Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:25 Vier von fünf Erwachsenen in Großbritannien inzwischen geimpft +++

In Großbritannien sind inzwischen 80 Prozent aller Erwachsenen mindestens ein Mal geimpft. Das teilt das britische Gesundheitsministerium mit. Das Ziel, allen Menschen über 18 Jahren bis zum 19. Juli ein Impfangebot zu machen, sei damit in Reichweite. Der Anteil der Erwachsenen, die beide Impfungen erhalten haben, liegt den Angaben zufolge bei knapp 60 Prozent. Noch in dieser Woche soll laut Gesundheitsminister Matt Hancock die Impfpriorisierung enden. Alle über 18-Jährigen können dann einen Termin buchen - bislang war die Impfreihenfolge streng nach Risikogruppen gegliedert.

+++ 22:33 Müller sagt 20 Millionen Euro für Impfstoffproduktion in Afrika zu +++
Zum Abschluss seiner Westafrikareise hat Entwicklungsminister Gerd Müller dem Institut Pasteur im Senegal 20 Millionen Euro zur Produktion von Corona-Impfstoffen zugesagt. Das Geld solle bis April 2022 zur Verfügung gestellt werden, sagte der Minister in der Hauptstadt Dakar. Der Betrag sei als "Initialzündung" für eine Impfstoffproduktion "für Afrika in Afrika" gemeint. Man hoffe, dass andere europäische Länder dem Beispiel folgen würden, hieß es. Die Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC, erwartet, dass Afrika Impfstoffe schon Ende des Jahres selbst produzieren könnte, mit dem Institut Pasteur als einem der wichtigsten Labore auf dem Kontinent.

+++ 21:58 Deutschland meldet 1130 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.719.537 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1130 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 1719 Fällen im Vergleich zur Vorwoche.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 90 auf 90.195. Das sind fast genauso viele wie am vergangenen Dienstag (94 Fälle). Als aktuell infiziert gelten nach RKI-Schätzungen rund 34.931 Personen (Vortag: 37.822). 3.594.411 Menschen gelten demnach als genesen.

+++ 21:31 Drei Bundesländer melden Neuinfektionen im einstelligen Bereich +++
Drei der 16 Bundesländer melden Neuinfektionen im einstelligen Bereich: Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern registrieren beide 3 und Bremen 6 neue Fälle. Den höchsten Tageswert verzeichnet heute Nordrhein-Westfalen mit 236 Fällen, gefolgt von Bayern (202) und Baden-Württemberg (181). Auch Hessen verzeichnet mit 127 Fällen wieder einen dreistelligen Wert. Anders in Niedersachsen: Dort ist die Zahl von 111 auf 91 gesunken.

+++ 21:23 Rheinland-Pfalz und Hessen haben die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner +++
Die Länder mit den meisten aktiven Fällen je 100.000 Einwohner sind Rheinland-Pfalz mit 64 und Hessen mit 61. Die niedrigsten Werte verzeichnen Mecklenburg-Vorpommern mit 13 aktiven Fällen pro 100.000 Einwohner, Schleswig-Holstein (14) und Niedersachsen (17).

+++ 21:14 Sieben-Tage-Inzidenz in allen Bundesländern deutlich unter 20 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner ist bundesweit erneut gesunken und liegt in allen deutlich Bundesländern unter 20. Am niedrigsten ist der Wert momentan in Mecklenburg-Vorpommern mit 3,2, Sachsen-Anhalt (5,1) und Brandenburg (5,2). Am höchsten ist der Wert momentan im Saarland (16,4), in Baden-Württemberg (15,6), Bayern (13,7) und Nordrhein-Westfalen (12,7).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) unverändert bei 0,59. Der 7-Tage-R-Wert ist leicht gestiegen und liegt aktuell bei 0,72 (Vortag: 0,71).

+++ 21:07 Köpping über hohe Todeszahlen in Sachsen: Hätten früher reagieren müssen +++
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping lässt einem Medienbericht zufolge das Corona-Krisenmanagement in ihrem Haus auf Fehler prüfen. Die Todeszahlen im Freistaat seien erschreckend hoch, sagte die SPD-Politikerin laut der "Sächsischen Zeitung". Darum wolle sie den Gründen für die Entwicklung nachgehen. In Sachsen sind laut Robert-Koch-Institut etwa 10.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Deutschlandweit wird die Zahl der Todesfälle auf etwa 90.100 beziffert. Sachsen habe weltweit die höchsten Inzidenzen gehabt, so Köpping laut der Zeitung. Eine Ursache für die hohen Infektions- und Todeszahlen sei demnach auch, dass Sachsen eine der ältesten Bevölkerungen in ganz Deutschland habe. Zudem seien die Maßnahmen anders als im Frühjahr 2020 nicht nur auf Landesebene beschlossen worden. "Aber wir hätten viel schneller mehr reagieren müssen", räumte Köpping ein.

+++ 20:38 Lissabon wird wegen Ausbreitung der Delta-Variante abgeriegelt +++
Lissabon wird wegen einer besorgniserregenden Zunahme der Corona-Infektionsfälle für rund zweieinhalb Tage abgeriegelt. Von Freitagnachmittag (1600 MESZ) bis Montagmorgen (0600 MESZ) dürfen die 2,8 Millionen Bewohner der portugiesischen Hauptstadt den Großraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen, wie die Regierung mitteilte. Auswärtige werden nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen. Mit 928 neuen Infektionen binnen 24 Stunden verzeichnete Lissabon heute den höchsten Wert seit dem 19. Februar. Das waren rund 75 Prozent aller in Portugal registrierten Fälle (1233). In der "Area Metropolitana" Lissabons wohnen aber lediglich rund 27 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger Portugals.

+++ 20:17 Handelsverband: Sonntagsöffnung bis Jahresende freigeben +++
Nach dem Umsatzeinbruch vieler stationärer Händler dringt die Branche auf mehr Verkaufstage. "Kurzfristig sollte es gerade mit dem Blick auf einen kraftvollen Neustart nach der Pandemie allen Einzelhändlern offenstehen, zumindest die restlichen Sonntage in diesem Jahr ihre Türen für alle Kunden zu öffnen", sagte Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das gäbe Händlern die Chance, wenigstens einen Teil des entgangenen Umsatzes nachzuholen. Der Handel fordert seit Jahren mehr Möglichkeiten, an Sonntagen zu öffnen. Gewerkschaften und Kirchen stemmen sich dagegen. Es brauche dringend eine "Enttabuisierung des Themas", sagte Genth.

