Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:33 WHO: Zweites Jahr der Pandemie könnte noch härter werden +++

Das zweite Jahr der Pandemie könnte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge härter sein als das vergangene. Grund seien einige Aspekte der Virusausbreitung, sagt WHO-Experte Mike Ryan. Dies gelte insbesondere auf der Nordhalbkugel angesichts der neuen, ansteckenderen Varianten. Seine Kollegin Maria Van Kerkhove verweist zudem auf die Folgen der Feiertage. "In einigen Ländern wird die Situation sehr viel schlimmer werden bevor es besser wird", sagt sie.

+++ 22:34 Südkoreanischer Sektenanführer nach Corona-Ausbruch freigesprochen +++
Die Shincheonji-Sekte in Südkorea war einer der ersten Corona-Hotspots des Landes - nun ist ihr Anführer vom Vorwurf der Behinderung der Pandemiebekämpfung freigesprochen worden. Lee Man Hee wurde vorgeworfen, gegenüber den Gesundheitsbehörden falsche Angaben zur Zahl der Besucher von Gottesdiensten und den Mitgliedern seiner Sekte gemacht zu haben. Ein Gericht in Seoul sprach ihn jedoch vom Vorwurf des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz frei. Zugleich verurteilte ihn ein Gericht zu drei Jahren auf Bewährung – unter anderem für die Veruntreuung von Kirchengeldern in Höhe von umgerechnet 4,3 Millionen Euro. Südkorea war im Februar und März als eines der ersten Länder weltweit hart vom Coronavirus getroffen worden. Mehr als die Hälfte aller landesweit registrierten Infektionsfälle entfielen damals auf Mitglieder der christlichen Shincheonji-Sekte.

+++ 22:21 Lehrer sehen bei vielen Schülern Lernrückstände +++
Die Corona-Pandemie hat aus Sicht der Lehrer bereits jetzt zu erheblichen Lernrückständen bei vielen Schülern in Deutschland geführt. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Robert Bosch Stiftung, über die "Die Zeit" berichtet. Demnach bemängelt fast jeder dritte Lehrer (27 Prozent) bei mehr als der Hälfte der Schüler messbare Defizite. 11 Prozent gaben an, dass die Pandemie zu Lernrückständen bei fast allen Schülern geführt habe. 29 Prozent gehen davon aus, dass weniger als die Hälfte der Schüler Lernrückstände aufweisen. Besonders Förderschüler leiden der Umfrage zufolge unter den Corona-Bedingungen. Hier bestätigt jede zweite Lehrkraft (54 Prozent) bei mehr als der Hälfte der Schülerschaft messbare Defizite.

+++ 22:03 Letzte Woche wurde wieder mehr getestet, Positivenquote gesunken +++
Die Zahl der Corona-Tests in Deutschland ist in der zurückliegenden Woche wieder deutlich angestiegen, während die Quote der positiven Testergebnisse zurückging. Der Wochenauswertung der Labordaten aus dem Robert-Koch-Institut zufolge wurden 1.210.515 Tests gemacht. Bei 12,78 Prozent der Tests wurde das Coronavirus nachgewiesen.

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Der Probenrückstau nahm wieder leicht zu.

+++ 21:21 Düsterste Tagesbilanz seit Pandemie-Beginn: Deutschland verzeichnet mehr als 1300 Tote +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.970.295 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 22.313 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1340 auf 43.619. Der bisherige Höchstwert in den von ntv.de ausgewerteten Länderangaben stammt vom Mittwoch vergangener Woche, 6.1. An jenem Tag wurden in Deutschland 1145 Todesfälle verzeichnet. Als aktuell infiziert gelten 315.951 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,82 angegeben (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 82 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,02 (Vortag: 1,07). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5185 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2970 davon werden beatmet. Rund 4400 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:35 Portugal verhängt neuen Lockdown und Pflicht zum Homeoffice +++
Portugal verhängt ab Freitag einen neuen Lockdown. Dabei sei die Arbeit von zu Hause aus wo immer möglich Pflicht, sagt Ministerpräsident Antonio Costa. Schulen sollen geöffnet bleiben. "Die Regel ist ganz einfach: Wir sollten alle zu Hause bleiben." Die Pandemie habe ihre gefährlichste Phase erreicht.

+++ 20:07 Spanien meldet so viele neue Infektionen wie noch nie +++
In Spanien steigen die Infektionszahlen weiter rasant. Das Gesundheitsministerium meldet mit 38.869 Neuinfektionen den höchsten Anstieg innerhalb eines Tages seit Ausbruch der Epidemie. Insgesamt wurden bislang 2,18 Millionen Ansteckungen bekannt. An oder mit dem Virus starben weitere 195 Menschen, insgesamt 52.878.

+++ 19:57 In tschechischen Grenzregionen werden Intensivbetten knapp +++
In den tschechischen Grenzregionen zu Deutschland bleibt die Lage in den Krankenhäusern äußerst angespannt. In der Verwaltungsregion Karlsbad (Karlovy Vary) ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums nur noch ein einziges Bett für Covid-19-Intensivpatienten frei. In der Region um Liberec (Reichenberg) an der Grenze zu Sachsen sind noch zwei Betten verfügbar. Schwierig ist auch die Lage im Krankenhaus der Grenzstadt Cheb (Eger). Innenminister Jan Hamacek hält Behandlungen im Ausland jedoch derzeit nicht für erforderlich. Zu Hilfsangeboten aus Deutschland sagte er, es sei einfacher, Patienten innerhalb Tschechiens zu verlegen. In anderen Regionen gebe es noch Kapazitäten. Für das gesamte Land verzeichneten die Behörden 10.725 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Seit Pandemiebeginn starben 13.656 Infizierte. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

+++ 19:47 FFP2-Maskenpflicht - Linke und Grüne warnen vor sozialer Ungerechtigkeit +++
Linke und Grüne warnen angesichts der neuen bayerischen Vorschrift zum Tragen von FFP2-Masken vor sozialen Ungerechtigkeiten. "Eine FFP2-Pflicht, ohne Masken zur Verfügung zu stellen, bedeutet in der Praxis: Arme Menschen werden vollständig vom öffentlichen Leben ausgeschlossen", sagte Linken-Chefin Katja Kipping. Sie forderte einen Corona-Zuschlag von mindestens 100 Euro auf alle Sozialleistungen. Auch der Sozialverband VdK forderte im Fall einer FFP-2-Masken-Pflicht eine Erhöhung der Grundsicherung für Bedürftige um 100 Euro monatlich. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte, wer von Hartz IV lebe, komme ohnehin gerade in der Zeit der Corona-Krise kaum über die Runden. Bayern will für bedürftige Menschen zweieinhalb Millionen Masken kostenlos zur Verfügung stellen. Das Bundesgesundheitsministerium verwies darauf, Risikogruppen über die Apotheken mit FFP2-Masken ausgestattet würden.

