Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:22 Hunderte Malteser demonstrieren gegen Corona-Pass +++

Auf Malta kommt es zu den größten Protesten gegen Corona-Maßnahmen seit Ausbruch der Pandemie. Mehrere Hundert Menschen demonstrieren in der Hauptstadt Valletta gegen ein ab Montag gültiges Covid-Zertifikat, das für den Besuch der meisten Einrichtungen vom Restaurant bis zum Fitness-Center obligatorisch ist. Die Protestierer rufen Losungen wie "Mein Körper gehört nicht dem Staat" oder "Geht es wirklich um Gesundheit?" Gesundheitsminister Chris Fearne rechtfertigt das neue Dokument mit der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante, die 90 Prozent der Neuinfektionen auf der der Mittelmeer-Insel ausmacht.

+++ 22:30 Türkei: Mehr als 54.000 Neuinfektionen - seit August täglich mehr als 100 Todesfälle +++
Die Türkei meldet aktuell 54.100 Neuinfektionen. Dieser Wert ist geringer als an den Vortagen, für einen Sonntag allerdings sehr hoch. Der Sieben-Tage-Schnitt der täglichen Neuinfektionen liegt derzeit bei 68.387 Fällen. Zudem bleibt die Zahl der Todesfälle auf hohem Niveau. 136 neue Todesfälle sind es aktuell. Die Türkei verzeichnet seit Anfang August 2021 kontinuierlich mehr als 100 Todesfälle täglich.

+++ 22:18 Trotz hoher Infektionszahlen kein Anstieg bei Intensivpatienten in Portugal +++
Trotz deutlich zunehmender Neuinfektionen in Portugal, bleiben die Intensivstationen bisher weitgehend unbehelligt. Die Behörden melden in der Omikron-Welle immer neue Höchststände, im Sieben-Tage-Schnitt sind es derzeit mehr als 32.000 Neuinfektionen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen steigt auch merklich, das betrifft aber eher die Normalstationen. Die Zahl der Intensivpatienten bleibt derzeit auf moderatem Niveau von 168. Auf dem Höchststand liegen gut 900 Covid-Patienten in einem Intensivbett. Portugal hat einer der höchsten Impfquoten Europas.

+++ 22:01 Journalisten bei Protesten in Frankreich attackiert +++
Bei einer Kundgebung der rechten Partei Les Patriotes in Frankreich werden zwei Journalisten der Nachrichtenagentur AFP von einer Gruppe mutmaßlicher Rechtsextremisten attackiert und mit dem Tod bedroht. Als sich Sicherheitskräfte schützend vor die Journalisten stellen, werden sie unter anderem mit Schlagstöcken attackiert. Einer von ihnen erleidet durch einen Schlag mit einer Flasche eine Verletzung am Kopf. AFP-Präsident Fabrice Fries kündigt an, dass die Nachrichtenagentur im Namen der attackierten Journalisten Strafanzeige wegen Körperverletzung, Morddrohungen und Behinderung der freien Meinungsäußerung erstatten werde. AFP sei entschlossen, die Ausübung des Journalistenberufs zu verteidigen. Er sei besorgt über das "neue Ausmaß der Gewalt" gegen Medienschaffende, fügt Fries hinzu.

+++ 21:54 Gesundheitsminister tagen am Montag zur Pandemielage +++
Die Gesundheitsminister der Bundesländer beraten am Montag ein weiteres Mal über ihr Vorgehen in der Corona-Pandemie. An der Videokonferenz, die unter dem Eindruck der Ausbreitung der Omikron-Variante und eines damit verbundenen starken Anstiegs der Neuinfektionen steht, wird auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach teilnehmen. Lauterbach hatte die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld in einem Interview dazu aufgerufen, sich mehrmals pro Woche mit einem Schnelltest auf das Coronavirus zu testen. Außerdem forderte er, dass zur Erfüllung der geplanten Impfpflicht drei Corona-Impfungen vorgeschrieben werden.

+++ 21:47 Tausende demonstrieren in Amsterdam gegen Corona-Politik +++
In Amsterdam kommen am Sonntag erneut Tausende Menschen zusammen, um gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung zu protestieren. Auf Spruchbändern heißt es unter anderem "Rückkehr zur Normalität jetzt!", "Wir haben die Lügen satt" und "Kein 2G". An den Protestaktionen beteiligen sich auch Bauern, die mit mehreren Traktoren nach Amsterdam gekommen sind, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtet. Zu den Demonstrationen in mehreren Vierteln Amsterdams sowie auf dem zentralen Platz vor dem Rijksmuseum ruft zuvor die Aktionsgruppe "Nederland in Verzet" ("Niederlande im Widerstand") auf. Damit soll an die als "Kaffeeschlacht" bezeichneten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten am 17. Januar vorigen Jahres erinnert werden. Die seinerzeit oft verbotenen Corona-Demos waren von den Veranstaltern als gemeinsames öffentliches "Kaffeetrinken" deklariert worden. Die Behörden der niederländischen Hauptstadt erklären die betroffenen Gegenden am Sonntag zu Sicherheitszonen. Dadurch erhielt die Polizei die Befugnis, Personen präventiv zu durchsuchen.

+++ 21:30 Drei Wochen alter Säugling in Katar stirbt nach Covid-Infektion +++
Ein drei Wochen alter Säugling in Katar stirbt an den Folgen einer Corona-Infektion. "Er hatte keine anderen gesundheitlichen Probleme oder bekannten Erbkrankheiten", erklärt das Gesundheitsministerium. Demnach ist es der zweite tödliche Verlauf einer Corona-Infektion bei einem Kind in Katar seit Beginn der Pandemie. Die Sterblichkeit durch das Coronavirus ist bei Kindern im Allgemeinen sehr gering. In der aktuellen Ansteckungswelle wegen der Omikron-Variante sei in Katar die Zahl der infizierten Kinder und Krankenhauseinweisungen jedoch stark gestiegen, erklärt das Ministerium. Katar mit seinen 2,6 Millionen Einwohnern hat bislang knapp 300.000 Corona-Fälle und rund 600 Todesopfer verzeichnet.

+++ 21:08 Neuer Höchswert: Knapp 458.000 Neuinfektionen in der Woche +++
Die Bundesländer melden aktuell 46.891 Neuinfektionen. Das geht aus Auswertungen von ntv.de hervor. Das sind rund 46,8 Prozent mehr als am Sonntag der Vorwoche, als 31.949 neue Fälle gemeldet werden. Der aktuelle Sieben-Tage-Schnitt der Neuinfektionen steigt somit auf 65.410 Fälle täglich. 21 weitere Menschen versterben im Zusammenhang mit dem Coronavirus, vor sieben Tagen sind es noch 63.

