Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:15 Sloweniens Außenminister infiziert +++

Der slowenische Außenminister Anze Logar hat sich einem Medienbericht zufolge mit dem Virus angesteckt. Logar sei nach einer Reise ins Ausland positiv auf Corona gestestet worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf eine Mitteilung seines Ministeriums. Er habe bislang keine Symptome und werde sich für zehn Tage selbst isolieren.

+++ 22:50 Pharmariesen dürfen gestoppte Impfstoffstudien fortsetzen +++
Der Pharmakonzern Astrazeneca darf seine klinische Impfstoffstudie in den USA fortsetzen. Das hätten die Gesundheitsbehörden entschieden, berichtet das "Wall Street Journal". Die Studie liegt seit dem 6. September auf Eis. Sie musste nach einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden unterbrochen werden. Astrazeneca gehört zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Auch der US-Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson's kann seine Impfstoffstudie in Kürze wieder aufnehmen. Eine Untersuchung habe ergeben, dass eine Erkrankung bei einem Probanden nicht im Zusammenhang mit dem Impfstoff stehe, meldet die "Washington Post". J&J hatte die Phase-3-Wirksamkeitsstudie Ende September gestartet und musste sie kürzlich wegen der Erkrankung des Studienteilnehmers stoppen.

+++ 21:20 Ohne Maske erwischt: Tschechiens Lockdown-Minister in Erklärungsnot +++
Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula ist nach einem Verstoß gegen die von ihm auferlegten Corona-Maßnahmen stark unter Druck geraten. Ein Paparazzo fotografierte den Minister, als er ein Restaurant in Prag verließ, das wegen der strikten Corona-Regeln eigentlich geschlossen sein sollte. Wie die tschechische Tageszeitung Blesk berichtete, stieg Prymula in einen Wagen mit Fahrer ein, ohne eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Das Verhalten des Ministers löste in den Online-Netzwerken eine Welle der Kritik aus. Auch Oppositionspolitiker und Vertreter der Koalition kritisierten Prymula scharf. Innenminister Jan Hamacek, der auch Vorsitzender des Corona-Krisenstabs ist, forderte den Rücktritt des Gesundheitsministers. "Die Regeln müssen für alle gelten, ohne Ausnahme", sagte er laut der tschechischen Nachrichtenagentur CTK. "Wie kann jemand die Regeln festlegen, der sie selbst bricht?", sagte der Chef der Oppositionspartei ODS, Petr Fiala vor Journalisten. Prymula hatte am Mittwoch angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in Tschechien einen weitgehenden Lockdown verhängt.

+++ 21:55 Macron vertröstet Franzosen auf den Sommer +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärt, die Franzosen würden mindestens bis zum nächsten Sommer mit dem Coronavirus leben müssen. Er betont, es gebe keine Pläne, Abstriche bei den jüngst beschlossenen Ausgangssperren zu machen. Die Seuche könne nur gebremst werden durch Einschränkungen. Es sei derzeit allerdings noch zu früh um zu sagen, ob Frankreich auf einen vollständigen oder teilweisen Lockdown zusteuere. Frankreich hatte zuvor erstmals mehr als eine Million Infektionen registriert. Bis zum Abend gab es insgesamt 1,04 Millionen bestätigte Fälle, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Für die Zahl der neu registrierten Fälle innerhalb von 24 Stunden wurde mit 42.032 ein Rekord vermeldet.

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Ob Frankreich wieder in den Lockdown muss, ist noch nicht entschieden.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 21:20 Hessen und Niedersachsen kratzen an der 1000er-Marke +++
In ihren Tagesberichten melden alle 16 Bundesländer inzwischen mindestens dreistellige Zuwachsraten: Mecklenburg-Vorpommern kommt auf 120 neue Fälle, hinter Sachsen-Anhalt mit 118 Neuansteckungen. Beide haben im Ländervergleich immer noch die geringsten Zuwächse. Drei Bundesländer verzeichnen vierstellige Anstiege: Nordrhein-Westfalen (2740), Bayern (2079), und Baden-Württemberg (1747). Zwei Länder, Hessen und Niedersachsen, stehen kurz davor, die 1000er-Marke zu überspringen.

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+++ 20:56 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 12.200 Neuinfektionen, 52 Tote +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 409.832 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 12.219 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 52 auf 9978. Als aktuell infiziert gelten rund 91.800 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,23 angegeben (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass im Durchschnitt zehn Infizierte zwölf weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,30 (Vortag: 1,23). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1121 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Das sind 91 mehr als am Vortag. 478 davon werden beatmet, 19 mehr als am Donnerstag. Rund 7784 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:30 Frankreich überspringt Millionen-Marke +++
In Frankreich ist die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf mehr als eine Million gestiegen. Das französische Gesundheitsministerium meldet gut 1,041 Millionen Fälle, 42.032 mehr als 24 Stunden zuvor. Frankreich ist das siebte Land, in dem die Marke von einer Million bestätigten Ansteckungen überschritten wird - nach den USA (inzwischen 8,4 Millionen), Indien (7,8 Millionen), Brasilien (5,3 Millionen), Russland (1,5 Millionen) sowie Argentinien und Spanien mit je knapp über einer Million.