+++ 19:42 Bayern will Homeoffice steuerlich fördern +++
Bayern will die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen in der Corona-Pandemie steuerlich fördern. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder schlägt ein Anreizsystem statt einer gesetzlichen Regelung vor. Er könne sich eine steuerliche Sofortabschreibung vorstellen, sagt der CSU-Politiker nach einem "Homeoffice-Gipfel" mit Arbeitgebern und DGB. "Homeoffice ist eine echte Chance und eine Notwendigkeit in der Pandemie", sagt Söder, 64 Prozent der Arbeitsplätze könnten nach Angaben der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft auch nach Hause verlegt werden, beim Staat als größtem Arbeitgeber seien es 50 Prozent.

+++ 19:22 Putin kündigt Massenimpfstart mit "Sputnik V" an +++
Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Beginn der Corona-Massenimpfungen ab kommender Woche angekündigt. "Ich bitte Sie, nächste Woche mit der Massenimpfung der gesamten Bevölkerung zu beginnen", beauftragte Putin die Behörden. Der Staatschef pries außerdem den russischen Impfstoff "Sputnik V" als "besten der Welt" an. Russland hatte schon im August als erstes Land der Welt seinen Corona-Impfstoff zugelassen - noch vor dem Abschluss der dritten und damit letzten Phase der klinischen Studien. Dieses Vorgehen war international auf scharfe Kritik und Vorbehalte gestoßen. Anfang Dezember wurde damit begonnen, Risikogruppen mit Sputnik V zu impfen. Nun sollen laut Putin zügig alle 146 Millionen Menschen im Land geimpft werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:12 Arbeitgeberverband lehnt Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen ab +++
Der Bundesverband der Arbeitgeber (BDA) lehnt eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen ab. "Als Arbeitgeber setzen wir auf Freiwilligkeit", zitierte die "Augsburger Allgemeine" aus einer Stellungnahme des Verbands. "Wir erwarten allerdings vom Staat, dass er aktiv über die Chancen der Impfung informiert, denn eine klare Kommunikation stärkt die Impfbereitschaft." Der BDA trat damit dem Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder für eine Impfpflicht für Pflegekräfte entgegen. Die Arbeitgeber appellierten stattdessen an das Verantwortungsbewusstsein. "Gerade für Mitarbeiter, die mit gefährdeten Personengruppen arbeiten, ist die Bereitschaft zur Impfung nicht nur ein Zeichen von Pflichtgefühl und Arbeitsbereitschaft, sondern auch Ausdruck von Rücksichtnahme auf ihre Mitmenschen", zitierte die Zeitung den BDA.

+++ 19:05 Italien will Corona-Notstand bis Ende April verlängern +++
Italiens Regierung will den Corona-Notstand bis zum 30. April verlängern. "Die Epidemie ist erneut in einer expansiven Phase", sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza. Bislang war der Ausnahmezustand bis Ende Januar befristet. Rom hatte den Corona-Notstand erstmals Ende Januar 2020 ausgerufen. Seither wurde er mehrmals verlängert. Die Maßnahme gibt der Regierung besondere Rechte. Der Staat kann Einsatzkräfte besser koordinieren und bürokratische Hürden vermeiden. Die rechte Opposition kritisiert das Vorgehen seit langem. Aus ihrer Sicht wird durch die Machtfülle der Regierung das Parlament geschwächt. Außerdem kündigte Speranza neue, zum Teil verschärfte Corona-Regeln an. Die Bewegungsfreiheit zwischen 20 Regionen und die persönlichen Kontakte der Bürger sollen stark eingeschränkt bleiben.

+++ 18:55 Corona-Mutation erstmals in Ungarn nachgewiesen +++
In Ungarn sind erstmals Infektionen mit der womöglich ansteckenderen Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Die aus England stammende Mutante sei bei drei Patienten festgestellt worden, sagte Cecilia Müller, die Oberste Amtsärztin des Landes. Angaben dazu, wie die Variante ins Land gelangt sein könnte, machte sie keine. Es sei aber unvermeidlich gewesen, dass sie früher oder später auch in Ungarn auftauchen würde.

+++ 18:50 Regierung verteidigt Änderung bei Überbrückungshilfen II +++
Das Bundeswirtschaftsministerium verteidigt eine nachträgliche Verschärfung der Bedingungen für coronabedingte Unternehmenshilfen im Rahmen der Überbrückungshilfen II. Die Änderung gehe auf Vorgaben der EU-Kommission im Zusammenhang mit dem Beihilferecht zurück, um auch Auszahlungen von mehr als einer Million Euro zu ermöglichen, sagt eine Ministeriumssprecherin. Seit Anfang Dezember sei auf der Homepage des Ministeriums darauf hingewiesen worden, dass die Überbrückungshilfe ein Beitrag "zu den ungedeckten Fixkosten" sei. Demnach müsste ein Unternehmen Verluste nachweisen, um die Hilfen zu bekommen. Das Ministerium gehe "davon aus, dass sich an der Höhe der Auszahlungen in aller Regel nichts ändern wird, weil es die Verluste gibt, die man jetzt vorweisen muss. Sonst müsste man den Antrag nicht stellen."

+++ 18:30 Deutsches Kinderhilfswerk fordert neuen Kinderbonus +++
Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) appelliert an die Bundesregierung angesichts der Pandemie den Kinderbonus neu aufzulegen. „Der Kinderbonus wäre in der aktuellen Situation eine passende familienpolitische Leistung, der vielen Familien zu Gute kommt“, sagte Pressesprecher Uwe Kamp zu ntv. Anders als beim Kindergeld würden davon „auch Familien im Hartz-IV-Bezug profitieren. Gleichzeitig wird der Kinderbonus mit dem Kinderfreibetrag verrechnet, sodass Spitzenverdiener hier keinen finanziellen Vorteil haben.“ Zudem fordert das DKHW, „dass neben allen Kindergeldempfängern diesmal auch Familien mit Kindern profitieren sollten, die im letzten Jahr beim Kinderbonus ausgegrenzt wurden, beispielsweise viele geflüchtete Familien.“ Kamp wies etwa darauf hin, dass geschlossene Schulen und Kitas vielfach auch den Wegfall des Mittagessens bedeuten würden, was von den Eltern wiederum kompensiert werden müsste. „Eine Zahlung von 300 Euro ist hier kurzfristig eine angemessene Hilfe, langfristig braucht es aber eine grundlegende Reform der Familienleistungen in Deutschland hin zu einer Kindergrundsicherung für alle Kinder.“

+++ 18:14 Weber plädiert für freies Reisen mit EU-Impfpass +++
CSU-Vizechef Manfred Weber ist für ein EU-Zertifikat für Corona-Geimpfte, das freies Reisen im Schengen-Raum ermöglicht. "Wenn die Menschen geimpft sind, müssen sie mit einem entsprechenden Papier in der EU reisen können", sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei. Die EU-Staaten müssten schnell handeln und bereits bei ihrem Videogipfel nächste Woche eine Orientierung geben. Weber stellte sich damit hinter einen Vorschlag des griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. Dagegen hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer ausdrücklich vor Privilegien für Geimpfte gewarnt, weil dies auf einen Impfzwang durch die Hintertür hinauslaufen könnte. Weber argumentierte hingegen: "Wir müssen eine Fragmentierung der Reisefreiheit in der EU unbedingt vermeiden, damit nicht jedes Land mit eigenen Regeln kommt." Auch könnte so „der wirtschaftliche Schaden mitten in der schweren Wirtschaftskrise begrenzt werden", sagte Weber.