Insgesamt 7,98 Millionen Menschen in Deutschland haben sich bisher nach offiziellen Angaben mit dem Coronavirus infiziert, 6,97 Millionen Menschen gelten als genesen. 115.613 Menschen versterben seit Pandemiebeginn. Die Zahl der aktuell Infizierten wird auf gut 887.000 geschätzt. Die Zahl der tatsächlich Infizierten dürften deutlich höher liegen. Dennoch gilt mehr als ein Prozent der deutschen Bevölkerung damit derzeit als akut mit dem Coronavirus infiziert.

In allen Bundesländern mit Ausnahme Thüringens steigen die Fallzahlen gegenüber der Vorwoche an. Die Quote der Covid-Patienten auf den Intensivstationen nimmt dagegen in allen Bundesländern, bis auf Schleswig-Holstein, weiter ab. In einzelnen Bundesländern steigt die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Covid-Patienten ja 100.000 Einwohner, die binnen sieben Tagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden, allerdings dennoch.

Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner nimmt mit Ausnahme von Bremen und Thüringen in allen Bundesländern zu. In Brandenburg (plus 33,5) und Bayern (plus 30,8) am stärksten. In Sachsen, das lange Zeit wie Thüringen nur fallende Zahlenwerte kannte, nimmt die Inzidenz bereits den zweiten Tag in Folge leicht zu (plus 3,2)

Beim Blick auf die Karte lassen sich regelrechte Cluster innerhalb Deutschlands ausmachen: die Region Berlin-Brandenburg, ein oder zwei Zentren in Norddeutschland, das Zentrum Nordrhein-Westfalens, Südhessen sowie der Süden Baden-Württembergs und der Süden Bayerns.

Beim Blick auf die gesamte Woche wird deutlich: Omikron ist in Deutschland angekommen. Auch wenn es bisher keine "Wand" von Neuinfektionen wie in anderen Ländern zu verzeichnen gibt, nehmen die Neuinfektionen erheblich zu. 457.871 Neuinfektionen binnen sieben Tagen hat es seit Pandemiebeginn noch nicht gegeben. Der bisherige Höchstwert wird in der vorletzten Novemberwoche mit 406.553 Fälle erreicht. Der Anstieg gegenüber der Vorwoche beträgt aktuell 39 Prozent. Die Zahl der Todesfälle ist seit Mitte Dezember dagegen rückläufig. In den vergangenen sieben Tagen versterben 1618 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. In der Vorwoche sind es noch 1847 Menschen. Die gut 887.000 aktiven Fälle sind der dritthöchste Wochenwert seit Pandemiebeginn. Nur Anfang und Mitte Dezember wird eine noch höhere Zahl angenommen.

+++ 20:54 Rund 5500 Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen in Saarbrücken +++
Rund 5500 Demonstranten beteiligen sich nach Polizeiangaben in Saarbrücken an einer angemeldeten Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen. "Das ist alles friedlich verlaufen", sagt ein Polizeisprecher. Unter dem Motto "Wir sind die rote Linie" protestiert ein "breites bürgerliches Spektrum" gegen die angekündigte Impfpflicht und eine damit verbundene mögliche Spaltung der Gesellschaft. "Es war ziemlich laut", ergänzt der Sprecher mit Blick auf die Trommeln und Sirenen von Demonstranten. Die Veranstalter hätten per Durchsage zur Einhaltung der Maskenpflicht aufgerufen, woran sich aber nicht immer alle gehalten hätten. Der Landkreis Regionalverband Saarbrücken weist innerhalb des Saarlandes mit 619,5 derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aus.

+++ 20:26 Italien meldet erneut mehr als 150.000 Neuinfektionen +++
In Italien bleibt auch am Sonntag die Zahl der Neuinfektionen hoch: Die Behörden melden mehr als 157.000 neue Fälle. Damit meldet das Land seit 4. Januar kontinuierlich täglich sechsstellige Zahlen. Der Sieben-Tage-Schnitt der Infektionen fällt mit 181.425 entsprechend hoch aus. Zudem versterben weiterhin viele Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Aktuell melden die Behörden 248 Todesfälle. Innerhalb der letzten sieben Tage versterben im Schnitt täglich 295 Menschen.

+++ 20:08 Tausende Apotheker in NRW üben impfen +++
Etwa 2600 Apotheker sollen bis Monatsende in Nordrhein-Westfalen Corona-Schutzimpfungen trainiert haben. Rund 100 von ihnen lernen unter ärztlicher Anleitung in einem Hotel nahe der Düsseldorfer Arena das Setzen der Spritzen. Für ihr Training injizieren sich die Pharmazeuten gegenseitig eine Kochsalzlösung. Bis Ende Januar sollen in NRW bis zu 4000 Apotheker für die Impfung bereitstehen. Das Interesse sei riesengroß, betont der Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, Armin Hoffmann.

+++ 19:53 Französisches Parlament beschließt Beschränkungen für Ungeimpfte +++
Das französische Parlament stimmt im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle drastischen Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte endgültig zu. In der Nationalversammlung sprechen sich am Sonntagabend 215 Abgeordnete dafür aus, 58 stimmen dagegen. Sieben Abgeordnete enthalten sich. Das Gesetz sieht vor, dass ungeimpfte Menschen ab 16 Jahren künftig keinen Zugang mehr zu Gastronomie, Kultureinrichtungen und dem Fernverkehr haben sollen. Frankreichs Regierung will angesichts enorm hoher Infektionszahlen weitere Anreize für eine Corona-Impfung setzen. Mit der Regelung soll der aktuell geltende Gesundheitspass, der Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen aktuellen negativen Corona-Test gibt, zum Impfpass umgewandelt werden. Ein negativer Test reicht damit bald nicht mehr aus, um Zugang zu zahlreichen Orten zu bekommen. Am Samstag meldet Frankreich mehr als 324.000 Neuinfektionen und knapp 150 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

+++ 19:33 R-Wert sinkt auf 1,19 - aber weiterhin exponentielles Wachstum +++
Der R-Wert nimmt am Sonntag leicht ab. Der sogenannte Reproduktionswert gibt an, wie viele Menschen ein mit dem Coronavirus Infizierter im Schnitt ansteckt. Der Wert liegt derzeit bei 1,19, nachdem er am Vortag mit 1,23 angegeben wird. Allerdings wird der Wert im Nachhinein in der Regel korrigiert. Liegt er längere Zeit deutlich über dem Wert 1, wird einer weitere Verbreitung des Virus angenommen, liegt er deutlich darunter, kann die Ausbreitung eingedämmt werden. Derzeit muss weiter von einem exponentiellen Wachstum ausgegangen werden.

+++ 19:11 Inzidenzen in Großbritannien fallen - London wieder unter 1000 +++
Die Infektionszahlen in Großbritannien gehen weiter zurück. Aktuell melden die Behörden knapp 71.000 neue Fälle. Damit nehmen die Neuinfektionen binnen der letzten sieben Tage um rund 38 Prozent ab. Das schlägt sich auch auf die Sieben-Tage-Inzidenz nieder, die in allen Landesteilen derzeit sinkt. Auch die Hauptstadt London (995,7) fällt wieder unter die Marke von 1000 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Großbritannien insgesamt weist aktuell einen Inzidenzwert von 1124,1 aus.