 

+++ 20:20 USA verzeichnen tausend Tote an einem Tag +++
Die US-Seuchenbehörde CDC meldet einen Anstieg der Coronavirus-Infektionen um 74.380 auf 8,387 Millionen. Die Zahl der Toten steigt um 1009 auf 222.447. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln allerdings nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden. Die Zahlen der "New York Times", die ntv.de verwendet, sind liegen teils erheblich darüber.

+++ 19:50 London meldet erneut mehr als 20.000 Infektionen +++
In Großbritannien werden 20.530 neue Infektionen gemeldet, etwas weniger als am Vortag mit 21.242. Zudem werden 224 Corona-Tote registriert. Am Vortag waren es 189.

+++ 19:20 Schwerin: Kliniken verhängen Besucherstopp +++
Die Helios Kliniken Schwerin haben wegen der steigenden Corona-Zahlen einen weitgehenden Besucherstopp verhängt. Er gilt von Montag an, wie der Maximalversorger am Freitag mitteilte. Besuche seien dann noch in Ausnahmefällen möglich. So dürften werdende Mütter von ihrem Partner begleitet werden. Möglich sei der Zutritt auch für Angehörige von palliativ versorgten Patienten, für Eltern von Kindern unter 16 Jahren sowie für gesetzliche Betreuer. Alle anderen Besucher würden nicht mehr ins Haus gelassen. Das sei belastend, räumte die Klinikleitung ein. Die Maßnahme sei aber im Sinne des Schutzes der Patienten und Mitarbeiter nötig. Damit Patienten weiter Kontakt zu Angehörigen und Freunden halten könnten, könnten sie die Telefone auf den Zimmern kostenlos nutzen.

+++ 18:50 Dresden ist Risikogebiet +++
Auch Dresden gilt nun als Risikogebiet. Die sächsische Metropole kommt auf einen Inzidenzwert von 57 Infizierten pro 100.000 Einwohner. Die Stadt erlässt daher zum 27. Oktober eine Allgemeinverfügung, die mehr Beschränkungen vorsieht. Den Bürgern soll damit eine Übergangsfrist und die Möglichkeit für Fragen eingeräumt werden, hieß es. "Die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus im Moment in unserer Stadt und unserer Region verbreitet, macht weitere Einschränkungen in jedem Fall erforderlich", begründete Oberbürgermeister Dirk Hilbert von der FDP die Entscheidung.

+++ 18:20 Land unter in Hamburg: Bundeswehr muss helfen +++
Steigende Corona-Zahlen bereiten den Hamburger Gesundheitsämtern viel Arbeit. Seit einiger Zeit werden sie daher von der Bundeswehr unterstützt. Vom kommenden Dienstag an soll die Zahl der Soldaten um weitere 18 aufgestockt werden. In der Hansestadt leisten dann insgesamt 84 Soldaten in allen sieben Gesundheitsämtern Amtshilfe, wie die Bundeswehr mitteilte. Bei den zusätzlichen Soldaten handelt es sich um Sanitäter und Pflegepersonal, wie eine Sprecherin sagte. Sie sollen demnach ab dem 27. Oktober unter anderem bei der Fallbewertung und bei der Beratung und Überprüfung von Hygienekonzepten helfen. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hamburg ist erneut stark gestiegen. 360 neue Fälle meldete die Gesundheitsbehörde an diesem Tag. Bereits am Donnerstag war mit 276 Neuinfektionen ein Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Hamburg erreicht worden. Der Sieben-Tage-Wert kletterte in der Hansestadt auf 75,1 Infektionen je 100.000 Einwohner.

+++ 17:50 Österreich mit neuem Pandemie-Rekord +++
Österreich hat den dritten Tag in Folge einen Rekord an Corona-Neuinfektionen registriert. Am Nachmittag meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 2571 neue Fälle binnen 24 Stunden. Bereits am Donnerstag und am Mittwoch waren jeweils Pandemie-Höchststände erreicht worden. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg auf 154,4 pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts zurzeit im bundesweiten Durchschnitt 60,3. Besonders betroffen sind die Bundesländer Salzburg (238,5), Tirol (215,4) und Vorarlberg (206,7) sowie Wien (189,8). Auch das mit den österreichweit wenigsten Fällen von der deutschen Reisewarnung bislang noch ausgenommene Bundesland Kärnten zählte 69,1 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Im Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich gelten nun laut der Gesundheitsbehörde Ages rund 26.000 Menschen als aktiv erkrankt. 1058 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, 158 von ihnen intensivmedizinisch.