+++ 20:02 Briten wollen Teilnehmern von Klimakonferenz Impfungen bereitstellen +++
Um eine persönliche Weltklimakonferenz im November in Glasgow zu ermöglichen, will Großbritannien als Gastgeber Teilnehmern im Zweifelsfall Impfungen ermöglichen. "Das Vereinigte Königreich wird Impfungen für Delegationen zur Verfügung stellen, die andernfalls nicht in der Lage sein würden, dabei zu sein", kündigte der designierte Präsident der Konferenz COP26, Alok Sharma, bei einer virtuellen Pressekonferenz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen in Bonn an. Wie genau dieser Prozess ablaufen und wo die Menschen geimpft werden sollten, soll in Kürze bekanntgegeben werden. Die britische Regierung will als Gastgeberin die Konferenz im November unbedingt als Präsenzveranstaltung durchführen. Die Vorberatungen in den vergangenen Wochen hatten digital stattgefunden, was durch die verschiedenen Zeitzonen extreme Herausforderungen darstellte.

+++ 19:28 Forschungsministerium: Neun von zehn Impfstoff-Entwicklungen scheitern +++
Das Bundesforschungsministerium sieht in den Wirksamkeitsproblemen des Impfstoffes von Curevac kein Scheitern der staatlichen Förderpolitik. "Die Entwicklung neuer Impfstoffe ist immer risikobehaftet und teuer, insbesondere in den späten Entwicklungsphasen", sagte ein Sprecher auf Anfrage. "Je nach Technologie und Erkrankung müssen wir mit Fehlschlägen von bis zu 94 Prozent rechnen. Selbst in der letzten Entwicklungsphase, in der die Daten für die Zulassung gesammelt werden, scheitern immer noch neun von zehn Impfstoffkandidaten." Genau deshalb unterstütze das Bundesforschungsministerium mit erheblichen Mitteln die Impfstoffentwicklung. "Die weltweiten Investitionen mit dieser schnellen Entwicklung und Zulassung von wirksamen und sicheren Impfstoffen ist historisch einzigartig, und wir können uns glücklich schätzen, dass die Förderung von Biontech erfolgreich war", fügte der Sprecher hinzu.

+++ 19:06 Geimpfte Nicht-EU-Bürger dürfen ab dem 25. Juni einreisen +++
Für Menschen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union soll die Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni grundsätzlich wieder möglich sein, wenn sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Das soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zwar unabhängig davon sein, ob sie als Geschäftsreisende, Touristen, Studenten oder für einen Besuch kommen wollen. Aktuell dürfen Bürger aus sogenannten Drittstaaten nur in eng umrissenen Ausnahmefällen einreisen. Um Fälschung und Betrug zu vermeiden, legt die neue Regelung genau fest, wie der Impfnachweis aussehen muss. Neben der Bundespolizei sollen auch Fluggesellschaften diesen Nachweis prüfen. Außerdem werden nicht alle weltweit verfügbaren Impfstoffe anerkannt. Ausschlaggebend sind jene Substanzen, die das Paul-Ehrlich-Institut auf seiner Internetseite aufzählt, derzeit die Produkte von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Janssen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:37 USA investieren mehrere Milliarden in Anti-Corona-Medikamente +++
Die USA wollen 3,2 Milliarden US-Dollar (etwa 2,6 Milliarden Euro) in die Entdeckung und Entwicklung antiviraler Medikamente zur Behandlung der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 investieren. Der US-Immunologe Anthony Fauci stellte die Pläne bei einem Briefing der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses in Washington vor. "Impfstoffe bleiben eindeutig das Kernstück unseres Arsenals gegen Covid-19", betonte er. Antivirale Mittel könnten jedoch eine wichtige Ergänzung zu Impfstoffen sein. Antivirale Medikamente stellten außerdem eine weitere "Verteidigungslinie" gegen besorgniserregende Varianten und künftige Bedrohungen durch Viren mit "pandemischem Potenzial" dar. Finanziert werden soll das Programm mit Mitteln aus dem "amerikanischen Rettungsplan", einem billionenschweren Maßnahmenbündel, das der Kongress im März verabschiedet hatte. Wie die "New York Times" berichtet, befänden sich bereits Medikamente in der Entwicklung, die im besten Fall bereits zum Jahresende ausgeliefert werden könnten.

+++ 18:11 Delta-Variante breitet sich in Russland aus +++
In Russland grassiert den Behörden zufolge die aggressivere Delta-Variante, die zuerst in Indien nachgewiesen wurde. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle steige signifikant, teilt die Verbrauchergesundheitsbehörde mit. In Moskau verschlechtere sich die Situation rapide und unerwartet vermutlich wegen ansteckenderer Virus-Varianten, sagt der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergei Sobjanin. Die Behörden seien dabei, rasch die Anzahl der Krankenhausbetten zu erhöhen, um mehr Covid-19-Patienten aufnehmen zu können. Derzeit gebe es aber ausreichend Kapazität.

Ein Interview mit der Virologin Jana Schroeder über die Delta-Variante können Sie hier lesen.

+++ 17:43 Großbritannien meldet höchsten Anstieg an Fällen seit Februar +++
Großbritannien verzeichnet den höchsten Anstieg an Neuinfektionen binnen eines Tages seit dem 19. Februar. Die Behörden registrieren 11.007 nachgewiesene Ansteckungsfälle, am Tag zuvor waren es noch 9055. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 19, am Mittwoch waren es neun weitere Tote.

+++ 17:35 EMA: Vorerst keine Folgen für Zulassungsverfahren von Curevac +++
Die enttäuschenden Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffes des Tübinger Herstellers Curevac haben vorerst keine Folgen für das Prüfverfahren bei der Europäischen Arzneimittelbehörde. Es gebe keine harte Mindestgrenze bei der Wirksamkeit, erklärte die EMA in Amsterdam. Vor einer Bewertung müssten alle Ergebnisse vorliegen. Curevac hatte zuvor mitgeteilt, dass der Impfstoff des Unternehmens einer Zwischenanalyse zufolge eine Wirksamkeit von nur 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" zeige. Das ist niedriger als bei anderen Impfstoffen. Bei klinischen Studien werde zwar von einer Mindestgrenze von 50 Prozent Wirksamkeit ausgegangen, sagte die EMA. Aber vor allem im Zusammenhang mit den neuen Virusvarianten müsse man die Daten sehr gut prüfen und Vorzüge gegen Nachteile abwägen. Die Experten der EMA prüfen zur Zeit vier Impfstoff-Kandidaten. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, sei noch nicht abzusehen.

+++ 17:14 Scholz fordert zügige Genehmigung der europäischen Corona-Hilfen +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz erwartet von den bald anlaufenden europäischen Corona-Hilfen einen Schub für die wirtschaftliche Erholung. Schon jetzt zeige die gemeinsame europäische Aktion Wirkung, sagte der SPD-Politiker vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Man sei jetzt in der Phase, die nationalen Aufbaupläne zu genehmigen. Es sei wichtig, dass dies zügig gehe.

