Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:25 Auch AfD klagt gegen Bundes-Notbremse +++

Nach der FDP sowie mehreren Verbänden und Einzelpersonen hat auch die AfD eine Verfassungsklage gegen die bundesweite "Notbremse" zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingereicht. "Die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes schränkt die Bürger willkürlich und massiv in ihren Grundrechten ein", begründet Bundestags-Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier das juristische Vorgehen, das sich besonders gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen richtet.

+++ 22:27 Impf-Tote: Moskau und Peking arbeiten mit Fake News +++
Russische und chinesische Medien versuchen einem EU-Bericht zufolge systematisch, das Vertrauen in westliche Corona-Impfstoffe zu untergraben. Die jüngsten Desinformationskampagnen zielten darauf ab, den Westen zu spalten, geht aus einem Bericht der Europäischen Union (EU) hervor. Von Dezember bis April hätten die staatlichen Medien der beiden Länder Falschmeldungen in diversen Sprachen verbreitet. Darin seien unter anderem russische und chinesische Vakzine als überlegen angepriesen worden. Außerdem seien unrichtige Zusammenhänge zwischen den Impfstoffen und Todesfällen in Europa hergestellt worden. Die Regierungen in Moskau und Peking bestreiten die Vorwürfe.

+++ 21:57 Indische Variante in Köln aufgetaucht +++
Die indische Coronavirus-Mutante ist erstmals auch in Köln nachgewiesen worden. Es gebe zwei Fälle, teilte die Stadtverwaltung am Abend mit. Es sind aber nicht die ersten in Deutschland, laut Robert Koch-Institut wurde die Variante bereits zuvor vereinzelt nachgewiesen. In der Domstadt werden seit einem Vierteljahr alle positiven Tests auf Virusvarianten untersucht. So wurden auch die aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien erkannt. Dem Robert Koch-Institut zufolge gibt es Hinweise auf eine erhöhte Übertragbarkeit der indischen Variante "B.1.617". Zudem werde sie "mit einer reduzierten Wirksamkeit der Immunantwort in Verbindung gebracht". Es mangele aber an sicheren Erkenntnissen, um die Variante als "besorgniserregend" einzustufen.

+++ 21:27 Thüringen wieder Hotspot Nummer eins +++
15 von 16 Bundesländern weisen sinkende 7-Tage-Inzidenzen aus. Auch Rheinland-Pfalz verzeichnet lediglich einen minimalen Anstieg. Allerdings sind die niedrigen Werte eine Verzerrung, die auf die Anpassung der Länder an die RKI-Daten zurückgeht. Unter allen Bundesländern bleibt allein Schleswig-Holstein mit einer Inzidenz von 67 weiterhin unter dem Wert der Bundesnotbremse. Nach einem kurzen Intermezzo mit Sachsen an der Spitze weist Thüringen wieder die höchste 7-Tage-Inzidenz aus.

+++ 21:03 Deutschland meldet 23.700 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.342.530 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 23.686 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 4200 Fällen im Vergleich zur Vorwoche, allerdings ist der Wert mit Vorsicht zu genießen. So meldet etwa Sachsen-Anhalt seit gestern die Zahlen des Robert-Koch-Instituts, auf die sich die Bundesnotbremse bezieht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 281 auf 82.338. Das sind 35 weniger als am vergangenen Mittwoch. Auch hier sind Verzerrungen möglich. Als aktuell infiziert gelten rund 302.600 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,76 angegeben (Vortag: 0,85). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,90 (Vortag: 0,93). Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ist leicht gesunken. Laut dem aktuellen Stand des DIVI-Intensivregisters werden derzeit 5047 Infizierte intensivmedizinisch behandelt - das sind 16 weniger als am Vortag. 2874 Patienten müssen invasiv beatmet werden, ein Patient mehr als am Vortag. Allerdings steigt die Belegung. Derzeit sind den Angaben des Registers zufolge noch 3618 Intensivbetten in den deutschen Kliniken frei, 161 Patienten kamen hinzu, nach 274 Neuaufnahmen bereits am Vortag. Damit sinkt der prozentuale Anteil freier Betten an der Gesamtkapazität auf 13,5 Prozent.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:30 Krankenkassen droht Defizit von 19 Milliarden +++
Den gesetzlichen Krankenkassen droht einer Zeitung zufolge im kommenden Jahr ein Defizit von bis zu 19 Milliarden Euro. Dies entspreche etwa einem Beitragssatzpunkt, berichtet das "Handelsblatt" vorab. "Die Lage ist tatsächlich dramatisch", wird Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, zitiert. Wenn das Loch nicht mit Steuermitteln gefüllt werde, müssten sich die Versicherten auf höhere Beiträge einstellen.

