Panorama

Coronavirus-Liveticker+++ 23:45 Dänemark öffnet Schulen für die Jüngeren +++

01.02.2021, 22:00 Uhr

Auch Dänemark ist im Lockdown, auch dort sind die Schulen geschlossen – noch. Schulkinder bis zur vierten Klasse sollen schon ab Montag wieder in die Schule. Die Infektionszahlen seien im Zuge der strikten Beschränkungen der jüngsten Zeit gesunken, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke zur Begründung. Die höheren Klassenstufen werden dagegen weiter aus der Distanz unterrichtet. Auch alle weiteren Corona-Maßnahmen bleiben noch bis vorläufig zum 28. Februar bestehen.

+++ 23:09 Sahin: Selbst Abfüllungs-Aufbau in Lizenz würde "Monate dauern" +++

Der Vorstandsvorsitzende von Biontech, Ugur Sahin, hat Kritik an seinem Unternehmen wegen Verzögerungen bei der Impfstoff-Produktion zurückgewiesen. "Was die Produktion angeht, sind wir fast im Plan", sagte Sahin den ARD-"Tagesthemen". Der Eindruck, es holpere bei der Impfstoff-Produktion sei "de facto nicht richtig". Die Prozesse, die notwendig seien, um die Produktion hochzufahren, nähmen Zeit in Anspruch. Auf die Frage, ob auch andere Firmen den Biontech-Impfstoff in Lizenz produzieren könnten, sagte Sahin, selbst große, erfahrene Unternehmen würden alleine für den Aufbau der Abfüllung "mehrere Monate" brauchen.

+++ 22:25 Schwesig kritisiert fehlende Planungssicherheit bei Impfungen +++

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat nach dem Impfgipfel erneut die weiter fehlende Planungssicherheit bei den Impfungen bemängelt. "Zur Zeit haben wir nur Planungsdaten bis zum 20. Februar - und das reicht nicht, um den Menschen längerfristige Angebote zu machen", sagte Schwesig am Abend in Schwerin.

+++ 22:01 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Rund 5000 Fälle gemeldet +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.225.038 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kam es zu einem Anstieg um 4437 Fälle. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 319 auf 57.483. Als aktuell infiziert gelten rund 219.604 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,01 angegeben (Vortag:1,01). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 101 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,88 (Vortag: 0,91). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4322 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2350 davon werden beatmet. Rund 4711 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die bundesweiten Fallzahlen sind heute aufgrund einer Umstellung in der Datenerfassung in Brandenburg leicht verzerrt. Eine Erklärung finden Sie unter diesem Eintrag.

Tab+: Pandemie-Parameter, Aktuelle Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ Brandenburg stellt auf RKI-Software um +++

"Die Behörden in Brandenburg haben das Meldeverfahren der regionalen Gesundheitsämter umgestellt und die technische Fallübermittlung an die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) angepasst. Bei den Fallzahlen des Landes kommt es dadurch kurzfristig zu größeren Korrekturen. Die Zahl der bisher in Brandenburg gemeldeten Coronavirus-Infektionen verringert sich unterm Strich – trotz aktuell 146 Neuinfektionen - von 69.188 (Stand: 31. Januar) auf aktuell 68.321 Fälle (Stand: 1. Februar).

Die neue Zahl umfasst nur noch jene Fälle, die per Meldesoftware "Survnet@RKI" ans RKI übermittelt wurden. Zuvor hatten die Ämter in Brandenburg auch Infektionsmeldungen mitgezählt, die noch nicht im Survnet-System eingetragen waren.Die Zahl der in Brandenburg im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gemeldeten Todesfälle sinkt aufgrund der Umstellung ebenfalls deutlich. Abweichend von den RKI-Standards hatten die Brandenburger Behörden bislang auch Verstorbene gezählt, bei denen lediglich eine ärztliche Covid-19-Diagnose, aber kein laborbestätige Sars-CoV-2-Nachweis vorlag.

"Mit der Angleichung der Datenberichterstattung an die Vorgaben des RKI entfallen somit 127 Sterbefälle aus der Pandemieberichterstattung des Landes", teilte das zuständige Landesministerium mit. Inklusive der aktuell gemeldeten Todesfälle verringert sich die Zahl der Todesfälle von 2403 (Stand: 31. Januar) auf 2285 (Stand: 1. Februar)."

+++ 21:32 Christian Lindner ist enttäuscht vom Impfgipfel +++

FDP-Chef Christian Lindner hat das Ergebnis des Impfgipfels von Bund, Ländern und Pharmakonzernen als "leider enttäuschend" kritisiert. Bislang sei es nicht gelungen, den Rückstand gegenüber anderen Ländern wegen der unzureichenden Bestellungen aufzuholen, sagte Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Aus den langsamen Fortschritten dürfe sich aber kein Dauer-Lockdown bis zum Sommer ergeben. Es sei nun nötig, "regional und mit innovativen Schutzkonzepten Öffnungen zu ermöglichen", so Lindner.

+++ 21:15 In Frankreich wieder mehr als 3200 Intensivpatienten +++

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt in Frankreich zum ersten Mal seit 6. Dezember wieder über die Marke von 3200. Die Behörden melden 3228 Intensivpatienten. Die Zahl der neuen Positiv-Tests liegt mit 4347 leicht über dem Wert von vor einer Woche (4240). Insgesamt sind in Frankreich mehr als 3,2 Millionen Positiv-Tests registriert.

