letzten Phase der klinischen Studien.

+++ 11:13 Giffey fordert einheitliche Corona-Regeln für Kitas und Schulen +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die Bundesländer dazu aufgerufen, sich auf möglichst einheitliche Corona-Regelungen für Schulen und Kitas zu verständigen. Eltern wünschten sich bei allen Maßnahmen "ein möglichst bundesweit einheitliches und verlässliches Vorgehen", sagte sie der "Rheinischen Post". Auch sie selbst setze sich für einen gemeinsamen Rahmen ein, "wie es in den Ländern nach den harten Einschränkungen perspektivisch weitergehen kann". Giffey plädierte für die Wiederauflage eines klaren Stufenplans zur Rückkehr in den Regelbetrieb von Kitas und Schulen. Damit seien im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gemacht worden.

+++ 10:49 Chinesischer Impfstoff in Indonesien zugelassen +++
Indonesien hat als erstes Land außerhalb Chinas einen in der Volksrepublik entwickelten Corona-Impfstoff zugelassen. Das Vakzin des chinesischen Biotech-Unternehmens Sinovac habe nach vorläufigen Ergebnissen einer Erprobung in einer späten Studienphase eine Wirksamkeit von 65,3 Prozent gezeigt, teilt die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (BPOM) zu der Notfallzulassung mit.

+++ 10:27 Frankfurt will City nach Lockdown mit Aktionen wiederbeleben +++
Mit einem "Frankfurt-Plan" soll die City von Hessens größter Stadt nach dem Ende der harten Corona-Beschränkungen wieder belebt werden. Ihm schwebe eine mehrwöchige Aktion dafür vor, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) der "Bild"-Zeitung. Dabei könne es um die Bespielung der zentralen Plätze durch Schausteller, Foodtrucks, Pop-up-Konzepte für Geschäfte sowie Aktionen gehen, um günstiger in die Stadt zu kommen. Für Donnerstag sei dazu ein Treffen mit Vertretern der Industrie- und Handelskammern sowie anderer Verbände geplant.

+++ 10:04 Scholz: Impfungen einziger Weg aus der Pandemie +++

Vizekanzler Olaf Scholz sieht im Impfstoff den einzigen Weg aus der Corona-Pandemie. Die Politik könne mit verschiedenen Maßnahmen dazu beitragen, dass "sich das Virus nicht zu schnell verbreitet", sagte der SPD-Politiker im ZDF. Vordringliche Aufgabe der Bundesregierung sei es dafür zu sorgen, dass "genügend Impfstoff rechtzeitig zur Verfügung steht". Außer der Impfung gebe es derzeit "keine Möglichkeit sicherzustellen, dass wir das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen", sagte er weiter.

+++ 09:43 Großbritannien will 15 Millionen Impfungen bis Mitte Februar anbieten +++
Großbritannien will bis Mitte Februar rund 15 Millionen Menschen ein Angebot zur Impfung machen. Inzwischen würden 200.000 Menschen täglich geimpft, sagt der für die Umsetzung zuständige Minister Nadhim Zahawi. Insofern könnten die Menschen mit den höchsten Risiken, darunter Ältere und medizinisches Personal, bis Mitte Februar ein Angebot bekommen. Besondere Sorge bereite ihm die mögliche Coronavirus-Ausbreitung in Supermärkten. Es müsse sichergestellt werden, dass die Menschen dort auch wirklich Masken trügen und sich an die vorgegebenen Wege hielten, um Kontakte zu vermeiden.

+++ 09:21 Kanzleramt kritisiert Schulöffnungen in Niedersachsen +++

Die teilweise Öffnung der Schulen in Niedersachsen stößt im Bundeskanzleramt auf Kritik. "Die vorzeitige Schulöffnung ist sehr eindeutig gegen den Geist der Beschlüsse von Bund und Ländern", sagte der Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die Schule sei ein normaler Infektionsort. “Es gibt keine Erkenntnisse, dass es in den Schulen besser ist als im Rest der Gesellschaft." Für die niedersächsischen Schüler hat der Unterricht nach den Weihnachtsferien am Montag wieder begonnen - die meisten müssen dabei von zu Hause aus lernen. Abschlussklassen werden allerdings im sogenannten Szenario B in geteilten Klassen abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet. Ab kommende Woche gilt der Wechselunterricht bis Ende Januar auch für Grundschüler.