+++ 17:20 Beherbergungsverbot auch in Schleswig-Holstein gekippt +++
Eine gute Nachricht für Sylt-Urlauber: Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspots gekippt. Das Gericht in Schleswig stufte die Regelung als rechtswidrig ein. Es erklärte die Regelung in einem Eilverfahren für außer Vollzug gesetzt, bis eine Entscheidung in der Hauptsache getroffen ist.
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Auch Bewohner aus Risikogebieten dürfen wieder in Sylt am Strand spazieren gehen.

(Foto: imago images/Blaulicht News)

+++ 16:45 Masken doch hilfreich: Ärzte-Chef rudert zurück +++
Zwei Tage, nachdem er den Nutzen von Alltagsmasken bei der Bekämpfung der Pandemie in Zweifel gezogen hat, ist der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, zurückgerudert. "Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes", teilte er mit. Seine Aussagen hätten zu erheblichen Irritationen geführt, die er sehr bedaure. Reinhardt hatte in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" vom Mittwochabend gesagt, er sei von den Alltagsmasken nicht überzeugt, "weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind. Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken". Das widerrief er nun: "Die Studien weisen darauf hin, dass sowohl die Übertragung auf andere als auch die Selbstansteckung durch Alltagsmasken reduziert wird", sagte er laut Mitteilung.

+++ 16:15 Wirtschaft alarmiert: Schon 350.000 Deutsche in Quarantäne +++
Angesichts der rapide steigenden Infektionszahlen in Deutschland müssen immer mehr Menschen in Quarantäne - mit zunehmenden Folgen für die Wirtschaft. Risklayer, eine Corona-Beobachtungs- und Analyse-Plattform im Internet mit Sitz in Karlsruhe, kommt auf Grundlage der Meldungen der Landkreise mittlerweile auf eine Zahl von mehr als 350.000 Personen, die sich in Quarantäne befinden - Ende September waren es noch 140.000. Die Fälle der Selbstisolation und Eltern, die wegen geschlossener Schulen oder Kitas wieder zuhause bleiben müssen, sind dabei noch nicht mitgezählt. Angesichts dieser Entwicklung schlägt die Wirtschaft Alarm.
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+++ 15:38 Antidepressivum Prozac hilft gegen Coronavirus +++
Münsteraner Wissenschaftler haben entdeckt, dass das bekannte Antidepressivum Prozac in der Behandlung von Covid-19 eingesetzt werden kann. Sie finden Hinweise darauf, dass das Medikament die Weiterverbreitung von Sars-CoV-2-Viren im Körper effektiv unterbindet. Auch andere Wirkstoffe derselben Arzneimittelgruppe könnten gegen das Coronavirus wirken.
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+++ 15:20 Antrag abgeschmettert: AfD-Fraktion muss weiter Maske tragen +++
Abgeordnete und Mitarbeiter der AfD-Fraktion müssen im Bundestag weiter die Maskenpflicht einhalten. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble nimmt seine Allgemeinverfügung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht zurück. Eine Aufforderung von 19 Abgeordneten und neun Mitarbeitern der AfD an den CDU-Politiker, eine dahingehende Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung zu unterschreiben, wies das Justitiariat des Bundestags zurück. Schäubles Allgemeinverfügung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei formell und materiell rechtmäßig, teilte die Bundestagsverwaltung mit. Der Anwalt der Abgeordneten und Mitarbeiter der AfD-Fraktion, der Schäuble eine "Abmahnung" geschickt hatte, sei darauf hingewiesen worden, dass seine Mandanten die Vorschriften weiter zu befolgen hätten.