+++ 16:40 WHO besorgt wegen rasanter Ausbreitung in Afrika +++
Die dritte Welle mit neuen Varianten wird in Afrika immer stärker. Die Zahl der Neuinfektionen steige dort jede Woche um 22 Prozent, erklärte die Regional-Direktorin der Weltgesundheitsorganisation WHO für Afrika, Matshidiso Moeti. Sie forderte mehr Impfstofflieferungen: "Afrika braucht diese Impfdosen hier und jetzt, um die dritte Welle einzudämmen." In Afrika sind bisher lediglich knapp 12 Millionen Menschen vollständig geimpft, was weniger als einem Prozent der Bevölkerung des Kontinents entspricht, wie die WHO erklärte. In der Demokratischen Republik Kongo, Namibia und Uganda gab es laut WHO zuletzt die höchsten wöchentlichen Fallzahlen seit Beginn der Pandemie. Die Delta-Variante sei bereits in 14 afrikanischen Ländern nachgewiesen worden, die Alpha- und Beta-Varianten in 25 Ländern.

+++ 16:16 Pandemie in der Animation: So rollen die zweite und dritte Welle über Deutschland +++
Der Pandemieverlauf in der Animation: In unserem Video können Sie sich ansehen, wie sich die zweite und dritte Welle in Deutschland entwickelt haben. Gezeigt wird ein Jahr im Verlauf:

+++ 15:56 Telefonische Krankschreibung bei Erkältung weiter möglich +++
Bei leichten Atemwegserkrankungen können sich Versicherte auch weiterhin telefonisch krankschreiben lassen. Der dafür zuständige Gemeinsame Bundesausschuss hat die während der Pandemie getroffene Sonderregelung zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bis 30. September verlängert, wie das Gremium von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken in Berlin mitteilte. Grund ist ein nach wie vor "relevantes COVID-19-Infektionsgeschehen". Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung seien daher weiter notwendig. Mit der Sonderregelung können Versicherte, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu sieben Tage krankgeschrieben werden. Für weitere sieben Kalendertage können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte eine Folgebescheinigung der Arbeitsunfähigkeit telefonisch ausstellen.

+++ 15:43 Tageshöchstwerte bei Neuinfektionen und Toten in Afghanistan +++
In Afghanistan erreicht die Zahl der an einem Tag erfassten Neuinfektionen und Toten den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Am Donnerstag melden die Behörden 2313 neue Fälle und 101 Tote, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. In dem Land mit geschätzt rund 37 Millionen Einwohnern erhöht sich die Gesamtzahl der erfassten Infektionen damit auf knapp 99.000, mehr als 3900 Menschen starben mit dem Virus. Die Zahlen sind landesweit zuletzt massiv angestiegen. Anfang Mai wurden noch weniger als 200 neue Fälle binnen eines Tages gemeldet. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Anzahl der Infektionen und Toten viel höher ist. In offiziellen Statistiken sind nur Menschen geführt, die in Krankenhäusern sterben, nicht aber zu Hause.

+++ 15:25 Dänemark strebt Immunität in der Bevölkerung vor dem Winter an +++
Dänemark will nach den Erwachsenen Mitte September dann auch Jugendlichen ein Impfangebot machen. "Eine Ausweitung der Zielgruppe auf die 12- bis 15-Jährigen ist notwendig, um eine noch stärkere Immunität in der Bevölkerung und damit die Kontrolle der Epidemie in Dänemark zu gewährleisten", sagt der Chef der dänischen Gesundheitsbehörde, Soren Brostrom. "Wir brauchen eine Immunität in der Bevölkerung, vor allem vor Beginn der Winter-Saison." Verabreicht werde das Biontech-Vakzin, da dies der einzige von der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) für Jugendliche genehmigte Impfstoff sei. Knapp die Hälfte der Dänen ist erstmals, mehr als ein Viertel vollständig geimpft.

+++ 15:08 Curevac-Chef rechnet mit Ergebnissen der finalen Analyse in mehreren Wochen +++
Curevac rechnet mit den Ergebnissen der finalen Analyse zur Wirksamkeit des mRNA-Impfstoffkandidaten einer wichtigen internationalen Studie in zwei bis drei Wochen. Dies sagte Curevac-CEO Franz-Werner Haas in der Telefonkonferenz mit Analysten. Der mRNA-Impfstoffkandidat des Tübinger Biopharmaziekonzerns hat in der internationalen Herald-Studie eine Wirksamkeit von nur 47 Prozent erreicht. Bei der Studie wurden mindestens 13 Virus-Varianten getestet, was zu den enttäuschenden Ergebnissen Curevac zufolge beigetragen haben könnte.

+++ 14:43 Auflagen für Unternehmen auch im Sommer +++
Für Unternehmen in Deutschland sollen trotz sinkender Ansteckungszahlen auch über den Sommer einige Regeln weiter gelten: Die Betriebe müssten weiterhin mindestens zweimal in der Woche ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten und nach wie vor auch bestimmte Hygieneregeln einhalten, sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Eine entsprechende Neufassung der Ende Juni auslaufenden Arbeitsschutzverordnung, die Vorgaben für Flächen, Abstände und Masken am Arbeitsplatz macht, soll nach Heils Angaben am kommenden Mittwoch im Kabinett beschlossen werden.

+++ 14:23 Heil: Im Moment in Regierung keine große Sorge wegen Delta-Variante +++
Die Bundesregierung hat nach Angaben von Arbeitsminister Hubertus Heil zurzeit keine großen Bedenken wegen der Delta-Variante. Auf die Frage, ob die Sorge in der Regierung deswegen groß sei, sagt der SPD-Politiker: "Im Moment nicht. (...) Ich glaube, dass wir den Sommer gut hinbekommen in Deutschland." Man müsse aber über den Herbst reden, wachsam und vorbereitet sein. Momentan arbeiteten die Impfungen "für uns". Diese würden helfen, in diesem Herbst besser vorbereitet zu sein als im Herbst 2020, "wo wir nach dem Sommer, der uns auch alle fröhlich gemacht hat, (...) ein bisschen arglos in eine zweite und dritte Welle gestolpert sind". Man müsse wachsam bleiben und aufpassen, die bisherigen Erfolge nicht durch Leichtsinnigkeit wieder zu verspielen.

+++ 14:05 Studienleiter: Vakzin von Curevac konnte nicht hoch genug dosiert werden +++
Die niedrige Wirksamkeit des Impfstoffs von Curevac ergibt sich laut dem Virenexperten Peter Kremsner daraus, dass das Vakzin nicht hoch genug dosiert werden konnte. Das wiederum habe daran gelegen, dass die einzelnen Bestandteile nicht chemisch modifiziert worden seien, sagt der Leiter der Impfstoff-Studie des Tübinger Biotech-Unternehmens dem SWR. Eigentlich sei dies immer als Vorteil gepriesen worden, wahrscheinlich sei das jetzt der Hauptnachteil: "Das heißt, wir konnten nicht hoch genug dosieren wie das die anderen gemacht haben." Die anderen Impfstoffhersteller hätten 30 und 100 Mikrogramm verabreicht. "Mit der Curevac-Impfung konnten wir nur 12 Mikrogramm geben. Dann wurde es zu unverträglich, wenn man weiter höher dosiert hat."