+++ 21:02 Länder wollen weiter unterschiedlich zu Impfungen einladen +++

Das machten die Ländervertreter heute beim Impfgipfel deutlich. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller von der SPD sagte, das Berliner Verfahren, bei dem per Brief eingeladen werde, stoße auf Zustimmung in der Bevölkerung. "Es funktioniert vor Ort." Müller: "Mein Eindruck ist, dass auch akzeptiert wird, im Rahmen einer weltweiten Krise, einer Pandemie, wenn es auch mal ein paar Tage dauert, bis man einen Termin hat." Großen Unmut gebe es erst, wenn Termine nicht eingehalten würden.

+++ 20:45 Corona-Impfungen könnten laut Merkel noch über Jahre hinweg nötig sein +++

Impfungen zur Eindämmung des Coronavirus könnten nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel noch über Jahre hinweg nötig sein. "Es kann sein, dass wir noch viele Jahre impfen müssen. So ähnlich wie beim Grippeimpfstoff, wo man jedes Mal die neue Mutation des Virus wieder verimpft", sagte Merkel nach einem Spitzengespräch zum Impfen. "Wenn sich dieses Virus weiter verändert, haben wir noch ein Problem", fügte sie hinzu. Merkel sagte, eine absolute Gewissheit könne es auch beim Thema Impfungen nicht geben. "Wenn zum Beispiel eine Mutante auftritt, auf die der Impfstoff nicht wirkt, dann fangen wir wieder von vorne an."

+++ 20:30 Merkel: Es gibt gute Gründe für langsameres Impf-Tempo +++

Der Weg sei an einigen Stellen langsamer gewesen, sagte Bundeskanzlerin Merkel nach Beratungen mit den Ländern, Vertretern der EU-Kommission und Impfstoffherstellern. "Aber ich finde, es gibt auch gute Gründe dafür, dass er langsamer war." Merkel begründete das langsamere Impftempo in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern etwa damit, dass in Europa die Produktionskapazitäten im Vergleich zu den USA begrenzt seien, dass die EU lange über Haftungsfragen verhandelt habe und sich zudem nicht für eine Notzulassung von Impfstoffen entschieden habe. "Aus guten Gründen: Es geht hier nämlich auch um Vertrauen." Zudem habe man sich für die empfohlenen Abstände zwischen erster und zweiter Impfung entschieden und in anderen Ländern, wie Israel, gebe es einen anderen Umgang mit Daten.

+++ 20:20 EMA prüft Antikörper-Medikament, welches Trump erhalten hatte +++

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat mit der Prüfung eines neuen Corona-Medikaments begonnen, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kürzlich für Deutschland eingekauft hat. Der EMA-Ausschuss für Humanarzneimittel untersuche das auf der Kombination von zwei Antikörpern beruhende Mittel REGN-COV2, teilte die Behörde mit. Das Medikament soll beim ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt worden sein. Nach Angaben der EMA erfolgt die Wirksamkeitsprüfung im Rahmen eines sogenannten Rolling-Review-Verfahrens. Dabei bewerten Experten Daten aus Studien, auch wenn diese Versuche noch nicht abgeschlossen sind und noch kein Antrag auf Zulassung gestellt wurde. Das Zulassungsverfahren kann auf diese Weise verkürzt werden.

+++ 20:10 Biontech will 2021 zwei Milliarden Dosen seines Vakzins herstellen +++

Der Impfstoffhersteller Biontech will 2021 zwei Milliarden Dosen seines Vakzins herstellen und damit die bisher erwartete Produktion von 1,3 Milliarden Dosen um mehr als 50 Prozent steigern. "Wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Produktionskapazitäten zu erweitern", teilte das Unternehmen heute in Mainz mit. Die Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs seien erfolgreich abgeschlossen worden. "Nun sind wir zurück im eigentlichen Zeitplan für die Lieferung von Impfstoffdosen an die Europäische Union."

+++ 19:54 Merkel hält an Impfzusage bis Ende des Sommers fest +++

Trotz der Lieferengpässe bei den Impfstoffen gegen das Coronavirus hält Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Zusage fest, bis zum Ende des Sommers jedem Bürger ein Impfangebot machen zu können. Die "Aussage, dass wir bis Ende des dritten Quartals jedem Bürger ein Impfangebot machen können", könne "aufrecht erhalten werden", sagte Merkel nach den Spitzenberatungen von Bund, Ländern und Pharmaindustrie. Diese Zusage gelte selbst dann, wenn die beiden Pharmahersteller Johnson&Johnson sowie Curevac anders als erwartet keine Zulassung für die von ihnen entwickelten Impfstoffe bekommen, sagte Merkel.