+++ 19:55 Diagnose steht: 32-Jährige starb durch Astra-Impfung +++
Nach der Obduktion nun der Befund: Eine 32-jährige Frau ist im Zusammenhang mit einer Impfung mit Astrazeneca gestorben. Das teilte der Kreis Herford mit. Das auf solche Immunreaktionen spezialisierten Instituts für Immunologie und Transfusionsmedizin der Universität Greifswald macht demnach eine Immunreaktion auf den Impfstoff für den Tod der Frau verantwortlich. Ursache sei eine Gerinnungsstörung mit Einblutung ins Gehirn gewesen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld war die Frau von der Rechtsmedizin in Münster obduziert worden. Sie war mehrere Tage nach ihrer Impfung am 9. März gestorben.

+++ 19:25 Großauftrag: Großbritannien bestellt Biontech nach +++
Großbritannien wird weitere 60 Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer kaufen. Das teilt Gesundheitsminister Matt Hancock mit. Mit der Vereinbarung steigt die Bestellmenge auf insgesamt 100 Millionen Dosen dieses Vakzins. Es ist einer von bislang drei Corona-Impfstoffen, die derzeit im Land gespritzt werden.

+++ 18:55 Côte d'Azur öffnet - 22 Prozent der Franzosen geimpft +++
Mehrere Luxushotels in Nizza und Cannes bereiten nach rund sechsmonatiger Schließung ihre Öffnung vor. Ab der ersten Maiwoche könnten wieder Gäste an die Côte d'Azur kommen, kündigten das Negresco in Nizza sowie die Hotels Majestic und Martinez an der Croisette an. Ab dem 3. Mai sollen in Frankreich die Reisebeschränkungen fallen. Bisher gilt für nicht notwendige Fahrten eine Zehn-Kilometer-Grenze um die Wohnung. Den Fahrplan für die Lockerungen will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an Freitag vorstellen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Paris sind 22,2 Prozent der Franzosen einmal geimpft. In Deutschland sind es fast 25 Prozent.

+++ 18:25 Corona-Zuschuss für Kinder kommt im Mai +++
Im Mai werden die im Februar vereinbarten Corona-Zuschläge für Bedürftige und für Kinder in Höhe von jeweils 150 Euro ausgezahlt. Dies kündigt die Bundesagentur für Arbeit nun an. Die Bundesregierung hatte den einmaligen Corona-Zuschlag für etwa 3,8 Millionen Arbeitslose, Ältere und Behinderte in der Grundsicherung Anfang Februar auf den Weg gebracht. Dies soll Mehraufwendungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ausgleichen. Familien, die im Mai 2021 Anspruch auf Kindergeld haben, bekommen zudem einen Kinderbonus von 150 Euro. Die Einmalzahlung wird nicht auf Sozialleistungen angerechnet.

+++ 17:55 Brandenburg: Praxen sagen Tausende Impftermine ab +++
Neuer Impfstau in Brandenburg: 150 Arztpraxen haben insgesamt 15.000 Corona-Impftermine wieder absagen müssen, die sie kurz vorher mit Patienten vereinbart hatten. Das teilte der Hausärzteverband mit. Die Praxen seien zuvor gebeten worden, kurzfristig Termine für 15.000 zusätzliche Dosen der Impfstoffe Biontech/Pfizer und Moderna zu organisieren - die Lieferungen seien aber am Dienstag wieder abgesagt worden. Nach Angaben des Innenministeriums, das für den Impflogistikstab zuständig ist, soll der Fehler bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) gelegen haben.
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+++ 17:25 Impfpanne in Schwaben: Vakzin zu stark verdünnt +++
In einem schwäbischen Impfzentrum sind Corona-Impfstoffe versehentlich zu stark verdünnt worden, so dass nun 42 Bürger erneut geimpft werden müssen. Wie ein Sprecher des Landratsamtes in Dillingen an der Donau erklärte, ist bei routinemäßigen Nachkontrollen aufgefallen, dass in einigen Fällen zu wenig Wirkstoff in den Spritzen war. Der Betreiber des Impfzentrums in Wertingen habe nun weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, um einen ähnlichen Vorfall künftig auszuschließen.