+++ 13:48 Zahl der Intensivpatienten in deutschen Kliniken sinkt +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist abermals gesunken und bewegt sich nun auf dem Niveau von Ende Oktober 2020. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 1068 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 66 Patienten. Zudem ist dies der niedrigste Wert seit 22. Oktober vergangenen Jahres. DIVI zufolge müssen 747 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 37 Personen weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4431 Betten in den deutschen Kliniken frei. Das entspricht einem Anteil von 17 Prozent.

+++ 13:41 Österreich hebt Sperre für Bars, Clubs und Discos auf +++
Angesichts der niedrigen Neuinfektionszahlen wird in Österreich ab Juli die Nachtgastronomie wieder geöffnet. Die Sperrstunde wird aufgehoben. "Es kann wieder getanzt, gefeiert und geheiratet werden", sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz. Als Voraussetzung gilt die sogenannte "3-G-Regel": Nur wer getestet, genesen oder geimpft ist, bekommt Zutritt. Bars, Clubs und Discos waren seit Mitte März 2020 geschlossen.

+++ 13:34 DKG-Chef Gaß zur Delta-Variante: "Sind für eine mögliche vierte Welle gewappnet" +++
Die Delta-Variante bereitet vielen Medizinern Sorgen. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, spricht im Interview mit ntv über die Lage in deutschen Krankenhäusern und was ein möglicher Ausfall des Curevac-Impfstoffs bedeuten würde.

+++ 13:14 Hunderte Ärzte in Indonesien trotz Impfung infiziert +++
In Indonesien haben sich den Behörden zufolge mehr als 350 Ärzte angesteckt, obwohl sie mit dem chinesischen Impfstoff Sinovac geimpft worden waren. Die meisten der Betroffenen hätten keine Symptome, Dutzende der Mediziner müssten allerdings im Krankenhaus behandelt werden, sagt ein Vertreter der Gesundheitsbehörden auf Java. Dort gibt es in einem Bezirk einen Corona-Ausbruch, der von der ansteckenderen Virus-Variante Delta dominiert wird.

+++ 12:56 Digitaler Impfpass: Nachweis für geimpfte Genesene kommt Ende Juni +++
Von Covid-19 Genesene können ihren Status ab Ende Juni in Corona-Warn-App (CWA) und Covpass-App hinterlegen. Dann sollen auch Genesene mit Impfung ihren Schutzstatus digital nachweisen können, erklärt das Bundesgesundheitsministerium (BMG). Die Funktionen würden mit der nächsten Entwicklungsstufe beider Apps nachgelegt. Auch das Ausstellungssystem für die Zertifikate bei Apotheken, Impfzentren und Arztpraxen soll dann diesen Fall abbilden können. Aktuell können Betroffene noch nicht auf regulärem Weg an einen digitalen Nachweis kommen. Grund dafür sind nach Angaben des BMG zunächst einmal technische Fragen.

+++ 12:34 Aktuelle Pandemie-Lage: Delta-Variante verdoppelt sich binnen einer Woche +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Doro Steitz zusammen mit der Virologin Jana Schroeder die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 12:22 Bei Atemwegserkrankungen weiter telefonische Krankschreibung möglich +++
Bei leichten Atemwegserkrankungen ist bis zum 30. September weiter eine telefonische Krankschreibung möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss verlängerte die wegen der Pandemie eingerichtete Sonderregel um drei Monate, wie das Beschlussgremium des Gesundheitswesens in Berlin mitteilt. Die Verlängerung trotz deutlich gesunkener Infektionszahlen begründet der Bundesausschuss damit, dass es nach wie vor ein relevantes Infektionsgeschehen gebe.

+++ 12:09 Lauterbach fällt vernichtendes Urteil über Curevac +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schreibt den Impfstoff von Curevac ab, nachdem Studien lediglich eine Wirksamkeit von 47 Prozent belegen. "Mit der zu erwartenden geringen Wirksamkeit, selbst wenn sie sich bei der Endauswertung noch leicht verbessert, ist der Curevac-Impfstoff nicht einsetzbar in Deutschland", sagt der Politiker der "Rheinischen Post." Und weiter: "Curevac wird bei der Delta-Variante wahrscheinlich noch schwächer sein, somit keine Rolle mehr spielen." Der Wegfall des Vakzins wie auch die geringeren Liefermengen von Biontech seien für die Impfkampagne in Deutschland allerdings ein Dämpfer. So werde jetzt wohl erst Mitte September eine Herdenimmunität erreicht. Das Bundesgesundheitsministerium teilt dagegen zu der Wirksamkeits-Auswertung mit: "Eine Auswirkung auf das Tempo unserer Impfkampagne hat diese Mitteilung nicht."

+++ 11:57 Knapp 1,29 Millionen Impfdosen verabreicht: Drittbester Tageswert in Deutschland +++
In der deutschen Impfkampagne ist zum 13. Mal ein Millionen-Tageswert erreicht worden. Dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden am Mittwoch bundesweit 1.288.283 Impfungen durchgeführt. Das sind zwar gut 54.000 weniger als vergangene Woche, zugleich ist dies aber der drittbeste Tageswert seit Beginn der Kampagne (Höchstwert am 12. Mai: 1.408.022). Mehr als 41,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik sind nunmehr mindestens einmal geimpft. Das entspricht einer Quote von 49,6 Prozent. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt jedoch deutlich: Laut RKI liegt Bremen im Ranking nach begonnenen Impfserien mit 55,6 Prozent vorn. Sachsen steht mit 44,3 Prozent am Ende der Listung.

+++ 11:41 Curevac-Chef bleibt bei Covid-Impfstoff zuversichtlich +++
Curevac-Vorstandschef Franz-Werner Haas bleibt nach den enttäuschenden Zwischenergebnissen für den Impfstoff des Tübinger Biotechunternehmens zuversichtlich. "Wir halten an dem Vakzin fest, bis wir die finale Auswertung haben", sagt Haas dem "Handelsblatt". Entscheidend sei letztlich die Detailauswertung der endgültigen Daten, auch mit Blick auf bestimmte Personengruppen und Virus-Varianten. Man sehe zum Beispiel klare Trends für eine Wirksamkeit bei Menschen unter 60 Jahren. Interessant könne das Vakzin eventuell als Ergänzung für andere Impfstoffe sein, also für sogenannte Booster-Impfungen. Man sehe nach wie vor hohen Bedarf für zusätzliche Impfstoffe. Curevac hatte am späten Mittwochabend mitgeteilt, dass sich aus einer Zwischenanalyse eine Wirksamkeit des Produkts von lediglich 47 Prozent gegenüber Covid-Erkrankungen jeglicher Art ergeben hat.