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+++ 19:43 Zoff um nationalen Impfplan bremst Impfgipfel +++

Der Impfgipfel zieht sich weiter hin. Einer der Gründe: Es gibt Krach um den nationalen Impfplan, wie ihn die SPD-regierten Bundesländer fordern. Dieser soll den Fahrplan für die Verteilung der Impfdosen bilden, sobald sie einmal ausgeliefert sind. Nach Informationen der RTL/ntv-Redaktion lehnen andere Bundesländer die SPD-Forderung ab. Bayerns Ministerpräsident Söder argumentierte bei dem Online-Gipfel der Länderchefs mit Vertretern der Bundesregierung, dass ohne Zahlen zu Datum und Menge der Impfmittel-Lieferungen kein Plan gefasst werden könne. Die SPD-Länder hingegen wollen den nationalen Impfplan als Ausgangsbasis nehmen, die notfalls korrigiert wird, anstatt gar kein Konzept zu haben.

+++ 19:31 Jetzt live bei ntv und ntv.de: Merkel äußert sich zum Impfgipfel +++

+++ 19:21 EU-Datenbank zur Impf-Nachverfolgung veröffentlicht +++

Die EU hat eine Datenbank zur Erfassung der Corona-Impfungen in den EU-Staaten und vier weiteren Ländern eingerichtet. Auf der Website der EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC ließen sich ab heute die ersten Daten zum Fortschritt der Impfprogramme in den 27 EU-Ländern sowie in Großbritannien, Island, Liechtenstein und Norwegen abrufen. Manche Länder hatten heute allerdings noch keine Daten gemeldet.

+++ 19:07 EU-Kommission: Mehr Geld hätte Impfstoffknappheit nicht verhindert +++

Die Impfstoffknappheit in der EU ist nach Ansicht der EU-Kommission nicht auf Geiz zurückzuführen. "Mit mehr Geld hätten wir definitiv nicht mehr Impfdosen erhalten", sagte die für Gesundheit zuständige Generaldirektorin der Kommission, Sandra Gallina, am Montag vor dem Haushaltsausschuss des EU-Parlaments. Wenn die EU mit mehr Geld früher Impfdosen bekommen hätte, dann hätte die EU das Geld auch ausgegeben. Die EU habe sich die Impfdosen "extrem schnell" gesichert, betonte Gallina. Zugleich räumte die Generaldirektorin ein, dass man Zeit gebraucht habe, um Risiken auszuschließen und Haftungsfragen zu klären.

+++ 18:37 Österreich öffnet Handel, Schulen und Friseure +++

Die österreichische Regierung hat eine teilweise Lockerung des harten Lockdowns ab dem 8. Februar beschlossen. Der Handel, Schulen und körpernahe Dienstleister wie Friseure dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen, teilt die Regierung mit. Der Unterricht in den Schulen wird teilweise im Schichtbetrieb erfolgen. Teilnehmen dürfen nur jene Schüler, die sich testen lassen. Auch Friseure und andere Dienstleistungen dürfen nur mit einem Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, in Anspruch genommen werden. Die Ausgangsbeschränkungen werden auf die Zeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr eingegrenzt. Unter Tags dürfen sich zwei Haushalte treffen. In anderen Bereichen, etwa bei der Einreise, wurden hingegen Verschärfungen beschlossen.

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+++ 18:30 Roche kündigt Schnelltest mittels Nasen-Abstrich an +++

Der Schweizer Roche-Konzern will bis Mitte Februar einen für Patienten weniger unangenehmen Coronavirus-Schnelltest auf den Markt bringen. Beim SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test Nasal werde die Probe aus dem vorderen Bereich der Nase entnommen statt aus dem Nasen-Rachen-Raum. Diese Abstrich-Methode könne die Unannehmlichkeiten verringern, insbesondere bei empfindlichen Personen wie Kindern, älteren Menschen oder Personen mit Behinderungen. Der Test habe die CE-Kennzeichnung erhalten und Vertriebspartner SD Biosensor bereite in den USA den Antrag auf Notfallzulassung vor.

+++ 18:09 Corona-Impfungen in Praxen erst bei mehr Impfstoff +++

Für breiter angelegte Corona-Impfungen in normalen Arztpraxen sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zunächst größere Impfstoff-Lieferungen nötig. Sobald es die Verfügbarkeit zulasse, solle "der maßgebliche Teil der Impfungen" in die Praxen und die Versorgung der niedergelassenen Ärzteschaft übergehen, heißt es in einem Informationspapier des Ministeriums für den "Impfgipfel" von Bund und Ländern. Etwa 50.000 in Frage kommende Praxen könnten dann nach Angaben der Kassenärzte mehr als fünf Millionen Impfungen pro Woche vornehmen. Der Wechsel ergebe aber erst Sinn, wenn für Transport und Lagerung in den Praxen geeignete Impfstoffe für mindestens drei Millionen Impfungen pro Woche zur Verfügung stünden.

+++ 17:50 EU will Corona-Varianten bei Einreiseverbot stärker berücksichtigen +++

Bei dem weitgehenden Einreiseverbot in die EU wollen die EU-Staaten die Verbreitung neuer Corona-Varianten in Drittstaaten künftig stärker berücksichtigen. Für Reisende aus Gebieten mit besorgniserregenden Mutationen soll nach der Ankunft eine Quarantäne-Pflicht gelten. Auch zusätzliche Corona-Tests bei oder nach der Ankunft sind vorgesehen. Auf diese Empfehlungen für Einreisen aus Nicht-EU-Staaten einigten sich die Botschafter der EU-Staaten nun in Brüssel.