+++ 16:55 Beim Hausarzt: Söder mit Biontech geimpft +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der CSU-Chef sei bereits in der vergangenen Woche von seinem Hausarzt in Nürnberg geimpft worden, sagte eine Sprecherin der Staatsregierung in München. Söder hatte bereits in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, er werde sich impfen lassen, sobald dies nach der Impfverordnung möglich sei. Die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung gehören laut der Impfpriorisierung des Bundes als Verfassungsorgan zur Prioritätengruppe 3. Da diese Gruppe in Nürnberg bereits zu Impfungen geladen wird, konnte sich auch Söder eine Spritze mit dem zum damaligen Zeitpunkt in der Praxis vorrätigen Präparat des Herstellers Biontech verabreichen lassen.

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Hat die erste Impfung hinter sich, allerdings ohne Fototermin: CSU-Chef Söder.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

+++ 16:25 Hamburg sinkt unter Notbremsen-Inzidenz +++
Erstmals seit Wochen hat das Robert Koch-Institut für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche angegeben. Aktuell gibt das RKI den Wert mit 95,3 an - das ist der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (70,3). Hamburg hatte Mitte März die sogenannte Corona-Notbremse gezogen, nachdem die Inzidenz über 100 gestiegen war. Als Messlatte - auch für mögliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen - sieht der rot-grüne Senat jedoch den von der Gesundheitsbehörde anders errechneten, deutlich höheren Inzidenz-Wert. Am Dienstag hatte er bei 114,3 gelegen. Die Hamburger Zahlen werden mittags aktualisiert.

+++ 15:55 Dritthöchster Tageswert: RKI meldet hohes Impftempo +++
Die Gesamtzahl der täglich verabreichten Impfdosen ist auf 718.124 gestiegen. Damit schafft der 27. April den dritthöchsten Tageswert überhaupt. Der bisherige Rekord stammt vom 14. April mit 773.531 eingesetzten Impfdosen. Die hohe Zahl könnte allerdings tatsächlich noch höher sein, denn die Datenbank des Robert-Koch-Instituts hatte mit Übertragungsproblemen zu kämpfen. Daher fehlt in der Statistik die Impfleistung von Thüringen - für Baden-Württemberg und Bremen wurde sie geschätzt. Gegen das Coronavirus sind inzwischen 24,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mindestens ein Mal geimpft.

So sieht das Impfquoten-Ranking im Bundesländervergleich aus:

+++ 15:25 Corona-Ausbruch in Mecklenburg-Vorpommern: 180 Infizierte in Fabrik +++
Nach dem Corona-Ausbruch in einem Fahrzeugwerk in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern hat Bürgermeisterin Ute Lindenau die Einwohner der 5000-Seelen-Stadt aufgefordert, sich streng an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Im Werk und in dessen Umfeld nahe der niedersächsischen Grenze war bei mehr als 180 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden. Alleine am Dienstag wurden 80 Personen positiv getestet. Die Tests seien noch nicht abgeschlossen, sagte Kreissprecher Andreas Bonin. Landrat Stefan Sternberg verwies darauf, dass es sich um ein abgrenzbares Ausbruchsgeschehen handele, das losgelöst von den übrigen Corona-Fällen im Landkreis betrachtet werden müsse. Der Kreis verzeichnete am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 237,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.
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+++ 14:55 Frankreichs Justiz untersucht Astra-Todesfälle +++
Todesfälle nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin haben die französische Justiz auf den Plan gerufen. Die Pariser Staatsanwaltschaft eröffnete nach Anzeigen von Hinterbliebenen vorläufige Ermittlungen wegen "fahrlässiger Tötung" in drei Fällen. Unter den Toten sind den Ermittlern zufolge zwei Frauen im Alter von 26 und 38 Jahren, die kurz nach der Impfung Thrombosen erlitten. In Nantes in Westfrankreich starb eine 26-jährige Medizinstudentin, deren Leiche nun untersucht werden soll. In Toulouse im Südwesten des Landes starb eine 38-jährige Sozialarbeiterin an Blutgerinnseln im Hirn. Auch einem dritten Fall im Pariser Raum geht die Staatsanwaltschaft nach. Der Opferanwalt Etienne Boittin sprach von insgesamt rund 15 ungeklärten Todesfällen in Frankreich.