+++ 11:21 Zu wenig Impfstoff: Impfzentrum schließt für zwei Tage +++
Der Kreis Viersen schließt sein Impfzentrum kommende Woche Donnerstag und Sonntag, weil es zu wenig Impfstoff gibt. Wie der Kreis mitteilte, gebe es nur wenige Dosen für Erstimpfungen. Für Zweitimpfungen seien ebenfalls nur wenige Termine an den beiden Tagen vergeben worden. Der "Aufwand für den Betrieb" sei daher nicht gerechtfertigt, teilt der Kreis mit. Die 368 Menschen, die am Donnerstag geimpft worden wären sowie die 71 Impflinge vom Sonntag bekommen einen neuen Termin.

+++ 11:04 Indonesier erhalten lebendes Huhn, wenn sie sich impfen lassen +++
Mit rund zwei Millionen Infektionen und mehr als 50.000 Toten ist Indonesien im Vergleich mit anderen asiatischen Ländern nur schlecht durch die Pandemie gekommen. Die Impfkampagne läuft in dem Inselstaat nur schleppend voran. Bislang haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums erst 20 Prozent der über 50-Jährigen eine erste Impfdosis erhalten. Das liegt neben der Verfügbarkeit von Vakzinen auch an der mangelnden Impfbereitschaft von Teilen der Bevölkerung. Um Abhilfe zu schaffen, hat sich die Regierung etwas Besonderes ausgedacht: Ältere Menschen, die sich in ländlichen Regionen impfen lassen, erhalten als Prämie ein lebendes Huhn. Mit Erfolg, wie der US-Sender CNN berichtet. Das Verschenken von Hühnern werde als Zeichen der Zuneigung und des Respekts verstanden und helfe den Behörden dabei, mit impfskeptischen Senioren vor Ort ins Gespräch zu kommen.

+++ 10:39 Analyse: Zahl der Infektionen in England steigt wieder stark +++
Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante steigt die Zahl der Neuinfektionen in England wieder stark an. Einer Datenanalyse im Auftrag der Regierung zufolge lag das Wachstum zwischen dem 3. Mai und dem 7. Juni bei 50 Prozent. Der Zeitraum stimme mit der Verbreitung von Delta überein, teilt das Gesundheitsministerium in London mit. Treiber seien junge und meist ungeimpfte Menschen.

+++ 10:22 Karlsruhe lehnt AfD-Eilantrag zu EU-Corona-Hilfsfonds ab +++
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe lehnt einen Eilantrag der AfD gegen die Unterzeichnung des deutschen Ratifizierungsgesetzes für den EU-Corona-Hilfsfonds ab. Da das Gesetz bereits durch den Bundespräsidenten ausgefertigt und im Bundesgesetzblatt verkündet worden sei, habe sich der Antrag erledigt, teilt das Gericht mit. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte das Gesetz am 23. April unterschrieben, nachdem Karlsruhe einen anderen Eilantrag dagegen abgewiesen hatte.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:05 600.000 Tote in den USA seit Beginn der Pandemie +++
In den USA haben die Behörden am Mittwoch mindestens 369 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Damit erreicht das Land eine düstere Marke: Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt nun mehr als 600.000. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Demnach entwickeln sich die Zahlen der täglich registrierten Todesfälle im Wochenvergleich allerdings weiter rückläufig. Der aktuelle Tageszuwachs ist der niedrigste Mittwochswert seit dem 25. März 2020, also seit mehr als einem Jahr. Die Zahl der laborbestätigten Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 12.753 neu erkannte Infektionen auf insgesamt mehr als 33,4 Millionen.

+++ 09:44 Erstes Kreuzfahrtschiff seit 15 Monaten legt vor Mallorca an +++
Erstmals seit Ausbruch der Pandemie ist wieder ein Kreuzfahrtschiff in Palma auf Mallorca vor Anker gegangen. Die "Mein Schiff 2" der deutschen Reederei Tui Cruises kam am frühen Morgen an. Für die meisten der hauptsächlich deutschen Passagiere war die beliebte Urlauberinsel Endpunkt ihrer Kreuzfahrt. Die Fahrt führte über Málaga nach Palma. Bis Ende August sollen mehr als 20 Kreuzfahrtschiffe den Hafen von Palma ansteuern. Wie Flugreisende müssen auch Kreuzfahrtpassagiere bei der Ankunft in Palma einen negativen Corona-Test, ein Impfzertifikat oder den Nachweis einer überstandenen Erkrankung vorlegen. Die Corona-Lage auf Mallorca ist trotz weitgehender Lockerungen der Auflagen ruhig. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 19.

+++ 09:35 Bericht: Mehr Unruhen und weniger Frieden in Zeiten der Pandemie +++
Die Welt ist nach einem aktuellen Bericht in Zeiten der Pandemie konfliktreicher geworden. Das ist das zentrale Ergebnis des jährlichen Global Peace Index, den das Institute for Economics and Peace in London für 2020 veröffentlichte. Damit hat sich die Friedenssituation im Schnitt zum neunten Mal in zwölf Jahren verschlechtert. Der Gründer des Instituts, Steve Killelea, macht die Pandemie für eine Verschärfung der Lage verantwortlich: "Obwohl das Niveau von Konflikten und Terrorismus im Jahr 2020 insgesamt gesunken ist, haben politische Instabilität und gewalttätige Demonstrationen zugenommen", so Killelea. "Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie werden weitere Unsicherheiten schaffen, insbesondere für Länder, die bereits vor der Pandemie Probleme hatten." Voraussichtlich werde die Erholung auch sehr unterschiedlich verlaufen. Das könnte das Risiko für eine weitere Vertiefung der Gräben bergen.

+++ 09:21 Eine deutsche Stadt liegt noch über der Obergrenze +++
Nur noch eine deutsche Region reißt die Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Wie aus dem aktuellen Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht liegt aktuell die bayerische Stadt Schweinfurt darüber. Doch die Inzidenz sinkt: Aktuell liegt sie bei 56,2. Am Vortag betrug der Wert 84,2. Insgesamt liegen 8 der 412 vom RKI ausgewiesenen Regionen über der Schwelle von 35. Am gestrigen Mittwoch waren es 12. Am besten sieht es aktuell in den Landkreisen Dithmarschen (Schleswig-Holstein), Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen), Friesland (Niedersachsen) und Jerichower Land (Sachsen-Anhalt) sowie den bayerischen Städten Straubing und Bayreuth aus. Hier wurden in den zurückliegenden sieben Tagen keine neuen Fälle registriert.

