Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:40 Apple ruft im Silicon Valley zur Heimarbeit auf +++

Hinweis: Den aktuellen ntv.de Liveticker zur Lage in der Coronavirus-Krise finden Sie hier.

Der kalifornische Tech-Gigant Apple ruft seine Mitarbeiter am Firmensitz im Silicon Valley dazu auf, nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Auf diese Weise soll die weitere Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie eingedämmt und ein Ansteckung innerhalb der Belegschaft verhindert werden.

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Die Entscheidung von Apple kommt nicht ganz freiwillig: Die Behörden im Kreis Santa Clara, in dem die Stadt Cupertino und damit auch der von 12.000 Menschen genutzte Konzern-Campus "Apple Park" liegt, hatten ansässigen Unternehmen mit größeren Mitarbeiterzahlen um entsprechende Vorkehrungen gebeten.

Der Santa Clara County liegt rund 60 Kilometer südöstlich von San Francisco. Bisher wurden in der Region 20 Coronavirusfälle bestätigt.

+++ 23:28 Austin, Texas sagt SXSW 2020 ab +++
Die Veranstalter des texanischen Tech-Festival "South by South West" (SXSW) haben die für Mitte März geplante Konferenz und das gesamte Begleitprogramm abgesagt. Grund ist die Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus in den USA.

In den Vorjahren hatte das Spektakel mit seiner eigenwilligen Mischung aus Digitalkultur, Business und Musik jährlich mehrere Zehntausend Besucher in die texanische Metropole Austin gelockt. Die Stadtverwaltung habe die Entscheidung getroffen, teilten die Veranstalter mit. Dieser Entscheidung müsse man Folge leisten. "Wir sind am Boden zerstört."

Das seit 1987 jährlich stattfindende Treffen, das inzwischen unter anderem ein Filmfestival, ein Musikfestival und eine umfangreiche Medien- und Technikkonferenz umfasst, zählt zu einem der wichtigsten Branchentreffen und zieht auch zahlreiche internationale Besucher an. Viele Unternehmen hatten allerdings in den vergangenen Tagen bereits angekündigt, mit Blick auf etwaige Ansteckungsrisiken dieses Jahr nicht daran teilzunehmen. Die Veranstalter stellten ein mögliches Alternativdatum in Aussicht.

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+++ 22:56 Kein Virus an Bord: Malta weist Kreuzfahrtschiff dennoch ab +++
Wegen Sorgen im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus hat Malta ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 2000 Menschen an Bord abgewiesen. Man habe sich mit der Reederei MSC Cruises geeinigt, dass das Schiff "MSC Opera" nicht anlegen werde, erklärte Maltas Regierung. Damit habe man auf Befürchtungen in der Öffentlichkeit reagiert, obwohl es auf dem Schiff nachweislich keinen Fall des Virus gebe. Auf Malta wurde bislang keine Infektion mit Sars-CoV-2 registriert.

Wie die Reederei angab, wurde ein Passagier aus Österreich, der im Februar an Bord gewesen war, Tage nach seiner Rückkehr Anfang März positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Bei einem früheren Stopp hätten griechische Behörden Gesundheitschecks durchgeführt. An Bord gebe es keine Menschen mit grippeähnlichen Symptomen, wurde betont.

Maltesische Ärzte bezeichneten ein Einlaufen des Schiffs auf Malta laut einem Medienbericht als verantwortungslos und drohten mit Arbeitskampfmaßnahmen. Laut MSC Cruises steuert das Kreuzfahrtschiff nun die italienische Stadt Messina an.

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Österreichs Kanzler Sebastian Kurz.

+++ 22:29 Österreich führt Grenz-Gesundheitschecks ein+++
Österreich führt ab kommender Woche "punktuelle Gesundheitschecks" an der Grenze zu Italien ein. Die Maßnahme sei zunächst für zwei Wochen geplant, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz in Wien. Außerdem soll es ab Montag vorerst keine Direktflüge mehr nach Mailand und Bologna sowie in den Iran und nach Südkorea geben.

+++ 22:04 Nach Südtirol-Urlaub: Fast 100 Schüler in Hessen in Quarantäne +++
Fast 100 Schüler einer Schule im hessischen Rimbach müssen nach einem Skiurlaub in Südtirol in Quarantäne - mitsamt ihrer zehn Begleitpersonen. Das teilte der zuständige Landkreis Bergstraße auf seiner Homepage mit. Betroffen sind 99 Schülern der siebten Klassen der Martin-Luther-Schule in Rimbach. Die Maßnahme sei nötig, weil ein Schüler und eine Begleitperson seit Mittwoch grippale Symptome gezeigt hätten, so der Landkreis.

Die Reisegruppe hatte ihren Skiurlaub im Ahrntal in Südtirol verbracht und war bereits heute Abend wieder in Rimbach eingetroffen, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Demnach war das Schulgelände zuvor von der Feuerwehr abgesperrt worden. Nach der Ankunft wurden alle Teilnehmer der Skifahrt ins Schulgebäude gebracht, wo sie nach und nach auf das Coronavirus getestet werden sollen. Einige Schüler wurden laut dem Bericht bereits von ihren Eltern abgeholt.

+++ 21:40 USA: Ebay verbannt Desinfektionsmittel +++
Die Online-Plattform Ebay hat den Verkauf von Atemschutzmasken, Hand-Desinfizierern und anderen antibakteriellen Reinigungsprodukten auf seiner US-Website verboten. Das Unternehmen begründete den Schritt den Nutzern gegenüber mit rechtlichen Bedenken und unfairen Preisen in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus. Das Unternehmen werde alle Angebote im Blick behalten und schnell entfernen. Einzige Ausnahme: Bücher über das Virus. Immer wieder versuchen Verkäufer aus der Angst vor der Seuche Profit zu schlagen. Auch Amazon war bereits dagegen vorgegangen.

+++ 20:55 Italien feiert "Diamond Princess"-Kapitän +++
Italien ist in Europa am härtesten von der Corona-Epidemie gebeutelt. Allerdings bringt jede Krise auch ihre Helden hervor: So bekam nun der italienische Kapitän des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" den Verdienstorden des Staatspräsidenten. Gennaro Arma hatte bis zuletzt auf dem Schiff ausgeharrt, auf dem Tausende Passagiere vor Japan wegen der Ausbreitung des Coronavirus festsaßen. Ein Foto, das ihn zeigt, wie er mit Mundschutz aufrecht sein Schiff verlässt, kursierte auf Twitter. Italiens Präsident Sergio Mattarella lobte das "vorbildliche Verhalten" des Mannes.

Seit dem Unglück mit dem Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" hat Italien ein "Kapitäns-Trauma": Nach der Havarie im Jahr 2012 war der Kommandant Francesco Schettino als einer der ersten von Bord gegangen, als Tausende in Lebensgefahr waren. Damals starben 32 Menschen. Weltweit machte der "feige" Kapitän Schlagzeilen.