+++ 18:03 Im Corona-Jahr 2020 war Sterblichkeit in Schweden höher +++
In Schweden sind im Corona-Jahr 2020 Tausende Menschen mehr gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Wie aus vorläufigen Zahlen der schwedischen Statistikbehörde SCB hervorgeht, gab es im abgelaufenen Jahr in dem skandinavischen EU-Land mit seinem vielbeachteten Corona-Sonderweg insgesamt 97.164 Sterbefälle - das waren 6202 mehr als durchschnittlich in den Jahren 2015 bis 2019. Deutlich mehr Tote als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre verzeichneten die Statistiker demnach in der ersten Hochphase der Corona-Krise im April und Mai. Insgesamt sind in Schweden 2020 rund 9300 Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. Mitte Dezember hatten die Statistiker darauf hingewiesen, dass im November so viele Menschen in Schweden gestorben sind wie in keinem November seit 1918.

+++ 17:41 Großbritannien verzeichnet neuen Rekord bei Todesfällen +++
Großbritannien meldet 1564 Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus - so viele wie noch nie zuvor binnen eines Tages. Der letzte Rekord lag am 8. Januar bei 1325. Die Zahl der Neuinfektionen stieg um 47.525. Am Dienstag wurden 45.533 positive Testergebnisse erfasst.

+++ 17:30 Papst Franziskus gegen Coronavirus geimpft +++
Papst Franziskus hat sich laut Medienberichten gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Vakzin sei dem 84-Jährigen an diesem Mittwoch gespritzt worden, berichteten das vom Jesuitenorden verantwortete US-Portal "America" und die argentinische Zeitung "La Nación". Der Vatikan bestätigte die Berichte bisher nicht. Ein Sprecher des Heiligen Stuhls erklärte nur, dass die Impfkampagne des Vatikans begonnen habe. "Man muss sich impfen lassen", hatte Franziskus am Sonntag dem italienischen Fernsehsender Canale 5 gesagt. Alles andere wäre eine "suizidale Verweigerung", die er sich nicht erklären könne.

+++ 17:10 Neue Virus-Variante in USA entdeckt +++
US-Forscher haben eigenen Angaben zufolge in den USA eine neue Virus-Variante entdeckt. Diese habe eine identische Mutation zu der aus Großbritannien bekannten, ansteckenderen Version. Vermutlich habe sie sich jedoch aus einer bereits in den USA bekannten Variante heraus entwickelt, geben die Wissenschaftler des Wexner Medical Center der Ohio State University bekannt. Bislang sei die neue Variante bei einem Patienten im Bundesstaat Ohio nachgewiesen worden. Wie verbreitet sie in der Bevölkerung ist, sei damit noch unbekannt.

+++ 16:54 AKK stellt 10.000 Soldaten für Corona-Tests in Pflegeheimen bereit +++
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellt kurzfristig 10.000 Soldaten für Corona-Tests in Alten- und Pflegeheimen bereit. "Gerade die Schwächsten brauchen jetzt in der Pandemie unsere Hilfe. Deshalb steht die Bundeswehr bereit, in Alten- und Pflegeheimen kurzfristig mit bis zu 10.000 Männern und Frauen zu unterstützen, wenn wir gerufen werden", erklärte die CDU-Politikerin. Das Angebot solle das Pflegepersonal entlasten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Bundeswehr unterstützt derzeit mit 1156 Soldaten in 267 Alten- und Pflegeeinrichtungen. Das Kontingent der Soldaten, die sich für den Corona-Hilfseinsatz bereithalten, war im vergangenen Jahr auf 20.000 Männer und Frauen aufgestockt worden, ohne dass alle im Einsatz sind. Von diesen werden nun 10.000 für die Test-Einsätze angeboten. Soldaten dürfen nach Einweisung in die Handhabung durch den Hersteller auch Abstriche für Schnelltests machen.

+++ 16:47 Bayern beschließt „Kulanzwoche“ zur FFP2-Maskenpflicht +++
Nach Kritik an der ab Montag in Bayern geltenden Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im Handel sowie in Bussen und Bahnen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für die ersten Tage einen Verzicht auf Strafen angekündigt. Es werde "eine Kulanzwoche" geben, sagte Söder. Nach einer Woche sollten dann bei Verstößen Sanktionen und Bußgelder verhängt werden. Söder kündigte außerdem an, dass Kinder unter 15 Jahren von der FFP2-Maskenpflicht ausgenommen werden. Außerdem werde der Freistaat für bedürftige Menschen zweieinhalb Millionen Masken kostenlos zur Verfügung stellen.

+++ 16:36 Berlin plant flächendeckende Schnelltests an Schulen +++
In Berlin soll es mehr Sicherheit durch Corona-Schnelltests an Schulen geben. "Nachdem wir bereits vor vielen Wochen Testzentren für das Dienstpersonal eingerichtet haben und nun auch mobile Testteams an Kitas und Schulen im Einsatz sind, wollen wir nun möglichst bald auch flächendeckende Schnelltests für das Schulpersonal und die Schülerinnen und Schüler einführen", sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres dem „Tagesspiegel“. Dazu sei die Senatsverwaltung für Bildung mit der Senatsverwaltung für Gesundheit im Gespräch. "Mehrere Anbieter wurden bereits in den Blick genommen, ein Konzept soll nun erstellt werden", sagte die SPD-Politikerin. Der Ruf nach Schnelltests war zuletzt laut geworden, als Scheeres angekündigt hatte, die Schulen schnell öffnen zu wollen. Etliche Schulen hatten laut dem Blatt Brandbriefe geschrieben, um dies zu verhindern. Seit vergangenem Montag geschieht der Präsenzunterricht deshalb nur auf freiwilliger Basis.

+++ 16:25 Schweiz schließt Geschäfte und macht Homeoffice verpflichtend +++
Nach wochenlangem Zögern verschärft die Schweiz ihre Corona-Maßnahmen deutlich: Von Montag an bleiben alle Geschäfte geschlossen, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen. Zudem müssen Arbeitgeber Homeoffice anordnen, wo immer dies möglich ist. An privaten Veranstaltungen dürfen nur noch maximal fünf Personen teilnehmen. Grund sei die Ausbreitung der neuen Virusvarianten, die deutlich ansteckender sind als die früheren Varianten, sagte Präsident Guy Parmelin. Nicht betroffen von den Schließungen sind Dienstleister wie Friseure oder Reparaturbetriebe, Blumenläden, Bau- und Gartengeschäfte. Zugleich verlängerte die Regierung die bestehenden Maßnahmen um fünf Wochen. Damit bleiben Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen bis Ende Februar zu. Schulen und Skigebiete bleiben weitgehend geöffnet.