+++ 14:50 Berlin im Krisenmodus: Ab morgen kommen Schnelltests +++
Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen setzt das Land Berlin verstärkt auf neue Schnelltests. Dank einer zügigen Beschaffung würden diese Tests bereits ab Samstag in der Altenpflege eingesetzt, kündigt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci an. Ab nächster Woche würden auch die Obdachlosen-Hilfe und der ganze Krankenhausbereich damit versorgt. Damit sollen die Kapazitäten bei den bisher verwendeten PCR-Tests erheblich entlastet werden. Zudem habe man eine Anpassung der Strategie bei der Kontaktverfolgung beschlossen. Mittels einer Allgemeinverfügung wolle man die Ressourcen bei den Gesundheitsämtern auf Risikogruppen wie etwa Menschen in Krankenhäusern, Pflege- und Senioren-Einrichtungen konzentrieren. Andere Infizierte sollen bereits mit Kenntnis der Ansteckung in Selbstisolation und nicht erst auf eine Verfügung des Gesundheitsamts warten. Dies gelte auch für Kontaktpersonen.
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+++ 14:20 Wien - Berlin: Lufthansa-Gruppe probt Schnelltest +++
Als erste Airline der Lufthansa-Gruppe erprobt Austrian Airlines den Einsatz von Corona-Schnelltests auf einem Flug von Wien nach Berlin. Der am Morgen gestartete Probebetrieb von Antigen-Schnelltests soll bis 8. November dauern, teilte die österreichische Fluggesellschaft mit. Der für die Passagiere freiwillige und kostenlose Test, der nach 15 Minuten ein Ergebnis liefern soll, sei allerdings kein Ersatz für den weniger schnellen PCR-Test. Er ändert auch nichts an den strengen Einreisebestimmungen aufgrund der Pandemie. Da fast ganz Österreich einschließlich der Hauptstadt von Deutschland als Risikogebiet eingestuft ist, gilt für Ankommende eine mindestens fünftägige Quarantänepflicht. Für Kurzaufenthalte etwa von Geschäftsreisenden gelten Ausnahmen. Die AUA und der Flughafen Wien wollen herausfinden, wie sich die Schnelltests in den Ablauf einer Flugreise integrieren lassen.
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+++ 13:50 Ministerpräsident: In Wahrheit dreimal mehr Infizierte in Spanien +++
Die Zahl der seit Beginn der Corona-Pandemie Infizierten in Spanien liegt nach den Worten von Regierungschef Pedro Sánchez deutlich höher als offiziell registriert. In Wirklichkeit überschreite sie die Marke von drei Millionen, sagte Sánchez. Das liege daran, dass nur bei wenigen Menschen, die sich zu Beginn der Krise im Frühjahr angesteckt hätten, tatsächlich das neuartige Coronavirus festgestellt worden sei, sagte der linksgerichtete Regierungschef weiter. Am Mittwoch hatte Spanien als erstes EU-Land die Schwelle von einer Million Infektionsfällen offiziell überschritten.

+++ 13:28 Merkel gibt kommende Woche Regierungserklärung ab +++
Angesichts der sich zuspitzenden Pandemie will Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Bundestag eine Regierungserklärung abgeben. Ziel ihrer Rede am Donnerstagvormittag sei es, die Politik der Bundesregierung in der Corona-Pandemie zu erläutern, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Damit reagiert die Kanzlerin auch auf Forderungen aus der Opposition.

+++ 13:16 Belgien macht Freizeitparks dicht +++
Angesichts dramatisch steigender Corona-Fallzahlen zieht Belgien die Zügel weiter an und führt weitere Einschränkungen ein. So müssen nach einem Beschluss der Regierung vom Freitag alle Freizeitparks zunächst für die kommenden vier Wochen schließen. An kulturellen, religiösen oder anderen Veranstaltungen im Inneren dürfen maximal 40 Personen teilnehmen, solange die Corona-Regeln eingehalten werden. Ist ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern garantiert, dürfen es bis zu 200 Personen sein, die jedoch eine Maske tragen müssen.

+++ 12:54 Polen verschärft Maßnahmen +++
Polen verschärft angesichts steigender Corona-Zahlen die Einschränkungen im öffentlichen Leben. Es dürften sich nur noch maximal fünf Personen treffen, teilte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki mit. Präsenzunterricht an Schulen gebe es nur noch bis zur dritten Klasse. Schüler ab der vierten Klasse müssten von zu Hause aus lernen. Zudem dürfen Kinder nur noch in Begleitung eines Erwachsenen zwischen 8 und 16 Uhr das Haus verlassen. Menschen, die älter als 70 sind, werde empfohlen, nur in dringenden Fällen nach draußen zu gehen. Des Weiteren dürfen Restaurants Essen nur außer Haus verkaufen.

+++ 12:14 Spahn: Impfung würde halbes Jahr dauern +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn veranschlagt für eine mögliche Impfung der Bevölkerung gegen das neuartige Coronavirus mindestens ein halbes Jahr Zeit. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, könne "in sechs, sieben Monaten ein großer Teil derjenigen, die wollen, geimpft werden", sagte er dem "Spiegel". Spahn bekräftigte erneut, dass es keine Impfpflicht geben werde.

Zum potenziellen Impfstoff sagte der Minister: "Natürlich wäre es das Beste, ein Impfstoff würde Neuinfektionen verhindern." Es wäre aber auch schon ein Gewinn, "wenn er den Krankheitsverlauf milder macht", fügte er hinzu. Wann ein Impfstoff verfügbar sein wird, ist weiterhin offen. Spahn sagte dazu dem "Spiegel", dies sei "Anfang nächsten Jahres" möglich. Es könne Januar sein, vielleicht auch Februar oder März - oder sogar noch später.