+++ 09:04 Abstufung von Risikogebieten in drei Kategorien geplant +++

Die Bundesregierung will für Reiserückkehrer zwei zusätzliche Stufen von Risikogebieten einführen. Das hat der Tourismus-Beauftragte der Regierung, Thomas Bareiß (CDU), im RTL/ntv-"Frühstart" bekannt gegeben. Länder und Regionen mit mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in 7 Tagen sollen als Hochrisikogebiet eingestuft werden. Hier werde ergänzend zur Quarantäne- eine Testpflicht bei Rückkehr eingeführt. Eine dritte Stufe gelte für Regionen, in denen gefährliche Virusmutationen grassieren. Hier sollen zusätzlich Ausnahmeregeln für Einreisende "stark reduziert" werden. Die bisher geltende Einstufung als Risikogebiet für Länder mit einer Inzidenz von mehr 50 Neuinfektionen bleibt. Die Veränderung der Muster-Quarantäneverordnung könnte am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden.

+++ 08:41 Spahn wirbt um Verständnis für Kontaktbeschränkungen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wirbt um Verständnis für die strengeren Kontaktbeschränkungen. "Ich weiß, das sind jetzt nochmal besondere Schwierigkeiten, Härten für viele, auch soziale Härten, aber das ist im Moment auch der Bereich, wo sich dieses Virus vor allem noch überträgt", sagte er im ZDF. Mit Blick auf den schleppenden Beginn der Impfkampagne verwies er darauf, dass heute die Lieferung des zweiten Impfstoffes nach Deutschland erfolge. Bis Dienstag werde das Vakzin des US-Biotechunternehmens Moderna an die Bundesländer gehen. Bis Ende dieses Quartals rechne er mit knapp zwei Millionen Dosen von Moderna, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen.

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+++ 08:24 Tokio meldet erneut weniger Neuinfektionen +++
Tokio meldet den vierten Tag in Folge einen Rückgang bei den Neuinfektionen. In der japanischen Hauptstadt wurden innerhalb von 24 Stunden 1219 neue Ansteckungen registriert, wie die Behörden mitteilen. Am Donnerstag hatte es einen Höchstwert von 2447 Fällen gegeben. Zur Eindämmung des Virus hatte Japan am Donnerstag den Notstand in Tokio und drei umliegenden Präfekturen ausgerufen.

+++ 08:03 Impf-Experte: Hochrisiko-Gruppe könnte bald durchgeimpft sein +++
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, sagt zu Kritik am schleppenden Beginn der Impfkampagne in Deutschland, er wäre "natürlich noch zufriedener", wenn es schneller gehen würde. "Aber letztendlich ist es eigentlich etwas, was ich ungefähr so erwartet habe. Es schien mir unmöglich, eine derartig große Impfkampagne wirklich sehr viel schneller anlaufen zu lassen", so Mertens im ZDF. Es komme jetzt darauf an, die Menschen mit einem wirklich hohen Erkrankungsrisiko durchzuimpfen. Das seien zunächst ungefähr acht Millionen. "Wenn das jetzt ordentlich anläuft, auch mit dem zweiten Impfstoff, dann können wir das doch jetzt innerhalb von einigen Wochen schaffen."

+++ 07:41 Mehr als 200.000 Neuinfektionen in den USA +++
In den USA bleibt die Virus-Lage prekär: Innerhalb von 24 Stunden stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle um 208.338 auf insgesamt rund 22,45 Millionen. Die Zahlen gehen aus den täglich veröffentlichten Berechnungen der "New York Times" hervor, auf die sich ntv.de seit Beginn der Pandemie bezieht. Demnach starben mindestens 1777 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt zählen die Vereinigten Staaten nun 374.428 Todesopfer.