+++ 16:18 Biontech-Impfstoff wird künftig auch in NRW produziert +++
Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer wird demnächst auch in Nordrhein-Westfalen produziert. Der US-Pharmakonzern Baxter habe einen entsprechenden Auftrag für sein Werk in Halle in Westfalen erhalten, sagte der Personalchef des Werks, Jürgen Fleischer. Der Produktionsstart werde voraussichtlich im März sein. Baxter stellt in Halle vor allem Krebsmedikamente her. Eine Produktionslinie werde auf die Produktion von Impfstoffen umgestellt. "Wir sind bei den letzten Vorbereitungen", sagte Fleischer. Die Zahl der Impfdosen, die in Halle produziert werden soll, nannte er nicht.

+++ 16:04 In Berlin starten zusätzliche Analysen auf Virusmutationen +++
Ein Tochterunternehmen der Berliner Charité und des Krankenhausbetreibers Vivantes, Labor Berlin, soll positive Corona-Proben künftig auf Virusmutationen untersuchen. Ziel der zusätzlichen Analysen sei es, einen Überblick über das Vorkommen der Virusmutationen zu erhalten, erklärte die Charité. Die Experten erhoffen sich demnach auch Erkenntnisse darüber, wie ansteckend die Mutationen sind. Mit den zusätzlichen Analysen soll bei Labor Berlin noch in der laufenden Woche begonnen werden. Untersucht werden sollen Proben aus dem gesamten Bundesgebiet, wie eine Sprecherin der Charité sagte. Im Fokus stehen die Virusmutationen aus England und Südafrika.

+++ 15:55 +++ USA bestellen weitere 1,25 Millionen Dosen Regeneron-Cocktail +++
Die US-Regierung hat weitere 1,25 Millionen Dosen des Covid-19-Antikörper-Cocktails von Regeneron geordert. Das bestätigte das US-Unternehmen. Damit würde die US-Versorgung mit dem Cocktail, bestehend aus den Antikörpern Casirivimab und Imdevimab, auf mehr als 1,5 Millionen Dosen steigen. Gemäß Vereinbarung wird die US-Administration alle fertigen Dosen des Cocktails abnehmen, die bis zum 30. Juni ausgeliefert werden. Auch US-Präsident Donald Trump erhielt den Cocktail, als er 2020 an Covid-19 erkrankte. Patienten, die den Cocktail in klinischen Studien erhielten, "zeigten eine erhebliche Senkung der Viruslast und benötigten weniger Behandlung", so das Unternehmen. Die Therapie könnte dazu beitragen, die Belastung des Gesundheitssystems zu verringern.

+++ 15:47 Opposition kritisiert Corona- und Impfstrategie der Regierung +++
Die Oppositionsparteien im Bundestag haben die Bundesregierung und Gesundheitsminister Jens Spahn für ihre Corona-Strategie und den Impfstart in Deutschland kritisiert. Die Logistik und das Tempo seien beschämend, sagte FDP-Fraktionschef Christian Lindner. Auch die Fraktionschefin der Linken, Amira Mohamed Ali, sprach von einem verstolperten Impfstart. Kritik übten Linke, FDP und Grüne auch an der Verzögerung der Novemberhilfen für von der Schließung betroffene Betriebe. Auch der Schutz von Pflegeheimen kam zur Sprache: "Bis heute ist kaum vermittelbar, dass Ski- und Rodelpisten besser kontrolliert werden, als der Zugang zu Alten- und Pflegeheimen", kritisierte Lindner. Die AfD warf der Bundesregierung vor, in der Corona-Krise Panik zu schüren. "Beenden Sie endlich diesen unverhältnismäßigen Lockdown", sagte der Abgeordnete Sebastian Münzenmaier und forderte stattdessen mehr Schutz von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:40 Vierter Impfstoff für EU könnte im Februar kommen +++
Der US-Konzern Johnson & Johnson könnte im Februar als vierter Hersteller einen Antrag auf Zulassung seines Corona-Impfstoffes in der EU stellen. Das habe EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in einer Sitzung mit der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament gesagt, erklärte der CDU-Abgeordnete Peter Liese. Der Impfstoff von Johnson & Johnson habe gegenüber den bisher zugelassenen Mitteln den großen Vorteil, dass nur eine Dosis für einen umfassenden Schutz ausreiche. Bislang sind in der EU der Impfstoff von Biontech und Pfizer sowie das Mittel von Moderna zugelassen. AstraZeneca beantragte am Dienstag eine Genehmigung, die noch im Januar erteilt werden könnte. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:33 RKI: Mehr als 758.000 Covid-19-Impfungen erfasst +++
Rund zweieinhalb Wochen nach dem Start der Covid-19-Impfkampagne in Deutschland ist die Zahl der ans Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Impfungen auf über 700.000 gestiegen. Die Gesamtzahl von 758.093 Impfungen ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik (Stand: 11 Uhr) hervorgeht. Der Zuwachs im Vergleich zum Vortag beträgt rund 70.000.

+++ 15:20 Spahn verspricht: "Haben genügend Impfstoff für alle Deutschen bestellt" +++
Gesundheitsminister Jens Spahn weist Kritik am Vorgehen bei der Corona-Impfstoffbeschaffung zurück. Den europäischen Weg zu gehen, liege im nationalen Interesse Deutschlands, sagte er in einer Regierungserklärung. Die georderte Menge reiche aus, um allen Deutschen 2021 ein Impfangebot zu machen.

+++ 15:08 Bundesregierung setzt bei Homeoffice weiter auf Freiwilligkeit +++
Die Bundesregierung will beim Homeoffice weiter auf Freiwilligkeit setzen. Das machte eine Sprecherin deutlich. Sie erinnerte an den Appell von Bund und Ländern, dass Firmen wo immer es möglich sei, Homeoffice nutzen sollten. Dies sei aber nicht in allen Arbeitsbereichen gleich möglich. Zum Thema Homeoffice waren zuletzt Stimmen etwa aus der Opposition laut geworden, statt eines Appells an Firmen müsse es Vorgaben geben. "Dort, wo es möglich ist, müssen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet werden, Homeoffice zu erlauben", sagte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. "Wer von zuhause arbeiten kann und will, muss das sofort tun können."