Japans Regierung hatte die "Diamond Princess" zwei Wochen bis zum 19. Februar im Hafen der Tokioter Nachbarstadt Yokohama unter Quarantäne gestellt. Hunderte Menschen hatten sich dabei mit dem Virus infiziert. Arma ist nach Angaben italienischer Medien in Japan in Quarantäne.

+++ 20:29 Frankreich: 39 Patienten auf der Intensiv-Station +++
In Frankreich ist die Zahl der mit dem Coronavirus angesteckten Menschen auf 613 gestiegen. Ein Vertreter des Gesundheitsministeriums erklärte, zwar habe sich die Zahl von neun Virustoten im Vergleich zum Vortag nicht erhöht. 39 Erkrankte seien allerdings auf intensive medizinische Pflege angewiesen.

+++ 19:55 Erstmals deutscher Patient in Lebensgefahr +++
Erstmals in Deutschland ist einem Medienbericht zufolge ein Corona-Patient in einen lebensgefährlichen Zustand geraten. Der Mann liege auf einer Intensivstation des Universitätsklinikums Münster, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Klinikum wollte den Bericht am Abend nicht kommentieren. Wegen einer bevorstehenden Organtransplantation habe der Patient Medikamente bekommen, die das Immunsystem unterdrückten, berichtete RND weiter. Das habe möglicherweise die Infektion begünstigt. Wann sich der Patient mit dem Coronavirus angesteckt hatte, war zunächst unklar.

Die Bezirksregierung bestätigte am Abend auf Twitter 28 Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster. Unter den Betroffenen seien vier Schülerinnen eines inzwischen geschlossenen bischöflichen Gymnasiums sowie eine Erzieherin und ein Mädchen aus einem inzwischen geschlossenen Kindergarten, schrieb RND weiter.

+++ 19:25 Neue Zahlen: Bereits 675 Infizierte in Deutschland +++
Mittlerweile muss mehrmals am Tag die Zahl der Covid-19-Fälle in Deutschland nach oben korrigiert werden. Nach aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts zusammen mit denen regionaler Gesundheitsämter gibt es bundesweit bereits 675 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Die meisten davon in Nordrhein-Westfalen, wo 358 Menschen infiziert sind. Besonders betroffen ist dort der Landkreis Heinsberg. Einziges Bundesland ohne eine einzigen gemeldeten Fall ist weiterhin Sachsen-Anhalt.

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Sogar kurz vor der Abreise sind noch günstige Tickets zu haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 18:43 Bahnfahren wird billiger +++
Nicht nur den Autofahrern hilft das Coronavirus beim Sparen an der Zapfsäule, auch Bahnfahrer können gerade leichter günstige Tickets ergattern. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, dass auf vielen wichtigen Strecken die Fahrgastzahlen im Sinkflug seien. Anders als sonst könnten Bahnreisende deshalb auch noch sehr spontan Sonderangebote buchen. "Sollte es temporär zu einem Nachfragerückgang kommen, stehen die günstigen Einstiegspreise teilweise auch noch bis kurz vor dem Reisetag zur Verfügung", zitierte die Zeitung einen Bahnsprecher. Sehr offensiv bewirbt die Bahn demnach auch den "Super Sparpreis Aktion", bei dem 500.000 Tickets für 12,90 Euro (mit Bahncard 9,90 Euro) für Fahrten im Fernverkehr in der zweiten Klasse erworben werden können.

+++ 18:13 Ärzte gegen Handy-Tracking von Corona-Infizierten +++
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Überlegungen für ein Auslesen von Handy-Daten zur Ortung von Corona-Infizierten eine Absage erteilt. "Mal abgesehen von der rechtlichen Bewertung, ob so etwas überhaupt so einfach statthaft ist, müssen wir bei allen Maßnahmen immer schauen, ob die Relation noch stimmt", sagte KBV-Vorstandschef Andreas Gassen der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Gassen reagierte auf Erwägungen unter anderem des Robert-Koch-Instituts (RKI). Dessen Präsident Robert Wieler hatte gesagt, das Auslesen von Mobilfunkdaten sei "eine gute Möglichkeit, um Kontaktpersonen von Infizierten aufzuspüren". Dies könne die bisher sehr aufwändige Suche vereinfachen.

Zurückhaltend zu den Überlegungen äußerte sich auch das Bundesinnenministerium. Mit den Handy-Standortdaten lasse sich die jeweilige Funkzelle bestimmen, in der sich deren Nutzer aufgehalten habe, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. "Für mich ist schwer vorstellbar, daraus abzuleiten, wer mit wem Kontakt hatte", fügte er hinzu. Auch Datenschützer hatten sich zu den Überlegungen kritisch geäußert.

+++ 17:41 Bereits 621 Corona-Infizierte in Deutschland +++
Das Coronavirus greift in Deutschland weiter um sich: Die Zahl der Infizierten steigt zuletzt auf 621. Das ergibt eine ntv-Auswertung von Daten des Robert-Koch-Instituts und regionaler Gesundheitsämter. Von den Betroffenen sind 16 bereits geheilt.

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+++ 17:16 Dollar-Scheine müssen in Quarantäne +++
Die USA lagern Dollarscheine aus Asien ab sofort für sieben bis zehn Tage ein. Erst danach würden sie bearbeitet und wieder in den Geldkreislauf eingespeist, sagt eine Sprecherin der US-Notenbank Fed. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Derzeit sind Dollar-Scheine im Wert von rund 1,75 Billionen Dollar im Umlauf, ein bedeutender Teil davon in Asien.

+++ 17:08 Virus auch im Sommer noch da? +++
Der leitende Notfall-Experte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Mike Ryan, bezeichnet es als "falsche Hoffnung", dass das Virus wie eine Grippe im Sommer einfach so verschwinden werde. Zahlreiche Mediziner hatten in den letzten Wochen die These vertreten, dass die Verbreitung des Coronavirus  - analog einer Influenza - mit steigenden Temperaturen abnimmt oder sogar zum Stillstand kommt.

+++ 16:33 Abgesagt, abgesagt, abgesagt +++
Wegen der Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus sind auch heute zahlreiche Veranstaltungen abgesagt oder verschoben worden. In Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur.