+++ 18:44 Hunderte feiern privat - Polizei löst Partys in Bayern auf +++
Die Polizei löst am Wochenende wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln mehrere private Feiern auf. Im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen beenden die Beamten eine Party von 30 Jugendlichen, wie die Polizei mitteilt. Private Treffen seien derzeit für Geimpfte und Genesene auf maximal zehn Menschen begrenzt. Beim Eintreffen eines Streifenwagens in Gachenbach seien in der Nacht zum Samstag einige der Feiernden geflüchtet. Von 20 Menschen nimmt die Polizei die Personalien auf. In Weiden in der Oberpfalz lösen die Beamten eine Party in einer Wohnung auf. Von den 14 Teilnehmern seien keinerlei Coronavorschriften eingehalten worden, teilt die Polizei mit. In München feiern in der Nacht zum Sonntag Jugendliche mit lauter Musik, bevor die Polizei die Party beendet. Einige Feiernde seien bei der Ankunft der Polizei geflüchtet. Von etwa 30 Jugendlichen werden die Personalien aufgenommen. Etwa 150 junge Menschen feiern am Samstagabend am Karlsplatz (Stachus). Da von den Feierenden am Stachus in der Vergangenheit wiederholt Straftaten ausgegangen und keine Corona-Regeln eingehalten worden seien, stellen die Beamten Platzverweise aus.

+++ 18:34 Intensivpflegerin: "Es fließt schon mal eine Träne" +++
"Es geht an die Substanz. Aber trotzdem liebe ich es", erklärt Sandrina Henkelmann. Sie arbeitet als Intensivpflegerin im Elisabeth-Krankenhaus in Mönchengladbach. Gerade weil sie ihren Job so gern macht, hofft sie in Zukunft auf mehr Unterstützung durch die Politik.

+++ 18:19 Weiterhin weniger Neuinfektionen in Griechenland +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Griechenland sinkt weiter. Die Behörden melden weniger als 11.000 Neuinfektionen. Auch wenn das Meldeaufkommen am Wochenende stets geringer ist, liegt der Wert 10.783 deutlich unter dem Sieben-Tage-Schnitt von 21.894 neuen Fällen. Die Zahl der Todesfälle nimmt dagegen weiterhin zu. Aktuell werden 96 neue Fälle gemeldet. Im Sieben-Tage-Schnitt versterben derweil 84 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Passend zu den Todesfällen intensiviert die Regierung weiterhin ihre Bemühungen um Impfungen der Menschen über 60 Jahren. Die müssen demnächst eine Strafe von 100 Euro monatlich zahlen, wenn sie weiterhin ungeimpft sind. Nach neuesten Angaben beträfe das etwa 300.000 Menschen. Bei Ankündigung der Impfpflicht im November sind noch 520.000 Menschen über 60 ungeimpft. Ihre Zahl hat seither deutlich abgenommen.

+++ 17:56 Länderchefs von Bremen und Niedersachsen fordern zügige Impfpflicht-Entscheidung +++
Die Regierungschefs von Niedersachen und Bremen, die SPD-Politiker Stephan Weil und Andreas Bovenschulte, dringen auf eine rasche Entscheidung über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. "Den Teufelskreis aus immer neuen Infektionswellen und zwischenzeitlichen Entspannungen kann nach den Erfahrungen der letzten Monate leider nur eine Impfpflicht durchbrechen", sagt Weil der Zeitung "Die Welt". "Und es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Omikron die letzte Virusvariante sein wird, und eine Infizierung durch Omikron wird die Menschen nicht dauerhaft gegen andere Varianten schützen." Bremens Bürgermeister Bovenschulte will eine Begrenzung der Impfpflicht auf besonders verletzliche Gruppen wie Ältere nicht ausschließen: "Da ältere Menschen statistisch gesehen mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit schwer erkranken und deshalb das Gesundheitssystem deutlich stärker belasten, wäre eine Impfpflicht beispielsweise für einen 60-Jährigen besser zu begründen als für einen 19-Jährigen."

+++ 17:35 Wegen Omikron: Ministerium erwartet knapperen Zugverkehr im Südwesten +++
Das Verkehrsministerium in Baden-Württemberg stellt sich auf eine Verknappung des Zug- und Buspersonals wegen der Verbreitung der Omikron-Variante ein. "Wir werden im Krisenfall täglich mit Eisenbahn- und Busunternehmen konferieren", sagt Berthold Frieß, Amtschef im Ministerium, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Besonders wichtig für den Betrieb seien Lokführer, Mitarbeiter in den Leitstellen und diejenigen, die die Züge bereitstellten sowie im Bahnnetz tätig seien. Zwar werde die Art der Krankheiten den Arbeitgebern nicht mitgeteilt. Auffällig sei aber ein regionaler Zusammenhang von hohen Inzidenzen und hohen Krankenständen. Vor der Corona-Zeit seien Krankenstände von landesweit über zehn Prozent eine Seltenheit gewesen, sagt Dietmar Maier, Bereichsleiter bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg den Zeitungen. Nun erwarte man steigende Fehlzahlen wegen Krankheitsausfällen und Quarantäne. Das Land hat demnach den Unternehmen angeboten, dass sie bei erhöhten Krankenständen - als Richtwert würden 15 Prozent genannt - Notfallfahrpläne mit einem geminderten Fahrplanangebot einreichen können.

+++ 17:12 Grünen-Chefin in NRW fordert FFP2-Pflicht im Alltag +++
Vor dem Hintergrund stark steigender Corona-Fallzahlen fordert die Chefin der NRW-Grünen, Mona Neubaur, eine FFP2-Maskenpflicht zum Beispiel in Geschäften, Restaurants, Bussen und Bahnen. Bisher können an solchen Orten auch die einfacheren und billigeren "OP-Masken" getragen werden. "Eine FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, beispielsweise in der Gastronomie, im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr, aber auch an Orten im Freien, wo Abstände nicht eingehalten werden können, wäre ein mildes, aber effektives Mittel im Kampf gegen die Pandemie. Wenn Maskenpflicht gesagt wird, muss FFP2-Maskenpflicht gemeint sein", sagt Neubaur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Auch in Pflegeeinrichtungen und Schulen müsse die FFP2-Maskenpflicht schnellstmöglich gelten. An Bedürftige müsse der im Vergleich teurere FFP2-Schutz kostenlos abgegeben werden, so Neubaur weiter. In Düsseldorf funktioniere dies bereits vorbildlich. Das Land NRW solle die Kommunen bei der Beschaffung dieser Masken finanziell und logistisch unterstützen.

