Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:15 Berliner Polizei leitet "Pandemiestufe I" ein +++

Berlins Polizei leitet die erste Stufe ihres "Rahmenplans Pandemie" ein. Damit reagiere man  präventiv auf die auch polizeiintern gestiegenen Infektions- und Quarantänezahlen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Stufe I des bereits 2010 erstellten Notfallplans tritt ein, wenn 15 bis 30 Prozent des Personals krankheitsbedingt ausfallen. Aktuell seien rund 800 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen infiziert oder vorsorglich in Quarantäne, berichtet der RBB. Als Folge sollen nun innerbehördliche Maßnahmen getroffen werden. Auswirkungen für die Menschen in Berlin seien nicht spürbar, so die Polizei.

+++ 22:19 Guterres: Ungleiche Impfstoff-Verteilung "beschämend" +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat erneut eine gerechte Verteilung der Impfstoffe angemahnt. Nur eine Impfung aller Menschen weltweit werde die Pandemie beenden, sagte Guterres in einer Video-Ansprache beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Die vergangenen zwei Jahre haben uns eine einfache, aber brutale Wahrheit aufgezeigt: Wenn wir jemanden zurücklassen, lassen wir alle zurück", sagte Gutertes. "Wenn es uns nicht gelingt alle Menschen zu impfen, entstehen neue Varianten, die sich über Grenzen hinweg ausbreiten und das tägliche Leben und die Wirtschaft zum Erliegen bringen", warnte der UN-Generalsekretär. Er verwies auf das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), 40 Prozent der Weltbevölkerung bis Ende 2021 und 70 Prozent bis Mitte 2022 zu impfen. "Wir sind bei weitem nicht in der Nähe dieser Ziele", kritisierte Guterres. Die Impfquoten in reichen Ländern seien sieben Mal höher als in afrikanischen Ländern, das sei "beschämend".

+++ 21:49 Telefonische Krankschreibungen sollen verlängert werden +++
Die Gesundheitsminister der Länder haben den niedergelassenen Ärzten mit Blick auf die schnelle Verbreitung der Corona-Variante Omikron Unterstützung zugesagt. In einer Videoschalte am Abend baten die Ressortchefs das Bundesgesundheitsministerium, die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung bei Atemwegserkrankungen zu verlängern. Die Ärzte bräuchten diese Unterstützung, "damit sie nicht von Patienten überrollt werden", sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne nach den Beratungen. Die SPD-Politikerin ist aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Zudem soll es weiterhin möglich sein, dass ärztliche und psychotherapeutische Konsultationen digital erfolgen.

+++ 21:20 Erneut demonstrieren Tausende Menschen gegen Maßnahmen +++
Wie an den vorhergehenden Montagen haben am Abend in ganz Deutschland Tausende Menschen gegen Corona-Maßnahmen und eine mögliche Impfpflicht demonstriert. Die Proteste waren von einem großem Polizeiaufgebot und vielerorts auch von Gegendemonstrationen begleitet. Es kam zunächst nur vereinzelt zu Zwischenfällen. Mehrfach wurden Versammlungen aufgelöst, weil die Polizei keinen Versammlungsleiter feststellen konnte oder etwa gegen die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht verstoßen wurde.

Unter anderem protestierten in Berlin nach Angaben der Polizei Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. In Thüringen waren nach ersten Angaben der Landespolizeidirektion an zahlreichen Orten mehr als 21.000 Menschen bei Versammlungen dabei. Hohe Teilnehmerzahlen meldete die Polizei auch aus Baden-Württemberg.

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+++ 20:30 Bundesländer melden 43.888 Neuinfektionen +++
Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, ist die Gesamtzahl der seit Pandemiebeginn in Deutschland erfassten Corona-Fälle heute auf mehr als acht Millionen laborbestätigte Ansteckungen gestiegen, insgesamt 8.020.377 Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit bei 43.888 erfassten Fällen, das sind weniger als am Sonntag gemeldet wurden (Vortag: 46.891). Hamburg meldet mit mehr als 4000 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert.

Die Fallzahl liegt dennoch über dem Niveau der Vorwoche und zwar um 41,3 Prozent. Am Montag, den 10. Januar hatten die Landesbehörden in der Summe 31.067 neue Fälle registriert.

Nach Behördenangaben sind bislang mindestens 115.708 Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Im Lauf des Montags kamen weitere 95 neu übermittelte Todesfälle hinzu. Vor einer Woche waren es 132. Der gleitende Sieben-Tage-Schnitt liegt derzeit bei 226 Verstorbenen pro Tag (Vortag: 231).

+++ 20:20 Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg übersteigt 1000er-Marke +++
Neben Bremen liegt jetzt auch die Sieben-Tage-Inzidenz für Hamburg über 1000: Der Wert im Stadtstaat liegt aktuell bei 1055,3. In Bremen ist die Sieben-Tage-Inzidenz zwar rückläufig, aber liegt immer noch bei 1295,3 - bundesweit weiterhin der Höchstwert. Berlin verzeichnet mit 947,7 einen Wert knapp unter der 1000er-Marke. Es ist möglich, dass der Rückgang in Berlin jedoch mit Meldeverzögerungen zusammenhängt. Die Mehrzahl der Berliner Bezirke hat am Wochenende keine Fallzahlen übermittelt. Zudem stößt das Test- und Meldesystem angesichts der hohen Infektionszahlen an Grenzen.

Den offiziellen Schätzungen zufolge sind derzeit mehr als 892.258 Menschen in Deutschland akut mit dem Coronavirus infiziert, also gut ein Prozent der deutschen Bevölkerung. Das sind jedoch nur die bekannten Fälle. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts gelten 7.012.411 Menschen als genesen.

+++ 20:08 Lauterbach sieht bei Omikron keinen Grund zur Entwarnung +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von der SPD warnt davor, die Omikron-Variante zu unterschätzen. Es gebe "keinerlei Grund zur Entwarnung", sagte Lauterbach während eines Besuchs in Mecklenburg-Vorpommern bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsidentin und Parteikollegin Manuela Schwesig. Je nach Entwicklung könnte es sein, dass die Schutzmaßnahmen noch einmal verschärft werden müssten. Noch sei die aktuelle Welle "schwer einzuschätzen", sagte Lauterbach. Bislang seien vor allem Menschen mittleren Alters und jüngere Menschen betroffen. Wenn sich mehr Ältere infizierten, könne es auch wieder eine stärkere Belastung auf den Intensivstationen geben. Ob man dann mit den aktuellen Schutzmaßnahmen hinkomme, "werden wir sehen", sagte der Minister.