+++ 12:00 Neuer Infektionshöchststand in der Slowakei +++
Die Slowakei meldet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages seien 2581 positive Tests registriert worden, sagt Ministerpräsident Igor Matovic der Nachrichtenagentur TASR zufolge im Parlament. Die Regierung hatte am Donnerstag einen teilweisen Lockdown angeordnet. Die meisten Schulen wurden geschlossen, bis auf Einkäufe oder Spaziergänge in der Natur sollen die Menschen zu Hause bleiben

+++ 11:34 Eilanträge gegen Lockdown in Berchtesgadener Land +++

Das Verwaltungsgericht München muss über mehrere Klagen und Eilanträge wegen der neuen Anti-Corona-Maßnahmen im Berchtesgadener Land entscheiden. Dagegen wenden sich nun zwei Gastronomiebetriebe, ein Steuerberater und eine Schülerin. Die Schülerin möchte erreichen, dass sie weiter das Gymnasium in Traunstein besuchen kann. Eine Gaststätte will auch nach 20 Uhr Speisen zur Abholung anbieten. Ein anderer Gastronomiebetrieb wendet sich mit Eilantrag gegen die Schließung. Der Steuerberater reichte zwei Klagen und einen Eilantrag beim Gericht ein.

+++ 11:18 Ärzteverband: Noch kein Kontrollverlust, aber ... +++
Der Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sieht trotz steigender Corona-Infektionen keinen Kontrollverlust im Umgang mit der Pandemie. Aber es gebe das Problem, "dass wir nicht mehr hinterherkommen mit der Personalsituation", sagte die Verbandsvorsitzende der Amtsärzte, Ute Teichert, gestern Abend in der ARD. Es sei ein Fehler gewesen, die Gesundheitsämter über Jahre schlecht auszustatten. Wenn von einen auf den anderen Tag hunderte neue Fälle und deren Kontakte auf ein Gesundheitsamt zukämen, könnten nicht so viele Menschen beschäftigt werden, wie dafür eigentlich gebraucht würden, sagte Teichert. Sie befürwortete die Idee, nicht mehr auf jeden einzelnen Fall, sondern nur auf lokale Hotspots zu schauen.

+++ 10:58 Erste Covid-Patienten aus Niederlanden nach Deutschland geflogen +++
Zum ersten Mal in der zweiten Welle der Corona-Pandemie werden Patienten aus den Niederlanden in deutsche Kliniken verlegt. Ein Hubschrauber transportierte am Morgen einen Patienten in ein Krankenhaus nach Münster. Das teilte das Koordinierungszentrum für die Verteilung von Patienten am Freitag in Rotterdam mit. Ein zweiter Flug ebenfalls von Almere nach Münster sollte folgen. Durch die Verlegungen soll der Druck auf die Intensivstationen gesenkt werden. Bereits fast jedes zweite Bett auf Intensivstationen ist mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. Zuletzt waren am Donnerstag fast 9300 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Die Niederlande gehören zu den am stärksten von der zweiten Welle der Pandemie betroffenen Länder Europas.

+++ 10:33 Müller schließt neuen Lockdown für Berlin nicht mehr aus +++
Mehrere Berliner Bezirke tummeln sich in den Top-20 der deutschen Corona-Hotspots, da hält auch der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt einen neuen Lockdown für möglich. "Ich muss zugeben, man kann es nicht mehr ausschließen", sagte Michael Müller gestern Abend im ZDF. Der SPD-Politiker appellierte an die Berliner, sich an die Regeln zu halten. Notfalls müssten noch einmal die Obergrenzen von Großveranstaltungen herabgesetzt werden.

+++ 10:03 Ab morgen Maskenpflicht in Griechenland +++
Im Kampf gegen das Corona-Virus verschärft die griechische Regierung die Maßnahmen: Von Samstagmorgen an gilt landesweit Maskenpflicht, wie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Donnerstagabend mitteilte. Außerdem wird für Gegenden mit hohen Infektionszahlen wie etwa die Region Attika mitsamt der Hauptstadt Athen ein nächtlicher Lockdown gelten. Davon ausgenommen sind Menschen, die nachts arbeiten. "Wir erwarten, dass die kommenden Monate schwierig werden", warnte Mitsotakis in einer Fernsehansprache. Mit den Maßnahmen wolle man einen vollständigen Lockdown vermeiden.

+++ 09:36 Spahns Ehemann infiziert und positiv getestet +++
Der Ehemann von Gesundheitsminister Jens Spahn ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber ntv. Daniel Funke habe sein Testergebnis gestern Abend nach eienm PCR-Test erhalten. Am Mittwochnachmittag sei er mit dem Minister in häusliche Isolation gegangen. Funke habe keine Anzeichen einer Erkrankung, Spahn habe weiterhin Erkältungssymptome

+++ 09:10 Israel lockert und Zahlen sinken dennoch +++
Knapp eine Woche nach den ersten Lockerungen des zweiten Corona-Lockdowns in Israel sinken die Infektionszahlen weiter. Heute teilte das israelische Gesundheitsministerium mit, am Vortag seien 895 neue Fälle verzeichnet worden. Am 30. September waren es noch mehr als 9000 gewesen. Die Zahl der Schwerkranken sank auf 570. Der Anteil der positiven Tests war mit 2,8 Prozent deutlich geringer als vor und während des Lockdowns. Im September war er noch etwa fünfmal so hoch gewesen. Im Vergleich meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Morgen 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Deutschland hat etwa neunmal so viel Einwohner wie Israel.