+++ 16:51 Bundeskanzler Scholz lobt Impffortschritt - 80 Prozent nächstes Ziel +++
Bundeskanzler Olaf Scholz sieht einen wichtigen Meilenstein beim Impfen geschafft. Drei von vier Bundesbürgern seien inzwischen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. "Eine wichtige Wegmarke", erklärt der SPD-Politiker auf Twitter. Er ergänzt: "Als nächstes sollten wir die 80%-Marke anstreben." Nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben inzwischen 72,6 Prozent der Bevölkerung den vollständigen Grundschutz. Fast jeder zweite (46,6 Prozent) hat bereits eine zusätzliche Auffrischungsimpfung erhalten, die für den Schutz vor der Omikron-Variante wichtig ist. Die erste Impfdosis haben 75 Prozent bekommen. Hier strebt die Bundesregierung nach bisherigen Angaben eine Quote von 80 Prozent bis Ende Januar an. Allerdings wären dafür innerhalb von zwei Wochen noch etwa vier Millionen Erstimpfungen nötig.

+++ 16:23 Kein neuer Todesfall, aber knapp 15.000 Neuinfektionen in Österreich +++
Österreich meldet aktuell erneut fast 15.000 Neuinfektionen. Damit bleibt die Lage im Land weiterhin angespannt. Im Sieben-Tage-Schnitt infizieren sich derzeit 15.266 Menschen mit dem Coronavirus. Das sind mehr als in der bisher schwersten Welle im November des Vorjahres. Positiv ist, dass am Sonntag kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldet wird.

+++ 16:05 Freiwillige vor! Bayern sucht händeringend Pflegekräfte +++
Gut zwei Jahre nach Pandemiebeginn und mitten in der fünften Corona-Welle werden in Bayern händeringend Pflegekräfte gesucht. "Ich appelliere daher - gerade auch mit Blick auf die Omikron-Virusvariante - an alle Pflegekräfte, die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören: Engagieren Sie sich im "Pflegepool Bayern"", sagt Gesundheitsminister Klaus Holetschek. "Wir müssen gemeinsam solidarisch alles dafür tun, unser Gesundheitssystem vor einem Kollaps zu schützen." Seit dem 11. November 2021, als erneut der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen wurde, hätten sich bisher 480 neue Freiwillige gemeldet. Insgesamt hätten sich in der Pandemie mehr als 4100 Menschen bereiterklärt, in Heimen und Krankenhäusern auszuhelfen. "Gerade angesichts der schnell auf uns zu rollenden Omikron-Welle erwarten wir erneut äußerst kritische Situationen, in denen die Freiwilligen einen unschätzbar wichtigen Beitrag leisten können", sagt der Präsident der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, Georg Sigl-Lehner. Freiwillige können sich über die Plattform www.pflegepool-bayern.de melden.

+++ 15:46 Bundeswehr leitet Verfahren gegen 60 Soldaten wegen Impfweigerung ein +++
Nach der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht leitet die Bundeswehr nach "Spiegel"-Informationen dutzende Disziplinarverfahren gegen Soldaten ein, die sich nicht gegen Covid-19 schützen lassen wollen. Laut internen Zahlen des Verteidigungsministeriums laufen derzeit zwischen 50 und 60 Verfahren gegen Soldaten, die trotz der sogenannten Duldungspflicht die Impfung gegen Covid-19 vehement ablehnen. Die bisher nicht bekannte Zahl der eingeleiteten Verfahren gegen Impfverweigerer nennt das Wehrressort in einer vertraulichen Sitzung des Verteidigungsausschusses. Für die rund 180.000 Soldaten und Soldatinnen gilt das Ablehnen der Impfung als Befehlsverweigerung. Zunächst drohen den Impfmuffeln in Uniform Disziplinarstrafen. Letztlich läuft die Verweigerung der Impfung auf eine Entfernung aus der Truppe hinaus. Der Militär-Geheimdienst MAD ermittelt derzeit gegen mehrere Soldaten, die als radikale Impfverweigerer aufgefallen sind, einige pflegen Verbindungen zur sogenannten Querdenker-Szene.

+++ 15:28 Neuer Höchstwert: Niederlande melden mehr als 36.000 Neuinfektionen +++
Die Niederlande vermelden einen neuen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen. 36.231 Menschen haben sich demnach mit dem Coronavirus infiziert. Am Vortag werden 31.853 gemeldet. Im aktuellen Sieben-Tage-Schnitt infizieren sich 32.265 Menschen in den Niederlanden mit dem Coronavirus.

+++ 15:05 Weniger Covid-Patienten: Entspannung auf Intensivstationen +++
Die Zahl freier Intensivbetten in Deutschland steigt deutlich. 20.333 sind derzeit belegt. Das sind allerdings 521 weniger als am Vortag. Damit nimmt der Anteil freier und betreibbarer Intensivbetten von 16,7 auf 18,5 Prozent zu.

Zum Rückgang der Belegung tragen momentan weiterhin die Covid-Patienten bei. Ihre Zahl sinkt um 58 auf 2741. Auch die Zahl der zusätzlich beatmeten Covid-Patienten auf deutschen Intensivstationen nimmt ab: um 34 auf 1673.

+++ 14:40 Lauterbach: Ansteckung mit Omikron ersetzt Impfung nicht +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht in einer Ansteckung mit der milder verlaufenden Omikron-Variante des Coronavirus keine Alternative zur Impfung. "Der Ungeimpfte, der jetzt Omicron Infektion bekommt, wird im Herbst gegen andere Varianten wenig Schutz haben", twittert der SPD-Politiker. "Omicron ersetzt Impfung nicht."

+++ 14:15 Auf Maskenpflicht hingewiesen: zwei Polizisten in Plauen verletzt +++
Bei einer Auseinandersetzung mit einem Mann wegen der Maskenpflicht in der Corona-Pandemie sind in der Nacht zum Sonntag zwei Polizisten in Plauen leicht verletzt worden. Der 28-Jährige ignoriert zunächst die Aufforderung der Beamten, in einer Tankstelle den Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wie die Polizeidirektion Zwickau mitteilt. Der unter Alkoholeinfluss stehende Deutsche widersetzte sich dann der Durchsuchung nach Ausweisdokumenten, dabei erlitten die Beamten Schürfwunden.

+++ 13:51 Niederländische Wirte öffnen trotz Gastro-Lockdowns +++
Die Niederlande beenden nach fast vier Wochen den strengen Corona-Lockdown. Nur Gaststätten, Museen, Theater und Kinos dürfen weiterhin nicht öffnen. Viele Wirte setzen sich aus Protest über das Verbot hinweg. Der niederländische Journalist Rob Savelberg fasst die Reaktionen darauf zusammen.