+++ 19:57 In Polen baut sich fünfte Infektionswelle auf +++
In Polen baut sich die fünfte Virus-Welle auf. Gesundheitsminister Adam Niedzielski warnt vor weiteren Höchstwerten bei den täglichen Infektionen. "Wir sagen den Höhepunkt der Infektionen für Mitte Februar mit Tagesspitzen von rund 60.000 Fällen voraus", sagt Niedzielski. Bei der vierten Infektionswelle wurden in Polen Tages-Höchstwerte von lediglich 10.000 Fällen erfasst.

+++ 19:20 Stöhr: Impfpflicht wird wohl nicht mehr nötig sein +++
Omikron lässt die Infektionszahlen weiter rasant steigen. Virologe Klaus Stöhr ist dennoch optimistisch, dass sich die Corona-Lage in naher Zukunft deutlich entspannen wird. Daten aus anderen Ländern würden hoffnungsfroh stimmen. Ein "super entspannter" Frühling stehe vor der Tür, so der Experte.

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+++ 18:44 Studie: Vierte Impfung schützt nicht ausreichend gegen Omikron +++
Eine vierte Impfung schützt laut einer israelischen Studie nicht ausreichend gegen Omikron. Man beobachte auch bei vierfach Geimpften Ansteckungen, sagte Professorin Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv. Zwei Wochen nach einer vierten Dosis des Präparats von Biontech sei zwar ein "schöner Anstieg" der Antikörper zu beobachten. Deren Zahl liege sogar etwas über dem Wert nach der dritten Impfung. "Aber für Omikron ist dieser schöne Wert nicht genug." Regev betonte, es handele sich um Zwischenergebnisse der Studie, sie wollte daher auch keine genaueren Zahlen nennen.

+++ 18:32 Scholz und Sanchez verteidigen Djokovics Ausweisung +++
Bundeskanzler Olaf Scholz und Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez verteidigen die Entscheidung der australischen Regierung, den Tennisspieler Novak Djokovic im Streit um Corona-Zertifikate auszuweisen. Wenn man sich in der Corona-Krise Regeln setze, müssten sich alle daran halten, sagt Scholz bei einem Besuch in Madrid. Auch Sanchez ist dieser Ansicht.

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+++ 17:46 EU verschärft Einreiseregeln für Australien, Kanada und Argentinien +++
Die Einreise von Ungeimpften aus Kanada, Australien und Argentinien in die EU wird coronabedingt wieder deutlich eingeschränkt. Wie aus einem heute veröffentlichten Beschluss der EU-Staaten hervorgeht, gilt für die drei Länder wegen deutlich gestiegener Fallzahlen keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen mehr. Somit dürfen ungeimpfte Menschen künftig nur noch aus 13 Ländern normal in die EU einreisen. Dazu gehören etwa Chile, Kolumbien, Neuseeland und Südkorea.

+++ 17:14 Moderna erwartet Daten zu Omikron-Impfstoff im März +++
Moderna rechnet bis zum Frühjahr mit einem an die Omikron-Variante angepassten Vakzin. Der Impfstoffkandidat gegen die hochansteckende Virusvariante werde in den kommenden Wochen in die klinische Entwicklung gebracht. Moderna hoffe, im März Daten zu haben, die das Biotechunternehmen mit den Aufsichtsbehörden teilen könne, um dann die nächsten Schritte zu ermitteln, sagte Vorstandschef Stephane Bancel anlässlich einer virtuellen Tagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) Davos. Damit setzt sich Moderna einen ähnlichen Zeitplan wie Biontech und Pfizer, die angekündigt hatten, einen an Omikron angepassten Impfstoff bis Ende März bereitstellen zu können. Moderna entwickelt außerdem einen Impfstoff, der eine Auffrischimpfung gegen Covid-19 mit seiner experimentellen Grippeimpfung kombiniert.

+++ 16:57 Israel verkürzt Quarantäne für Infizierte ohne Symptome weiter +++
Israel reduziert die Dauer der Quarantäne bei asymptomatischen Infektionen weiter. Ab Mittwoch seien nur noch fünf Tage Isolation nötig, teilt das israelische Gesundheitsministerium mit. Letzte Woche wurde diese bereits auf sieben von zehn Tagen gesenkt. Um die Quarantäne zu beenden, sei weiterhin ein negativer Antigen-Test nötig. Das Ministerium habe festgestellt, dass Infizierte innerhalb der ersten drei Tage nach einer Infektion am ansteckendsten seien, sagt der Pandemie-Koordinator Salman Zarka.

+++ 16:22 Niederlande melden neuen Höchststand an Infektionen +++
Die Niederlande verzeichnen mit 42.000 Fällen binnen 24 Stunden einen Rekord an Neuinfektionen. Das teilt die Gesundheitsbehörde mit. Erst am Freitag durften zahlreiche Geschäfte nach einem einmonatigen Lockdown wieder öffnen. Bars, Restaurants und Kultureinrichtungen bleiben aber noch bis mindestens 25. Januar geschlossen.

+++ 15:50 Frau wegen erfundener Testzentren angeklagt - 1,1 Millionen Euro Schaden +++
Weil sie mindestens elf Corona-Testzentren komplett erfunden und fiktive Tests und Impfungen abgerechnet haben soll, ist eine Frau in Essen angeklagt worden. Wie aus einem Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags hervorgeht, soll ein Schaden von 1,1 Millionen Euro entstanden sein. Das meiste Geld sei sichergestellt worden - die Angeschuldigte sitze in Untersuchungshaft. Laut Justizministerium wurde am 7. Januar vor dem Schöffengericht Essen Anklage erhoben. Die Beschuldigte soll demnach bundesweit bei Kassenärztlichen Vereinigungen im Online-Verfahren die elf Teststellen angemeldet haben, "die tatsächlich nicht existiert hätten." 925.000 Euro der mutmaßlichen Beute habe man durch Kontopfändungen sichern können.

+++ 15:35 China meldet höchsten Stand an Neuinfektionen seit März 2020 +++
Zweieinhalb Wochen vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele von Peking hat die Zahl der Infektionen in China den höchsten Stand seit fast zwei Jahren erreicht. Nach Behördenangaben wurden am Montag 223 Neuinfektionen registriert - so viele wie zuletzt im März 2020.