+++ 17:36 Südafrikanische Mutation bei elf Briten ohne Kontakt zu Reisenden entdeckt +++

Die südafrikanische Virus-Variante ist in Großbritannien bei elf Personen festgestellt worden, die keinen Kontakt zu Reisenden hatten. Die Regierung ordnete Massentests in den acht Bezirken an, in denen die Fälle aufgetreten waren. In diesen jeweils rund 10.000 Personen umfassenden Bezirken - darunter drei in London - würden alle Bewohner ab 16 Jahren zu einem Test aufgefordert, auch wenn sie keine Symptome zeigten, so die Behörden. Die Infizierten würden sich selbst isolieren. Die konsequente Nachverfolgung ihrer Kontaktpersonen solle eine weitere Verbreitung verhindern.

+++ 17:16 Bundeswehr entsendet 26 Sanititätskräfte nach Portugal +++

Die Bundeswehr wird nach einer Entscheidung des Verteidigungsministeriums am Mittwoch Hilfe in das von der Corona-Pandemie besonders stark betroffene Portugal schicken. Es sei geplant, dem EU-Partner 26 Sanitätskräfte sowie 150 Feldkrankenbetten und insgesamt 50 Beatmungsgeräte zu stellen, teilte das Verteidigungsministerium heute den Obleuten im Bundestag mit. Die Hilfe solle in einem Krankenhaus erfolgen, zivil oder militärisch. Portugal selbst hat sich zur Eindämmung der Pandemie abgeriegelt. Seit Sonntag ist in dem auch bei Deutschen beliebten Urlaubsland die Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund untersagt.

+++ 17:00 Madrid weicht vom Spanien-Kurs ab und lockert Maßnahmen +++

Im Großraum Madrid werden die Beschränkungen gelockert. So dürfen statt bisher vier ab Freitag sechs Personen auf Terrassen von Gaststätten zusammenkommen, wie die Behörden mitteilen. Der Beginn einer nächtlichen Ausgangssperre könnte zudem von 22 Uhr auf Mitternacht verschoben werden. Die Region Madrid stellt sich damit gegen den Trend in Spanien, wo die Maßnahmen vielerorts eher noch verschärft werden.

+++ 16:48 Antrag auf frühere Impfung in Bremen möglich +++

Menschen mit einem sehr hohen Risiko auf einen schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlauf im Falle einer Corona-Infektion können in Bremen eine vorgezogene Impfung beantragen. Über die Anträge entscheidet eine fünfköpfige Impfkommission, die ihre Arbeit bereits aufgenommen habe, teilte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard von den Linken heute mit. Die Priorisierungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und auch des Bundesministeriums für Gesundheit seien leider häufig sehr weit gefasst und bildeten nicht alle Krankheitsbilder und Impfindikationen ab, begründete Bernhard die Impfkommission, die der Senat und die Bürgerschaft beschlossen hatte.

+++ 16:19 Neuer Fall der britischen Mutante in Brandenburg +++

Die hochansteckende britische Corona-Mutante B. 1.1.7 ist laut RBB-Bericht im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg nachgewiesen worden. Demnach befindet sich die betroffene Person und deren Kontakte bereits seit acht Tagen in Quarantäne. Erst am vergangenen Freitag ist der erste Fall von B. 1.1.7 in Brandenburg entdeckt worden.

+++ 16:08 Südafrika erhält zum ersten Mal Impfstoff +++

Südafrika als zahlenmäßig am meisten von der Corona-Pandemie betroffenes Land des Kontinents hat heute seine erste Flugzeugladung Impfstoffe erhalten. Eine Million Dosen trafen nach Regierungsangaben am Nachmittag in Johannesburg ein. Sie stammen vom britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford und sollen vor allem den 1,25 Millionen Mitarbeitern des öffentlichen und privaten Gesundheitssystems zugute kommen. Südafrika hatte im Dezember inmitten einer zweiten Infektionswelle die Marke von einer Million nachgewiesener Corona-Fälle überschritten - sie liegt nun bei rund 1,4 Millionen Infektionen und mehr als 44.000 Todesfällen.

Tabelle+ - Überblick Coronavirus in Afrika - wird fortlaufend aktualisiert

+++ 15:41 Kranke könnten bei Impfungen etwas früher dran kommen +++

"Im Grundsatz werden die Priorisierungsgruppen so bleiben, wie sie sind", sagte heute Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Allerdings sollen Menschen mit Vorerkrankungen voraussichtlich teilweise etwas früher zum Zug kommen können als bisher geplant. Spahn will die Vorgaben zu Corona-Impfungen in Deutschland so ändern, dass die Einstufungen einzelner Krankheitsbilder in die Prioritätengruppen gemäß neuer Daten angepasst werden. Nach dem Entwurf für eine veränderte Coronavirus-Impfverordnung sollen etwa auch Diabetiker mit hohem Blutzuckerwerten eine Impfung mit hoher Priorität (Gruppe zwei) erhalten können. Zudem soll die Altersempfehlung der Ständigen Impfkommision für den zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca berücksichtigt werden. Somit erhalten vorerst nur Erwachsene unter 65 Jahren diesen Impfstoff.