+++ 14:25 EU-Kommission warnt vor Impfpass-Flickenteppich +++
Die EU-Kommission hat vor einem Flickenteppich beim Covid-19-Impfpass gewarnt, sollten sich die 27 Mitgliedstaaten nicht auf ein gemeinsames Zertifikat einigen und stattdessen jeweils ein eigenes einführen. Wenn die Politik liefern könne, dann könne auch eine technische Lösung rechtzeitig gefunden werden, sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders vor dem Europäischen Parlament. "Wenn wir das nicht tun, riskieren wir eine Zersplitterung in ganz Europa mit vielen möglicherweise inkompatiblen nationalen Lösungen." Dann gäbe es viele verschiedene Dokumente, die in anderen EU-Staaten nicht gelesen und nicht kontrolliert werden können. "Und wir riskieren die Verbreitung gefälschter Dokumente und damit die Verbreitung sowohl des Virus als auch des Misstrauens der Bürger." Zwischen EU-Parlament und den Mitgliedstaaten bahnt sich ein Streit über die Ausgestaltung des geplanten Impfzertifikats zum Reisen in Europa an. EU-Abgeordnete fordern weitgehende Änderungen an den bisherigen Plänen.

+++ 13:56 Impfquote in Russland mangels Nachfrage gering +++
In Russland ist der Regierung zufolge die Impfquote mangels Nachfrage verhältnismäßig gering. "Im Moment entspricht die Impfquote absolut der Nachfrage der Bevölkerung", sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow auf die Frage, warum Russland weltweit hier nicht führend sei. Das Angebot an Impfstoff sei gut, auch die Verteilung funktioniere. Die Regierung gehe davon aus, dass die Nachfrage nach Vakzinen mit der Zeit wachsen und damit auch die Impfquote steigen werde.

+++ 13:24 Haseloff fordert sofortige Lockerungen für Geimpfte +++
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff spricht sich dafür aus, die Rechte von Geimpften und Genesenen rasch festzulegen. "Ich fordere den Bund auf, so schnell wie möglich - am besten noch in dieser Woche - eine Verordnung vorzulegen, mit denen die Rechte von Corona-Geimpften und -Genesenen klar geregelt werden", sagt der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". "Wir können im Parallelverfahren von Bundestag und Bundesrat die Verordnung noch in der kommenden Woche verabschieden", sagt der amtierende Präsident der Länderkammer.

+++ 13:01 Studie zeigt: Impfungen verringern Ansteckungen im Haushalt deutlich +++
Schon eine erste Dosis der Impfstoffe von Biontech und Astrazeneca kann einer Studie zufolge das Risiko deutlich reduzieren, das Coronavirus im eigenen Haushalt weiterzutragen. Die Effekte der ersten Impfung verringern das Risiko einer Ansteckung innerhalb von Haushalten um 38 bis 49 Prozent, wie Gesundheitsbehörde Public Health England mitteilte. Sie hatte für ihre Auswertung Infektionsketten in englischen Haushalten analysiert und auf dieser Basis die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung berechnet. Die Experten verglichen positiv auf das Coronavirus Getestete, die mindestens drei Wochen zuvor eine Impfung erhalten hatten, mit ungeimpften Corona-Infizierten. Die bereits Geimpften steckten der Auswertung zufolge deutlich seltener Angehörige ihres eigenen Haushalts an: Bei Biontech lag die Wahrscheinlichkeit der Übertragung nach einer Impfung noch etwas niedriger als bei Astrazeneca.

+++ 12:33 Biontech-Impfstoff wohl auch gegen indische Mutante wirksam +++

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer dürfte nach erster Einschätzung der Unternehmen auch gegen die in Indien grassierende Corona-Mutation wirken. Biontech-Chef Ugur Sahin sagte vor Journalisten in Berlin, die entsprechenden Tests liefen noch. Er sei aber "zuversichtlich", dass der von seinem Unternehmen gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer entwickelte Wirkstoff auch gegen die in Indien aufgetretene Variante wirke.

+++ 12:14 Polen lockert im Mai wieder +++
Polen lockert seine Corona-Einschränkungen. Ab dem 4. Mai dürfen Einkaufszentren wieder öffnen, vier Tage später folgen Hotels, kündigt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki an. Ebenfalls ab dem 15. Mai dürfen Restaurants im Freien Gäste bedienen, ab dem 29. Mai können sie zudem die Innenbereiche wieder öffnen.

+++ 11:41 Boese zu Freiheiten für Geimpfte: Bundesländer-Alleingang "streng genommen nicht erlaubt" +++
Der Bund vertagt die Entscheidung über Freiheiten für Geimpfte und Genesene. Einige Bundesländer wollen nicht mehr warten und preschen vor. ntv-Reporterin Heike Boese erklärt, warum sie damit gegen geltendes Recht verstoßen.