+++ 08:59 Ifo: Unternehmen riefen weniger Hilfen ab als bereitgestellt +++
Nach gut einem Jahr Pandemie haben deutsche Unternehmen weniger Corona-Hilfen erhalten, als die Politik bereitgestellt hatte. Das geht aus einem Bericht der Dresdener Niederlassung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor. "Nur ein Bruchteil der veranschlagten Hilfsmittel wurde an die von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen ausgezahlt", sagt ifo-Wissenschaftlerin Selina Schulze Spüntrup. "Das hat auch damit zu tun, dass die Anspruchsvoraussetzungen zum Teil recht streng gefasst wurden, um Missbrauch auszuschließen." Zudem sei bei der Bereitstellung der Mittel auch nicht klar gewesen, wie viele Unternehmen tatsächlich Hilfe in Anspruch nehmen würden. Um die finanziellen Folgen der Krise für die betroffenen Unternehmen abzumildern, stellte der Bund unter anderem in Zuschussprogrammen laut den Angaben 150 Milliarden Euro bereit. Hiervon seien bislang rund 24 Prozent abgerufen worden. Für die Soforthilfen des Bundes wurden 50 Milliarden Euro veranschlagt, von denen weniger als ein Drittel in Anspruch genommen worden sei.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:31 Tendenz sinkend: Nur sechs deutsche Regionen haben Inzidenz 0,0 +++
Kleiner Dämpfer in der deutschen Pandemieabwehr: Die Zahl der deutschen Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 0,0 hat sich wieder abgeschwächt. Dem aktuellen RKI-Datenstand zufolge weisen lediglich sechs Regionen in den zurückliegenden sieben Tagen keine neuen Fälle auf. Am gestrigen Mittwoch lag der Wert noch bei zehn. Zugleich steigt die Summe der Regionen mit einem Fallaufkommen unter 35: Laut RKI unterschreiten derzeit 404 Kommunen diese Schwelle (Vortag: 400). Das entspricht dem Niveau von Ende September, liegt aber immer noch unter dem Wert von vor genau einem Jahr: Am 17. Juni 2020 lagen 411 der 412 deutschen Regionen (400 Städte, Kreise und Landkreise sowie die vom RKI separat ausgewiesenen 12 Berliner Bezirke) mit ihrer Inzidenz unter 35. Stattliche 156 davon hatten damals seit mindestens sieben Tagen überhaupt keine Neuinfektionen gemeldet.

+++ 08:14 Verordnung hebt Maskenpflicht im Freien in NRW weitgehend auf +++
Die neue nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung hebt die Maskenpflicht im Freien ab Montag kommender Woche weitgehend auf. In der am Mittwochabend veröffentlichten Verordnung heißt es, dass man in Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz - unter 35 Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche - im Freien nur noch bei bestimmten Gelegenheiten eine Maske tragen muss, zum Beispiel in Warteschlangen. Die besagte Inzidenzstufe 1 gilt für die allermeisten Regionen in NRW. In der Verordnung wird betont, dass die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen von der neuen Regelung unberührt bleibt.

+++ 08:03 Curevac-Börsenwert nach Impfstoffenttäuschung mehr als halbiert +++
Verfehlte Wirksamkeitsziele des Impfstoffkandidaten von Curevac haben den Börsenwert des Tübinger Unternehmens mehr als halbiert. Vorbörslich brachen die Titel beim Broker Lang & Schwarz zuletzt um 56 Prozent ein auf 34,75 Euro. Curecvac hatte am späten Mittwochabend in einer Pflichtbörsenmitteilung eingeräumt, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" erzielt habe. Damit habe er die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien nicht erfüllt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Curevac
Curevac 45,55

+++ 07:56 Sechs Bundesländer haben einen einstelligen Inzidenzwert +++
Die Virus-Lage in Deutschland entspannt sich weiter. Inzwischen weisen 6 der 16 Bundesländer eine Sieben-Tage-Inzidenz im einstelligen Bereich auf, wie aus dem aktuellen Datenstand des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Das bundesweit niedrigste Fallaufkommen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche verzeichnet demnach Mecklenburg-Vorpommern. Hier liegt die Inzidenz bei 4,0 (Vortag: 4,3). Dahinter folgen Sachsen-Anhalt (Inzidenz: 5,1), Brandenburg (5,2), Schleswig-Holstein (6,0), Niedersachsen (6,4) und Sachsen (7,1). Die höchste Inzidenz haben Baden-Württemberg (16,7) und das Saarland (16,4).

+++ 07:38 Mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage in dritter Welle +++
Zahlreiche Eltern haben sich in der dritten Welle wegen geschlossener Kitas und Schulen krankschreiben lassen. Aktuelle Zahlen der größten deutschen Krankenkassen zeigen, dass zwischen Januar und Mai dieses Jahres mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage von Eltern genommen wurden, weil die Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt in Betrieb waren. Mehr als 600.000 Mal wurde pandemiebedingtes Kinderkrankengeld in dieser Zeit beantragt, wie der AOK-Bundesverband, die Techniker Krankenkasse (TK), die Barmer und die DAK-Gesundheit mitteilen. Den Daten der Kassen zufolge nutzten Eltern das Angebot besonders stark im Februar. Die Zahlen sanken dann in den Folgemonaten mit zunehmender Öffnung des Schul- und Kitabetriebs immer weiter. Laut Barmer nahmen Eltern im Schnitt zwei bis drei Kinderkrankentage im Monat.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 07:12 KBV-Chef Gassen: "Der Impfstoff ist immer noch zu knapp" +++
Die Kassenärzte kritisieren, dass der Impfstoff in Deutschland immer noch nicht den Bedarf deckt. "Grundsätzlich ist es positiv zu bewerten, dass die Priorisierungen weggefallen sind. Dazu passt aber nicht, dass Impfstoffe immer noch zu knapp sind", sagt der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Mit Sorge und Verärgerung betrachte ich vor allem die jüngst angekündigte Reduzierung der Impfstofflieferungen von Biontech für das dritte Quartal. Hier war etwas anderes versprochen worden", kritisiert Gassen. Weiter sagt er: "Zugleich gibt die Politik jetzt auch noch vollmundige Impfversprechen an Kinder und Jugendliche." Die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger seien so verständlicherweise riesengroß.

+++ 06:47 Sinkende Vergütung: Apotheken drohen mit Einstellung der Impfpass-Umschreibung +++
Der Apothekerverband Nordrhein lehnt die Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn ab, die Vergütung der Apotheker für die Ausstellung der digitalen Impfpässe zu senken. "Uns erreichen zahlreiche Beschwerden unserer Mitglieder. Sie sind entsetzt, dass nach noch nicht einmal drei Tagen Honorarkürzungen angekündigt werden", sagt Verbandschef Thomas Preis der "Rheinischen Post". Spahn will die Vergütung von derzeit 18 Euro auf voraussichtlich sechs Euro je Zertifikat zum 1. Juli senken. Wenn es dazu komme, würden viele Apotheken das Angebot einstellen, warnt Verbandschef Preis: "Viele Kollegen wollen den Service ab Juli einstellen, weil es finanziell nicht mehr tragbar ist."