  • Die Sitzung der EU-Botschafter der 27 Mitgliedstaaten. Ein Mitarbeiter des Europäischen Rates hatte sich zuvor mit dem Virus infiziert. Die kroatische Botschafterin, deren Land derzeit den EU-Vorsitz hat, musste nach Kontakt mit dem Infizierten vorsichtshalber zuhause bleiben.
  • Seinen 22. Technischen Kongress Verband sagte der Verband der Automobilindustrie (VDA) ab. "Dem VDA ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen", teilte der Verband in Berlin mit. Die Veranstaltung sollte vom 25. bis 26. März stattfinden. Der nächste Technische Kongress ist nun für das Jahr 2021 angesetzt.
  • Nicht abgesagt, aber verschoben: Die in zwei Wochen geplante große Bildungsmesse Didacta in der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart. Sie soll nun in der zweiten Jahreshälfte stattfinden.
  • Japan hat die zentrale Gedenkzeremonie für die Opfer der Tsunami-Katastrophe vor neun Jahren gestrichen. Regierungschef Shinzo Abe entschuldigte sich bei den Hinterbliebenen und bat um Verständnis für die Entscheidung,
  • Das ursprünglich für den 4. April geplante  Formel-E-Rennen in Rom: Abgesagt. Die Organisatoren wollen versuchen, das Rennen nachzuholen.
  • Der Radrenn-Klassiker Mailand-Sanremo findet nicht statt. Das eintägige Rennen in Italien war für den 21. März angesetzt.
  • Die Verleihung der Goldenen Kamera findet nicht wie geplant statt. Aus Sorge um eine Gefährdung der prominenten Gäste wird sie um knapp acht Monate verschoben. Statt wie geplant am 21. März soll die Gala nun erst am 12. November stattfinden. Die Fernsehgala zur Verleihung der Goldenen Kamera soll in diesem Jahr zum letzten Mal überhaupt ausgestrahlt werden.
  • Auch die Verleihung des wichtigsten indischen Filmpreises ist abgesagt worden. Die für Ende März in der Stadt Indore im Bundesstaat Madhya Pradesh geplante dreitägige Gala müsse später stattfinden, teilten die Organisatoren der Indian International Film Awards (IIFA) mit. Die Entscheidung sei wegen der "wachsenden Besorgnis" getroffen worden.
  • Der WDR 5-Literaturmarathon in Köln findet wegen der Ausbreitung des Coronavirus ebenfalls nicht statt. Die 24-Stunden-Veranstaltung war für Freitag, den 13. März im Rahmen des Literaturfestivals Lit.Cologne geplant gewesen.
  • Die Verleihung des Carl Laemmle Produzentenpreises an Nico Hofmann im baden-württembergischen Laupheim. Die Absage erfolge aus Verantwortung für die Gesundheit der Gäste und aus Respekt gegenüber der Veranstaltung. Die Verleihung war für 13. März geplant.
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(Foto: imago images/rheinmainfoto)

+++ 16:03 Lufthansa plant Kurzarbeit +++
Lufthansa zieht wegen des Coronavirus eine weitere Reißleine: Der Dax-Konzern will Mitarbeiter in Zwangsurlaub schicken. Darüber spreche man derzeit mit der Bundesagentur für Arbeit, sagte eine Sprecherin. Die größte deutsche Fluggesellschaft hat wegen der durch die Virus-Epidemie einbrechenden Nachfrage bis Ende März rund 7100 Flüge gestrichen. Das entspricht rechnerisch einer Kapazität von 150 Flugzeugen.

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Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines will der "Kronen Zeitung" zufolge ihre Mitarbeiter wegen der Auswirkungen des Coronavirus kürzer arbeiten lassen. Die Aktie der Lufthansa gehört wegen der Epidemie zu den größten Verlieren im Dax.

+++ 15:58 Zwei British-Airways-Mitarbeiter infiziert +++
Das Coronavirus hat auch British Airways erreicht. Wie die Fluglinie mitteilte, wurden zwei Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Die Mitarbeiter seien isoliert worden und erholten sich zu Hause, sagte eine Sprecherin der Airline, die zur International Consolidated Airlines Group SA gehört.

+++ 15:40 Fake-News über Corona-Hühnchen +++
Das Gerücht, Hühner seien Überträger des neuartigen Coronavirus, hat den Umsatz der Geflügelzüchter in Indien einbrechen lassen. Die Verkäufe seien seit Januar um fast 80 Prozent zurückgegangen, sagte Gulrez Alam vom indischen Verband der Geflügelzüchter. "Die Leute essen kein Geflügel mehr zuhause. Sie gehen nicht mehr zum Essen aus." Es gebe einfach keine Nachfrage mehr.

In Online-Medien kursieren zahlreiche Gerüchte, Menschen in Indien hätten sich beim Verzehr von Geflügel mit dem Coronavirus angesteckt. Laut Behörden gibt es aber keinerlei Hinweis auf Hühner als Träger des Virus. In Indien gibt es aktuell 31 registrierte Infektionsfälle mit dem Coronavirus.

+++ 15:16 Neun Todesopfer in Frankreich +++
Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus ist in Frankreich auf neun gestiegen. Zwei weitere Menschen erlagen den Folgen der Erkrankung, teilte das Gesundheitsministerium mit. Neben den zwei Toten bestätigte das Gesundheitsministerium zudem mehr als 150 neue Infektionen. Die Gesamtzahl der dokumentierten Fälle liegt damit in Frankreich bei 577. Die Todesfälle in Frankreich betrafen bisher Menschen im Alter von 60 bis 92 Jahren.

+++ 15:05 Frankreich geht gegen Preiswucher und Abzocke vor +++
Im Kampf gegen die Covid-19-Epidemie hat Frankreich Höchstpreise für Desinfektionsmittel verordnet. So darf ein Desinfektionsgel in einer 100-Milliliter-Packung im Laden nicht mehr als drei Euro kosten. Das geht aus einem Dekret der französischen Regierung hervor. Der Preisbann für "Wasser-Alkohol-Gele" gilt bis zum 31. Mai. Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hatte bereits zu Wochenbeginn angekündigt, mutmaßliche Abzocke beim Verkauf von Desinfektionsmitteln ins Visier zu nehmen. Es gebe Informationen, dass angesichts des neuen Coronavirus Preise für Desinfektionsgele in Online-Shops und auf Verkaufsplattformen verdoppelt oder verdreifacht worden seien.

+++ 14:47 Weltweit über 100.000 Infizierte +++
Nach Angaben der Johns Hopkins Universität hat die Zahl der Coronavirus-Fälle 100.330 erreicht, mit 55.694 Genesungen und 3.408 Todesfällen. In Deutschland sind laut den Zahlen der Universität 577 Menschen infiziert.

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+++ 14:41 Nächstes Europa-League-Spiel ohne Zuschauer +++
Nun wird auch in Dänemark wegen des Coronavirus Fußball ohne Zuschauer gespielt. Davon betroffen ist vor allem die 1.Liga mit dem FC Kopenhagen, der auch international noch im Einsatz ist. Wie der Klub mitteilt, werden die nächsten Heimspiele, darunter das Rückspiel im Achtelfinale der Europa League gegen Istanbul Basaksehir am 19. März, ohne Besucher stattfinden. Ob es eine Woche vorher im Hinspiel auch zu Einschränkungen kommen könnte, konnten die Kopenhagener nicht sagen.