+++ 13:26 Österreichs Regierung legt Entwurf für Impfpflicht vor +++
Österreichs konservativ-grüne Regierung will ab Februar eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren einführen. Das sagt Bundeskanzler Karl Nehammer bei der Präsentation des fertigen Gesetzesentwurfs. Bis Mitte März soll es eine Übergangsphase geben, danach drohen Ungeimpften Strafen in Höhe von 600 Euro. Ausnahmen für die Impfpflicht soll es für Schwangere geben und Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Von einer Covid-19-Infektion Genesene werden für sechs Monate ausgenommen. Beschlossen werden könnte das Gesetz in der kommenden Woche im Nationalrat. Dafür braucht es nur eine einfache Mehrheit, die mit den Stimmen von ÖVP und Grünen erreicht wird.

+++ 12:59 Thailand meldet erste Omikron-Tote +++
Thailand hat erstmals einen Todesfall nach einer Omikron-Infektion verzeichnet. Das teilt ein Beamter der Gesundheitsbehörde mit. Der Tod einer 86-jährigen Frau aus der südlichen Provinz Songkhla kommt, nachdem Thailand im vergangenen Monat seinen ersten Omikron-Fall registrierte. "Die Frau war bettlägerig", sagt Sprecher Rungrueng Kitphati der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Todesfall sei ohnehin zu erwarten gewesen, weil das Land inzwischen über 10.000 Omikron-Fälle verzeichnet hätte.

+++ 12:38 Wie hoch müssen Antikörpertiter für Omikron-Schutz sein? +++
Im Corona-Spezial beantwortet ntv-Moderatorin Tamara Bilic zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs Zuschauerzuschriften. Wer eine Frage an das Expertenteam hat, kann sie an "Coronafragen@ntv.de" schicken.

+++ 12:14 Impfprogramm Covax schafft Milliardenmarke +++
Das internationale Impfstoffprogramm Covax hat die Milliardenmarke bei der Auslieferung von Corona-Impfdosen geschafft. Die ein milliardste Dosis war in einer Lieferung, die am Samstag im ostafrikanischen Ruanda eintraf, wie die Impfallianz Gavi mitteilt. Zu dieser gehören Regierungen, Firmen, Stiftungen und UN-Organisationen. Covax beliefert vor allem die 92 ärmsten Länder, die kein Geld für den Kauf von Impfstoff haben, sowie solche mit mittleren Einkommen. Insgesamt bekamen bislang 144 Länder über Covax Impfstoffe.

+++ 11:50 Mehr als die Hälfte der Infektionen bei unter 35-Jährigen +++
Die Altersgruppen der bis zu 34-Jährigen machten in der abgelaufenen Woche weitaus mehr als die Hälfte aller Neuinfektionen aus. Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass der größte Anteil der Infektionen auf die 15- bis 34-Jährigen entfällt, gefolgt von den 35- bis 59-Jährigen.

+++ 11:22 Handelsverband klagt über aggressive Impfgegner +++
Der Chef des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, beklagt, dass Impfgegner bei 2G-Kontrollen im Einzelhandel immer öfter Angestellte beleidigen, bedrohen und körperlich angreifen. "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden beschimpft, bespuckt und auch aggressiv körperlich angegangen", sagt Genth dem Portal t-online. "Vorfälle dieser Art sind unerträglich." "Den Menschen, die sich derart rücksichtslos verhalten, müssen klare Grenzen gesetzt werden", so Genth weiter. "Mit der Kontrolle der Maskenpflicht und von 2G übernimmt der Handel derzeit staatliche Aufgaben. Das darf nicht zum Dauerzustand werden, das ist eine massive Überforderung der Unternehmen."

+++ 10:51 Thüringen trotzt erneut dem Bundestrend +++
Entgegen dem Bundestrend sinkt die Corona-Inzidenz in Thüringen erneut. Am heutigen Sonntag liegt die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner bei 201,7, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Am Vortag lag sie bei 218,5. Damit bleibt Thüringen das Bundesland mit den niedrigsten Infektionszahlen. Die Thüringer Gesundheitsämter meldeten dem RKI von Samstag auf Samstag 276 neue Corona-Infektionen. Außerdem wurde ein weiterer Todesfall verzeichnet.

+++ 10:26 Nach nur drei Tagen: NRW veröffentlicht überarbeitete Corona-Verordnung +++
Für Nordrhein-Westfalen gilt eine neue Corona-Schutzverordnung. Die bisherige Fassung ist überarbeitet worden und damit nach nur drei Tagen nicht mehr gültig. Die neue Verordnung enthält die von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossenen Quarantäne- und Isolierungsregelungen. Zugleich wurde eine geänderte Corona-Test-und-Quarantäneverordnung des Landes veröffentlicht. Die Änderungen sollen der Omikron-Variante Rechnung tragen.

+++ 09:55 Thüringer Lehrer kritisieren Quarantäne-Praktiken +++
Die Gewerkschaft GEW und der Lehrerverband kritisieren das uneinheitliche Vorgehen der Thüringer Gesundheitsämter bei Corona-Quarantäneanordnungen für Schülerinnen und Schüler. Die Ämter träfen bei vergleichbaren Fällen immer wieder unterschiedliche Entscheidungen, zum Beispiel über die Quarantäne-Dauer, sagen die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW) in Thüringen, Kathrin Vitzthum, und der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes, Rolf Busch, der Deutschen Presse-Agentur. Besonders krass lasse sich dies beobachten, wenn es einen bestätigten Corona-Fall in einer Klasse gegeben habe und für die Kontaktpersonen des betroffenen Schülers verschiedene Gesundheitsämter zuständig seien, weil diese in unterschiedlichen Landkreisen wohnten, sagt Busch. "Ich formuliere es überspitzt: Der eine war der rechte Banknachbar, der andere der linke Banknachbar - dann muss der eine in Quarantäne, der andere gar nicht."

+++ 09:31 Kliniken rechnen wegen Omikron erneut mit Verschiebung planbarer Eingriffe +++
Die Krankenhausträger in Deutschland gehen davon aus, dass es in den kommenden Wochen wegen sprunghaft ansteigender Omikron-Fallzahlen und Krankmeldungen beim Personal zu Behandlungsengpässen in den Kliniken kommt. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, sagt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, er rechne damit, dass erneut planbare Behandlungen verschoben werden müssen. "Wir werden elektive Leistungen verschieben müssen", sagt Gaß. Der DKG-Chef betont, dies betreffe orthopädische Operationen genauso wie Therapien für chronische Erkrankungen und Krebspatienten. "Wir können auch nicht ausschließen, dass das in vielen Fällen auch zu echten Schäden führt", sagt Gaß.