+++ 08:45 Tschechien meldet weiter immense Zahlen +++
In Tschechien gibt es erneut mehr als 14.000 Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium meldet 14.151 bestätigte Fälle binnen 24 Stunden. Das ist etwas weniger als am Vortag, als es mit 14.968 Neuinfektionen einen neuen Rekord gab. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen stieg auf 223.065. In dem Land mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern breitet sich das neuartige Virus in Europa derzeit am schnellsten aus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich binnen 24 Stunden um 55 und stieg mit zudem nachträglich gemeldeten Fällen auf 1845. Tschechien hat damit deutlich mehr Neuinfektionen als Deutschland, bei viel geringerer Einwohnerzahl - 10,7 Millionen Menschen leben dort.

+++ 08:17 Bundeswehr mit knapp 2000 Soldaten im Corona-Einsatz +++
Die Bundeswehr ist derzeit mit knapp 2000 Angehörigen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Einsatz. Das sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der "Rheinischen Post" von heute. Sie gehören zum Einsatzkontingent "Hilfeleistung gegen Corona", das über insgesamt 15.000 Soldaten verfügt. Allein in Gesundheitsämtern aller Bundesländer helfen derzeit 1561 Soldaten bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, bei der Entnahme von Abstrichen oder an Teststationen. Zudem leisten Soldatinnen und Soldaten Unterstützung bei Testungen von Reiserückkehrern sowie mit mobilen Covid-19-Teststationen. Insgesamt liegen derzeit 1141 Unterstützungsanfragen vor. Es sei "mit weiteren Bewilligungen und somit aufwachsender Unterstützung durch die Bundeswehr zu rechnen", sagte ein Sprecher des Ministeriums.

+++ 07:57 Weniger Neuinfektion in Indien, aber weiter hohe Zahl +++
Indien verzeichnet 54.366 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit haben sich insgesamt knapp 7,8 Millionen Menschen in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das ist weltweit nach den USA, die rund 8,3 Millionen Fälle zählen, der höchste Wert. Die Zahl der registrierten täglichen Neuinfektionen in Indien bleibt damit seit dem Höhepunkt im September rückläufig. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, erhöhte sich um 690 auf 117.306.

+++ 07:08 Sportbund legt Hygiene-Konzept für Wettkämpfe vor +++
Der Deutsche Olympische Sportbund hat ein nationales Hygiene-Rahmenkonzept für sichere Sportveranstaltungen in Zeiten anhaltender Pandemie vorgelegt. "Die Gesundheit der Sportler und der gesamten Gesellschaft hat weiterhin höchste Priorität", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann laut einer Mitteilung. In Corona-Zeiten bedeute dies auch, dass durch ein verantwortungsvolles Sporttreiben und perfekt organisierte Sportveranstaltungen mit Hygienekonzepten ein wertvoller Beitrag geleistet und die Vielfalt des organisierten Sports in Deutschland geschützt werden könne. Das Konzept basiere auf den zehn "DOSB-Leitplanken" aus dem Frühjahr zum Wiedereinstieg in den Spiel-und Wettbewerbsbetrieb nach dem Lockdown.

+++ 06:31 Britische Regierung: Virus im Abwasser nachweisbar +++
Schon seit längerem gibt es die Idee, im Abwasser nach dem Coronavirus zu suchen. Die britische Regierung gibt nun bekannt, dass dieses dort tatsächlich nachgewiesen werden kann, wie Studien ergeben hätten. Die Zeitung "Guardian" berichtet, dass solche Nachweise wie ein Frühwarnsystem wirken könnten. So könnten Infektionen nachgewiesen werden, bevor Symptome ausbrechen. Die Behörden könnten dann in den betroffenen Arealen besonders aktiv werden.

+++ 05:44 RKI meldet 11.242 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11.287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 403.291 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9954. Das waren 49 mehr als am Vortag.

+++ 05:33 Söder sieht Deutschland vor Weichenstellung +++
Nach dem Rekordwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu Vorsicht und Disziplin gemahnt. "Ich glaube, das wird jetzt eine spannende Zeit für uns alle werden. Es wird schon eine wichtige Weichenstellung sein", sagte der CSU-Chef am Donnerstag in der Sendung "ZDF spezial". "Es muss uns gelingen, diese Welle zu brechen. (...) Und wenn wir jetzt ein bisschen mehr tun, dann werden wir hinterher weniger Folgen haben." Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland hatte zuvor erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Söder kommentierte: "Es ist genau das eingetreten, wie schon vor Wochen prognostiziert, dass mit Leichtsinn und mit mangelnder Vorsicht leider eine entsprechend höhere Zahl an Infektionen stehen kann."