+++ 15:20 Israel schließt Impfkampagne in Alters- und Pflegeheimen ab +++

Israels Impferfolg geht weiter. Nun wurde eine gezielte Corona-Impfkampagne in den Alters- und Pflegeheimen des Landes abgeschlossen. Ingesamt seien rund 160.000 Personen jeweils zweimal geimpft worden, darunter auch Pflegepersonal, teilte der zuständige Rettungsdienst Magen David Adom mit. Jeder, der wollte, sei geimpft worden, sagte ein Sprecher. "Es gab auch einige, die nicht wollten, aber die große Mehrheit hat zugestimmt." Nach Angaben von Magen David Adom ist Israel damit das erste Land, das die Impfkampagne in Altenpflegeeinrichtungen und betreuten Wohnanlagen beendet hat.

Coronavirus+ - Überblick international nach verteilten Impfdosen gesamt und je 100 Einwohner, Quelle Our World in Data, OWiD - täglich aktualisiert

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+++ 15:09 Impfung bei Schwangeren nicht komplett ausgeschlossen +++

"Insbesondere Schwangeren mit Vorerkrankungen, einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 oder hohem Expositionsrisiko gegenüber einer Sars-CoV-2-Infektion kann die Impfung angeboten werden", heißt es in einer Stellungnahme unter anderem der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Eine generelle Empfehlung sprechen die Fachleute nicht aus, da es keine belastbaren Daten zur Anwendung von mRNA-Impfstoffen in der Schwangerschaft gibt. Bei der Entscheidung soll enge Absprache mit einem Arzt gehalten werden, raten sie. Das Papier bezieht sich auf Impfstoffe von den Herstellern Biontech/Pfizer und Moderna.

+++ 14:58 Ostukraine startet mit Impfung von Sputnik V - Kiew dagegen +++

Trotz eines in der Ukraine verhängten Impfverbots mit dem russischen Wirkstoff Sputnik V haben im Osten des Landes Impfungen mit dem Vakzin begonnen. In den von Separatisten kontrollierten Gebieten an der russischen Grenze hätten heute die ersten medizinischen Mitarbeiter, Beschäftigten sozialer Dienste und Vertreter von Sicherheitsorganen eine Impfung erhalten, berichteten Medien vor Ort. Das Parlament in der Hauptstadt Kiew hatte dagegen erst vor wenigen Tagen Sputnik V verboten. Dort wird auf westliche Impfstoffe gesetzt.

+++ 14:51 Mehr als 3100 Soldaten helfen jetzt bei Schnelltests +++

Die Bundeswehr hat die Zahl der eingesetzten Soldaten bei der Unterstützung bei Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen deutlich gesteigert. Inzwischen seien 3145 Frauen und Männer im Einsatz, teilte die Bundeswehr heute mit. Vor einer Woche waren es noch weniger als die Hälfte. Aus mehr als der Hälfte der 404 Landkreise gebe es Anträge auf Amtshilfe. Das Bundeskabinett hatte in der vergangenen Woche die Kostenfreiheit der Unterstützung geregelt.

+++ 14:37 Niederlande verhängt 16.000 Geldbußen +++

Wegen Verstößen gegen die nächtliche Corona-Ausgangsperre hat die Polizei in den Niederlanden bislang fast 16.000 Geldbußen verhängt. Allein seit Sonntag seien es 980 gewesen, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Massenproteste gegen das Ausgangsverbot zwischen 21 und 4.30 Uhr, das seit dem 23. Januar gilt, waren in mehreren Städten in Krawalle, Plünderungen und Angriffe auf die Polizei ausgeartet. Wer sich nicht an die Schutzvorschriften hält riskiert ein Bußgeld von 95 Euro.

+++ 14:20 Deutlich mehr Impfstoff im zweiten Quartal +++

Die Lieferungen von Corona-Impfstoff für Deutschland sollen im Laufe des Jahres deutlich anziehen. Das geht aus einer neuen Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach 18,3 Millionen Impfdosen im laufenden ersten Quartal könnten demnach laut einer aktuellen Schätzung im zweiten Quartal voraussichtlich 77,1 Millionen Dosen und im dritten Quartal 126,6 Millionen Dosen verschiedener Hersteller folgen. Im vierten Quartal könnten es dann weitere 100,2 Millionen Dosen sein. Die Schätzung bezieht sich auf geschlossene Verträge und geplante Vereinbarungen sowie voraussichtliche Zulassungstermine einiger Impfstoffe. Wie betont wird, hängen konkrete Termine und Liefermengen von zahlreichen Faktoren ab - etwa klinischen Prüfungen, den Zulassungsverfahren, aber auch Lieferketten für Ausgangsstoffe und Qualitätskontrollen.

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+++ 14:11 Polizei fordert: Sicherheitskräfte sollen früher geimpft werden +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern eine frühere Impfung von Sicherheitskräften verlangt. "Wenn beim Impfgipfel die Reihenfolge auf den Prüfstand gestellt wird, müssen die Sicherheitsbehörden besser berücksichtigt werden", sagte GdP-Vize Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wichtig ist, dass die Polizei beim Impfen eine höhere Priorität bekommt", mahnte er. Die Polizei wolle nicht in Konkurrenz zu Altenpflegern oder zum Krankenhauspersonal treten. "Aber die Reihenfolge muss wiedergeben, dass es die Polizei ist, die in der Pandemie für Sicherheit und Ordnung sorgt", sagte der Polizeigewerkschafter.