+++ 14:55 Studie: Erste Biontech-Impfdosis senkt Infektionsrisiko nach knapp zwei Wochen deutlich +++
Wissenschaftler in Israel haben untersucht, wie schnell der Impfstoff von Biontech und Pfizer wirkt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet über eine vorläufige Studie der größten israelischen Krankenkasse Clalit. Demnach senkt allein die erste Impfdosis ab dem dreizehnten Tag nach der Impfung das Infektionsrisiko bereits um ein Drittel. Für die Studie seien Zweihunderttausend erstgeimpfte Personen mit Zweihunderttausend noch ungeimpften Personen über sechzig Jahren verglichen worden, hieß es. Bis zum zwölften Tag nach der Impfung hätten sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen gezeigt. Anschließend hätten sich von den erstgeimpften Personen 33 Prozent weniger mit dem Coronavirus angsteckt als aus der anderen Gruppe ohne Impfung. Dem Bericht zufolge sprach der Medizinprofessor Ran Balicer, der für Clalit arbeitet und die Regierung berät, von vorläufigen, aber ermutigenden Ergebnissen. Der Zeitung "Jediot Acharonot" sagte er zudem, die Ergebnisse "deuten nicht auf vollen Schutz vor Infektion hin, nicht einmal siebzehn Tage nach Erhalt der (ersten) Impfung". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:41 Johnson will Briten rund um die Uhr impfen lassen +++
In Großbritannien soll demnächst rund um die Uhr geimpft werden. Premierminister Boris Johnson kündigte im Parlament an, der Betrieb von 24-Stunden-Impfzentren solle "so bald wie möglich" aufgenommen werden. Derzeit halte ein Mangel an Impfstoff jedoch eine noch raschere Impfkampagne zurück. Großbritannien ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen.

+++ 14:19 Kreise: Bayern will zwei Millionen FFP2-Masken an Bedürftige ausgeben +++
Bedürftige sollen in Bayern kostenlos FFP2-Schutzmasken zur Verfügung gestellt bekommen. Insgesamt sollen voraussichtlich zwei Millionen Masken bereitgestellt werden, wie mehrere Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichten. Damit will die Landesregierung Härten abfedern, wenn vom kommenden Montag an in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen gilt. Sie reagiert damit auf vielfältige Forderungen von Sozialverbänden und der Opposition. Details wollen Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek diesen Nachmittag bekanntgeben.

+++ 14:10 Spahn: Impfangebot für alle bis zum Sommer +++
Angesichts der steigenden Produktion von Corona-Impfstoffen hält Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein "Impfangebot an alle" im Sommer für möglich. Der CDU-Politiker sagte in einer Regierungserklärung, dass die Debatte über knappe Impfstoffe schon bald von der Debatte über die Impfbereitschaft der Bevölkerung abgelöst werde. Er erwarte im 2. Quartal eine deutliche Entspannung bei den Lieferungen. Zugleich räumte er Fehler ein: "Natürlich ruckelt es bei der größten Impfkampagne der Geschichte." Aber es sei eine Struktur aufgebaut worden, "die hochfahren kann und wird". Jetzt komme es vor allem auf die Impfbereitschaft der Bevölkerung an, "wenn wir das Virus besiegen wollen".

+++ 13:59 Durchsuchung: Arzt soll falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben +++
Ein Arzt aus dem bayerischen Kreis Landsberg steht im Verdacht, zahlreiche falsche Atteste zur Umgehung der Maskenpflicht ausgestellt zu haben. Bei Durchsuchungen in der Praxis des 57-Jährigen und einem weiteren Objekt beschlagnahmten Beamte umfangreiches Beweismaterial, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Der Mediziner soll demnach "in einer Vielzahl von Fällen unrichtige Gesundheitszeugnisse" ausgestellt haben. Ziel soll es gewesen sein, den überwiegend aus Süddeutschland stammenden Inhabern der Atteste die Umgehung der Maskenpflicht beispielsweise bei Versammlungen, Demonstrationen sowie in Geschäften zu ermöglichen. Die Hintergründe und die genaue Vorgehensweise bei der Ausstellung der Atteste sollen nun im Zuge der weiteren Ermittlungen geklärt werden.

+++ 13:43 Corona-Warn-App ist für etliche Android-Smartphones derzeit gestört +++
Die Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes erhalten derzeit unter Umständen kein aktuelles Ergebnis bei der Risiko-Ermittlung. Es berichten mehrere Anwender der App auf Twitter, dass diese nicht den Risiko-Status aktualisiere. Auf dem iPhone von Apple tauchte der Fehler hingegen nicht auf. Ein Sprecher des größten europäischen Software-Konzerns SAP bestätigte die Probleme: Zurzeit sei es der Corona-Warn-App unter Android-Smartphones "in einigen Fällen" nicht möglich, einen Schlüsselabgleich durchzuführen. "Das liegt aktuell am Exposure Notification Framework unter dem Google-Smartphone-Betriebssystem." Das ist die technische Schnittstelle, die Google über seine Play Services auf Android-Handys zur Verfügung stellt. "Wir haben Google über das Problem informiert und arbeiten gemeinsam unter Hochdruck an der Lösung des Problems." Die SAP hat zusammen mit der Deutschen Telekom die App entwickelt.

+++ 13:30 Erneut benötigen weniger Covid-Patienten intensivmedizinische Behandlung +++
Die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, sinkt weiter leicht. Nach aktuellem Divi-Intensivregister werden in Deutschland 5185 Patienten auf Intensivstationen versorgt (45 weniger als am Vortag). Die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen, sank im Vergleich zum Montag um 30 auf 2970. Der Anteil der freien Intensivbetten liegt derzeit bei 16,4 Prozent. 22.570 Intensivbetten sind belegt.

+++ 13:18 Janssens: Pflegekräfte aufklären, statt mit Impfpflicht zu drohen +++

Intensivmediziner Prof. Uwe Janssens verurteilt die Diskussion über eine Impfpflicht für Pflegekräfte als überspitzt und unnötig. Man müsse den Pflegekräften - wie allen anderen Menschen auch - eine Impfskepsis zugestehen. Die Impfung auf mRNA-Basis sei neu. "Es ist ein komplexer Vorgang. Selbst ich als Mediziner musste mich erst sehr, sehr, sehr tief in die Materie einlesen", sagte das Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) gegenüber RTL und ntv. Man könne nicht von den Pflegekräften verlangen, dass sie die Wirkweise der neuen Impfung intuitiv verstehen könnten. "Es ist doch alles ein Thema der Aufklärung, der Beratung und der Information und da vermisse ich natürlich auf der staatlichen Seite einiges", sagte Janssens.

+++ 12:46 Bund gibt Entwarnung: Bedenken gegen Moderna-Impfstoff unbegründet+++
Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Zweifeln an der Kühlung von Corona-Impfstoffen des Herstellers Moderna für Berlin und Brandenburg Entwarnung gegeben. "Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden", sagte ein Sprecher. Demnach wurden die Verteilzentren der beiden Bundesländer darüber auch schon von der für die Impfstoff-Logistik verantwortlichen Bundeswehr informiert.