+++ 15:10 Hygieniker Dr. Zinn warnt vor Omikron-"Trugschluss" +++
Einige namhafte Epidemiologen bewerten die Omikronwelle als Übergang in kontrollierbare, endemische Phasen. Der Direktor des Hygienezentrums Bioscientia, Dr. Georg-Christian Zinn, schlägt hingegen vorsichtigere Töne an: Das Virus werde voraussichtlich in veränderter Form zurückkehren.

+++ 14:52 Fauci: Müssen mit Corona leben +++
Nach Einschätzung des US-Immunologen Anthony Fauci wird es künftig darum gehen, das Coronavirus so zu kontrollieren, dass das gesellschaftliche Leben wie zuvor gewohnt stattfinden kann. Ausrotten lassen werde sich der Erreger wohl nicht. "Wenn Sie sich die Geschichte der Infektionskrankheiten ansehen, haben wir nur eine Infektionskrankheit ausgerottet, und das sind die Pocken", sagte Fauci bei einer virtuellen Diskussionsrunde des Weltwirtschaftsforums in Davos. Fauci hält die Entwicklung eines Impfstoffes für nötig, der besser alle gegenwärtigen und vor allem auch mögliche neu auftretende Varianten abdeckt. Dies wäre "ein sehr, sehr wichtiges wissenschaftliches Ziel", weil momentan mit der Anpassung der Vakzine an aktuelle Varianten der Entwicklung des Virus nur hinterhergejagt werde, was auf lange Sicht nicht hilfreich sei. Fauci sagte zudem, dass einer der größten Fehler bei der Bekämpfung der Pandemie gewesen sei, dass die Länder weitestgehend allein gehandelt hätten. "Ich denke, wir hätten eine viel koordiniertere globale Reaktion haben sollen, wie ich so oft gesagt habe. Eine globale Pandemie erfordert eine globale Antwort."

+++ 14:32 Berlin führt Testpflicht für Kita-Kinder ein +++
In den Berliner Kitas wird eine Testpflicht für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahrs eingeführt. Darüber hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie die Kindertagesstätten, Eltern und Träger in einem aktuellen Schreiben informiert, wie sie heute mitteilt. Die Testpflicht soll voraussichtlich mit der Bereitstellung kindgerechter Lolli-Tests ab dem 24. Januar 2022 starten. Nötig sind den Angaben zufolge drei Tests pro Woche. Der Montag als Testtag ist verpflichtend, die beiden anderen Tage sollen durch die Kindertagesstätten festgelegt werden können.

+++ 14:20 MHH richtet Long-Covid-Ambulanz für Kinder ein +++
An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entsteht im Rahmen einer Studie eine Long-Covid-Ambulanz für Kinder und Jugendliche. In Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen soll unter anderem ein standardisiertes Diagnostikprogramm entwickelt werden, wie das niedersächsische Wissenschaftsministerium mitteilt. Das Land fördert das Projekt, das im März starten soll, mit knapp 300.000 Euro. Ziel sei es, den Patientinnen und Patienten im Alter bis 18 Jahren ein individuelles Therapieangebot zu machen. Daneben soll auch ein sportmedizinisches Programm für betroffene Kinder und Jugendliche erarbeitet werden. Von Long Covid spricht man, wenn nach einer überstandenen Corona-Infektion Symptome länger als vier Wochen bestehen oder neue hinzukommen.

+++ 13:55 Virologe: "Zeitlich begrenzte Impfpflicht wäre sinnvoll" +++
Seit über einem Jahr wird in Deutschland geimpft, doch noch immer klafft eine große Impflücke. Doch Bestrebungen, die Immunisierung zur Pflicht zu machen, sind höchst umstritten. Virologe Martin Stürmer erklärt, was für und gegen die Maßnahme spricht und wann sie sinnvoll eingesetzt werden kann.

+++ 13:42 Wegen Corona-Regeln: Deutlich weniger Windpocken-Fälle in NRW +++
Wegen der Corona-Pandemie und den Schutzmaßnahmen haben sich in Nordrhein-Westfalen 2021 deutlich weniger Menschen mit Windpocken angesteckt. 819 Fälle wurden im vergangenen Jahr gemeldet, wie die AOK Nordwest mitteilt. 2020 gab es demnach mehr als 1800 gemeldete Windpocken-Erkrankungen im Land, 2019 waren es sogar noch rund 4100. "Wir gehen davon aus, dass die Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln sowie die Kita- und Schulschließungen zu diesem starken Rückgang geführt haben, denn Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird", sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann. Die Entwicklung lasse sich bundesweit beobachten. Windpocken zählen nach Angaben der AOK zu den häufigsten Kinderkrankheiten.

+++ 13:29 WHO-Expertin: Zeitpunkt von Übergang zu Endemie noch unklar +++
Die Chef-Wissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Soumya Swaminathan, begrüßt es einem Medienbericht zufolge, wenn Regierungen bereits jetzt den Übergang der Corona-Pandemie in eine endemische Phase vorbereiten. "Wir erwarten, dass eine immense Zahl an Menschen auf der Welt mit Omikron infiziert sein wird, und es wird eine Kreuzimmunisierung zu anderen Varianten geben", zitiert das "Handelsblatt" Swaminathan. "Das ist ermutigend." 2022 werde es viele Millionen Menschen auf der Welt mit einem besseren Immunisierungsschutz geben - "wegen der Impfungen und leider wegen der Infektionen". Ob der Übergang in eine endemische Phase schon nach der Omikron-Welle geschehen könne, sei noch unklar. "Wir wissen nicht, wann und wo die nächste Variante auftauchen wird, und wie sie mit Omikron und Delta interagiert." Zudem könne bei einer Pandemie kein Land in eine endemische Phase übergehen, wenn der Rest der Welt noch mitten in der Pandemie sei. Zunächst müsse das Ziel sein, eine weltweite Impfrate von 70 Prozent bis Mitte dieses Jahres zu erreichen.