+++ 06:24 Immunologen fordern Vorbereitungen auf Delta-Variante +++
Immunologen fordern die Politik auf, sich angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante insbesondere an den Schulen intensiv auf eine neue Welle im Herbst vorzubereiten. "Es ist fest davon auszugehen, dass spätestens im Herbst die Delta-Variante die dominierende Variante in Deutschland sein wird", sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), Carsten Watzl, der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". "Wenn sehr viele Kinder nicht geimpft sind und die Delta-Variante im Herbst kommt, droht in den Schulen wieder ein stärkeres Ausbruchsgeschehen." Man müsse sich daher schon jetzt an Konzepte wie Luftfilter machen, um nicht im Herbst wieder die Schulen zumachen zu müssen. Watzl verweist darauf, dass der Anstieg der Inzidenzzahlen in Großbritannien größtenteils auf Schulkinder zurückgehe, für die es zum Teil noch gar keine Impfstoffe gebe.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:02 UN: Deutsches Bremsen bei Impf-Patenten behindert Pandemie-Bekämpfung +++
Nach Einschätzung der UN-Entwicklungsorganisation UNDP bremsen Deutschland und andere Länder die Bekämpfung der Pandemie, indem sie eine Freigabe von Patenten für Impfstoffe blockieren. "Rechte an geistigem Eigentum sind ein Hindernis für eine beschleunigte Verbreitung und Produktion von Impfstoffen", sagt UNDP-Chef Achim Steiner. Es gebe bei Vorstößen wie jenem zur Patent-Freigabe zwar immer Bedenken, doch "Risiko ist kein Grund, jetzt nicht zu handeln". Die Freigabe von Patenten müsse als eine von mehreren Maßnahmen in Betracht gezogen werden, um der eklatanten Ungleichheit beim Verteilen der Vakzine zu begegnen.

+++ 05:41 Japan erwägt bis zu 10.000 heimische Zuschauer bei Olympia +++
Olympia-Gastgeber Japan will trotz der andauernden Pandemie bei den Sommerspielen eine begrenzte Zahl an heimischen Zuschauern in den Wettkampfstätten zulassen. Wie die japanische Tageszeitung "Mainichi Shimbun" berichtet, erwägt die Regierung eine Obergrenze von 10.000 Zuschauern. Eine offizielle Entscheidung solle bei einem Treffen der Regierung mit der Stadtverwaltung von Tokio, dem Organisationskomitee und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) getroffen werden. Das Treffen werde voraussichtlich am kommenden Montag stattfinden. Am Tag zuvor soll der Corona-Notstand für Tokio sowie weitere Präfekturen angesichts gesunkener Infektionszahlen beendet werden. Zuschauer aus dem Ausland sind bei Olympia in Tokio bereits ausgeschlossen worden.

+++ 05:03 RKI: 1330 Neuinfektionen, Inzidenz nähert sich der 10er-Marke +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 1330 Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 3187 Ansteckungen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt von gestern 13,2 auf 11,6. Das ist der niedrigste Wert seit dem 17. September, also seit exakt neun Monaten. Vor zwei Wochen lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 34,1. Kein Abwärtstrend ist dagegen bei den Sterbezahlen erkennbar: 105 weitere Todesfälle zählt das RKI, 11 mehr als letzte Woche. Insgesamt kamen die Deutschland 90.179 Menschen durch das Virus ums Leben.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:27 Patientenschützer wollen an bundesfinanzierten Impfzentren festhalten +++
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert auch mit Blick auf mögliche Folgeimpfungen eine weitere Finanzierung der regionalen Impfzentren durch den Bund. Voraussichtlich ab Herbst stünden Auffrischungsimpfungen für die 900.000 Pflegeheimbewohner an, so Vorstand Eugen Brysch. Die aufsuchenden Impfungen in den 12.000 Pflegeeinrichtungen könnten aber nur mit den mobilen Teams der Impfzentren realisiert werden. "Das gilt auch für Impfaktionen in Corona-Hotspots. Zudem hat nicht jeder einen Hausarzt, um einen Impftermin zu vereinbaren", so Brysch. Jetzt müsse ein Konzept für den Fortgang der Impfkampagne erarbeitet werden.

+++ 03:59 Australien setzt Astrazeneca erst ab 60 Jahre ein +++
Australien schränkt die Empfehlung für den Impfstoff von Astrazeneca weiter ein. Aufgrund der Bedenken über Blutgerinnsel soll das Vakzin nur noch an Menschen über 60 Jahre verimpft werden, sagt Gesundheitsminister Greg Hunt. Zuvor lag die Schwelle bei 50 Jahren.

+++ 03:33 RKI, Drosten und Lauterbach im Fokus der Anfeindungen von Impfgegnern +++
Das Robert-Koch-Institut, der Virologe Christian Drosten und der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach werden in sozialen Netzwerken am häufigsten von Impfgegnern diskreditiert und angefeindet. Das geht aus einer Studie des Deutschland-Ablegers des Londoner Thinktanks Institute for Strategic Dialogue hervor. Ausgewertet wurden 400.000 Posts der impfskeptischen Szenen in sozialen Netzwerkern. Lauterbach warnt davor, die Impfgegner im Netz zu bagatellisieren. "Es sind keine Spinner, die zu vernachlässigen sind - der Einfluss von ihnen ist enorm", sagt der Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

+++ 02:41 USA bestellen 200 Millionen zusätzliche Impfdosen bei Moderna +++
Die US-Regierung hat weitere 200 Millionen Dosen Impfstoff des US-Unternehmens Moderna bestellt. Damit steigt das Gesamtvolumen der US-Bestellungen bei Moderna auf 500 Millionen Impfdosen. 217 Millionen von ihnen wurden bereits in den USA ausgeliefert. Der zusätzlich bestellte Impfstoff könne für Erstimpfungen unter anderem bei Kindern eingesetzt werden, aber auch als Auffrischimpfung, "sollte dies notwendig werden, um die Pandemie weiterhin zu besiegen", erklärte Moderna-Chef Stéphane Bancel. In den USA werden derzeit neben dem Moderna-Impfstoff auch die Vakzine von Biontech und von Johnson & Johnson eingesetzt. Die meisten Impfungen gab es bislang mit dem Biontech-Impfstoff.