+++ 11:03 Hongkong öffnet Bars und Clubs für Geimpfte +++
In Hongkong sollen geimpfte Bürger wieder das Nachtleben genießen dürfen. Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion mitteilte, sollen von Donnerstag an nach monatelanger Pause unter anderem Bars und Nachtclubs wieder öffnen dürfen. Der Zutritt wird jedoch nicht jedem gewährt. Voraussetzung für einen Besuch ist, dass Gäste mindestens ihre erste Impfung gegen das Corona-Virus erhalten haben. Auch muss um spätestens 2 Uhr morgens geschlossen werden. Die Einrichtungen dürfen nicht bei voller Auslastung betrieben werden. Auch Restaurants sollen wieder Tische für Gruppen von bis zu acht Personen anbieten dürfen, wenn diese mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Zuletzt galt, dass pro Tisch lediglich vier Gäste sitzen dürfen. Die Regierung erhofft sich durch die Maßnahme nicht nur eine Erholung des schwer belasteten Gastronomie-Sektors. Auch wird darauf gesetzt, dass durch die Anreize das bisher eher langsame Impftempo erhöht werden kann.

+++ 10:32 Astrazeneca wehrt sich gegen Behauptungen der EU +++
Im Prozess der EU gegen Astrazeneca um Lieferungen von Corona-Impfstoffen streitet der schwedisch-britische Pharmakonzern die Verpflichtung ab, aus allen Produktionsstätten Vakzine für die Staatenunion bereitzustellen. Zuvor hatte der Anwalt der EU zum Auftakt des Gerichtsverfahrens erklärt, man verlange Lieferungen aus allen im Vertrag mit Astrazeneca aufgelisteten Werken, auch jenen in Großbritannien. Astrazeneca hat mehrmals die ursprünglich der EU zugesagten Liefermengen verringert.

+++ 09:46 Giffey will mobile Impfteams in benachteiligte Stadtteile schicken +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich für mobile Impfteams in benachteiligten Stadtteilen ausgesprochen. "Wenn zusätzlich mit mobilen Teams gearbeitet werden kann, würde ich das absolut befürworten. Zunächst einmal ist Aufklärungsarbeit wichtig", sagte die SPD-Politikerin im ARD-"Morgenmagazin". Bei vielen Menschen gebe es Vorbehalte, große Ängste und Unsicherheiten. "Und dann wird doch vielleicht die Entscheidung getroffen: Ich lasse mich jetzt impfen, aber ich weiß gar nicht, wie das geht." Deshalb müsse man um Vertrauen werben und "hingehen, ansprechen in der Sprache, über die Sender, die gehört und gesehen werden", sagte Giffey. Mit den Teams könne man dort schließlich alle Menschen erreichen.

+++ 09:24 Digitaler Impfausweis könnte laut Braun "in Tagen bis Wochen" fertig sein +++
Der geplante digitale Impfausweis ist nach Worten von Kanzleramtschef Helge Braun "in wenigen Tagen bis Wochen fertig". Im Deutschlandfunk erklärt der CDU-Politiker, in Deutschland werde im Vergleich zu anderen EU-Ländern ein großer Wert auf Datensicherheit gelegt. "Da gucken wir sehr drauf. (...) Und wenn es dann mal eine Woche länger dauert, dann ist das eben so." Braun bekräftigt, mit der "Bundesnotbremse" - dem neuen Infektionsschutzgesetz - könnten nun bundeseinheitliche Corona-Maßnahmen beschlossen werden. Allerdings hätten Bundestag und Bundesrat bei den notwendigen Verordnungsermächtigungen ein Mitspracherecht. "Wenn wir uns schnell einigen, sind wir damit auch schnell fertig", sagt Braun.

+++ 09:11 Aufhebung von Impf-Priorisierung im Mai: Söder rechtfertigt seine Strategie +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Entscheidung verteidigt, die Priorisierung beim Impfen in seinem Bundesland schon im Mai aufheben zu wollen. In Bayern impfe man derzeit bereits die Risikogruppe drei, sagt der CSU-Chef beim Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI). Deshalb rücke im Mai jetzt sowohl die Impfung von Familien als auch in Betrieben in den Vordergrund, fügt Söder hinzu.

+++ 08:46 Steitz zu neuer Oxford-Studie: Astrazeneca schützt schon nach der ersten Dosis +++
Kaum ein Impfstoff war so viel in den Schlagzeilen wie das Präparat des Pharmaherstellers Astrazeneca. Jetzt kommt eine positive Nachricht hinzu. Eine Studie aus Großbritannien belegt, dass das Vakzin bereits nach der ersten Impfung einen starken Schutz gewährt. ntv-Expertin Doro Steitz berichtet.