+++ 13:16 Isolationszeit in England erneut verkürzt +++
Corona-Infizierte in England können ihre Isolation inzwischen bereits nach fünf vollen Tagen beenden. Die neue Regelung gilt seit Beginn dieser Woche. Sie sieht vor, dass nach zwei negativen Antigen-Selbsttests an Tag fünf und Tag sechs die Isolation vorzeitig beendet werden kann, solange kein Fieber vorliegt. Gezählt wird dabei vom Tag nach Beginn der Symptome oder des ersten positiven Testergebnisses. Die Regierung will mit der neuen Regelung den massiven Personalmangel im Gesundheitsbereich und anderen Branchen bekämpfen.

+++ 12:54 "Covid-Klarheit" bewegt viele zum Berufswechsel +++
Unzählige Menschen haben nach einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ihre Prioritäten in der Corona-Pandemie neu sortiert und ihre Tätigkeitsfelder verlassen. In manchen Branchen werde es immer schwieriger, Positionen zu besetzen, sagt ILO-Generaldirektor Guy Ryder in Genf. Er nennt die Gastronomie, den Einzelhandel sowie Pflegeberufe. Das Phänomen werde als "Covid-Klarheit" bezeichnet, sagt Ryder: Menschen seien sich in der Pandemie klar darüber geworden, dass ihre Arbeit nicht ihre Erwartungen erfülle oder sie nicht die gewünschte Anerkennung bekämen. Die ILO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

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+++ 12:38 Epidemiologe: "Nasenspray würde Impfbereitschaft deutlich erhöhen" +++
Im Kampf gegen das Coronavirus werden immer neue Maßnahmen erwogen, um mehr Menschen zur Immunisierung zu bewegen. Der Epidemiologe Ralf Reintjes spricht im Interview mit ntv über eine vierte Impfung und die Impfpflicht. Darüber hinaus erklärt er seine Erwartungen an ein neuartiges Nasenspray.

+++ 12:19 Impfkritischer Aufkleber mit Rasierklinge auf Kinderrutsche entdeckt +++
Unbekannte haben auf einer öffentlichen Kinderrutsche in Leipzig eine unter einem impfkritischen Aufkleber versteckte Rasierklinge angebracht. Ein 38-Jähriger entdeckte den gefährlichen Aufkleber am Sonntag auf einem Spielplatz im Stadtteil Wahren, wie die Polizei Leipzig mitteilt. Als er den mit einem Davidstern versehenen Aufkleber entfernte, bemerkte er darunter eine Rasierklinge. Der Mann blieb unverletzt, die Polizei warnt aber vor möglichen weiteren Aufklebern. Beamte sicherten Spuren. Bei einer Absuche des Spielplatzes sowie Spielplätzen in der Umgebung wurden keine weiteren derartigen Aufkleber gefunden. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und des Verdachts der Volksverhetzung.

+++ 12:11 Status als Genesener gilt nur noch drei Monate +++
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass der Status als Genesener jetzt nach drei Monaten ausläuft. Die Verkürzung von bisher sechs Monaten sei auf die ansteckendere Omikron-Variante zurückzuführen, erklärt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die sechs Monate seien auf Basis von Delta verankert worden.

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+++ 11:57 Impftempo geht weiter leicht zurück +++
Das Impftempo in Deutschland geht weiter leicht zurück. In Deutschland sind am Wochenende mehr als eine halbe Millionen Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Am Sonntag wurden 129.000 Impfungen vorgenommen, am Samstag waren es 408.000, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Damit schwächt sich die tägliche Impfleistung mehr ab als eine Woche zuvor. Im mehrtätigen Mittel werden derzeit rund 602.000 Impfdosen pro Tag verabreicht. Die einfache Impfquote stieg zuletzt von 75,0 auf 75,1 Prozent.

Rund 62,4 Millionen Menschen in Deutschland sind mindestens einmal geimpft. Die Quote der Grundimmunisierten steigt von zuletzt 72,6 auf 72,7 Prozent. Etwa 60,5 Millionen Menschen in Deutschland verfügen über einen Basis-Impfschutz, sprich zwei Impfdosen. 47,1 Prozent der Bevölkerung haben sich bereits eine Auffrischungsimpfung gesichert.

Insgesamt sind 24,9 Prozent der Bevölkerung noch ungeimpft. Das entspricht einer Zahl von rund 20,7 Millionen Menschen, abzüglich der etwa vier Millionen Kleinkinder, für die es keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

+++ 11:39 Frankreich: Corona-Impfpass bis Ende der Woche +++
Ein Impfpass soll in Frankreich gegen Ende der Woche für weite Teile des öffentlichen Lebens verpflichtend sein. Das Parlament verabschiedete am Sonntagabend nach mehrwöchiger heftiger Debatte ein entsprechendes Gesetz. Die Opposition will das Verfassungsgericht anrufen. Die Regierung rechnet dennoch damit, dass das Gesetz bis Ende der Woche in Kraft treten kann, etwa eine Woche später als ursprünglich geplant. Der neue Impfpass, der den bislang geltenden Gesundheitspass ablöst, entspricht der deutschen 2G-Regel: Um Cafés, Restaurants oder Einkaufszentren zu besuchen, muss künftig ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder die Genesung von einer Corona-Infektion vorgelegt werden. Ein negativer Corona-Test reicht nicht mehr aus. Die Regel gilt bereits für Jugendliche ab 16 Jahren.

+++ 11:21 Befristete Impfpflicht hat Befürworter auch in SPD +++
Auch in der SPD werden Stimmen für eine Befristung der geplanten Impfpflicht laut. "Es geht darum, eine Grundimmunität in der Bevölkerung zu erreichen. Im Moment gehen wir davon aus, dass drei Impfungen relativ gut schützen", sagt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt der "Süddeutschen Zeitung". "Eine Impfpflicht - wenn sie kommt - wird befristet." Die Befristung der Impfpflicht wird bislang vor allem in der FDP befürwortet.

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+++ 11:00 Steuerzahlerbund will rückwirkende Omikron-Entlastung +++
Ist die Konjunkturprognose Ende letzten Jahres noch optimistisch, verpasst Omikron den Erwartungen jetzt einen Dämpfer. Der Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, spricht von einer "prekären Situation", der Steuerzahlerbund fordert rückwirkende Entlastung.