+++ 04:55 Patientenschützer: Einheitliche Regeln für Pflegeheime sind überfällig +++
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz mahnt einheitliche Corona-Regeln des Bundesgesundheitsministeriums für Pflegeheime an. "Die Lage der 900.000 Pflegebedürftigen in den Heimen ist bedrückend. Sie sind die verletzlichste Gruppe in der Corona-Krise. Gleichzeitig sind sie aber auch die leiseste", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Die Pflegebedürftigen müssten schon seit über einem halben Jahr darauf warten, dass endlich Leitlinien entwickelt werden, die sie schützten und die Isolation verhinderten, so Brysch weiter.

+++04:20 Trump: "Übernehme Verantwortung, aber China ist Schuld" +++
US-Präsident Donald Trump übernimmt nach eigenen Angaben Verantwortung in der Corona-Krise, macht für die Pandemie aber weiterhin China verantwortlich. "Ich übernehme volle Verantwortung", sagte der Republikaner im zweiten und letzten TV-Duell mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Weiter sagte er: "Es ist nicht meine Schuld, dass es hierher gekommen ist. Es ist Chinas Schuld. In den USA sind bereits mehr als 222.000 Menschen an den Folgen von Corona gestorben - die höchste Zahl weltweit. Dennoch sprach sich Trump entschieden gegen weitere Lockdowns aus: "Wir müssen das Land öffnen. Wissen Sie, ich habe es oft gesagt, das Heilmittel darf nicht schlimmer sein als das Problem selbst", so der US-Präsident.

+++ 03:28 Infektionszahlen in Europa in zehn Tagen verdoppelt +++
Die Coronavirus-Infektionen in Europa haben sich nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters in den vergangenen zehn Tagen mehr als verdoppelt. Am Donnerstag stieg die Zahl der neuen Fälle in Europa erstmals über die Marke von 200.000. Am 12. Oktober war erstmals die Marke von 100.000 Fällen überschritten worden. Laut der Zählung beläuft sich die Zahl der Infektionen in Europa insgesamt auf 7,8 Millionen und 247.000 Tote.

+++ 02:30 Trauerfeier macht Vechta zum Hotspot +++
Rund 50 Corona-Infektionen der vergangenen Woche im Landkreis Vechta sind auf eine private Trauerfeier in Lohne zurückzuführen. Das teilte der Landkreis mit. Weitere Informationen dazu gab es zunächst nicht. Insgesamt hätten sich im Landkreis Vechta 256 Menschen in den vergangenen sieben Tagen angesteckt, hieß es weiter. Die weiteren Neuinfektionen resultierten demnach unter anderem aus Zusammenkünften im privaten sowie beruflichen Umfeld. Aktuell sind 346 Menschen infiziert. Die Inzidenzzahl für den Landkreis Vechta liegt bei 140,97. 13 an Covid-19 Erkrankte sind in stationärer Behandlung. "Der schnelle Anstieg der in den Krankenhäusern zu behandelnden Corona-Patienten führt uns noch einmal deutlich vor Augen, wie ernst die aktuelle Lage im Landkreis Vechta ist", betonte der Erste Kreisrat Hartmut Heinen. Er bat alle Bürgerinnen und Bürger, sich an die geltenden Kontaktbeschränkungen zu halten und die Abstands- sowie Hygieneregeln zu befolgen.

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Normalerweise werden die schönsten Hunde im Madison Square Garden gekürt.

(Foto: imago images/icon SMI)

+++ 01:48 Älteste Hundeshow der Welt zieht ins Freie +++
Die seit fast 150 Jahren jährlich in New York veranstaltete Westminster-Hundeshow muss aufgrund der Coronavirus-Pandemie im kommenden Jahr umziehen. Um die Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer sicherzustellen, werde die 145. Auflage der Show 2021 im Sommer und größtenteils unter freiem Himmel auf einem Anwesen nördlich der Metropole New York stattfinden, teilten die Betreiber mit. Normalerweise findet die renommierte Veranstaltung, die als älteste Hundeshow der Welt gilt, stets zu Beginn des Jahres im New Yorker Madison Square Garden statt. Jedes Jahr treten dabei Tausende Rassehunde gegeneinander an. Der Siegerhund der "Best in Show"-Kategorie wird in den USA regelmäßig zum Star.

+++ 00:54 Weltärztepräsident: Ab 20.000 Neuinfektionen wird Lockdown nötig +++
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, erwartet für den Fall eines weiteren Anstiegs der Corona-Zahlen eine kritische Schwelle bei 20.000 Neuinfektionen pro Tag. "Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt", sagte Montgomery der "Rheinischen Post". Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages war zuletzt erneut stark gestiegen, am Donnerstagmorgen meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts 11.287 Fälle binnen 24 Stunden.