+++ 08:30 Verband zufrieden nach Öffnung von Außengastronomie in Schleswig-Holstein +++
Seit gut zwei Wochen darf die Gastronomie in Schleswig-Holstein ihre Außenbereiche wieder öffnen. Doch bei Weitem nicht alle Betriebe, die öffnen dürften, machten von der Möglichkeit auch Gebrauch, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Schleswig-Holstein, Stefan Scholtis. Die Betriebe mit geöffnetem Außenbereich aber seien gut ausgelastet. Seit 12. April ist Cafés und Restaurants in den meisten Kreisen und kreisfreien Städten nach monatelanger Pause wieder die Bewirtung auf ihren Terrassen erlaubt. Gäste müssen einen Termin vereinbaren, ihre Kontaktdaten hinterlegen und dürfen nur am Tisch ihre medizinischen Masken ablegen. "Viele Gastwirte haben diese Chance begeistert ergriffen, endlich wieder Gäste bewirten zu dürfen", sagte Scholtis. Er berichtet von der Betreiberin eines kleinen Cafés im Kieler Norden. "Sie hat am ersten Tag so viele Tische rausgestellt, wie sie nur konnte, und die sind bis heute immer besetzt", sagte er. Auch wenn es sich betriebswirtschaftlich oft nicht rechne, habe bislang kein Betrieb seinen Außenbereich wieder geschlossen.

+++ 07:51 Indien stellt wieder Rekord bei Neuinfektionen auf +++
Indien meldet mit 360.960 Corona-Neuinfektionen erneut einen weltweiten Höchstwert und überschreitet die Schwelle von 200.000 Todesfällen. 3293 weitere Menschen starben in Verbindung mit dem Virus und damit so viele wie nie zuvor, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Damit stieg die Zahl der Todesfälle in dem südasiatischen Land auf 201.187. Bei den bestätigten Ansteckungen verzeichnet Indien nun schon den siebten Tag in Folge mehr als 300.000 neue Fälle binnen 24 Stunden und weist mit fast 18 Millionen nachgewiesenen Fällen weltweit die zweitmeisten Infektionen nach den USA auf.

++ 07:35 Oldenburger Forscher starten Studie zur Verteilung von knappem Impfstoff +++
Oldenburger Politikwissenschaftler starten gemeinsam mit Kollegen aus Israel, Dänemark und den USA eine internationale Studie zur Verteilung von knappem Impfstoff in einer Pandemie. Die Forscher bereiten ein repräsentatives Online-Experiment mit 16.000 Teilnehmenden aus acht Ländern vor, wie die Universität Oldenburg mitteilte. Sie interessierten sich vor allem dafür, wie die Bevölkerung selbst entscheiden würde. "Das Verteilen von Impfstoff zu regulieren, ist eine globale Herausforderung für die Politik", sagte der Oldenburger Projektleiter Markus Tepe. Bei einem solch knappen Gut und zugleich hoher Nachfrage seien Konflikte innerhalb und zwischen den Ländern unabwendbar. Die Forscher möchten wissen, unter welchen Bedingungen eine solidarische Verteilung von Impfstoffen überhaupt möglich wäre. Denn diese gilt nach Tepes Überzeugung als "ein Erfolgsfaktor für die Bekämpfung zukünftiger globaler Epidemien".

+++ 07:01 Wirtschaftsflügel der Union spricht sich für Verlängerung der Überbrückungshilfen aus +++
Der Wirtschaftsflügel der Union fordert eine Fortsetzung der finanziellen Corona-Hilfen für notleidende Branchen bis Jahresende und eine Strukturreform. "Ab Sommer soll es mit der Wirtschaft wieder bergauf gehen, einige besonders betroffene Branchen werden aber noch länger mit Einschränkungen leben", sagt der Chef der Unions-Mittelstandsvereinigung MIT, Carsten Linnemann, der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" laut Vorabbericht. Neben klugen Öffnungsstrategien sei es daher richtig, die Überbrückungshilfen für diesen Teil der Wirtschaft zu verlängern. Damit der Aufschwung Fahrt aufnehmen könne, müssten zudem Bürokratie- und Steuerlasten abgebaut werden. "Auf das Konjunkturprogramm im letzten Jahr muss ein Strukturreformprogramm in diesem Jahr folgen."