+++ 14:40 Kussverbot für Statuenfuß +++
Das Coronavirus hat in Spanien auch Auswirkungen auf eines der bekanntesten Kirchenfeste des Jahres. Immer am ersten Freitag im März strömen viele Tausend Gläubige zu einem Gotteshaus im Zentrum Madrids, um dort den rechten Fuß einer Christusstatue zu küssen. Dadurch sollen Wünsche in Erfüllung gehen. In diesem Jahr aber hat der Erzbischof in Absprache mit den Gesundheitsbehörden ein Kussverbot für die Zehen des "Cristo de Medinaceli" erteilt, um die Ansteckungsgefahr mit dem Covid-19-Erreger einzudämmen. Die Figur durfte weder mit den Lippen noch mit den Händen berührt werden. Die Folge: Statt einer riesigen Menschenmasse gab es am Freitag kaum Schlangen vor dem Eingang der Kirche an der Plaza de Jesús im Zentrum der spanischen Hauptstadt.

+++ 14:33 Radsport-Klassiker abgesagt +++
Auch der Radsport leidet unter der Corona-Krise: Sowohl der Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo als auch die Fernfahrt Tirreno-Adriatico fallen der Ausbreitung des Virus in Norditalien zum Opfer.

+++ 14:30 Englische Fußball-Liga untersagt "Handshake" +++
Die englische Fußball Liga hat den traditionellen Fairplay-Gruß unter Spielern und Schiedsrichtern wegen des neuartigen Coronavirus auf unbestimmte Zeit untersagt. Die Beteiligten sollen sich demnach nicht die Hand geben zur Begrüßung auf dem Platz.

+++ 14:16 Iran: Schon sechs Politiker und Regierungsbeamte gestorben +++
Ein Berater des iranischen Außenministers ist den Folgen seiner Coronavirus-Infektion erlegen. Hussein Scheicholeslam, "ein altgedienter und revolutionärer Diplomat", starb im Alter von 67 Jahren. Scheicholeslam war vor seinem Tod Berater von Außenminister Mohammed Dschawad Sarif. Im Iran wurden bis Freitag mehr als 4700 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Allein seit Donnerstag kamen 1234 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 124. Unter den Toten sind offiziellen Angaben zufolge mindestens sechs Politiker und Regierungsbeamte.

Landesweit wurden Schulen und Universitäten geschlossen sowie große Kultur- und Sportveranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt. Zudem wurde die Arbeitszeit der Beschäftigten reduziert, um die Ausbreitung des Coronavirus, das sich mittlerweile in allen 31 Provinzen des Landes ausgebreitet hat, einzudämmen.

 +++ 14:12 Autozulieferer trifft es härter als sie erwarten +++
Autozulieferer sollten nach Ansicht der Analysten von Evercore ISI mit einem erheblicheren weltweiten Produktionsrückgang rechnen als bisher geplant. Derzeit würden die Folgen der Coronavirus-Epidemie von den meisten Anbietern auf im Mittel nicht mehr als 2 bis 3 Prozent im Gesamtjahr 2020 beziffert. Laut Evercore ist aber ein Rückfall auf nahezu 5 Prozent wahrscheinlicher.

+++ 14:02 Erster Fall in Peru +++
Auch in Peru gibt es einen ersten Virus-Fall. Es handele sich um einen 25-Jährigen, der zuvor Spanien, Frankreich und Tschechien bereist habe, erklärt Präsident Martin Vizcarra. In den vergangenen Tagen hatten bereits Argentinien, Chile und Brasilien über Infektionsfälle in ihren Ländern berichtet.

+++ 13:52 Samuel Koch berichtet aus Corona-Quarantäne +++
Der Schauspieler Samuel Koch hat sich möglicherweise mit dem Coronavirus angesteckt. Hier spricht er über das Leben in Quarantäne.

+++ 13:40 Auch Didacta verschoben +++
Wegen der Verbreitung des Coronavirus wird eine weitere Messe in Deutschland verschoben. Die in etwa zwei Wochen geplante große Bildungsmesse Didacta in der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart wird aufgrund einer behördlichen Verfügungen auf einen späteren Alternativtermin verlegt. Die Didacta ist eine Fachmesse für Lehrer, Erzieher und Personalentwickler. Erwartet wurden laut Messe 85.000 Besucher.

+++ 13:37 Zwölf Corona-Fälle auf Nil-Kreuzfahrtschiff +++
Ägyptens Gesundheitsministerium meldet zwölf Coronavirus-Fälle auf einem Nil-Kreuzfahrtschiff. Das Schiff ist laut staatlichem TV von Luxor unterwegs in Richtung der Stadt Aswan im Süden des Landes. Bei den Infizierten handelt es sich um zwölf ägyptische Crewmitglieder. Sie wurden positiv auf das neuartige Coronavirus getestet, zeigten aber keine Symptome. Die Besatzungsmitglieder hatten sich nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Kairo bei einer Touristin aus Taiwan angesteckt.

+++ 13:22 Regierung scheut noch Entscheidung zu Fußballspielen +++
Die mögliche Absage von Spielen der Fußball-Bundesliga ist derzeit noch kein Thema im Krisenstab der Regierung. Ob auch der Fußball von der Corona-Krise erfasst wird, liegt bislang laut Bundesinnenministerium bei den jeweiligen Veranstaltern und Behörden der Länder - nicht aber dem Corona-Krisenstab der Regierung. Regierungssprecher Steffen Seibert sagt, oberstes Ziel sei es, die Virus-Ausbreitung einzudämmen. Weil es eine dynamische Situation sei, müsse auch der Umgang mit Großveranstaltungen daher immer wieder neu bewertet werden.

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+++ 13:06 Lufthansa bietet ab sofort kostenloses Umbuchen an +++
Die von den Auswirkungen des Coronavirus schwer getroffene Lufthansa bietet all ihren Kunden bei allen Neubuchungen bis zum 31. März ab sofort die kostenlose Umbuchung an. Die Lufthansa und ihre Töchter - Eurowings, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti - verzichten bis Ende März weltweit auf die Umbuchungsgebühren. Kunden können laut Konzern einmalig und unabhängig vom Tarif ihr Ticket auf ein neues Datum bis 31. Dezember 2020 umbuchen.

Auch bei schon bestehenden Buchungen bis zum 5. März mit Abflugdatum bis 30. April können Kunden kostenlos umbuchen, und einmalig auf ein neues Datum bis 31. Dezember umbuchen. Für beide Buchungsarten gilt demnach, dass Abflug- und Zielflughafen identisch sein müssen. Bei abweichenden Tarifen müssen die Kunden die abweichende Differenz zahlen.

+++ 13:01 Bollywood-Preise abgesagt +++
Aus Angst vor dem Coronavirus sind die Preise der indischen Bollywood-Filmindustrie auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Es gehe auch darum, die Gesundheit und Sicherheit der Fans der International Indian Film Academy Awards (IIFA) und der gesamten Öffentlichkeit zu schützen, schreiben die Veranstalter auf Twitter. Sie seien nach Rücksprache mit der Regionalregierung des Austragungsorts zu dieser Entscheidung gekommen. Die Preisverleihung hätte Ende des Monats (27. bis 29. März) stattfinden sollen.