+++ 09:02 Seit Pandemiebeginn mindestens 40.000 Ordnungswidrigkeiten in Niedersachsen +++
Mindestens 40.000 Ordnungswidrigkeiten gegen Corona-Maßnahmen hat es in Niedersachsen seit Beginn der Pandemie gegeben. Wie das Innenministerium in Hannover der Deutschen Presse-Agentur mitteilt, beziehe sich die Zahl auf den Zeitraum von Anfang April 2020 bis Anfang Januar dieses Jahres. Um was für Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten es sich dabei handelt, ist den Angaben zufolge unklar. Verstöße gegen die Corona-Verordnung, wie etwa das Missachten der Maskenpflicht oder der Abstandsregelung, sind in der Regel Ordnungswidrigkeiten. Bei Verstoß gegen die Corona-Verordnung können Bußgelder bis zu 25.000 Euro anfallen. Das Innenministerium wies darauf hin, dass die Polizeibehörden entsprechende Verstöße und Daten unterschiedlich erfassen und weiterleiten. Somit sei es schwierig, valide Daten zu den Verstößen zu erhalten.

+++ 08:35 Entwicklungsministerin gegen Patentfreigabe für Impfstoffe +++
Im Streit um die Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe zeigt sich Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze unnachgiebig. "Ich bezweifle, dass die Entwicklungsländer leichter an Impfstoffe herankommen, wenn wir die Patente freigeben", sagt Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Hilfreich seien Unternehmenspartnerschaften für die Produktion der mRNA-Impfstoffe in Lizenz. Das Know-how dazu müsse "in Entwicklungsländer weitergegeben werden", fordert die Ministerin. Schulze bestreitet, bei den Patenten den Konflikt mit den Herstellern zu scheuen. "Ich bin hier für Pragmatismus. Theoretische Fundamentalpositionen bringen uns nicht weiter", mahnt sie. "Es kommt darauf an, dass die Produktion läuft. Und das geht gerade jetzt in der Pandemie am besten und am schnellsten mit den Unternehmen zusammen."

+++ 08:07 Iran meldet erste Omikron-Todesfälle +++
Das iranische Gesundheitsministerium meldet erstmals Todesfälle nach einer Omikron-Infektion. Bislang seien drei Iraner an der neuen Variante gestorben, mehr als 1100 Menschen hätten sich landesweit damit infiziert, heißt es laut der Nachrichtenagentur Tasnim aus dem Ministerium. Trotz der akuten Wirtschaftskrise plant die Regierung in Teheran demnach erneut strenge Corona-Einschränkungen bis hin zu einem Lockdown. Der Iran war bis Sommer von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen, doch die Lage entspannte sich nach einer Beschleunigung der Impfkampagne. Bislang sind mehr als 60 Prozent der fast 84 Millionen Iraner doppelt geimpft, auch Auffrischungsimpfungen werden bereits verabreicht. Seit dem Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 wurden im Land mehr als 132.000 Corona-Tote und mehr als 6,2 Millionen Infizierte registriert.

+++ 07:43 Eine Woche nicht ans RKI übermittelt: Berliner Bezirk mit Inzidenz von "0" +++
Ein grüner Fleck auf der Landkarte: Am siebten Tag nacheinander übermittelt der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf keine Corona-Zahlen an das Robert-Koch-Institut (RKI). Ursache sollen technische Probleme sein. Die Folge: Das RKI weist für den Bezirk eine Sieben-Tage-Inzidenz von "0" aus. Durch die große Zahl an Nachmeldungen wird erwartet, dass die Inzidenz der Hauptstadt in der kommenden Woche sprunghaft ansteigen wird.

+++ 07:23 Pandemie führt zu Lieferengpässen bei Tierimpfstoffen +++
Probleme bei Lieferketten und eine starke Nachfrage nach Haustieren: Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beklagen Experten einen Mangel an Tierimpfstoffen. "Seit letztem Jahr kommt es immer wieder zu Engpässen", sagt Astrid Behr, Sprecherin des Bundesverbands praktizierender Tierärzte in Frankfurt. Zurzeit seien vor allem die Vakzine für Katzen, aber auch für Kaninchen betroffen. "Für Tierhalter bleibt nur die Absprache mit dem Haustierarzt und informiert zu werden, sobald wieder Impfstoff da ist." In der Tat seien Impfstoffe für einzelne Tierarten wie Katzen derzeit auf dem deutschen Markt nur eingeschränkt verfügbar, heißt es auch beim Hersteller Boehringer Ingelheim. "Dies betrifft leider auch vorübergehend einige unserer Produkte", erklärt eine Sprecherin. So sei die Lieferfähigkeit für einige dieser Impfstoffe durch die globale Corona-Pandemie indirekt beeinträchtigt. "Die Pandemie und die Maßnahmen, die wir zum Schutz unserer Mitarbeitenden getroffen haben, wirken sich auf unsere Lieferkette aus."

+++ 06:56 Querdenker machen auch vor Schulen mobil +++
Querdenker, Reichsbürger und sogenannte Selbstverwalter haben nach Angaben der Bundesregierung mit Aktionen vor Schulen und auch mit Drohschreiben gegen die geltenden Corona-Maßnahmen mobil gemacht. Der Bundesregierung sei bekannt, dass Gegner der Maßnahmen und der Impfkampagne in einzelnen Fällen vor Schulgebäuden demonstrierten und "dabei zuweilen auch das Zwiegespräch mit Schülern suchten". Das ergibt sich aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Hierbei handelte es sich zum Teil auch um führende Personen der 'Querdenken-Bewegung'", schreibt das Ministerium weiter.

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+++ 06:28 Krankenhausgesellschaft: Mehr Covid-Kranke auf Normalstationen +++
Die deutschen Klinken spüren bereits erste Auswirkungen der Omikron-Welle durch mehr Patientenaufnahmen mit Covid-Erkrankungen auf den Normalstationen. "Wir sehen diesen Anstieg auf den Normalstationen bereits in manchen Regionen, so zum Beispiel in Bremen, Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein", sagt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der "Augsburger Allgemeinen". Wenn die Modelle sich bewahrheiteten, müsse man schon sehr bald mit mehr als 100.000 Infizierten pro Tag rechnen. Viele von ihnen müssten im Krankenhaus versorgt werden. Doch wegen der hochansteckenden Omikron-Variante werde es zu mehr Personalausfällen in den Kliniken kommen. Er appelliere deshalb an Haus- und Fachärzte, Patienten, die nicht unbedingt im Krankenhaus behandelt werden müssten, soweit es gehe ambulant zu versorgen.

+++ 05:57 Lauterbach: "Uns drohen sehr schwere Wochen" +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor einer hohen Zahl an Toten und massiven Einschränkungen bei Krankenhausbehandlungen in der aktuellen Corona-Welle mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante. "Uns drohen in Deutschland sehr schwere Wochen", sagt der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wir dürfen uns mit Blick auf die aktuell sinkenden Krankenhauszahlen insbesondere auf den Intensivstationen nicht in Sicherheit wiegen." Die Situation in den Kliniken werde sich wieder verschärfen, sagt er. Momentan erkrankten vor allem die Jüngeren, die viele Kontakte hätten. Wenn sich die Älteren infizierten, werde die Zahl der Klinikeinweisungen wieder steigen. "Da kann es, je nach Entwicklung, nicht nur bei den Intensivstationen knapp werden, sondern auch auf den normalen Stationen. Es droht die Schließung ganzer Abteilungen", so Lauterbach. "Eine Durchseuchung bedeutet, dass Hunderttausende schwer krank werden und wir wieder viele Tausend Corona-Tote beklagen müssen."