+++ 06:33 Chinesen reisen mehr als vor der Pandemie +++
China steht in den nächsten Tagen eine gewaltige Reisewelle bevor. Laut Behördenschätzung dürften über die anstehenden Feiertage vom 1. bis zum 5. Mai rund 250 Millionen Reisende in der Volksrepublik unterwegs sein. Wie das Verkehrsbüro des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit mitteilte, hätten Buchungen für Hotels und Flugreisen das Niveau von 2019, also bevor die Corona-Pandemie ausgebrochen war, "deutlich überschritten". Die Rede war von einem regelrechten "Boom" bei Inlandsreisen.

+++ 05:35 RKI verzeichnet 22.231 Neuinfektionen, weniger als letzte Woche +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 22.231 neue Infektionen und 312 weitere Todesfälle gemeldet. Im Vergleich zu letzter Woche sind die Zahlen rückläufig: Am vergangenen Mittwoch verzeichnete das RKI 24.884 Neuinfektionen und 331 Tote durch Covid-19. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz fällt gegenüber dem Vortag von 167,6 auf 160,6.

+++ 04:58 EU-Parlament debattiert über Impfzertifikat +++
Das geplante europäische Impfzertifikat könnte noch vor seiner Einführung einen neuen Namen bekommen. Die Abgeordneten des Europaparlaments debattieren heute darüber, ob das von der EU-Kommission "digitales grünes Zertifikat" getaufte Projekt in "EU Covid-19 Zertifikat" umbenannt werden soll. Auch weitere Detailfragen stehen im Plenum in Brüssel zur Diskussion - etwa, wie lange der Nachweis gültig sein soll. Das Zertifikat soll mehr Einheitlichkeit in die Einreiseregelungen innerhalb der EU bringen. Es soll ab Juni zur Verfügung stehen und in allen EU-Staaten anerkannt werden.

+++ 04:30 Burning-Man-Festival erneut abgesagt +++
Das legendäre Burning-Man-Festival in den USA muss auch dieses Jahr ausfallen. Das geben die Veranstalter bekannt. Die Veranstaltung in der Wüste von Nevada hätte eigentlich Anfang September stattfinden sollen. Schon voriges Jahr war das Festival Corona-bedingt geplatzt. Als Ersatz wurde ein "Virtual Burn" geboten, zu dem Fans 2021 ebenfalls online eingeladen sind. Burning Man (zu Deutsch "Brennender Mann") ist ein neuntägiges Open-Air-Festival auf einem ausgetrockneten Salzsee mit Musik und Kunstaktionen.

+++ 03:38 Deutscher Botschafter fordert schnelle Hilfen: "Menschen ersticken auf der Straße" +++
Der deutsche Botschafter in Neu Delhi, Walter Lindner, ruft angesichts der dramatischen Infektionslage auf dem Subkontinent dazu auf, schnell Hilfen bereitzustellen. "Indien braucht jetzt vor allem Sauerstoff und Atemgeräte. Und dann natürlich Masken und Medikamente", sagte Lindner dem Bonner "General-Anzeiger". Es gebe "Situationen, wo Menschen auf den Straßen vor den Krankenhäusern ersticken, weil sie abgewiesen wurden, auch weil aktuell zu wenig medizinischer Sauerstoff verfügbar ist". Nach Angaben des Diplomaten halten sich derzeit noch "einige Tausend" Deutsche in Indien auf, darunter vor allem Geschäftsleute. Viele Bundesbürger seien ausgereist, "weil ihnen der Verbleib im Land zu gefährlich erschien, weil das Gesundheitssystem kollabiert".

+++ 02:17 B.1.617 bislang in 17 Ländern nachgewiesen +++
Die zuerst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits in mindestens 17 Ländern nachgewiesen worden. Das geht aus mehr als 1200 Sequenzen hervor, die in die Datenbank Gisaid eingespeist wurden. Die meisten der Nachweise stammten demnach aus Indien, Großbritannien, den USA und Singapur. Vorläufige Studienergebnisse deuteten darauf hin, dass sich B.1.617 schneller ausbreite als andere in Indien zirkulierende Corona-Varianten, erklärte die WHO.

+++ 01:20 US-Behörde findet keinen Zusammenhang zwischen Impfung und Herzmuskelentzündung +++
Dem US-Seuchenzentrum CDC liegen keine Hinweise auf eine Verbindung zwischen Corona-Impfungen und einer Herzmuskelentzündung vor. Man habe bei den inzwischen mehr als 200 Millionen vorgenommenen Impfungen gezielt nach Anzeichen dafür gesucht, sagt CDC-Chefin Rochelle Walensky. Israels Gesundheitsministerium hatte am Sonntag von einer kleinen Zahl von derartigen Erkrankungen bei Personen berichtet, die den Biontech/Pfizer-Impfstoff erhalten hätten. Eine Schlussfolgerung zog das Ministerium nicht. Pfizer zufolge ist kein höheres Vorkommen bei Geimpften bekannt. Das Virus selbst kann offenbar bei einigen Infizierten eine sogenannte Myokarditis auslösen.