+++ 13:53 Großbritannien bestellt weitere Impfstoffdosen bei Valneva +++

Großbritannien kauft weiter emsig Impfstoffe ein. Ihre Bestellung beim französischen Unternehmen Valneva habe sie um 40 Millionen auf 100 Millionen Dosen aufgestockt, teilt die britische Regierung mit. Zudem heißt es von Valneva, die Briten könnten noch weitere 90 Millionen Dosen zwischen 2023 und 2025 bestellen. Laut dem Konzern laufen aktuell aber erst noch die klinischen Tests der Phasen I/II. Demnach soll der Impfstoff später auch in einem Werk in Schottland produziert werden.

+++ 13:12 Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sinkt minimal +++

In deutschen Kliniken werden derzeit 4322 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 26 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 2350 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 14 mehr als am Vortag. Der Anteil der freien Intensivbetten sinkt um 221 – insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4711 Betten in den deutschen Kliniken frei.

+++ 12:58 Wie entsteht eine Virus-Mutation? - Varianten im Video +++

+++ 12:44 Knapp 2,5 Millionen Impfungen wurden verabreicht +++

Die Zahl der Covid-19-Impfungen in Deutschland ist auf 2.467.918 gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei 2,33 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 0,64 Prozent. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert die Impfquote deutlich: Laut RKI haben in Mecklenburg-Vorpommern 3,5 Prozent die erste Dosis bekommen, in Niedersachsen 1,9 Prozent.

+++ 12:04 Isle of Man feiert Lockdown-Ende mit offenen Pubs +++

Aufgrund eines geringen Infektionsgeschehens beendet die Isle of Man ihre Corona-Maßnahmen. "Das Ende des Lockdowns bedeutet, dass das Leben auf der Insel zur Normalität zurückkehren kann", teilt die Regierung des britischen Kronbesitzes in der Irischen See mit. Für die etwa 85.000 Einwohner gilt nun kein Abstandsgebot mehr, auch die Maskenpflicht fällt weg. Die ersten Pubs öffneten um eine Minute nach Mitternacht ihre Türen. Zuvor hatte es 17 Tage lang keinen "unerklärten" Corona-Fall gegeben. Allerdings sind weiter scharfe Grenzkontrollen und Quarantäneregeln in Kraft.

+++ 11:12 Curevac will dieses Jahr 300 Millionen Impfdosen herstellen +++

Das Unternehmen Curevac will in diesem Jahr bis zu 300 Millionen Corona-Impfstoffdosen und kommendes Jahr bis zu einer Milliarde Impfdosen herstellen. Das teilt Curevac-Chef Franz-Werner Haas in einer Pressekonferenz zusammen mit Bayer-Vorstand Stefan Oelrich, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn mit. Bayer-Vorstand Oelrich sagt, dass sein Konzern im ersten Jahr der Kooperation 161 Millionen Dosen des Curevac-Impfstoffes produzieren wolle. Laut Spahn soll Deutschland künftig ein zentraler Standort für die Produktion mit der von Curevac und der Mainzer Firma Biontech genutzten mRNA-Technologie werden.

+++ 10:42 Söder: neue Bund-Länder-Runde am 10. Februar +++

Die nächste Bund-Länder-Chefrunde zu den Maßnahmen gegen die Pandemie wird mutmaßlich am 10. Februar stattfinden, sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor einer Sitzung des CSU-Parteivorstands. Man sehe, dass die Zahlen der Neuinfektionen jetzt langsamer sinken würden. Zugleich warnt Söder vor übereilten Lockerungen des noch bis zum 14. Februar geltenden harten Lockdowns. Angesichts der auftretenden Mutationen drohe bei einer überstürzten Lockerung ein "großer Rückschlag". "Es ist nicht die Zeit, über große Lockerungen zu reden", so Söder. Öffnungen werde es geben, wenn die Inzidenzen niedrig seien.

+++ 10:02 Polizei löst Faschingsfeier in Deutschlands Super-Hotspot auf +++

Etwa 90 Menschen haben sich am Sonntag in Thüringens Corona-Hotspot Jüchsen zu einem Faschingsumzug versammelt. Jüchsen befindet sich im Landkreis Schmalkalden-Meiningen - die Region mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland (Wert am 31. Januar: 340,2). Laut Angaben eines Polizeisprechers haben sich die Teilnehmenden über soziale Netzwerke verabredet. Auch Pferde und teils geschmückte Fahrzeuge waren am Umzug beteiligt. Wie der MDR berichtet, seien Mindestabstände und Hygienevorschriften nicht eingehalten worden. Gegen Nachmittag sei die illegale Versammlung durch ein Großaufgebot der Polizei aufgelöst worden. Dem Bericht zufolge wurden mehrere Strafanzeigen wegen Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte gestellt.

+++ 09:10 USA verzeichnen mehr als 20.000 Tote in einer Woche +++

Die Behörden in den USA haben in der letzten Januarwoche mehr als 20.000 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Demnach kamen am Sonntag 1875 neu registrierte US-Todesfälle hinzu, die Gesamtzahl beträgt nun 441.296. Die Zahl der binnen 24 Stunden nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 111.364 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 26,2 Millionen. Im Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen weiter kontinuierlich ab.