+++ 05:04 Drosten: "mRNA- und Vektor-Impfstoffe kommen natürlicher Immunität am nächsten" +++
Christian Drosten hält eine "Herdenimmunität", über die auch Ungeimpfte geschützt wären, nicht für möglich: "Dafür gibt es wissenschaftliche Evidenz", sagt Charité-Chefvirologe Drosten dem "Tagesspiegel". Im Hinblick auf die Risikoabwägung der Impfung sagt Drosten: "Es ist Impfung versus Virus, nicht Impfung versus keine Impfung." Und als Virologe könne er sagen, "dass man bei der Impfung einfach besser wegkommt". Die mRNA- und Vektor-Impfstoffe kämen der natürlichen Immunität am nächsten, so Drosten. "Sie aktivieren die zelluläre Immunreaktion viel besser und leisten damit einen ganz wichtigen Beitrag für den Schutz vor schwerer Covid-Erkrankung und auch vor Immunflucht-Varianten wie Omikron." Den Protein- und Totimpfstoffen fehle diese Fähigkeit.

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+++ 04:03 RKI meldet 52.504 Neuinfektionen, Inzidenz erstmals über 500 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 52.504 Corona-Neuinfektionen. Das sind 15.952 Fälle mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreicht einen neuen Höchstwert und steigt auf 515,7 von 497,1 am Vortag. 47 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

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+++ 03:30 Entwicklungsministerin Schulze: "Afrika ist nicht die Impfstoff-Resterampe" +++
Entwicklungsministerin Svenja Schulze kritisiert, dass Impfstoffe gespendet werden, die kurz vor dem Ablaufen sind. "Das hat nichts mit respektvollem Umgang miteinander zu tun. Afrika ist nicht die Resterampe für abgelaufene Impfstoffe", sagt die SPD-Politikerin der Funke-Mediengruppe. Auch Entwicklungsländer brauchten planbare Lieferungen, um die Vakzine auch verimpfen zu können. "Wenn sich das nicht schnell ändert, geht in diesen Ländern viel Vertrauen verloren."

+++ 02:09 Lauterbach: Impfpflicht sollte drei Spritzen umfassen +++
Eine Impfpflicht gegen das Coronavirus sollte nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach drei Spritzen umfassen. "Eine vollständige Impfung besteht aus drei Dosen. Vollständig Geimpfte sind gegen alle Corona-Varianten - zumindest vor schwerer Krankheit und Tod - geschützt. Daran muss sich die Impfpflicht orientieren", sagt der Bundesgesundheitsminister der "Bild am Sonntag". Die Wissenschaftler weltweit seien sich einig, dass die Entstehung einer Variante, gegen die man als dreifach Geimpfter keinen Schutz habe, äußerst unwahrscheinlich sei. Gleichzeitig warnte der Minister: "Das Varianten-Alphabet wird nicht mit Omikron enden." Es sei gut möglich, dass man im Herbst mit einem mutierten Delta-Typ umgehen müsse.

+++ 01:11 Umfrage: Mehrheit sieht keinen klaren Kurs in Corona-Politik +++
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland vermisst einer Umfrage zufolge einen klaren Kurs in der Corona-Politik. Laut der Umfrage des Instituts Insa für die "Bild am Sonntag" glauben 71 Prozent, dass die Bundesregierung keine klare Richtung in der Corona-Politik vorgibt. 23 Prozent empfinden das Gegenteil, 6 Prozent machten keine Angaben. Eine allgemeine Impfpflicht befürworten 60 Prozent der Befragten, 33 Prozent sind dagegen.

+++ 00:49 In Stuttgart gelten wieder nächtliche Ausgangsbeschränkungen +++
Wegen gestiegener Corona-Zahlen gelten in Stuttgart ab diesem Sonntag erneut nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Nicht-Immunisierte. Sie gelten zwischen 21.00 und 5.00 Uhr. Hintergrund ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Stuttgart zum zweiten Mal in Folge über dem Schwellenwert von 500 liegt. Wer weder geimpft noch genesen ist, darf sich nachts nur noch "bei Vorliegen eines triftigen Grundes" außerhalb der Wohnung oder Unterkunft aufhalten. Dazu gehören zum Beispiel der Besuch von Ehe- oder Lebenspartnern, die medizinische Versorgung oder die Berufsausübung.

+++ 00:02 Österreich ist wieder Hochrisikogebiet +++
Die Bundesregierung stuft Österreich erneut als Corona-Hochrisikogebiet ein. Die Regelung gilt seit Mitternacht und hat konkrete Folgen: Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht mindestens den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Impfung hat oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Frühestens nach fünf Tagen kann man sich mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Quarantäne fünf Tage nach der Einreise automatisch. Die Hochstufung betrifft fast ganz Österreich. Ausgenommen sind die grenznahen Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee.

+++ 23:11 Rom: 5000 Menschen protestieren gegen Corona-Politik +++
Tausende Menschen demonstrieren am Samstag in Rom gegen die Corona-Politik der italienischen Regierung. Die Menschen versammeln sich auf der Piazza San Giovanni in Laterano, östlich des Kolosseums. Der Nachrichtenagentur Adnkronos zufolge sind zwischenzeitlich 5000 Leute dort. Einige versuchen als Gruppe einen Demonstrationszug zu starten. Polizeibeamte stellen sich ihnen mit Schildern und einem Wasserwerfer in den Weg. Italiens Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi hatte zuletzt die Corona-Regeln verschärft und führte unter anderem eine Impfpflicht für Menschen über 50 Jahre ein. Ab Februar treten weitere Beschränkungen in Kraft. Das Land mit rund 60 Millionen Einwohner verzeichnet derzeit die höchsten Corona-Fallzahlen seit Pandemiebeginn. Am Samstag melden die Behörden 192.936 Neuinfektionen und 308 Tote im Zusammenhang mit dem Virus binnen eines Tages.

+++ 22:28 Erste Ansteckung mit Omikron innerhalb Chinas bestätigt +++
In Peking wird der erste Fall einer in der Metropole und nicht im Ausland erfolgten Infektion mit der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus amtlich gemeldet. Behörden riegeln Wohnblock und Arbeitsplatz des Infizierten ab. Zudem werden 2430 Proben von Menschen genommen, die mit den beiden Orten in Verbindung stehen, sagt ein Beamter des Bezirks Haidian.