+++ 07:17 Rund 300 Polizisten nach Coronainfektion genesen +++
Unter den Zehntausenden Corona-Infizierten in Niedersachsen seit Ausbruch der Pandemie sind auch Hunderte Polizisten. Wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP hervorgeht, sind bis kurz vor Weihnachten 354 Corona-Fälle bei Mitarbeitern der Polizei bekannt geworden - 310 von ihnen galten am Stichtag 21. Dezember bereits als genesen. Ob die Ansteckungen im Dienst oder im privaten Umfeld erfolgten, könne nur in seltenen Fällen sicher nachvollzogen werden, hieß es. Das Innenministerium betonte, dass eine frühzeitige Impfung von Polizisten gegen Covid-19 wichtig sei, da diese "für die Durchsetzung von Corona-Regelungen und für die Pandemiebekämpfung sowie für den Schutz von Impfzentren" gebraucht würden.

+++ 06:57 WHO darf zu Untersuchungen nach China einreisen +++
Mit einiger Verzögerung hat China einem internationalen Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Einreise erlaubt, das in der Volksrepublik die Ursprünge des Coronavirus erkunden soll. Die Delegation soll nun am 14. Januar eintreffen, teilt die Nationale Gesundheitsbehörde in Peking mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Ursprünglich sollte das Team bereits Anfang Januar für die Untersuchung nach China einreisen, doch die Ankunft verzögerte sich, weil die Behörden keine Einreisegenehmigung erteilten. Das Virus war Ende 2019 erstmals in der zentralchinesischen Provinzhauptstadt Wuhan festgestellt worden.

+++ 05:19 Gesundheitsämter melden knapp 12.500 Neuinfektionen +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben 12.497 neue Corona-Infektionen gemeldet. Außerdem wurden laut Robert-Koch-Institut 343 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird und weil nicht alle Gesundheitsämter melden. Allerdings hat das RKI gestern keine Daten für Brandenburg und Sachsen-Anhalt gemeldet, denn beide Länder hatten nichts übermittelt. Die heutigen Zahlen dürften deshalb Nachübermittlungen enthalten. Seit Beginn der Pandemie sind 40.686 Menschen in Deutschland an oder mit dem Virus gestorben.

+++ 04:43 RKI: Deutlich weniger Infektionskrankheiten nach erstem Lockdown +++
Nach dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie 2020 haben die gemeldeten Fallzahlen vieler anderer Infektionskrankheiten laut einer Analyse des Robert-Koch-Instituts (RKI) um gut ein Drittel abgenommen. Zwischen März und Anfang August 2020 wurden demnach rund 140.000 Fälle gemeldet - 35 Prozent weniger als aufgrund der Daten von Januar 2016 bis Februar 2020 zu erwarten gewesen wären. Für die Analyse wurden Zahlen von meldepflichtigen Krankheiten und Erregern wie beispielsweise Grippe, Tuberkulose, Windpocken, Syphilis und Noroviren berücksichtigt.

+++ 04:02 Laschet: Pandemie-Bekämpfung soll kein Wahlkampfthema werden +++
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat davor gewarnt, den Streit über das Corona-Management zum Wahlkampfthema zu machen. "Einen Bundestagswahlkampf über ernste Fragen wie die Bekämpfung der Pandemie parteitaktisch und polemisch zu führen, würde bei der Bevölkerung viel Vertrauen in die Maßnahmen zerstören", sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Beim derzeitigen Lockdown rief Laschet zur Geduld auf: "Wenn man zu früh lockert, läuft man Gefahr, dass es danach wieder steil nach oben geht." Wenn sich das in Großbritannien entdeckte, mutierte Virus noch weiter ausbreite, würden die Zeiten noch ernster.