+++ 08:19 RKI meldet niedrige Fallzahlen +++

Das Robert-Koch-Institut meldet 5608 neu registrierte Corona-Infektionen in Deutschland. Damit haben sich 2.221.971 Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Menschen, die nach einer Infektion gestorben sind, erhöht sich demnach um 175 auf insgesamt 57.120 Tote. Allerdings teilt das RKI mit, dass bei den aktuellen Angaben die Werte aus Sachsen-Anhalt fehlen. Zudem erscheinen einige Bundesländer-Werte in den RKI-Fallzahlen, wie etwa aus Berlin oder Brandenburg, im Vergleich zu den Angaben der Landesbehörden zu niedrig. Generell ist der Montag im Wochenverlauf zumeist der schwächste Meldetag, da das Meldeaufkommen am Wochenende üblicherweise deutlich zurückgeht.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 07:52 Woidke fordert Prüfung weiterer Impfstoffe +++

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke spricht sich für die Prüfung weiterer Corona-Impfstoffe für den deutschen Markt aus. "Ich halte es schon für nötig und für möglich, auch diese Impfstoffe zu prüfen, wenn sie zur Verfügung stehen. Und wenn sie sicher sind und wirksam sind, dann sollten sie auch eingesetzt werden", sagt er etwa mit Blick auf chinesische und russische Impfstoffe in der ARD. Es müssten aber die entsprechenden Zulassungsverfahren durchgeführt werden.

+++ 07:18 Pharmabranche blickt "Impfgipfel" verhalten entgegen +++

Der Verband der deutschen Pharma-Unternehmen warnt vor überzogenen Erwartungen an den heutigen "Impfgipfel". "Eine Impfstoff-Fabrik ist kein Bücherregal aus dem Möbelhaus, das man schnell aufbauen kann", sagt der Präsident des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller, Han Steutel, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wäre es so, hätten wir es doch längst gemacht." Für die komplexe Herstellung von Impfstoffen seien geeignete Produktionsanlagen und qualifiziertes Personal nötig.

+++ 06:50 Lindner: staatlich gelenkte Impfstoffproduktion verhindern +++

FDP-Chef Christian Lindner fordert mehr Tempo im Impfprozess, spricht sich jedoch gegen eine staatlich gelenkte Impfstoffproduktion aus. "Ich wünsche mir innovative Ideen vom Impfgipfel. Staatliche Zwangslizenzen gehören nicht dazu", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie würden dem Innovationsstandort Deutschland schaden. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Grünen-Chef Robert Habeck hatten am Wochenende eine staatlich gelenkte "Not-Impfstoffwirtschaft" gefordert.

+++ 06:17 Biontech will EU 75 Millionen zusätzliche Dosen liefern +++

Der Impfstoffhersteller Biontech will im kommenden Quartal die Lieferung seines Covid-19-Vakzins an die Europäische Union erweitern. "Im zweiten Quartal können bis zu 75 Millionen mehr Impf-Einheiten an die EU ausgeliefert werden", schreibt Dr. Sierk Poetting, CFO und COO des Mainzer Unternehmens. Um der gestiegenen weltweiten Nachfrage gerecht zu werden, plane Biontech demnach gemeinsam mit seinem US-Partner Pfizer, im Jahr 2021 zwei Milliarden Dosen seines Impfstoffs herzustellen. "Dafür werden wir die zuvor geplante Produktion von 1,3 Milliarden Impfdosen um mehr als 50 Prozent steigern", schreibt Poetting weiter. Die Maßnahmen zur Erweiterung der Produktionskapazitäten liefen nach Plan.

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+++ 05:16 Israel verlängert Lockdown +++

Die israelische Regierung einigt sich auf eine Verlängerung des Lockdowns um fünf weitere Tage bis Freitag. Auch der internationale Flugverkehr bleibe weiterhin ausgesetzt, teilt das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu mit.

+++ 04:14 Notaufnahmen verzeichnen ein Drittel weniger Patienten +++

Die Notaufnahmen in Deutschland beobachten im derzeitigen Lockdown ein Drittel weniger Notfall-Patienten im Vergleich zu den Vorjahren. Eine Theorie sei, dass die Menschen Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 haben und nicht die Notaufnahme der Krankenhäuser in Anspruch nehmen, sagt der Notfallmediziner Felix Walcher von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) der "Augsburger Allgemeinen". "Gemäß dieser Theorie kommen die Patienten erst später, aber auch kränker in die Notaufnahmen", so Walcher. Eine andere Annahme sei, dass die Bevölkerung derzeit weniger aktiv ist und es deshalb sowohl weniger Unfälle gibt, aber auch andere akute Fälle, die möglicherweise durch besonderen Stress ausgelöst würden.

+++ 03:08 Corona-Bonus? Ausgleich für Feiertage am Wochenende gefordert +++

Politiker mehrerer Parteien machen sich dafür stark, dass Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, in diesem Jahr als Corona-Bonus an Werktagen nachgeholt werden dürfen. Hintergrund ist nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung", dass diesmal ungewöhnlich viele Feiertage auf ein Wochenende fallen, darunter der Tag der Arbeit am 1. Mai, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie die Weihnachtsfeiertage. SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese sagt dem Blatt, da dies so sei, "wäre es eine Anerkennung und ein einfacher Corona-Bonus, wenn der darauffolgende Montag dann frei wäre für die Beschäftigten". Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Jörg Schindler, fordert, Arbeitgeber zum Ausgleich solcher Feiertage zu verpflichten und das Arbeitszeitgesetz entsprechend zu ändern. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Beate Müller-Gemmeke, betont: "Feiertage sind für die Menschen Tage der Erholung." Deshalb müsse nun "unaufgeregt" über das Thema debattiert werden.