+++ 12:56 Macron: Covid-19-Krise wird noch Wochen andauern +++
Die Epidemie wird nach Worten des französischen Präsidenten Emmanuel Macron noch Wochen andauern. Er ruft seine Landsleute zugleich dazu auf, auf Verwandtenbesuche in Altersheimen vorübergehend zu verzichten.

+++ 12:46 Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Südtirol ab  +++
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sollen Bundesbürger nun auch von nicht erforderlichen Reisen nach Südtirol absehen. Das Auswärtige Amt erweitert entsprechende Reisehinweise für Italien. Abgeraten wird nun von nicht nötigen Reisen in die Regionen Südtirol, Emilia-Romagna und Lombardei sowie in die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. Das Robert-Koch-Institut hatte zuvor auch Südtirol als Risikogebiet eingestuft. Im Krisenstab des Auswärtigen Amts werden die RKI-Empfehlungen regelmäßig beraten.

+++ 12:33 Dänemark sagt alle Großveranstaltungen ab +++
Alle größeren Veranstaltungen in Dänemark mit mehr als 1000 Teilnehmern sollen wegen Sorgen vor einer Verbreitung des Coronavirus abgesagt oder verschoben werden. Dazu fordere man die Organisatoren auf, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Mit der Maßnahme, die zunächst bis Ende März gelten solle, wolle man die Verbreitung des Virus so gut wie möglich verzögern. Der Fußball-Spitzenclub FC Kopenhagen meldete umgehend, dass die nächsten Heimspiele des Teams ohne Publikum stattfänden, darunter auch das Europa-League-Rückspiel gegen Istanbul Basaksehir. Bislang wurden laut Frederiksen 21 Infektionsfälle in Dänemark sowie zwei weitere auf den zum Königreich Dänemark zählenden Färöer-Inseln bestätigt.

+++ 12:27 Diebe klauen Sterilgut aus Kinderkrebsstation +++
In Berlin ist aus mehreren Kliniken sogenanntes Sterilgut geklaut worden. Wie eine Sprecherin der Charité gegenüber der B.Z. bestätigte, wurden unter anderem Desinfektionsmittel, Atemschutzmasken, Handschuhe und Schutz-Bekleidungen entwendet – und zwar in erheblichem Umfang. Betroffen sind unter anderem auch Stationen für schwerkranke Neugeborene und leukämieerkrankte Kinder. In Drogerien oder Apotheken sind wegen der Corona-Angst die Artikel seit Tagen nicht mehr zu haben.

+++ 12:05 Erster Toter in den Niederlanden +++
In den Niederlanden gibt es einen ersten Coronavirus-Todesfall. Es handelt sich um einen 86 Jahre alten Mann, der in einem Krankenhaus in Rotterdam behandelt wurde. Wo der Mann sich mit dem Virus angesteckt hat, ist nicht bekannt. Die Zahl der Coronavirus-Fälle liegt in den Niederlanden derzeit bei 82. Bisher sind die meisten Coronavirus-Nachweise in den Niederlanden auf Reisen nach Norditalien zurückzuführen.

+++ 11:54 Erster Fall in Leipzig +++
In Leipzig ist ein Mann positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut Gesundheitsamt der Stadt und des sächsischen Sozialministeriums wurden unverzüglich entsprechende Maßnahmen ergriffen. So wurde der Mann umgehend isoliert, seine wichtigsten Kontaktpersonen sind bereits ermittelt. Der Gesundheitszustand des Infizierten sei stabil.

+++ 11:51 Starkbieranstich auf dem Nockherberg fällt aus +++
Wegen des Coronavirus ist das Politiker-Derblecken beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg in München abgesagt worden.

+++ 11:26 Satellitenbilder zeigen weltweit ausgestorbene Orte +++
Menschenleere Plätze, ein gespenstischer Bahnhof und verlassene heilige Stätten: Die weltweiten Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie sind mittlerweile sogar aus dem Weltall zu beobachten. Behauptet jedenfalls die US-Weltraumtechnik-Firma Maxar. Satellitenbilder zeigen demnach leergefegte Orte von Mekka bis China, wo es normalerweise von Menschen wimmelt und die Besucher sich regelrecht auf die Füße treten. Nun gut, vermutlich sehen alle Plätze der Welt an verschiedenen Tagen zu verschiedenen Zeiten sehr verschieden aus und sind auch sehr verschieden bevölkert.

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(Foto: VIA REUTERS)

Auf einem Bild aus dem saudiarabischen Mekka sind nur einige wenige Pilger zu sehen, die um die Kaaba im Hof der Großen Moschee herumlaufen. Saudi-Arabien hatte am Mittwoch alle Pilgerfahrten - normalerweise große Massenveranstaltungen - nach Mekka und Medina bis auf Weiteres untersagt.

Eine kleine Bilderserie finden Sie in hier.

+++ 11:17 Olympia-Fackel wird nur in kleinem Kreis gewürdigt +++
Abgespeckte Fackel-Zeremonie: Als Vorsichtsmaßnahme wegen der Ausweitung des Coronavirus wird die Ankunft der olympischen Fackel am 20. März in Japan nur reduziert gestaltet. So wird darauf verzichtet, 140 Kinder nach Griechenland reisen zu lassen, um die Flamme am 19. März auf dem Weg nach Japan zu begleiten. Die olympische Fackel wird am 12. März in einer Zeremonie in Griechenland entzündet und dann nach Japan geflogen. Sie soll am 20. März in Miyagi auf einer im Norden Japans gelegenen Militärbasis der Luftwaffe ankommen.

+++ 11:07 Erster Fall im Vatikan +++
Nun erreicht das Coronavirus auch den Vatikan. In Vatikan-Stadt gibt es einen ersten Virus-Infizierten. Es handele sich um einen Patienten einer Gesundheitseinrichtung, teilt ein Vatikan-Sprecher mit.

 

+++ 11:01 Twitter verschärft Nutzungsregeln +++
Twitter hat ein schärferes Vorgehen gegen Hasskommentare seiner Nutzer zur Coronavirus-Epidemie angekündigt. So wurden die Richtlinien zu Hass schürendem Verhalten um Inhalte ergänzt, die sich auf schwere Krankheiten beziehen. Es ist demnach künftig untersagt, eine Gruppe von Menschen aufgrund ihrer Religion, ihres Alters, ihrer Behinderung oder einer schweren Erkrankung zu "entmenschlichen".

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Prof. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin.

(Foto: imago images/IPON)

+++ 10:45 Drosten: Bundesligaspiele müssten abgesagt werden +++
Zahlreiche Großveranstaltungen wurden bereits abgesagt, der Fußball findet nach wie vor wie geplant statt. Der Chef-Virologe der Berliner Charité sieht das kritisch. Er ist wegen der vielen Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg bei Mönchengladbach für die Absage von Bundesligaspielen in der Region. "Volle Stadien mit Zehntausenden von Fans - gerade in Gegenden wie dem vom Coronavirus jetzt stark betroffenen Rheinland - müssten aus medizinischer Sicht eigentlich gestoppt werden", sagte der Direktor des Instituts für Virologie der Charité.