+++ 12:20 Mögliche Qualitätsmängel: Auch Berlin hält Moderna-Impfstoff vorerst zurück +++
Berlin will die erstmals gelieferten Impfdosen des US-Herstellers Moderna wegen Verdachts auf Qualitätsmängel zunächst zurückhalten. Es gebe Zweifel, ob der Transport und die Kühlung des Impfstoffs vor der Übernahme durch das Land Berlin sachgemäß erfolgt sei, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Transporteur und Hersteller seien aufgefordert worden, für Aufklärung zu sorgen. Gestern waren 2400 Moderna-Impfdosen Moderna in Berlin eingetroffen. Auch Brandenburg meldete Probleme (siehe Eintrag 10:07 Uhr).

+++ 12:04 Armeniens Präsident mit beidseitiger Lungenentzündung im Krankenhaus +++
Nach seiner Corona-Infektion hat sich der Gesundheitszustand des armenischen Präsidenten Armen Sarkissjan verschlechtert. Der 67-Jährige sei mit einer beidseitigen Lungenentzündung in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das Präsidialbüro armenischen Medienberichten zufolge mit. Der Verlauf der Krankheit sei schwerwiegend. Der Präsident habe zudem hohes Fieber. Sarkissjan hält sich seit dem Jahreswechsel in London auf. Dort hatte er nach früheren Angaben seines Büros mit seiner Familie Silvester gefeiert und war danach am Bein operiert worden. Seine Infektion war vor gut einer Woche bekannt geworden. In der Südkaukasus-Republik Armenien sind nach Angaben der Behörden seit Beginn der Pandemie im Frühjahr mehr als 163.100 Corona-Fälle gemeldet worden. Mehr als 2900 Menschen starben mit dem Virus.

+++ 11:45 Bundeskabinett billigt neue Einreiseverordnung +++
Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss künftig innerhalb von 48 Stunden nachweisen, dass er nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Dies sieht eine Musterverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor, die das Bundeskabinett nun beschlossen hat. Einreisende aus besonders betroffenen Regionen mit dem mutierten Coronavirus oder mit besonders hohen Inzidenzzahlen müssen demnach schon vor der Einreise ein negatives Testergebnis vorlegen. Bei einem positiven Testergebnis müssen die Betroffenen in Quarantäne. "Auslandsreisen in Risikogebiete passen nicht zur Pandemielage", erklärte Spahn. "Wer trotzdem darauf nicht verzichten will, muss sich künftig bei seiner Rückkehr testen lassen."

+++ 11:23 Auf Mallorca und Ibiza gelten jetzt drastische Maßnahmen +++
Trotz heftiger Proteste von Gastronomen und anderen Unternehmern sind auf den spanischen Urlaubsinseln Mallorca und Ibiza die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie drastisch verschärft worden. Seit heute müssen dort unter anderem alle Restaurants, Bars, Cafés und Fitnessstudios zunächst für zwei Wochen schließen. Zudem sind auch private Treffen von Menschen, die nicht im selben Haushalt leben, sowohl zu Hause als auch in der Öffentlichkeit verboten. Die Balearen hatten die Pandemie lange Zeit relativ gut im Griff. Seit Dezember wird die Lage aber immer besorgniserregender. Zeitweise hatten die Inseln die höchsten Zahlen ganz Spaniens. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt nach Berechnungen von ntv.de bei mehr als 308. Das ist wesentlich höher als im Durchschnitt Spaniens, wo dieser Wert bei knapp 254 liegt.

+++ 11:02 London will Patienten aus Kliniken in Hotels verlegen +++
Um den Druck auf Londoner Krankenhäuser zu verringern, erwägt die britische Regierung, Patienten in Hotels zu verlegen. Das bestätigte Gesundheitsminister Matt Hancock in einem Interview mit Sky News. "Auf dem NHS (Gesundheitsdienst, Anm.d.Red.) lastet enormer Druck, und wir überlegen alles Mögliche, um diesen Druck zu nehmen", so Hancock. Er betonte jedoch, das komme nur infrage, wo es auch medizinisch vertretbar sei. Ein Sprecher des King's College Hospital in London teilte mit, die Klinik habe Partnerschaften mit Hotels in der Nähe vereinbart, um vornehmlich wohnungslose Patienten zu verlegen, die in der Lage seien, das Krankenhaus zu verlassen. Großbritannien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. In Teilen des Landes stehen die Krankenhäuser kurz vor dem Kollaps.

+++ 10:40 Israel meldet erneut mehr als 9000 Neuinfektionen +++
Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind in Israel an zwei Tagen in Folge mehr als 9000 Neuinfektionen registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 9025 Fälle verzeichnet. Der Anteil der positiven Tests betrug 7,2 Prozent. Am Vortag war mit 9670 der bisherige Höchststand vermeldet worden. Mehr als 9000 Neuinfektionen an einem Tag wurden in Israel bislang erst drei Mal nachgewiesen.

+++ 10:07 Wegen Kühlproblemen unbrauchbar?: Moderna-Impfstoff in Brandenburg eingetroffen +++
Die ersten 2400 Dosen des Corona-Impfstoffs der US-Firma Moderna sind in Brandenburg eingetroffen, können aber nach Angaben der Landesregierung noch nicht verwendet werden. "Während des Transportes in Verantwortung des Bundes vom bundesweiten Zentraldepot in Quakenbrück zur zentralen Anlaufstelle in Brandenburg könnte es zu Problemen bei der Kühlung gekommen sein", teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, mit. "Das müssen wir jetzt prüfen. Erst wenn absolut sicher festgestellt ist, dass bei diesem Transport keine Fehler passiert sind, werden wir den Impfstoff verwenden." Der Impfstoff von Biontech und Pfizer wird in Brandenburg bereits für Schutzimpfungen verwendet, die seit Ende Dezember laufen.

+++ 09:46 Frankreichs Behörden warnen vor britischer Mutation +++
Frankreichs Gesundheitsbehörden warnen - wie auch Bundeskanzlerin Angela Merkel - vor der Gefahr der in Großbritannien verstärkt aufgetretenen mutierten Form des Coronavirus. "Ich bin sehr besorgt", sagte der Leiter des wissenschaftlichen Rats, Jean-François Delfraissy, dem Sender Franceinfo. Diese Variante werde sich in Frankreich weiter ausbreiten, wenn keine Maßnahmen ergriffen würden. Es sei zu spät, die Verbreitung aufzuhalten. Es ginge darum, zu versuchen, sie durch eine Reihe von Maßnahmen zu verlangsamen, so Delfraissy. Es handle sich um einen Wettlauf. Im Großraum Paris gebe es derzeit elf bestätigte Fälle der Mutation, sagte der Chef der örtlichen Gesundheitsbehörde, Aurélien Rousseau, dem Sender BFM TV. Es gebe rund 40 weitere Verdachtsfälle.