+++ 10:41 Fälle häuslicher Gewalt im Lockdown stark gestiegen +++
Die Fälle häuslicher Gewalt in London sind während des Corona-Lockdowns im März 2020 sehr stark gestiegen. Das berichtet das Ifo-Institut in München unter Berufung auf einen neuen Index, der auf Suchen nach bestimmten Begriffen im Internet beruht. Dieser Index zeige "einen siebenfach höheren Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt, als er in Polizeistatistiken erfasst wurde". Ähnliches zeigen demnach Daten aus Los Angeles in den USA. Die Experten kommen deshalb zu dem Schluss, dass die amtliche Kriminalstatistik vermutlich den Umfang des Problems häuslicher Gewalt nicht umfassend abbildet. Die Forschenden vermuten, dass die Lockdowns und die Selbstisolierung in der Pandemie die Möglichkeit von Opfern häuslicher Gewalt, gegen Täter polizeilich vorzugehen, stark einschränkten. Der neue Index beruht auf 35 Suchbegriffen zu häuslicher Gewalt.

+++ 10:20 Familienministerin lehnt Impfpflicht für Kinder und Jugendliche ab +++
Bundesfamilienministerin Anne Spiegel lehnt eine allgemeine Impfpflicht für Kinder und Jugendliche ab. Es liege vor allem an den Erwachsenen, sich impfen und boostern zu lassen, sagt die Grünen-Politikerin im Deutschlandfunk. Dabei ginge es auch um einen "Akt der Solidarität den Kindern und Jugendlichen gegenüber". Mit Blick auf eine höhere Impfquote seien "leider alle anderen Mittel ausgeschöpft". "Von daher halte ich es für richtig, dass jetzt über eine Impfpflicht gesprochen und die dann auch umgesetzt wird", so Spiegel weiter. Allerdings sollte es absolut klar sein, "dass bei einer Impfpflicht wir über Erwachsene sprechen und nicht Kinder und Jugendliche".

+++ 09:57 Nach Kritik: Luca-App ändert Geschäftsmodell und halbiert Preise +++
Die Macher der umstrittenen Luca-App zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind den Bundesländern in den laufenden Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung entgegengekommen. Die Länder müssen sich nicht mehr für ein volles Jahr auf die Nutzung des Luca-Systems verpflichten, sondern können sich Monat für Monat entscheiden, ob die Gesundheitsämter die Luca-Daten nutzen können, teilt die Betreibergesellschaft Cultur4Life in Berlin mit. Gleichzeitig halbieren die Luca-Macher die Kosten: Pro Gesundheitsamt werden künftig 9000 Euro im Jahr fällig statt bislang 18.000 Euro. Damit könne die Infrastruktur und Software des Luca-Systems erhalten bleiben, sagt Culture4Life-Geschäftsführer Patrick Hennig der Deutschen Presse-Agentur.

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+++ 09:36 Unter 200: Thüringen hat bundesweit niedrigste Inzidenz +++
Die Corona-Inzidenz in Thüringen sinkt erneut entgegen dem Bundestrend und liegt unter der Marke 200. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner mit 197,9 an - nach 201,7 am Vortag. Damit ist Thüringen derzeit mit Abstand das Bundesland mit der niedrigsten Inzidenz. Auch in den Nachbarländern Sachsen (248,5) und Sachsen-Anhalt (280,4) ist die Inzidenz zurzeit vergleichsweise niedrig. Bundesweit liegt der Wert laut RKI bei 528,2.

+++ 09:18 CSU-Experte kritisiert Lauterbach-Vorschlag zur Impfpflicht +++
CSU-Gesundheitsexperte Stephan Pilsinger bezeichnet die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vorgeschlagene Beschränkung einer Corona-Impfpflicht auf drei Impfdosen als voreilig und möglicherweise unzureichend. "Ich halte nichts davon, vorschnell die Anzahl an obligatorischen Boosterimpfungen zu limitieren, da leider nicht sicher absehbar ist, ob gefährliche Varianten zusätzliche Impfungen erforderlich machen könnten", sagt der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Eine vorläufige zeitliche Befristung der Impfpflicht von zum Beispiel zwei Jahren ist aus meiner Sicht sinnvoller", betont Pilsinger.

+++ 08:51 NRW-Flughäfen erholen sich etwas vom Corona-Tief +++
Nordrhein-Westfalens Flughäfen erholen sich in Corona-Zeiten etwas, sind aber noch weit entfernt vom Vor-Krisen-Niveau. Im November seien rund 687.000 Passagiere an den sechs größeren Airports des Bundeslandes abgeflogen und damit etwa fünfmal so viele wie ein Jahr zuvor (140.000), wie das Landesstatistikamt IT.NRW in Düsseldorf mitteilt. Im November 2019, also vor Ausbruch der Pandemie, lag die Zahl der Fluggäste noch bei 1,4 Millionen. Der größte Flughafen in NRW ist Düsseldorf, dahinter folgen Köln-Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück, Niederrhein (Weeze) und Paderborn/Lippstadt.

+++ 08:19 Neues Problem: Berliner Bezirk meldet seit acht Tagen keine Zahlen +++
Erstmals seit Längerem sinkt in Berlin die Sieben-Tage-Inzidenz leicht. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet, liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 947,7 - nach 965,3 am Sonntag. Ein Grund dafür könnte der grüne Fleck in der Hauptstadt sein. Auch am inzwischen achten Tag in Folge übermittelt Marzahn-Hellersdorf keine Fallzahlen ans RKI, damit wird für den Bezirk weiterhin eine Inzidenz von "0" ausgewiesen. Wie die "BZ" berichtet, ist am vergangenen Donnerstag offenbar ein neues technisches Problem aufgetaucht. "Aktuell können wir nur die Corona-Zahlen melden, die uns per Fax erreichen", wird Bezirksbürgermeister Gordon Lemm zitiert. Derzeit seien Experten dabei, eine Lösung zu finden. Zuvor soll Medienberichten zufolge die Corona-Datenbank des Bezirks überlastet gewesen sein.