+++ 01:53 IMK-Chef Strobl: Quarantänebrecher in geschlossenem Krankenhaus "absondern" +++

Der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl, spricht sich für eine Zwangsisolierung von Personen aus, die wiederholt gegen Corona-Quarantäneauflagen verstoßen. "Hartnäckige Quarantänebrecher, bei denen alle anderen Mittel nicht zur Einsicht führen, müssen in einem geschlossenen Krankenhaus abgesondert werden", sagt Strobl den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es geht ja nur um wenige Einzelfälle und um wenige Tage, in denen die Leute infektiös sind." Natürlich brauche es dafür einen richterlichen Beschluss. Die Maßnahme sei gerechtfertigt, da die Personen bewusst in Kauf nehmen, andere mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, so Strobl. Baden-Württemberg hat nach Angaben der Mediengruppe bereits zwei Krankenhäuser für diesen Zweck bestimmt.

+++ 00:39 Spahn dämpft Erwartungen an Impfgipfel +++

Gesundheitsminister Jens Spahn dämpft Erwartungen an mögliche Beschlüsse beim Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag. "Es ist ein Wert an sich, dass Bund und Länder gemeinsam agieren, ein gemeinsames Verständnis haben, ein gemeinsames Ziel haben, einen gemeinsamen realistischen Blick haben auf das, was geht und was nicht geht", sagt der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Deswegen müsse man "nicht gleich alles beschließen." Man werde sich im Februar erneut treffen, dann könne man gemeinsam Schlüsse ziehen.

+++ 23:12 Weil kündigt Stufenplan für Lockdown-Lockerung an +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat einen an den Infektionszahlen ausgerichteten Stufenplan für die Lockerung der Corona-Einschränkungen angekündigt. Ein entsprechendes Konzept stellte Weil am Sonntagabend in der ARD vor. Das Konzept sei "eine Handreichung, kein Automatismus", betonte er. "Aber es soll möglichst vielen Menschen ein Gefühl dafür geben, wie kann es denn sein, wenn wir bestimmte Fortschritte erreichen oder auch, wenn wir wieder Rückschläge erleiden." Dem Plan zufolge könnten zum Beispiel Wechselunterricht an den Schulen und uneingeschränkte Trauerfeiern wieder stattfinden, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche unter 100 sinke.

+++ 21:45 USA haben mehr als 30 Millionen Impfdosen gespritzt +++

Zwei Länder haben neue Zahlen zu ihren Impfkampagnen veröffentlicht:

  • In den USA wurden nach Behördenangaben bereits mehr als 31,1 Millionen Impfdosen verabreicht, darunter auch zahlreiche Zweitimpfungen. Das sind 1,5 Millionen mehr als noch am Samstag gemeldet.

  • In Frankreich liegt die Zahl der Impfungen mit 1,485 Millionen derweil nur knapp über dem Stand vom Vortag. Bis Samstag waren nach Behördenangaben 1,479 Millionen Erstdosen verimpft worden. Der Fortschritt der Impfkampagne wird durch Bürokratie und Lieferengpässe behindert.

  • Großbritannien verzeichnet dagegen Rekordzahlen: Allein am Samstag wurden nach Angaben der Regierung im Vereinigten Königreich knapp 600.000 Impfdosen verabreicht. Die Zahl der Erstimpfungen stieg damit auf knapp neun Millionen. Eine zweite Dosis haben demnach rund 490.000 Menschen erhalten. Bis Mitte Februar will die Regierung allen 15 Millionen Menschen aus den am meisten gefährdeten Personengruppen eine Impfung ermöglichen.

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+++ 21:15 Bundesländer melden weniger als 10.000 Neuinfektionen +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf insgesamt 2.220.601 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9473 Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 267 auf 57.164. Als aktuell infiziert gelten etwa 227.300 Personen. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert, also die Ansteckungsrate, wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,91 (Vortag 0,92) angegeben. Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 91 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken.

Tab+: Pandemie-Parameter, Aktuelle Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland

Der aktuelle Tageszuwachs an neu erkannten Fällen bedeutet den niedrigsten Sonntagswert seit 25. Oktober (damals 9432 neue Fälle) - also seit drei Monaten. Auch im Wochenvergleich wird deutlich, wie stark sich die Fallzahlen derzeit abschwächen. Der aktuelle Tageszuwachs an neuen Fällen liegt deutlich unter den Sonntagswerten von vor sieben Tagen (24.1.: 10.810 neue Fälle) und vor 14 Tagen (17.1.: 12.851). Das Niveau der Todesfälle scheint aktuell an einem Wendepunkt: Der aktuelle Sonntagswert liegt auf dem Niveau von vor einer Woche (24.1.: 260 Corona-Tote) und deutlich unter dem Wert von vor 14 Tagen (17.1.: 319).

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