+++ 09:20 Indonesien startet Impfungen: Junge Menschen zuerst +++
Der weltgrößte Inselstaat Indonesien hat heute mit Massenimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Präsident Joko Widodo ließ sich im Präsidentenpalast als Erster mit dem Mittel Coronavac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac Biotech impfen. Anders als andere Länder will Indonesien nach den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des öffentlichen Dienstes zunächst jüngeren Menschen zwischen 18 und 59 Jahren den Vorrang geben. Ziel ist es, schnell eine Herdenimmunität zu erreichen. Das viertbevölkerungsreichste Land der Erde mit seinen fast 270 Millionen Einwohnern ist der am schlimmsten von der Pandemie betroffene Staat in Südostasien. Bis Mittwoch hatten sich in Indonesien fast 840.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 24.000 sind in Verbindung dem Virus gestorben.

+++ 08:56 Röttgen hält FFP2-Maskenpflicht für "verfrüht" +++
Der Kandidat für den CDU-Parteivorsitz, Norbert Röttgen, sieht noch keinen Grund für eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel und öffentlichen Nahverkehr. "Ich halte das noch für verfrüht", sagte Röttgen im "Frühstart" von RTL/ntv. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte angekündigt, dass in Bayern von Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften gilt. Röttgen sagte, man müsse den Menschen zunächst erklären, warum die FFP2-Maske wirksamer sei und worin die Unterschiede zu einem normalen Mund-Nasen-Schutz liegen. Weiter sagte der CDU-Politiker: "Ich bin ja dafür, dass wir vor allen Dingen die Bevölkerung mitnehmen und dass wir ihr nicht unterstellen, dass die Bevölkerung das nicht einsieht und darum kommen Pflichten, Kontrolle und Zwang."

+++ 08:29 USA verzeichnen erstmals mehr als 4400 Tote an einem Tag +++
In den USA bleibt die Virus-Lage prekär: Binnen eines Tages verzeichneten die Behörden mindestens 4406 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - so viele wie nie zuvor. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 380.882. Die Zahl der binnen 24 Stunden nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg den Angaben zufolge um mindestens 229.712 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 22,9 Millionen.

+++ 08:04 Thüringen ist "Spitzenreiter" bei Super-Hotspots +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist der thüringische Landkreis Saalfeld-Rudolstadt die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (13. Januar, 0.00 Uhr) weist der Landkreis nun einen Wert von 600,8 (Vortag: 595,9) neuen Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen den Angaben zufolge die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen (534,2) und der Saalekreis in Sachsen-Anhalt (481,5). Dabei ist zu beachten, dass es laut RKI in einigen Teilen Brandenburgs zu "Rückstaus bei der Dateneingabe" gekommen sei. Die Rangliste der Super-Hotspots ist deshalb höchstwahrscheinlich verzerrt. Mit Blick auf die Bundesländer hat Thüringen dem aktuellen RKI-Datenstand zufolge nun Sachsen als Land mit der bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz abgelöst (TH: 324,2 | SN: 304,4).

+++ 07:50 DGB-Chef dringt auf mehr Homeoffice +++
In der Debatte um mehr Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft DGB-Chef Reiner Hoffmann den Ton - und wirft einzelnen Arbeitgebern ein altmodisches Verhalten vor. "Fakt ist, dass viele Unternehmen und Verwaltungen auch dort, wo es gut möglich wäre, kein Homeoffice anbieten. Offenbar liegt dies an einem antiquierten Führungs- und Kontrollverhalten", sagte Hoffmann der "Rheinischen Post". Die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie wehren sich gegen Vorwürfe, die Wirtschaft tue zu wenig zur Bekämpfung der Pandemie. In der Debatte war zuletzt der Druck auf die Wirtschaft gestiegen. Ein Problem ist Hoffmann zufolge auch die mangelnde technische Ausstattung. Dies müsse sich schnell und langfristig ändern. Zwar sei nun eine akute Ausnahmesituation. "Anderseits müssen wir jetzt die Regeln für die Arbeit der Zukunft neu austarieren", sagte Hoffmann.

+++ 07:18 China meldet stärksten Infektions-Anstieg seit fünf Monaten +++
China meldet den stärksten Anstieg von Neuinfektionen seit mehr als fünf Monaten. Laut Gesundheitsbehörde sind es 115 neue Fälle, nachdem es am Tag zuvor nur 55 waren.

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+++ 06:56 Steuerberaterverband fordert längere Antragsfrist für Corona-Hilfen +++
Der Deutsche Steuerberaterverband beklagt einen großen Korrekturaufwand bei Anträgen für die staatliche Überbrückungshilfe in der Corona-Krise. "Ich gehe davon aus, dass wegen der neuen Fixkosten-Regel 80 Prozent bis 90 Prozent aller Anträge für Überbrückungshilfen noch einmal angepackt werden müssen", sagte Verbandspräsident Harald Elster der "Welt". In der Folge müssten viele Unternehmen entweder bereits gezahlte Hilfen zurückzahlen oder sie bekämen weniger Geld, als sie ursprünglich gedacht hätten. Elster forderte eine längere Antragsfrist, um die bereits gestellten Anträge zu überarbeiten. "Eine Verlängerung der Frist bis zum 28. Februar ist notwendig", sagte er. Bislang endet sie am 31. Januar.

+++ 06:29 Bestatter-Branche beschämt über Vorgänge in Meißen +++
Der Bundesverband Deutscher Bestatter hat den Umgang mit Verstorbenen im kommunalen Krematorium im sächsischen Meißen kritisiert. "Diese Bilder sind furchtbar und sind nicht der Normalzustand", sagte Verbands-Generalsekretär Stephan Neuser der Deutschen Presse-Agentur. "Das schadet auch dem Berufsbild, da hätte man sicher auch andere Krematorien kontaktieren können im Vorfeld." Das Krematorium in dem von der Corona-Krise besonders betroffenen Landkreis war in der vergangenen Woche an der Kapazitätsgrenze angelangt. Der Leiter des Krematoriums verwies vergangene Woche darauf, dass der Betrieb Tote aus dem gesamten Freistaat Sachsen aufnehme. Bilder zeigten übereinander gestapelte Holzsärge in einer Andachtshalle, manche von ihnen notdürftig in Plastikfolie eingewickelt. Neuser spricht von einer Ausnahme. Insgesamt sei die Situation in der Corona-Krise für die Bestatter in Deutschland "händelbar".

+++ 05:58 Kekulé: FFP2-Maske ist "deutlich sicherer" +++
Der Virologe Alexander Kekulé hält die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel grundsätzlich für sinnvoll. "Natürlich ist eine FFP2-Maske deutlich sicherer als ein Mund-Nasen-Schutz, der oft auch nur sehr locker getragen wird", sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg der Deutschen Presse-Agentur. Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln drängten sich viele Menschen auf engem Raum, sagte Kekulé. Mit einer FFP2-Maske sinke das Risiko einer Infektion deutlich. "Aber auch in so manchem kleinen Bäckerladen ist es sicher sinnvoll, gerade weil dort teilweise nicht richtig gelüftet werden kann." Risikopatienten sollten in geschlossenen Räumen mit mehreren Personen sowieso immer eine FFP2-Maske tragen. In Bayern sind solche Masken von Montag an in allen Geschäften sowie Bussen, U- und S-Bahnen Pflicht. Andere Bundesländer überlegen, ob sie nachziehen.