+++ 02:02 Unterricht in saarländischen Schulen jetzt ohne Maske +++
Im Saarland müssen Schülerinnen und Schüler ab heute keine Maske mehr im Unterricht tragen. Das hat die saarländische Landesregierung angesichts gesunkener Fallzahlen beschlossen. Im Schulgebäude und auf dem Schulweg im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bleibt es aber weiterhin bei der Pflicht zum Tragen einer Maske. Das Bildungsministerium betont, wer im Schulunterricht weiter eine Maske nutzen möchte, könne das natürlich tun. Was entfalle, sei die Verpflichtung dazu. Auf dem Außengelände von Schulen gibt es bereits seit dem 11. Juni keine Maskenpflicht mehr.

+++ 01:35 Trotz dritter Welle: Thailand will in vier Monaten Grenzen für Touristen öffnen +++
Die thailändische Regierung will das Land trotz des noch laufenden Kampfs gegen die dritte Welle in vier Monaten wieder vollständig für Besucher aus dem Ausland öffnen. Ziel sei es, die Grenzen in 120 Tagen wieder komplett zu öffnen, sagte Regierungschef Prayut Chan-O-Cha in einer Fernsehansprache. Urlaubsorte, die "bereit" seien, sollten bereits vorher wieder öffnen können. Prayut räumte ein, der Schritt sei angesichts der Pandemie "mit einigen Risiken" verbunden. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Tourismusindustrie und der dort Beschäftigten sei es jedoch "an der Zeit, dieses kalkulierte Risiko einzugehen". Das Land könne nicht warten, bis die gesamte Bevölkerung vollständig geimpft oder "die Welt frei von dem Virus" sei.

+++ 00:50 Spahn: Werden diese Woche mehr als 50 Prozent geimpft haben +++
In dieser Woche wird laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Schwelle überschritten, dass mehr als 50 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten haben. Wenn die Lieferungen der Hersteller so wie bisher geplant anhalten, könne man allen Personen, die sich impfen lassen wollen, bis Ende Juli/Anfang August ein Impfangebot machen. Wichtig sei derzeit aber auch die Zweitimpfung, weil nur dann der volle Schutz etwa gegen Virus-Varianten bestehe, so der CDU-Politiker. Ab September werde der Impfbedarf abnehmen.

+++ 23:54 Quarantäne-Richtlinien: Ryanair will britische Regierung verklagen +++
Die Fluggesellschaft Ryanair und drei britische Flughafenbetreiber wollen offenbar die Regierung in London wegen der Quarantäne-Bestimmungen für Reisende verklagen. Ein Gericht solle die Transparenz des Ampel-Systems überprüfen, berichtet die "Financial Times". Die Regierung müsse offenlegen, nach welchen Kriterien sie Länder in die Kategorien "grün", "gelb" und "rot" einteile, hieß es. Von der Einstufung hängt etwa ab, ob Reisende in Quarantäne müssen.

+++ 23:10 Corona-Impfstoff von Curevac nur mit 47-prozentiger Wirksamkeit +++
Der Impfstoffkandidat CVnCoV von Curevac hat bei einer zweiten Zwischenanalyse die statistischen Ziele verfehlt. "In einer bislang beispiellosen Umgebung mit mindestens 13 Varianten innerhalb der untersuchten Teilmenge der Studienteilnehmer in dieser Zwischenanalyse erzielte CVnCoV eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine COVID-19-Erkrankung jeglichen Schweregrades und erreichte damit nicht die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien", teilt das Tübinger Unternehmen mit. Erste Analysen hätten gezeigt, dass die Wirksamkeit von der untersuchten Altersgruppe und den Virusstämmen abhänge, heißt es weiter. Das Data Safety Monitoring Board (DSMB) habe ein gutes Sicherheitsprofil bestätigt, die Studie werde bis zur endgültigen Analyse fortgesetzt. Der Impfstoffkandidat der ersten Generation befindet sich im letzten Stadium der klinischen Entwicklung.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 22:24 Gericht: Quarantäne auch für vollständig Geimpfte nach Reise in Varianten-Gebiet +++
Auch vollständig geimpfte Reiserückkehrer müssen nach ihrer Ankunft in Deutschland für 14 Tage in Quarantäne. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden und damit den Eilantrag eines Ehepaars aus Neuss abgewiesen. Die Reiserückkehrer aus Brasilien wollten abweichend von der Regelung in der Corona-Einreiseverordnung der Bundesregierung mit einem Eilantrag erreichen, dass sie sich nicht in häusliche Quarantäne begeben müssen.

+++ 21:40 Bundesländer melden 1504 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.718.407 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1504 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 1829 Fällen im Vergleich zur Vorwoche. Zudem ist es der niedrigste Mittwochswert seit einem Dreivierteljahr.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 105 auf 90.105. Das sind fast genauso viele wie am vergangenen Dienstag (107 Fälle), aber deutlich weniger als noch vor zwei Wochen mit 191 Toten. Als aktuell infiziert gelten rund 37.822 Personen (Vortag: 41.200).

+++ 21:31 Zwei Bundesländer melden Neuinfektionen im einstelligen Bereich +++
Zwei der 16 Bundesländer melden Neuinfektionen im einstelligen Bereich: Bremen registriert 6 und Mecklenburg-Vorpommern 8 neue Fälle. Die höchsten Tageswerte verzeichnen Bayern mit 366 neuen Fällen, Nordrhein-Westfalen (306) und Baden-Württemberg (288). Auch Hessen mit 126 Fällen und Niedersachsen (111) melden Neuinfektionen im dreistelligen Bereich.

Hinweis zu den Zahlen aus Brandenburg: Aufgrund einer Datenkorrektur in einem Kreis um insgesamt -47 Fälle sinkt die Gesamtzahl der Infektionsfälle in Brandenburg am 16. Juni 2021 bei 30 neu gemeldeten Infektionen um -17.

+++ 21:23 Saarland registriert die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner +++
Bei bundesweit weiter sinkenden Zahlen ist das Saarland heute gemessen an der Einwohnerzahl das Land mit dem größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen. Es verzeichnet 3,2 neue Fälle je 100.000 Einwohner (32 neue Fälle in absoluten Zahlen). Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner gibt es momentan in Hessen und Rheinland-Pfalz mit jeweils 66. Dahinter folgt Baden-Württemberg mit 61 aktiven Fällen.

+++ 21:14 Sieben-Tage-Inzidenz und R-Wert gesunken +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner ist bundesweit erneut gesunken und liegt aktuell bei 13,2 (15,5 am Vortag).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit 0,59 erneut gesunken (Vortag: 0,65). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,71 (Vortag: 0,72).

+++ 21:10 Zahl der Patienten auf Intensivstationen weiter rückläufig +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland sinkt weiter. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 1134 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 76 Patienten. 784 Menschen müssen invasiv beatmet werden, das sind 41 weniger als am Tag zuvor.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Alle früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, fzö/ino/dpa/AFP/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.