+++ 03:15 Brisbane hebt Express-Lockdown wieder auf +++
Die australische Metropole Brisbane hebt den Express-Lockdown, den sie wegen eines Infektionsfalls mit der zuerst in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Mutation verhängt hatte, nach dreitägiger Dauer wieder auf. Bei Massentests in Brisbane waren in den vergangenen Tagen keine weiteren Corona-Fälle entdeckt worden, teilte die Regierungschefin des Bundesstaats Queensland, Annastacia Palaszczuk, mit. Palaszczuk verteidigte den in aller Eile über die Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt im Nordosten des Landes verhängten Lockdown. Dabei habe es sich "definitiv nicht um eine Über-Reaktion" gehandelt. Die harten Maßnahmen waren am Freitag verhängt worden, nachdem eine Reinigungskraft in einem Hotel, in dem Reiserückkehrer sich in Quarantäne begeben, positiv auf die Virus-Mutation getestet worden war.

+++ 02:44 Zu wenige Spieler einsatzfähig: NBA-Begegnung abgesagt +++
Zum zweiten Mal in dieser Saison kann ein NBA-Spiel wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Vorjahresfinalist Miami Heat hatte weniger als die Minimalbesetzung von acht einsatzfähigen Basketball-Profis für das Auswärtsspiel bei den Boston Celtics um Nationalspieler Daniel Theis beisammen. Die Partie hätte um 19.00 Uhr Ortszeit beginnen sollen, die Entscheidung wurde etwa zwei Stunden vor dem Beginn veröffentlicht. Zuvor hatte die Partie bereits auf der Kippe gestanden, weil die Celtics wegen der Corona-Regeln auf sieben Spieler verzichten mussten.

+++ 02:17 Reisender brachte britische Mutante nach Russland +++
Die deutlich ansteckendere Form des Coronavirus, die sich vor allem in England ausgebreitet hat, ist nun erstmals auch in Russland festgestellt worden. Bei einem aus Großbritannien zurückgekehrten Reisenden wurde das Virus in dieser Mutationsform festgestellt, erklärte die Chefin der Gesundheitsschutzbehörde. Unklar blieb, auf welchem Weg dieser Reisende nach Russland gelangt war. Russland hat - wie viele andere Länder auch - seit Dezember die Flugverbindungen mit Großbritannien eingestellt.

+++ 01:29 Boris Palmer reicht es mit Lockdown +++
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer fordert ein Ende des Lockdowns. "Es reicht jetzt. Anfang Februar müssen wir kontrolliert wieder aufmachen", sagt der Grünen-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Meiner Auffassung nach steigen jetzt aber die Schäden an der Wirtschaft, an der Gesellschaft, auch exponentiell. Der Innenstadthandel ist schon auf der Intensivstation, der fällt bald ins Koma. Die Insolvenzen werden anrollen. Ich meine, wir halten das nicht durch."

+++ 00:32 DGB-Chef: "Niemand darf ins Homeoffice gezwungen werden"
Der DGB besteht auf einem Rechtsanspruch auf Homeoffice. Diesen Anspruch solle es überall dort geben, wo das Arbeiten von zu Hause aus "machbar" sei, sagte der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, der "Süddeutschen Zeitung". Zugleich müsse aber auch sichergestellt werden, "dass niemand ins Homeoffice gezwungen werden kann", forderte Hoffmann. In der Corona-Pandemie reduzierten manche Firmen, deren Beschäftigte verstärkt von zu Hause arbeiteten, ihre Büroflächen. "Für die Mitarbeiter droht dann die Reise nach Jerusalem: Wer zur Arbeit kommt, muss sich erst mal mühsam einen Platz suchen", kritisierte der DGB-Vorsitzende.