+++ 22:09 Niederländische Gastronomen widersetzen sich Lockdown und öffnen +++
Nahezu überall in den Niederlanden setzen sich Gaststätten-Betreiber am Samstag für einige Stunden über Corona-Vorschriften hinweg und öffnen ihre Kneipen, Cafés und Restaurants. Damit protestieren die Wirte dagegen, dass ihre Branche von der Aufhebung des wochenlangen, landesweiten Lockdowns vorerst ausgeschlossen ist. Vielerorts sei die einmalige Aktion mit Zustimmung der Gemeindeverwaltungen erfolgt, berichtet die Nachrichtenagentur ANP. Die Reaktionen beim Publikum sind demnach positiv. "Die Gastronomie kontrolliert wieder zu öffnen, scheint mir besser zu sein, als dass jeder bei sich zu Hause Partys feiert", zitiert sie den Besucher eines Studentencafés in Zwolle. In Utrecht verspricht Bürgermeisterin Sharon Dijksma, sich weiter für Lockerungen der Corona-Vorschriften für Gaststätten einzusetzen. In der Kleinstadt Valkenburg reagiert Bürgermeister Daan Prevoo auf eine ähnliche Aktion bereits am Freitag, indem er sie als erlaubt Demonstration einstufte. "Demonstrieren ist ein Grundrecht", sagte er dem TV-Sender WNL. Daher werde die Polizei nicht eingreifen.

+++ 21:58 SPD wirbt im Potsdam für Zusammenhalt in der Pandemie +++
Mit mehr als 100 Kerzen wirbt die SPD in Potsdam für Zusammenhalt in der Corona-Pandemie. Am Brandenburger Tor in Potsdam will sie mit der Aktion am Samstag auf die Mehrheit aufmerksam machen, die sich und andere zum Beispiel mit einer Impfung oder mit Masken schützt, aber auch der Opfer der Pandemie gedenken. Die Kundgebung unter dem Motto "Wir halten zusammen! Für wen schützt Du Dich?" ist wegen der Pandemie laut SPD bewusst nicht als große Versammlung geplant, nur etwa ein Dutzend Teilnehmer sind dabei. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle sagt mit Blick auf die rund 62 Millionen Bundesbürger, die sich bisher mindestens einmal haben impfen lassen: "Ich stehe hier für 62 Millionen Menschen, die sich solidarisch zeigen und die ihre Nachbarn, ihre Freunde und Kollegen schützen und vor allen Dingen unsere Kinder." Der Potsdamer SPD-Vorsitzende Andreas Schlüter sagt: "Wir wollten mal ein positives Zeichen setzen im Stadtbild."

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(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 21:51 Neuinfektionen in Großbritannien gehen weiterhin zurück +++
Mittlerweile liegt die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner in drei Landesteilen Großbritanniens wieder unter der Marke von 1000: in Schottland sowie in Südost- und in Südwestengland. Den mit Abstand höchsten Wert weist derzeit Nordostengland mit 2022 aus. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei knapp 1455. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt in Großbritannien seit Rekordwerten Anfang des Jahres kontinuierlich. Aktuell melden die Behörden gut 81.000 neue Fälle. In den letzten sieben Tagen sinkt die Zahl positiver Tests um rund ein Drittel. Allerdings müssen Briten bei einem positiven Antigentest seit Beginn der Woche keinen PCR-Test zur Kontrolle machen, sondern können sich direkt in Isolation begeben. Die Zahl der durchgeführten PCR-Tests nimmt sicherlich auch deshalb in den letzten sieben Tagen um neun Prozent ab.

+++ 21:33 Rekordwert für einen Samstag: Bundesländer melden 71.046 Neuinfektionen +++
Die Bundesländer melden 71.046 Neuinfektionen. Der Wert liegt um 42,3 Prozent höher als in der Vorwoche- da werden inklusive späterer Nachmeldungen knapp 50.000 Fälle übermittelt. Der aktuelle Wert ist der höchste an einem Samstag seit Pandemie-Beginn. Die Zahl der Todesfälle geben die Bundesländer aktuell mit 217 an, vor sieben Tagen sind es 227.

Insgesamt haben sich nach offiziellen Angaben seit Pandemiebeginn knapp 7,93 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Gut 6,95 Millionen Menschen gelten als genesen, mehr als 115.000 Menschen sterben im Zusammenhang mit dem Virus. Als aktuell infiziert gelten knapp 860.000 Menschen.

Im Sieben-Tage-Schnitt infizieren sich momentan mehr als 63.000 Menschen täglich mit dem Virus. Auch das sind so viele wie nie zuvor. Die hohen Fallzahlen sind auf die deutlich höhere Übertragbarkeit der Omikron-Variante gegenüber der zuvor herrschenden Delta-Variante zurückzuführen.

Die Fallzahlen fallen für einen Samstag unter anderem deshalb so hoch aus, weil das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen einen neuen Tageshöchstwert seit Pandemiebeginn verzeichnet. Allein dort werden 17.816 Fälle gemeldet. Die liegen deutlich über dem derzeitigen Sieben-Tage-Schnitt des Bundeslandes (13.075 Fälle).

Im Jahresvergleich ist gut zu erkennen, dass die Neuinfektionen 2021 die von 2020 deutlich übersteigen. Zum Jahresbeginn 2022 liegen die Fallzahlen wiederum um ein Vielfaches über den Zahlen von 2021. Bei den Todesfällen sieht es dagegen anders aus. Die sind 2020 zum Jahresende deutlich höher als 2021. Da stiegen die Fallzahlen erst zu Beginn des Jahres erheblich. Aktuell hingegen bewegen sich die Todeszahlen auf einem deutlich geringeren Niveau. Zudem ist durch die Omikron-Variante noch kein Anstieg bei den Todesfällen zu erkennen. Die wesentliche Rolle bei den geringen Todesfallzahlen spielt die Impfkampagne.

Entsprechend der hohen Fallzahlen, steigt auch die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner in 14 von 16 Bundesländern. Der Höchstwert wird weiterhin in Bremen gemessen - mit 1399,2- den tiefsten Wert weist dagegen Thüringen mit 218,5 aus. Dort sinkt die Inzidenz um knapp 10 gegenüber dem Vortag. In Rheinland-Pfalz geht der Wert marginal um 0,2 zurück. Hohe Steigerungen gibt es dagegen in Brandenburg (plus 36,4) und in Hessen (plus 57,4)

Die Hälfte aller Bundesländer weist eine Inzidenz oberhalb der Marke von 500 aus. Bremen liegt über 1000, Hamburg und Berlin könnten in der kommenden Woche folgen. Die Bundeshauptstadt liegt vermutlich bereits über 1000, aber der Bezirk Marzahn-Hellersdorf meldet seit Tagen aufgrund technischer Probleme keine Zahlen.

 

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Quelle: ntv.de, als/ses/jpe/dpa/AFP/rts

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