+++ 07:56 "Gibt keinen Plan B": Lehrerverbände kritisieren NRW-Ministerin +++
Mehrere Lehrerverbände in NRW werfen Schulministerin Yvonne Gebauer von der FDP vor, angesichts steigender Corona-Fallzahlen keine ausreichende Vorsorge für die Schulen zu treffen. "Wenn Politik den Präsenzunterricht zum obersten Gebot erklärt, muss sich das deutlich in kurz- und langfristigen Maßnahmen widerspiegeln", sagt Stefan Behlau, der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung, der "Rheinischen Post". Die NRW-Landesvorsitzende der GEW, Ayhan Celik, betont: "Uns besorgt sehr, dass es zum Präsenzunterricht keinen Plan B gibt." So bestehe durch steigende Quarantänefälle die Gefahr eines ungesteuerten Wechsels vieler Schulen in den Distanzunterricht. Das Schulministerium sieht dem Bericht zufolge noch keine Gefahr für den Präsenzunterricht. Nach Angaben des Ministeriums nahmen lediglich 1,83 Prozent aller Lehrkräfte (2774 Pädagogen) aufgrund der Pandemie nicht am Präsenzbetrieb teil. Oberstes Ziel der Landesregierung und des Ministeriums für Schule und Bildung sei es, die Schulen offen zu halten und den Präsenzunterricht zu sichern, heißt es.

+++ 07:35 Ab März: Ungeimpften Beschäftigten in Arztpraxen droht Kündigung +++
Beschäftigte in Hausarztpraxen, die nach Inkrafttreten der Corona-Impfpflicht keinen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen können, müssen mit einer Abmahnung und in letzter Konsequenz mit ihrer Entlassung rechnen. Das geht aus einem Informationsblatt des Deutschen Hausärzteverbandes hervor. Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht sieht vor, dass Beschäftigte in Einrichtungen wie Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheimen bis zum 15. März nachweisen müssen, dass sie geimpft oder genesen sind. Damit sollen Patientinnen, Patienten und Pflegebedürftige besser vor einer Corona-Infektion geschützt werden. Falls Mitarbeiter den Nachweis verweigerten, könne das Gesundheitsamt ihnen verbieten, die Arztpraxis zu betreten oder in dieser tätig zu sein, heißt es in dem Informationsblatt auf der Webseite des Hausärzteverbandes. Wer den Nachweis bis zum 15. März nicht vorlegen könne, dürfe weder tätig noch beschäftigt werden.

+++ 07:11 Strengere Corona-Regeln an Hamburgs Schulen +++
An Hamburgs Schulen gelten angesichts der sich noch schneller verbreitenden Omikron-Variante strengere Corona-Regeln. Alle Schülerinnen und Schüler müssen sich regelhaft drei Mal pro Woche unter Aufsicht in der Schule auf Corona testen lassen - statt wie bislang zweimal pro Woche. Getestet werde jeweils montags, mittwochs und freitags, teilt die Schulbehörde mit. Teilnehmen müssen ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler, sofern sie nicht einen negativen Corona-Test aus einem anerkannten Testzentrum nachweisen. Bislang waren Geimpfte und Genesene von der Pflicht ausgenommen, konnten sich aber auf freiwilliger Basis testen lassen. Beim Sportunterricht in der Turnhalle muss nun wieder eine medizinische Maske getragen werden. Mannschaftssport in Innenräumen ist weiter möglich. Aber "dabei soll auf Übungen und Aufgaben verzichtet werden, bei denen das Herz-Kreislauf-System in höherem Maße belastet wird", heißt es. Empfohlen werde, den Sportunterricht möglichst im Freien stattfinden zu lassen. An der frischen Luft müssten auch keine Masken getragen werden.

+++ 06:53 Thüringer Krankenhausgesellschaft sieht Kliniken gut für Omikron gewappnet +++
Die Thüringer Krankenhausgesellschaft sieht die Kliniken im Freistaat gut gewappnet für eine mögliche Omikron-Welle mit steigenden Patientenzahlen. Dabei seien Erkenntnisse und Lehren aus den ersten vier Wellen mit einbezogen worden, teilt der Vorsitzende Rainer Poniewaß der Deutschen Presse-Agentur mit. Ein Engpassfaktor bleibe aber das Personal, insbesondere in der Pflege. Dies sei durch die zurückliegenden Pandemiewellen stark beansprucht worden. Durch Quarantäne seien hier weitere Engpässe zu befürchten. Die Kliniken versuchten hier, durch entsprechend abgestimmte Personalkonzepte gegenzuhalten. Daher begrüße die Landeskrankenhausgesellschaft die Anpassung der Quarantäne-Vorschriften durch die Bundesregierung.

+++ 06:18 Zahl beruflich bedingter Krankheitsfälle fast verdoppelt +++
Die Zahl beruflich bedingter Krankheitsfälle ist während der Pandemie offenbar deutlich angestiegen. Sie habe 2020 bei 39.551 Fällen gelegen, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Bericht der Bundesregierung. Dies sei ein Plus von 93,7 Prozent zum Jahr zuvor und neuer Rekordwert. Darunter seien 18.959 Fälle von Mitarbeitern des Gesundheitswesens oder Laboren mit durch Infektionen bedingten Berufskrankheiten. Die gesamtwirtschaftlichen Kosten der Arbeitsunfähigkeit lägen bei 144 Milliarden Euro.

+++ 05:42 Großbritannien will Pflicht zur häuslichen Isolierung aufheben +++
Der britische Premierminister Boris Johnson plant laut Medienberichten, die gesetzliche Vorschrift zur häuslichen Isolierung nach einer Infektion aufzuheben. Die Pläne sollten über die kommenden Wochen ausgearbeitet werden, schreibt die Zeitung "The Telegraph". Zwar solle die Empfehlungen zu einer Quarantäne in den eigenen vier Wänden bleiben. Jedoch werde eine Missachtung keine Bußgelder oder andere Strafen mehr nach sich ziehen.

+++ 04:44 RKI meldet mit 528,2 erneut Inzidenzhöchstwert +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 34.145 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 8890 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 laut RKI auf 8.000.122. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Inzidenz steigt auf 528,2 von 515,7 am Vortag, das ist ein neuer Höchstwert. 30 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

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+++ 03:49 Trotz Pandemie: Firmenchefs erwarten boomende Konjunktur +++
Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie blicken die Firmenchefs weltweit mit Zuversicht auf die Konjunktur. Dies geht aus einer Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Demnach erwarten 77 Prozent der Chief Executive Officers (CEOs), dass sich das globale Wirtschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten verbessern wird. Laut PwC ist dies ein Rekordhoch. An einen Rückgang glauben lediglich 15 Prozent. Deutsche Firmenlenker zeigen sich im globalen Vergleich ähnlich optimistisch: 76 Prozent der Führungskräfte rechnen hierzulande mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums (Vorjahr: 80 Prozent).