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Das Stadion von Borussia Mönchengladbach liegt keine zehn Kilometer vom Kreis Heinsberg entfernt, der bundesweit am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Die Behörden hatten dennoch entschieden, dass das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky) stattfinden kann. Auch der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) äußerte sich in einer Videobotschaft am Freitagmorgen verwundert über diese Entscheidung in der Nachbarstadt. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Mittwoch mitgeteilt, das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach sehe keinen Grund für eine Absage des Bundesliga-Spitzenspiels.

+++ 10:32 Südtirol zum Risikogebiet erklärt +++
Das Berliner Robert-Koch-Institut stuft Südtirol ab sofort als Risikogebiet ein. RKI-Präsident Lothar Wieler begründet dies mit der Anzahl der Infektionen und der Dynamik der Ausbreitung des Coronavirus in der norditalienischen Region.

+++ 10:23 Bhutan lässt keine Touristen mehr ins Land +++
Das am Rand des Himalaya gelegene Königreich Bhutan lässt vorerst keine Touristen mehr ins Land. "Die Regierung wird mit sofortiger Wirkung eine zweiwöchige Beschränkung für alle einreisenden Touristen verhängen", teilt das Gesundheitsministerium mit. "Dies soll eine strenge Überwachung, eine Bewertung der Infektionsquellen und eine Milderung der Situation ermöglichen."

Das stark von Tourismuseinnahmen abhängige Königreich hatte zuvor den ersten Coronavirus-Fall bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um einen 79-jährigen Amerikaner, der per Flugzeug aus dem benachbarten Indien angereist war. Er befindet sich in der Hauptstadt Thimphu zur Quarantäne in einem Krankenhaus.

+++ 09:59 Zahl der Neuansteckungen in China steigt wieder +++
Nach einem kurzzeitigen Rückgang der Neuansteckungen in China ist die Zahl der neu mit dem Coronavirus infizierten Menschen in der Volksrepublik wieder gestiegen. Die Gesundheitsbehörden in Peking vermeldeten heute 143 neu bestätigte Infektionen. Nach 139 neuen Fällen am Donnerstag ist die Zahl der Neuinfektionen damit bereits den zweiten Tag in Folge wieder gestiegen.

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China vermeldete zudem 30 weitere Todesfälle. Damit wurden in der Volksrepublik mittlerweile mehr als 80.500 Infektionen und 3042 Tote verzeichnet. Die Zahl der aktuell Infizierten sinkt aber weiterhin.  Allerdings sank die Zahl der neu geheilten Corona-Patienten im Vergleich zum Vortag auf 1681.

+++ 09:42 Zahl der Infektionen in Deutschland steigt auf 534 +++
Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen hat sich auf 534 erhöht, wie das Robert-Koch-Institut am Morgen meldet. Hier ein Überblick zur Verteilung auf die Bundesländer:

 

 

+++ 09:01 Sieben Coronavirus-Fälle im Westjordanland +++
Sieben Palästinenser bei Bethlehem im südlichen Westjordanland haben sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handele sich um Mitarbeiter eines Hotels, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Präsident Mahmud Abbas rief für einen Monat den Notstand für das gesamte Westjordanland aus.

Die Maßnahme trat am Morgen in Kraft. Für diesen Zeitraum bleiben alle Bildungseinrichtungen geschlossen, außerdem alle Nationalparks und alle "touristischen und religiösen Bereiche", wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete. Alle Hotelübernachtungen für Touristen würden storniert. Jegliche Art von Zusammenkünften, Feiern und Demonstrationen seien untersagt.

+++ 08:42 Facebook und Google empfehlen Home Office +++
Facebook und Google empfehlen ihren Beschäftigten im Großraum San Francisco, von zu Hause aus zu arbeiten. Damit soll das Risiko einer Infektion verringert werden. In den USA gibt es etwa 145 bestätigte Fälle von Covid-19 – vor allem an der Westküste.

+++ 08:22 Behörden riegeln Bethlehem ab +++
Zum Schutz vor dem Coronavirus hat Israel die Stadt Bethlehem abgeriegelt. Allen Israelis und Palästinensern "ist es verboten, die Stadt zu betreten oder zu verlassen", teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Die Entscheidung wurde den Angaben zufolge mit der palästinensischen Autonomiebehörde abgestimmt. Bethlehem liegt im von Israel besetzten Westjordanland. Dieses war bereits am Donnerstag für Touristen gesperrt worden.

Die palästinensische Autonomiebehörde hatte am Donnerstag erklärt, von Freitag an dürften 14 Tage lang keine Touristen ins Westjordanland. Zudem wurde die Geburtskirche in Bethlehem vorläufig geschlossen.

+++ 07:52 Werkstatt für behinderte Menschen näht Schutzmasken +++
Statt Krabbeldecken und Taschen nähen Beschäftigte einer Werkstatt für behinderte Menschen im Kreis Cloppenburg aktuell Mundschutzmasken für Krankenhäuser und Arztpraxen. "Wir haben schon 50 bis 100 Stück genäht", berichtet Julia Bloedorn von der sozialen Arbeitsstätte Altenoythe des Caritas-Vereins. "Die ersten waren Übung, jetzt läuft es."

Mundschutzmasken sind derzeit heiß begehrte Ware. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hat die Nachfrage in die Höhe getrieben. Die Krankenhäuser haben Vorräte, doch Nachbestellungen sind mitunter schwierig, sagt der Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Joachim Odenbach. Das St. Marien Hospital in Friesoythe bei Oldenburg hat deshalb die nahe gelegene Behindertenwerkstatt beauftragt, Mundschutzmasken für den OP-Bereich herzustellen. "Wir müssen vorsorgen für den Notfall. Die Lieferungen sind bereits verzögert", sagt Christian Schepers vom Einkauf des Krankenhauses.

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+++ 07:30 Heil: Kurzarbeit bei Lieferengpässen möglich +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hält Kurzarbeit für möglich, falls es wegen des Coronavirus zu Lieferengpässen kommen sollte. "Wenn es zu Lieferengpässen infolge des Coronavirus kommt, die zu Arbeitsausfällen führen, kommt für die Beschäftigten ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld in Betracht", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Auch wenn ein Betrieb auf behördliche Anordnung schließen muss, kann Kurzarbeit greifen."

Insgesamt hält der Minister die Auswirkungen der Coronavirus-Ausbreitung auf den Arbeitsmarkt in Deutschland für beherrschbar. "Wir sind gut aufgestellt und behalten die Entwicklung aufmerksam im Blick. Mit dem Kurzarbeitergeld haben wir ein starkes Instrument, das sich bewährt hat."