+++ 00:33 US-Behörden kommen auf fast 64.000 Ansteckungen +++
In den USA sind binnen 24 Stunden 63.656 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt hätten sich damit 8,312 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, teilt die Seuchenbehörde CDC mit. Die Zahl der Todesopfer sei um 1076 auf 221.438 gestiegen. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden. Ntv.de bezieht sich auf die Zahlen der New York Times, die teilweise erheblich darüber liegen.

+++ 23:50 Kläger fechten Lockdown im Berchtesgadener Land an +++
Die strengen Corona-Maßnahmen im stark betroffenen Berchtesgadener Land werden gerichtlich überprüft. Beim Verwaltungsgericht München gingen mehrere Klagen und Eilanträge ein, wie ein Gerichtssprecher am Abend mitteilte. Unterdessen steigen die Corona-Zahlen in dem oberbayerischen Landkreis weiter. Laut Landratsamt erhöhte sich die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - auf 292,65. Seit Mittwoch seien 64 neue Corona-Fälle bestätigt worden.

+++ 23:03 Österreich verschärft Regeln - aber später als geplant +++
In Österreich treten die neuen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus überraschenderweise erst am Sonntag in Kraft - und nicht wie ursprünglich geplant schon am Freitag. Drinnen dürfen sich dann nur noch sechs Personen zu privaten Veranstaltungen wie Tanz- und Yogakursen oder zu Geburtstagsfeiern treffen. Für Feiern in der eigenen Wohnung gilt der dringende Appell, sich ebenfalls an diese Regel zu halten. Im Freien liegt die Obergrenze bei zwölf Menschen. Das österreichische Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 2435 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden - ein Rekordwert für die Alpenrepublik mit ihren rund neun Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie.

+++ 22:30 Frankfurter Gericht kippt Party-Obergrenze +++
In Frankfurt hat das Verwaltungsgericht die von der Stadt verfügte Höchstgrenze bei privaten Feiern in geschlossenen Räumen gekippt. Zur Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie waren Feiern in privaten Räumen bislang auf zehn Personen beschränkt. Die Richter setzten die Anordnung wegen Formfehlern mit einer Eilentscheidung außer Vollzug. Die Stadt regierte darauf, indem sie die Verpflichtung zur Höchstgrenze von zehn Feiernden in eine "dringende Empfehlung" umwandelte. In Deutschland müssen sich mehrere Gerichte mit zum Schutz vor dem Virus angeordneten Einschränkungen befassen. Zuvor war ein Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert.

+++ 22:03 Rekordwerte in Portugal: Drei Regionen verschärfen Schutzmaßnahmen +++
In Portugal hat es erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr als 3000 Neuinfektion gegeben. Binnen 24 Stunden seien 3270 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilten die Gesundheitsbehörden in Lissabon mit. Damit wurde der bisherige, am vorigen Freitag registrierte Höchstwert (2608) gleich um 662 Fälle übertroffen. Für die drei am schlimmsten betroffenen Bezirke Felgueiras, Lousada und Paços de Ferreira im Norden des Landes beschloss die Regierung für zunächst eine Woche einschneidende Maßnahmen. Die rund 150.000 betroffenen Menschen dürfen ab Mitternacht das Haus nur noch mit triftigem Grund verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. In diesen Bezirken, die unweit der Metropole Porto liegen, müssen zudem alle Läden bereits um 22 Uhr schließen.

+++ 21:26 Neuer Höchststand in Baden-Württemberg +++
Alle 16 Bundesländer melden bis zum Abend teils dramatische Zuwächse: Baden-Württemberg verzeichnet mit 1950 Fällen einen neuen Höchststand und schließt zu den Bundesländern über der 2000er Marke auf: Nordrhein-Westfalen kommt auf 2621 Ansteckungen, Bayern registriert 2128 Neuinfektionen. Nur noch Mecklenburg-Vorpommern berichtet von lediglich zweistelligen Zuwachsraten (plus 59), alle anderen Länder melden mindestens dreistellig.

+++ 21:01 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.714 Neuinfektionen, 40 Tote +++
Deutschland nähert sich mit großen Schritten der 400.000er Marke: Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf insgesamt 397.613 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 11.714 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 40 auf 9926. Als aktuell infiziert gelten rund 83.800 Personen. Auch bei den Ansteckungen im 7-Tage-Schnitt steigen die Dynamik. Der Wert liegt jetzt bei 7603 Fällen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,11 angegeben (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass im Durchschnitt zehn Infizierte etwa 11 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,23 (Vortag: 1,17). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1030 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, das sind fast 90 mehr als am Vortag. Davon werden 459 beatmet. Rund 8180 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/dpa/rts/AFP