+++ 05:20 RKI verzeichnet 19.600 neue Infektionen +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland bleibt auf hohem Niveau: Binnen eines Tages haben die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.600 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 1060 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt sind damit 42.637 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

+++ 04:56 Japans Regierung hält an Olympischen Spielen fest +++
Die japanische Regierung will die Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele in Tokio fortsetzen. 2020 waren sie wegen der Pandemie verschoben worden. In Umfragen spricht sich eine Mehrheit der Japaner für eine erneute Verschiebung oder sogar eine Absage aus.

+++ 04:15 Aerosolforscher: Kein 100-prozentiger Schutz durch FFP2-Masken +++
Der Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, Christof Asbach, warnt vor falschen Vorstellungen bezüglich der Sicherheit von FFP2-Masken. Die Masken müssten den Anforderungen zufolge 94 Prozent der Partikel filtern - damit gingen immer noch 6 Prozent durch. "Man muss sich auch generell von der Vorstellung freimachen, dass es eine einzige Maßnahme gibt, die das Risiko einer Infektion auf null senkt." Wichtig sei ein Mix. Zudem biete eine FFP2-Maske auch nur dann den versprochenen Schutz, wenn sie eng anliege.

+++ 03:07 Laschet fordert "Entfesselungspaket" für Wirtschaft +++
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet rechnet noch mit längeren Problemen der Wirtschaft wegen der Coronavirus-Krise. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Zeit nach der Pandemie genau so schwierig wird wie die jetzige", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deshalb müssten jetzt die Weichen gestellt werden: "Neben den Überbrückungshilfen und Konjunkturprogrammen brauchen wir ein bundesweites Entfesselungspaket. Konkret heißt das: schnellere Plan- und Genehmigungsverfahren, Bürokratieabbau und weitere Erleichterungen für Unternehmen."

+++ 02:14 Flugreisen in die USA nur noch mit negativem Test +++
Flugreisende in die USA müssen ab Ende Januar einen negativen Covid-Test vorweisen. Dieser müsse innerhalb von drei Tagen vor Abflug gemacht worden sein, teilte das Zentrum zur Seuchenbekämpfung (CDC) mit. Betroffen seien alle internationalen Verbindungen - und hier alle Reisenden ab zwei Jahren. Ausnahmen gibt es für Passagiere, die nur in den USA umsteigen, aber nicht ins Land einreisen. Die neuen Regeln treten am 26. Januar in Kraft. Auch US-Bürger, die aus dem Ausland in die Vereinigten Staaten reisen, müssen einen negativen Coronavirus-Test vorlegen.

+++ 01:22 Karliczek: Aktuelle Schulabschlüsse müssen gleichwertig sein +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert eine gleichwertige Anerkennung von Schulabschlüssen, die unter den Bedingungen der Corona-Pandemie erzielt wurden. "Wir müssen dafür sorgen, dass auch im Schuljahr 2020/2021 die Bildungsziele so weit wie möglich erreicht werden", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Und wir müssen - ebenfalls im Interesse der jungen Leute - sicherstellen, dass die Prüfungen in diesem Jahr in der Bewertung durch Betriebe und Hochschulen gleichwertig zu allen anderen Jahren anerkannt werden." Viele Jugendliche seien in dieser Hinsicht derzeit stark verunsichert, so Karliczek.

+++ 00:18 Lauterbach gegen Impfpflicht für Pflegekräfte +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich deutlich gegen eine Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte aus. Die Zahlen zur Impfbereitschaft der Pflegekräfte seien nicht repräsentativ, "vor Ort" bekomme man mit, "dass die Impfbereitschaft da ist", sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir müssen vorsichtig sein, an dieser Stelle nicht ein Problem herbeizurufen, das es noch nicht gibt. Außerdem haben wir versprochen, keine Impfpflicht einzuführen - also auch nicht für bestimmte Gruppen. Da sollten wir unser Wort halten", sagte Lauterbach.

+++ 23:30 USA: Impfung bald schon mit 65 +++
In den USA könnten schon in den kommenden Tagen Menschen über 65 Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Altersgruppe der zur Impfung Berechtigen werde ausgeweitet, teilte US-Gesundheitsminister Alex Azar mit. Zudem will die Regierung in Washington alle Impfdosen verteilen, die sie zunächst für die jeweils zweiten Injektionen zurückgehalten hatte. Damit soll der schleppend laufenden Impfkampagne in den USA neuer Schwung verliehen werden. Die Richtlinien an die Bundesstaaten sind unverbindlich. Auch der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo teilte den Bürgern seines Bundesstaates mit, dass das Mindestalter für die Impfungen von 75 auf 65 gesenkt worden sei.

+++ 22:22 Ethikrat schließt Impfpflicht nicht komplett aus +++
Aus Sicht des Deutschen Ethikrates kann unter bestimmten Umständen über eine "bereichsbezogene Impfpflicht" nachgedacht werden. "Wir haben eine allgemeine Impfpflicht aus ethischen Gründen ausgeschlossen", sagte die Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx am Abend gegenüber den ARD-"Tagesthemen". Der Ethikrat habe aber auch erklärt, dass unter bestimmten Umständen über eine "bereichsbezogene Impfpflicht" nachzudenken sei. Dabei ginge es etwa um die Versorgung von Patienten, die man nicht anders schützen kann, "als dass die Menschen, die sie versorgen, geimpft sind." Die andere Bedingung für das Nachdenken über eine Impfpflicht sei, dass "wir noch sehr viel mehr Wissen bräuchten, dass die Impfung dafür sorgt, dass die geimpfte Person niemanden mehr anstecken kann".

+++ 22:09 US-Gericht verschiebt Todesstrafe wegen Infektion +++
Wegen der Covid-19-Erkrankung von zwei zum Tode verurteilten Mördern hat ein US-Bundesgericht den Aufschub der Hinrichtungen angeordnet. Die Richterin begründet die Entscheidung damit, dass den zwei Männern die Gelegenheit zur Genesung gegeben werden sollte. Das Justizministerium sollte die Exekutionen deshalb bis mindestens 16. März aufschieben. Der Termin liegt nach der Amtseinführung des designierten Präsidenten Joe Biden, der die Todesstrafe ablehnt. Die Häftlinge sollten am Donnerstag und Freitag hingerichtet werden. Ihre Anwälte hatten geltend gemacht, dass die angegriffenen Lungen der beiden Männer ihnen unzumutbare Qualen bei der Verabreichung den tödlichen Injektionen verursachen würden.

+++ 21:46 Fünf Länder vermelden vierstellige Neuinfektionen +++
Von den 16 Bundesländern führt am heutigen Dienstag Baden-Württemberg das Länderfeld mit 2.226 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Nordrhein-Westfalen (2.302), Sachsen (1.946), Bayern (1.740) und Berlin (1.070).

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Quelle: ntv.de, ara/dpa/rts/AFP