+++ 07:10 Thailand gibt neue Liste von Virus-Ländern heraus +++
Thailand hat eine neue Liste von Ländern herausgegeben, die es als besonders vom derzeit grassierenden Coronavirus betroffen sieht. Dabei handelt es sich um Südkorea, China, Macao, Hongkong, Italien und Iran, teilte die Regierung in der "Royale Gazette" mit. Was das für die Einreisenden aus diesen Ländern bedeutet, ist noch unklar. Deutschland steht nicht auf der Liste. Zuvor hatte eine Gesundheitsbehörde Deutschland noch unter den Ländern genannt, für die nach der Einreise eine Empfehlung für eine 14-tägige häusliche Quarantäne galt.

+++ 06:34 Samuel Koch in Corona-Quarantäne +++
Zahlreiche Deutsche befinden sich derzeit wegen des Coronavirus in Quarantäne. Einer von ihnen: Schauspieler Samuel Koch. Der 32-Jährige befindet sich bereits seit einer Woche in Isolation, weil er vor neun Tagen als Redner beim Kirchenkongress Willowcreek in Karlsruhe zu Gast war. Dort saß ihm bei einem Abendessen ein Mann gegenüber, der mittlerweile am Coronavirus erkrankt ist.

Koch selbst wurde bislang nicht postiv getestet. "Negativ ist in dem Fall positiv", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Auch wenn man sich vielleicht manchmal denkt, es wäre gut, das Virus zu haben, danach vielleicht immun dagegen zu sein und sich dieser Panikwelle zu entziehen." Der Schauspieler hat wegen seiner Querschnittslähmung eine weniger starke Lunge. Bislang zeigt er keine Symptome der Krankheit.

+++ 06:03 Berühmte Vollmondparty in Thailand fällt aus  +++
Wegen des Coronavirus ist die bei Touristen beliebte Vollmondparty auf der thailändischen Insel Koh Phangan bis auf Weiteres abgesagt worden. Damit soll verhindert werden, dass sich das Virus ausbreitet, teilte das Innenministerium mit. Die nächste Party wäre am Sonntag gewesen. Zu den wilden Vollmond-Feiern kommen regelmäßig Tausende Rucksackreisende. Inwiefern Songkran, Thailands Neujahrsfest Mitte April, von der neuen Lungenkrankheit Covid-19 betroffen ist, steht noch nicht fest. Zu Songkran gehören wilde Wasserschlachten. Einige örtliche Veranstaltungen sind bereits abgesagt.

+++ 05:32 Kassen fürchten indirekte Virus-Effekte +++
Die anstehenden Belastungen im deutschen Gesundheitssystem werden sich wohl nicht auf die Kassenbeiträge auswirken. Zumindest in den privaten Krankenversicherungen steht nach Einschätzung von Branchenexperten keine Prämienerhöhung wegen des Coronavirus an.

  • "Eine Beitragsanpassung zum 1. Januar 2021 ausschließlich aufgrund des Virus halte ich für unwahrscheinlich", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), Guido Bader.
  • "Die Leistungen in der PKV für Fälle der neuartigen Lungenkrankheit sind bislang noch vergleichbar mit denen einer stärkeren Grippewelle", erläuterte der Versicherungsmathematiker. Solche Entwicklungen seien bei den Prämien eingepreist und entsprechend mit Risikokapital unterlegt.
  • Ob die Prämien möglicherweise aus anderen Gründen steigen, sei abhängig vom jeweiligen Tarif und derzeit nicht abzusehen.

Sorgen bereitet der Branche derzeit vor allem die Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten infolge des neuartigen Coronavirus. "Die jüngste Zinssenkung der US-Notenbank und möglicherweise ähnliche Schritte der EZB tun uns in der Niedrigzinsphase zusätzlich weh", sagte Bader. "Der Anlagenotstand macht den Lebensversicherern wieder zunehmend zu schaffen."

+++ 05:19 Südkorea meldet Hunderte neue Infektionen +++
Die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea ist auf mehr als 6000 gestiegen. In den zurückliegenden 24 Stunden seien 518 weitere Fälle erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Morgen mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 6248. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sieben auf 42.

In keinem anderen Land außerhalb Chinas wurden bisher mehr Infektionsfälle gemeldet. Wieder wurden die meisten der neuen Infektionen in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region diagnostiziert, die im Zentrum des Ausbruchs in Südkorea stehen.

Fast 4700 Fälle wurden bisher allein in Daegu erfasst. Dort tritt die größte Häufung unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu auf. Der Fokus bei den Virustests richtet sich jedoch den Behörden zufolge angesichts der raschen Ausbreitung in den Kommunen mittlerweile auf die anderen Bürger der Stadt.

+++ 04:33 Virus löst Tütensuppen-Boom aus +++
Die Deutschen haben offenbar aus Furcht vor dem Coronavirus in der vergangenen Woche massiv Hamsterkäufe bei Konserven und haltbaren Lebensmittel getätigt. Die Verkaufsumsätze mit Fertigsuppen seien im Lebensmitteleinzelhandel um 112 Prozent im Vergleich zur Vorwoche gestiegen, berichtete das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK. "Solche Ausschläge haben wir sonst nirgends", sagte GfK-Experte Robert Kecskes.

Bei Fisch- und Obstkonserven betrug der Anstieg demnach jeweils 70 Prozent, bei Teigwaren wie Nudeln waren es 73 Prozent mehr als in der Woche davor. Bei Gemüsekonserven lagen die Umsätzen gar um 80 Prozent über dem normalen Niveau. Der gesamte Lebensmitteleinzelhandel habe damit in der vorigen Woche über alle Waren ein Plus von 14 Prozent verzeichnet, fasste Kecskes die Lage zusammen.

+++ 03:57 Coronavirus entscheidet über den Leitzins +++
In den Vereinigten Staaten wächst die Sorge vor den konjunkturellen Auswirkungen der laufenden Coronavirus-Epidemie. Sollten die Fallzahlen weiter ansteigen, könnten die wirtschaftlichen Perspektiven auch den anlaufenden Präsidentschaftswahlkampf überschatten.

Unabhängig davon bemüht sich die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Nervosität an den Finanzmärkten zu dämpfen. An der Wall Street hatten die Aktienkurse zuletzt erneut kräftig nachgegeben.

Vor diesem Hintergrund signalisieren Währungshüter ihre Bereitschaft, der US-Wirtschaft im Fall eines Konjunktureinbruchs mit weiteren Krisenmaßnahmen unter die Arme zu greifen. Fed-Notenbanker Robert Kaplan bezeichnete die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA zuletzt sogar als zentralen Faktor bei der nächsten Zinsentscheidung.

+++ 03:32 China verzeichnet nur 143 Neuinfektionen +++
In China ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 weiter gestiegen: Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitagmorgen (Ortszeit Peking) mitteilte, kamen im Vergleich zum Vortrag 30 Opfer hinzu. Allein 29 Todesfälle wurden in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei registriert, wo das Virus kurz vor dem Jahreswechsel in der Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen war. Ein weiteres Opfer meldete die südchinesische Inselprovinz Hainan. Insgesamt sind bislang mehr als 3000 Menschen in China an dem Erreger gestorben. Die Zahl der neuen Infektionen stieg bis Freitag um 143 auf nun 80.552 Fälle. Mehr als 53.000 Patienten haben sich den offiziellen Angaben zufolge bereits erholt und wurden entlassen.