+++ 03:01 Krankenhausgesellschaft: Müssen erneut Patienten auf die Warteliste setzen +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) geht davon aus, dass in der Omikron-Welle planbare Operationen in Deutschland wieder in großem Maß verschoben werden müssen. "Im Infektionsbereich haben wir auf allen Stationen einen höheren Aufwand für den einzelnen Patienten", sagt DKG-Präsident Gerald Gaß der "Rheinischen Post". "Personelle Reserven gibt es leider nicht, deswegen müssen wir erneut, wenn es soweit medizinisch vertretbar ist, Patienten auf die Warteliste nehmen". In Spitzenzeiten der Pandemie seien bis zu 25 Prozent der Hüft-OPs verschoben worden. "Aber es geht auch um Krebs-Operationen, zeitweise hatten wir einen deutlichen Rückgang von bis zu 18 Prozent bei Darmkrebs-OPs", so Gaß.

+++ 01:59 Niedersachsens Innenminister über Corona-Demos: "Vielen geht es um einen Angriff auf den Staat" +++
Niedersachsens Innenminister kündigt ein konsequentes Durchgreifen des Staates gegen Regelverstöße und Gewalt bei Protesten gegen die Corona-Politik an. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagt Boris Pistorius: "Wer sich den Maßnahmen der Polizei widersetzt oder versucht, mit rücksichtsloser Gewalt oder sogar einem Kind vor dem Bauch eine Polizeisperre zu durchbrechen, macht deutlich, dass es um Aggression und einen Angriff auf den Staat geht. Und das werden wir uns, stellvertretend für die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, nicht gefallen lassen". Vielen gehe es eigentlich nicht um die Corona-Maßnahmen, sondern vielmehr um eine Verächtlichmachung und Verunglimpfung des Staates und der Demokratie", so der SPD-Politiker.

+++ 01:02 Oxfam: Pandemie verschärft soziale Ungleichheiten +++
Die Corona-Pandemie verschärft aus Sicht der Organisation Oxfam soziale Ungleichheiten. Während sich das Vermögen der zehn reichsten Milliardäre verdoppelt habe, lebten über 160 Millionen Menschen zusätzlich in Armut, heißt es in einem Bericht. Oxfam fordert von den Regierungen weltweit, Konzerne und Superreiche zur Finanzierung sozialer Grunddienste stärker zu besteuern, für globale Impfgerechtigkeit zu sorgen und die Wirtschaft am Gemeinwohl auszurichten.

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+++ 00:12 Griechenland: Impfpflicht für Über-60-Jährige in Kraft +++
Ungeimpfte Griechinnen und Griechen über 60 werden von nun an zur Kasse gebeten: Wer sich die Corona-Impfung weiterhin nicht verabreichen lässt, wird im Januar mit 50 Euro Strafe belegt, von Februar an sind es dann 100 Euro monatlich. Die Regelung trat um Mitternacht in Kraft. Von der Maßnahme sind laut Staatsrundfunk rund 300.000 Menschen betroffen. Ihre Daten sollen nun von der staatlichen Sozialversicherung an das Finanzamt weitergeleitet werden, das die Bußgelder eintreibt. Das Geld kommt dann den staatlichen Krankenhäuser zugute.

+++ 23:22 Hunderte Malteser demonstrieren gegen Corona-Pass +++
Auf Malta kommt es zu den größten Protesten gegen Corona-Maßnahmen seit Ausbruch der Pandemie. Mehrere Hundert Menschen demonstrieren in der Hauptstadt Valletta gegen ein ab Montag gültiges Covid-Zertifikat, das für den Besuch der meisten Einrichtungen vom Restaurant bis zum Fitness-Center obligatorisch ist. Die Protestierer rufen Losungen wie "Mein Körper gehört nicht dem Staat" oder "Geht es wirklich um Gesundheit?" Gesundheitsminister Chris Fearne rechtfertigt das neue Dokument mit der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante, die 90 Prozent der Neuinfektionen auf der der Mittelmeer-Insel ausmacht.

+++ 22:30 Türkei: Mehr als 54.000 Neuinfektionen - seit August täglich mehr als 100 Todesfälle +++
Die Türkei meldet aktuell 54.100 Neuinfektionen. Dieser Wert ist geringer als an den Vortagen, für einen Sonntag allerdings sehr hoch. Der Sieben-Tage-Schnitt der täglichen Neuinfektionen liegt derzeit bei 68.387 Fällen. Zudem bleibt die Zahl der Todesfälle auf hohem Niveau. 136 neue Todesfälle sind es aktuell. Die Türkei verzeichnet seit Anfang August 2021 kontinuierlich mehr als 100 Todesfälle täglich.

+++ 22:18 Trotz hoher Infektionszahlen kein Anstieg bei Intensivpatienten in Portugal +++
Trotz deutlich zunehmender Neuinfektionen in Portugal, bleiben die Intensivstationen bisher weitgehend unbehelligt. Die Behörden melden in der Omikron-Welle immer neue Höchststände, im Sieben-Tage-Schnitt sind es derzeit mehr als 32.000 Neuinfektionen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen steigt auch merklich, das betrifft aber eher die Normalstationen. Die Zahl der Intensivpatienten bleibt derzeit auf moderatem Niveau von 168. Auf dem Höchststand liegen gut 900 Covid-Patienten in einem Intensivbett. Portugal hat einer der höchsten Impfquoten Europas.

+++ 22:01 Journalisten bei Protesten in Frankreich attackiert +++
Bei einer Kundgebung der rechten Partei Les Patriotes in Frankreich werden zwei Journalisten der Nachrichtenagentur AFP von einer Gruppe mutmaßlicher Rechtsextremisten attackiert und mit dem Tod bedroht. Als sich Sicherheitskräfte schützend vor die Journalisten stellen, werden sie unter anderem mit Schlagstöcken attackiert. Einer von ihnen erleidet durch einen Schlag mit einer Flasche eine Verletzung am Kopf. AFP-Präsident Fabrice Fries kündigt an, dass die Nachrichtenagentur im Namen der attackierten Journalisten Strafanzeige wegen Körperverletzung, Morddrohungen und Behinderung der freien Meinungsäußerung erstatten werde. AFP sei entschlossen, die Ausübung des Journalistenberufs zu verteidigen. Er sei besorgt über das "neue Ausmaß der Gewalt" gegen Medienschaffende, fügt Fries hinzu.