+++ 23:59 Giffey: "Jetzt ist nicht die Zeit für Lockerungen" +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey appelliert an die Bundesländer, sich auf möglichst einheitliche Regelungen für Schulen und Kitas zu verständigen. "Eltern wünschen sich bei allen Maßnahmen, die wir jetzt treffen, ein möglichst bundesweit einheitliches und verlässliches Vorgehen", sagte die SPD-Politikerin der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Giffey betonte, dass man "in der schwersten Pandemielage seit Beginn der Ausbreitung des Virus" sei. "Bei allem richtigen Bemühen um Bildungsgerechtigkeit und Vereinbarkeit ist im Moment nicht die Zeit für Lockerungen", erklärte dieBundesfamilienministerin.

+++ 23:20 Papst Franziskus stellt Irak-Besuch in Frage +++
Papst Franziskus wäre eigentlich Anfang März in den Irak gereist. Doch wegen der Pandemie steht der erste Besuch eines Papstes in dem Land auf der Kippe. Es könne nicht sein, dass er der Grund für Menschenansammlungen sei, sagt Franziskus dem italienischen Sender Canale 5. "Das Leben hat sich geändert." Deshalb könne er jetzt noch nicht sagen, ob die Reise stattfinde.

+++ 22:24 Ramelow: "Bei mir in Thüringen brennt gerade die Hütte" +++
Mit einem energischen Auftritt hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow die drastische Corona-Lage in seinem Bundesland geschildert. "Wir müssen einfach der Tatsache ins Auge sehen, dass das Virus jetzt erst anfängt, richtig Fahrt aufzunehmen", sagte der Linken-Politiker im ZDF. Heute sei für ihn ein schlimmer Tag, denn ganz Thüringen habe bei der 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) die Marke von 300 überschritten - alle Landkreise und kreisfreien Städte lägen nun über 200. "Ich merke, dass bei mir gerade in Thüringen die Hütte brennt", sagte Ramelow. Für Lockerungen und "die Debatte von der Lockerung zur Lockerung" sei derzeit kein Platz. "Wir können in Thüringen jedenfalls dauerhaft den Anstieg dieser Infektionen nicht mehr aushalten." Die Krankenhäuser bräuchten "eine Reduktion des Ansteckungsgeschehens", damit sie entlastet würden. Zudem stellte Ramelow die für den April in Thüringen geplanten vorgezogenen Landtagsneuwahlen infrage, wenn es im Januar und Februar "keine Bewegung" gebe. "Wir haben 30.000 Wahlhelfer, die wir auch schützen müssen", sagte Ramelow.

+++ 22:09 England setzt auf massenhafte Schnelltests +++
In England sollen schon bald flächendeckend Menschen ohne Symptome im Schnellverfahren auf das Coronavirus getestet werden. Zwei Millionen Antigen-Tests seien dafür bei einem britischen Hersteller bestellt worden, teilt Gesundheitsminister Matt Hancock mit. Millionen weitere Tests könnten in den kommenden Monaten hinzukommen. Die Tests seien ab kommenden Freitag verfügbar, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Innerhalb von 30 Minuten zeigen sie ein Ergebnis an. Damit will die Regierung asymptomatische Fälle aufspüren und so Übertragungsketten durchbrechen. Jedoch gibt es auch Kritik an diesem Verfahren. Bei den sogenannten Lateral Flow Tests würden bis zu 60 Prozent der positiven Fälle nicht erkannt, sagte ein Experte von der Liverpool School of Tropical Medicine der "Financial Times".

+++ 21:42 Bayern und NRW melden mehr als 3000 neue Fälle +++
Zwei Bundesländer melden mehr als 3000 neue Corona-Infektionen: Nordrhein-Westfalen verzeichnet einen Zuwachs von 3219 Fällen, gefolgt von Bayern mit 3060 Fällen. Ebenfalls im vierstelligen Bereich liegen Niedersachsen (1748), Baden-Württemberg (1488), Hessen (1366) und Sachsen (1107).

+++ 21:14 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 15.812 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.921.695 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 15.812 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 425 auf 40.794. Als aktuell infiziert gelten rund 337.900 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,52 angegeben (Vortag: 1,46). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 152 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,18 (Vortag: 1,17). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5320 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3049 davon werden beatmet. Rund 4940 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/chf/rts/dpa/AFP