+++ 01:37 Trump schüttelt weiter Hunderte Hände +++
Trotz der Ausweitung der Coronavirus-Epidemie gibt US-Präsident Donald Trump Unterstützern weiterhin die Hand. Er sei zwar generell kein Freund von Händeschütteln, sagte Trump im Sender Fox News. Mit Blick auf seine Anhänger fügte er allerdings hinzu: "Sie wollen deine Hand schütteln, sie wollen Hallo sagen, sie wollen dich umarmen, sie wollen dich küssen, was auch immer. Das muss man machen."

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Enger Kontakt bei Wahlkampfveranstaltungen: "Das muss man machen", sagt Trump.

(Foto: AP)

In den USA sind den Gesundheitsbehörden bislang 99 Fälle einer Infektion mit Sars-CoV-2 bekannt. Da bislang vergleichsweise wenige Menschen überhaupt getestet wurden, gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus. Im Großraum Seattle etwa, heißt es, könnte das Virus womöglich schon seit Wochen kursieren. Bestätigte Ansteckungen gibt es bislang in 13 US-Bundesstaaten. Die Zahl der Virustoten liegt in den USA bei zehn.

Um eine Ausbreitung der ansteckenden Lungenkrankheit zu verhindern, raten Mediziner dazu, "enge Begrüßungsrituale", wie es beim deutschen Robert-Koch-Institut heißt, zu vermeiden. Dazu zählen ausdrücklich auch das Händeschütteln.

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+++ 01:37 Abgeordneter in Paris infiziert +++
Die Virus-Epidemie erreicht den Parlamentsbetrieb in Paris: Ein Abgeordneter der französischen Nationalversammlung hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Parlamentarier wurde ins Krankenhaus eingeliefert und liegt zur Behandlung auf der Intensivstation, wie die Präsidentschaft der Parlamentskammer in der Nacht bekanntgab.

Der Namen des Abgeordneten wurde nicht genannt. Die Kammerpräsidentschaft teilte lediglich mit, dass der Abgeordnete der konservativen Oppositionspartei Les Républicains (LR) angehört. Auch ein Beschäftigter der Nationalversammlung wurde den Angaben zufolge positiv auf das Coronavirus getestet. Bei einem weiteren Angestellten der Kammer bestehe der Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion.

Frankreich ist nach Italien und vor Deutschland das am stärksten von dem neuartigen Erreger betroffene Land in der EU. Nach Angaben der französischen Behörden gab es bis Donnerstagabend drei weitere Todesfälle zu verzeichnen sowie 138 neu bestätigte Infektionen. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf sieben, die der Infizierten auf 423.

+++ 01:37 Virus-Experte rüttelt an Quarantäne-Regel +++
Der Berliner Virologe Christian Drosten stellt die Ratschläge des Robert Koch-Instituts (RKI) infrage: Das für die Epidemieabwehr in Deutschland maßgebliche RKI sollte seiner Ansicht nach die Quarantäne-Empfehlungen zum Coronavirus für medizinisches Personal lockern.

  • "Wenn wir das gesamte medizinische Personal, das mit Infizierten Kontakt hatte, in Quarantäne schicken, bricht die medizinische Versorgung für die Bevölkerung zusammen. Nicht nur für Corona-Patienten, sondern auch für alle anderen", sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
  • Die Charité werde die Empfehlungen nicht mehr 1:1 umsetzen, kündigte Drosten an. Es sei notwendig, dass das RKI seine Empfehlungen "nach und nach" der Realität anpasse, so der Experte.
  • Virologen der Universitätskliniken diskutierten seinen Angaben zufolge derzeit über mögliche Lösungen, wie Drosten erklärte. "Denkbar wäre, das gesamte Personal einer Ambulanz jeden Tag zu testen. Dann würden Pfleger oder Ärzte maximal einen Tag nach einer Infektion noch arbeiten, bevor wir sie in Quarantäne schicken könnten." In dieser Zeitspanne wären die Betroffenen wahrscheinlich noch nicht ansteckend.

 +++ 00:54 Familie in Algerien mit Coronavirus infiziert +++
Die ansteckende Lungenkrankheit aus China breitet sich in Nordafrika weiter aus: In Algerien haben sich 16 Mitglieder einer Familie mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt sei der Erreger im Land nunmehr bei 17 Menschen bestätigt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Algier in der Nacht auf Freitag mit. Damit ist Algerien das am stärksten von dem Virus betroffene Land in Afrika.

Der Ansteckungsweg für die Familie aus der rund 260.000 Einwohner zählenden Stadt Blida etwa 50 Kilometer südwestlich von Algier wurde bereits geklärt: Sie hatte Mitte Februar Besuch von einem 83-jährigen Algerier und dessen Tochter bekommen, die beide in Frankreich leben. Nach der Rückkehr nach Frankreich wurde bei den beiden das Coronavirus festgestellt - danach dann auch bei den 16 Mitgliedern der Familie in Blida.

Der 17. Fall in dem nordafrikanischen Land war ein Israeli, der Mitte Februar einreiste. Er wurde umgehend isoliert und zur weiteren Behandlung in sein Heimatland ausgeflogen.

+++ 00:17 Opec weitet Virus-Maßnahmen aus +++
Die Folgen der Coronavirus-Epidemie könnten die Opec-Staaten über den Umweg eines konjunkturell bedingten Nachfrageinbruchs beim Rohöl finanziell sehr viel härter treffen als bislang bekannt.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 53,30

Im Rahmen einer Krisenentscheidung schlägt die Organisation der Erdöl produzierender Staaten (Opec) eine noch drastischere Förderkürzung vor als bisher geplant. Die Idee: Ein verringertes Ölangebot am Weltmarkt soll den schon jetzt erkennbaren Preisverfall abfedern. Zahlreiche Opec-Staaten sind auf stabile Einnahmen aus dem Ölverkauf angewiesen.

  • Konkret brachten die Minister des Ölkartells nach ihrem informellen Treffen in Wien überraschend eine zusätzliche Drosselung um täglich 1,5 Millionen Barrel pro Tag bis Ende 2020 ins Spiel. Am Nachmittag war nach dem offiziellen Ministertreffen zunächst nur von einer Senkung bis Ende Juni die Rede gewesen.
  • Man werde die bis Jahresende angepeilte Kürzung den sogenannten "Opec+"-Staaten vorschlagen, zu denen auch Russland zählt, teilte das Förderkartell mit. Die Runde trifft sich diesen Freitag
  • Es wäre die stärkste Förderkürzung seit der Finanzkrise 2008. Ob Russland mitmacht, ist allerdings unklar.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages (Donnerstag, 5. März 2020) zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Epidemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, tar/ftu/mmo/AFP/DJ/dpa/rts