+++ 00:49 Karstadt-Chef rechnet nach Lockdown mit Rabattschlacht +++
Der Vorstandschef von Galeria Karstadt Kaufhof, Miguel Müllenbach, rechnet nach dem Lockdown mit bisher ungekannten Rabattaktionen. In einem Interview mit der "Bild-Zeitung" sagte Müllenbach: "Aktuell herrscht ein großer Warendruck, gerade bei Textilien. Die Lager sind branchenweit übervoll. Bei Kleidung werden wir so viele Rabattaktionen sehen wie nie zuvor."

+++ 23:56 Notstand in Portugal wird aufgehoben +++
In Portugal gilt angesichts sinkender Infektionen ab Freitag nicht mehr die höchste Corona-Warnstufe. Auch ohne den Notstand werde es jedoch notwendig sein, durch Schutzmaßnahmen einen Rückfall zu verhindern, sagt Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Er werde nicht zögern, wieder den Notstand auszurufen, sollte dies notwendig werden. Die neue Warnstufe erlaubt es der Regierung zwar immer noch, einige Beschränkungen zu verhängen. Sie sind jedoch jetzt begrenzt und müssen begründet werden.

+++ 23:22 Ein Viertel aller Berliner ist geimpft +++
In Berlin ist inzwischen laut dem aktuellen Corona-Lagebericht jeder vierte Bewohner ein Mal geimpft. 916.408 Berliner (24,97 Prozent) haben demnach eine erste Dosis Impfstoff erhalten, teilt die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Davon sind rund 324.000 Menschen (8,8 Prozent) zwei Mal geimpft worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb weitgehend unverändert bei 136,5. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Virus infiziert haben. Die Belastung auf den Berliner Intensivstationen bleibt hoch: 27,2 Prozent der Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt. Damit hat sich die Belegungsquote kaum verändert.

+++ 22:33 Steigende Inzidenz in MV, Niedersachsen und dem Saarland +++
Drei von 16 Bundesländern weisen steigende 7-Tage-Inzidenzen aus. Mecklenburg-Vorpommern (plus 3,4), Niedersachsen (plus 1,5) und das Saarland (plus 1,5). Am Sonntag und Montag waren es allerdings noch elf von 16 Ländern, die ein Wachstum verzeichneten. Sachsen (226,5) bleibt das Bundesland mit der höchsten Inzidenz, nachdem es gestern Thüringen (222,0) überholt hatte. Der starke Rückgang in Sachsen-Anhalt ist eine Verzerrung, die mutmaßlich auch der Anpassung an die RKI-Daten geschuldet ist. Nur Schleswig-Holstein bleibt mit einer Inzidenz von 70 unter dem Wert der Bundesnotbremse.

+++ 22:10 Datenlage in Deutschland: 14.700 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.318.844 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.699 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 281 auf 82.052. Als aktuell infiziert gelten rund 302.500 Personen. Eine Einschätzung der Infektionslage im Vergleich zur Vorwoche ist allerdings schwierig, weil Sachsen-Anhalt ab sofort die Zahlen des Robert-Koch-Instituts meldet, auf die sich die Bundes-Notbremse bezieht. Wegen der Datenumstellung kam es bei den Todes- und Fallzahlen zu Datenkorrekturen nach unten. Geschätzt liegen die Fallzahlen auf dem Niveau der Vorwoche.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,85 angegeben (Vortag: 1,07). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,93 (Vortag: 1,01). Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ist leicht gesunken. Laut dem aktuellen Stand des DIVI-Intensivregisters werden derzeit 5063 Infizierte intensivmedizinisch behandelt - das sind 59 weniger als am Vortag. 2873 Patienten müssen invasiv beatmet werden. Auch hier ist ein Rückgang um 32 Patienten zum Vortag zu verzeichnen. Allerdings steigt die Belegung. Derzeit sind den Angaben des Registers zufolge noch 3761 Intensivbetten in den deutschen Kliniken frei, stolze 274 Betten weniger als am Vortag. Damit sinkt der prozentuale Anteil freier Betten an der Gesamtkapazität um ein Prozent innerhalb nur eines Tages - auf nun noch 14,1 Prozent.

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Quelle: ntv.de, mau/ino/dpa/AFP/rts

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