+++ 21:54 Gesundheitsminister tagen am Montag zur Pandemielage +++
Die Gesundheitsminister der Bundesländer beraten am Montag ein weiteres Mal über ihr Vorgehen in der Corona-Pandemie. An der Videokonferenz, die unter dem Eindruck der Ausbreitung der Omikron-Variante und eines damit verbundenen starken Anstiegs der Neuinfektionen steht, wird auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach teilnehmen. Lauterbach hatte die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld in einem Interview dazu aufgerufen, sich mehrmals pro Woche mit einem Schnelltest auf das Coronavirus zu testen. Außerdem forderte er, dass zur Erfüllung der geplanten Impfpflicht drei Corona-Impfungen vorgeschrieben werden.

+++ 21:47 Tausende demonstrieren in Amsterdam gegen Corona-Politik +++
In Amsterdam kommen am Sonntag erneut Tausende Menschen zusammen, um gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung zu protestieren. Auf Spruchbändern heißt es unter anderem "Rückkehr zur Normalität jetzt!", "Wir haben die Lügen satt" und "Kein 2G". An den Protestaktionen beteiligen sich auch Bauern, die mit mehreren Traktoren nach Amsterdam gekommen sind, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtet. Zu den Demonstrationen in mehreren Vierteln Amsterdams sowie auf dem zentralen Platz vor dem Rijksmuseum ruft zuvor die Aktionsgruppe "Nederland in Verzet" ("Niederlande im Widerstand") auf. Damit soll an die als "Kaffeeschlacht" bezeichneten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten am 17. Januar vorigen Jahres erinnert werden. Die seinerzeit oft verbotenen Corona-Demos waren von den Veranstaltern als gemeinsames öffentliches "Kaffeetrinken" deklariert worden. Die Behörden der niederländischen Hauptstadt erklären die betroffenen Gegenden am Sonntag zu Sicherheitszonen. Dadurch erhielt die Polizei die Befugnis, Personen präventiv zu durchsuchen.

+++ 21:30 Drei Wochen alter Säugling in Katar stirbt nach Covid-Infektion +++
Ein drei Wochen alter Säugling in Katar stirbt an den Folgen einer Corona-Infektion. "Er hatte keine anderen gesundheitlichen Probleme oder bekannten Erbkrankheiten", erklärt das Gesundheitsministerium. Demnach ist es der zweite tödliche Verlauf einer Corona-Infektion bei einem Kind in Katar seit Beginn der Pandemie. Die Sterblichkeit durch das Coronavirus ist bei Kindern im Allgemeinen sehr gering. In der aktuellen Ansteckungswelle wegen der Omikron-Variante sei in Katar die Zahl der infizierten Kinder und Krankenhauseinweisungen jedoch stark gestiegen, erklärt das Ministerium. Katar mit seinen 2,6 Millionen Einwohnern hat bislang knapp 300.000 Corona-Fälle und rund 600 Todesopfer verzeichnet.

+++ 21:08 Neuer Höchswert: Knapp 458.000 Neuinfektionen in der Woche +++
Die Bundesländer melden aktuell 46.891 Neuinfektionen. Das geht aus Auswertungen von ntv.de hervor. Das sind rund 46,8 Prozent mehr als am Sonntag der Vorwoche, als 31.949 neue Fälle gemeldet werden. Der aktuelle Sieben-Tage-Schnitt der Neuinfektionen steigt somit auf 65.410 Fälle täglich. 21 weitere Menschen versterben im Zusammenhang mit dem Coronavirus, vor sieben Tagen sind es noch 63.

Insgesamt 7,98 Millionen Menschen in Deutschland haben sich bisher nach offiziellen Angaben mit dem Coronavirus infiziert, 6,97 Millionen Menschen gelten als genesen. 115.613 Menschen versterben seit Pandemiebeginn. Die Zahl der aktuell Infizierten wird auf gut 887.000 geschätzt. Die Zahl der tatsächlich Infizierten dürften deutlich höher liegen. Dennoch gilt mehr als ein Prozent der deutschen Bevölkerung damit derzeit als akut mit dem Coronavirus infiziert.

In allen Bundesländern mit Ausnahme Thüringens steigen die Fallzahlen gegenüber der Vorwoche an. Die Quote der Covid-Patienten auf den Intensivstationen nimmt dagegen in allen Bundesländern, bis auf Schleswig-Holstein, weiter ab. In einzelnen Bundesländern steigt die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Covid-Patienten ja 100.000 Einwohner, die binnen sieben Tagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden, allerdings dennoch.

Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner nimmt mit Ausnahme von Bremen und Thüringen in allen Bundesländern zu. In Brandenburg (plus 33,5) und Bayern (plus 30,8) am stärksten. In Sachsen, das lange Zeit wie Thüringen nur fallende Zahlenwerte kannte, nimmt die Inzidenz bereits den zweiten Tag in Folge leicht zu (plus 3,2)

Beim Blick auf die Karte lassen sich regelrechte Cluster innerhalb Deutschlands ausmachen: die Region Berlin-Brandenburg, ein oder zwei Zentren in Norddeutschland, das Zentrum Nordrhein-Westfalens, Südhessen sowie der Süden Baden-Württembergs und der Süden Bayerns.

Beim Blick auf die gesamte Woche wird deutlich: Omikron ist in Deutschland angekommen. Auch wenn es bisher keine "Wand" von Neuinfektionen wie in anderen Ländern zu verzeichnen gibt, nehmen die Neuinfektionen erheblich zu. 457.871 Neuinfektionen binnen sieben Tagen hat es seit Pandemiebeginn noch nicht gegeben. Der bisherige Höchstwert wird in der vorletzten Novemberwoche mit 406.553 Fälle erreicht. Der Anstieg gegenüber der Vorwoche beträgt aktuell 39 Prozent. Die Zahl der Todesfälle ist seit Mitte Dezember dagegen rückläufig. In den vergangenen sieben Tagen versterben 1618 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. In der Vorwoche sind es noch 1847 Menschen. Die gut 887.000 aktiven Fälle sind der dritthöchste Wochenwert seit Pandemiebeginn. Nur Anfang und Mitte Dezember wird eine noch höhere Zahl angenommen.

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Quelle: ntv.de, joh/ses/ino/dpa/AFP/rts

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