Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:49 Tschechien hebt Ausgangsbeschränkungen nach Gerichtsurteil auf +++

Die tschechische Regierung hebt die seit Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen überraschend auf. Das gelte ab Freitag, sagt Gesundheitsminister Adam Vojtech. Seit dem 16. März durften die Bürgerinnen und Bürger nur zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt oder auf Spaziergänge in Grünanlagen gehen. Damit sollte die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eingedämmt werden.

*Datenschutz

 

+++ 23:33 Italien: Fußball-Saison soll bis August verlängert werden +++
Die Saison in der Serie A soll bis zum 2. August verlängert werden. Der italienische Fußballverband gibt entsprechende Pläne von Präsident Gabriele Gravina bekannt. Der Fußball ruht in Italien seit dem 9. März. Es ist eines der am schlimmsten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder. Zwölf Spieltage stehen im Kampf um die italienische Meisterschaft noch aus. Als Termin für einen Trainings-Neustart ist der 4. Mai von der Liga und dem Verband ins Auge gefasst. Drei oder vier Wochen später könnte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, allerdings auch hier ohne Zuschauer.

+++ 23:11 Intel peilt trotz Corona-Krise Wachstum an +++
Der weltgrößte Chiphersteller Intel will auch in der Coronavirus-Pandemie punkten. Nach einem Gewinnsprung zum Jahresstart werde auch im laufenden Quartal mit wachsenden Umsätzen und Ergebnissen gerechnet, teilt der US-Konzern mit. Konkret erwartet Intel bei Erlösen von 18,5 Milliarden Dollar einen Gewinn je Aktie von 1,10 Dollar. Im Vorjahreszeitraum hat der Umsatz bei 16,5 Milliarden Dollar und der Gewinn je Aktie bei 1,06 Dollar gelegen.

+++ 22:44 Studie: Etwa jeder fünfte New Yorker hat sich schon infiziert +++
In New York sind einer Untersuchung zufolge womöglich schon jeder fünfte Bewohner mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Bei einer großangelegten Studie wurden bei 21 Prozent der New Yorker Antikörper gegen den Erreger nachgewiesen, wie Gouverneur Andrew Cuomo sagt. Im gesamten Bundesstaat New York sind es knapp 14 Prozent. Das würde bedeuten, dass sich in dem Bundesstaat in den vergangenen Monaten rund 2,6 Millionen Menschen angesteckt haben - zehn Mal mehr als die Zahl der positiv ausgefallenen Corona-Tests. Allein in New York City wären es 1,7 Millionen Menschen. Für die Untersuchung wurden 3000 in dem Bundesstaat zufällig ausgewählte Supermarktkunden auf Antikörper untersucht.

 

+++ 22:15 Bund bereit für weitere Branchen-Hilfen +++
Der Bund signalisiert den Ländern Bereitschaft für weitergehende Hilfen für bestimmte Branchen. "Es zeigt sich, dass Bund und Länder an einem Strang ziehen, um die Wirtschaft und die Beschäftigten in der Krise zu unterstützen", teilen Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt und das Bundeswirtschaftsministerium nach einer Sonder-Wirtschaftsministerkonferenz mit. Die Diskussion habe gezeigt, dass insbesondere das Hotel-, Gaststätten- und Veranstaltungsgewerbe, Schausteller und die Reisebranche noch weitergehende Hilfen benötigen und der Bund hier auch Bereitschaft signalisiert habe. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte, ein enger Austausch zwischen Bund und Ländern sei unabdingbar. "Die Sofortprogramme für kleine Unternehmen und Soloselbständig erfahren eine hohe Nachfrage in der Wirtschaft."

+++ 21:49 Kalifornien meldet bislang tödlichsten Corona-Tag +++
Kaliforniens Gouverneur meldet die bislang höchste Totenzahl an einem Tag in seinem Bundesstaat. Es seien 115 Todesopfer verzeichnet worden, sagt Gavin Newsom. Dagegen sei die Zahl der Krankenhausfälle und Behandlungen auf der Intensivstation leicht gefallen.

 

+++ 21:33 WTO warnt vor Handelseinschränkungen bei Medizinprodukten +++
Angesichts von zahlreichen Einschränkungen beim Handel mit Medizinprodukten wegen der Corona-Pandemie hat die Welthandelsorganisation (WTO) vor Gefahren für Lieferketten gewarnt. "Sobald mehr produziert werden kann, wird der Handel von entscheidender Bedeutung sein, um Vorräte von dort, wo sie reichlich vorhanden sind, dorthin zu verlagern, wo sie fehlen", teilte die WTO in Genf mit. "Ein Mangel an internationaler Zusammenarbeit könnte jedoch die dringend erforderliche Reaktion auf das Angebot behindern." Dies gelte umso mehr, als dass die Krankheit zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Orten ihren Höhepunkt erreichen werde. Etwa 80 Länder und Gebiete hätten Handelsbeschränkungen erlassen, die vor allem für Schutzausrüstungen für Gesundheitspersonal wie Schutzbrillen und Masken gelten, so die WTO. Aber auch Desinfektionsmittel, Medikamente und Virustests seien betroffen.

+++ 21:06 Merkel: Anfang Mai neue Beratungen zu Lockerungen +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel will Anfang Mai erneut mit den Ministerpräsidenten über die Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Deutschland beraten. "Wir hatten uns verabredet für den 30. April, und da kann man auch einiges besprechen", sagte Merkel. Aber Aussagen darüber, wie sich die Wiedereröffnung von Geschäften auswirke, "können wir erst 14 Tage danach machen". Die ersten Läden hätten am Montag eröffnet, die letzten würden eine Woche später wieder aufmachen. "Wir können dann am 6. Mai über diese Fragen sprechen", sagte Merkel. "Aber es wird auch noch andere Fragen geben, die man diskutieren kann."

+++ 20:48 Frankreich: Zahl der Neuinfizierten sinkt leicht +++
Die Zahl der neuen Todesfälle in Frankreich steigt um 516. Der vom Gesundheitsministerium bekanntgegebene Anstieg von 2,4 Prozent liegt damit unter der Rate von 4 Prozent in der vergangenen Woche. Insgesamt sind damit 21.856 Todesfälle bekannt. Die Zahl der Neuinfizierten liegt mit 1653 leicht unter der Zahl vom Vortag (1827).

*Datenschutz

+++ 20:29 Lagarde erwartet herben Konjunktureinbruch +++
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat wegen der Virus-Krise einem Insider zufolge vor einem herben Einbruch der Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone gewarnt. Sie habe den EU-Staats- und Regierungschef auf einer Videokonferenz düstere Konjunkturprognosen vorgestellt, nach der das Bruttoinlandsprodukt im Währungsraum 2020 um bis zu 15 Prozent schrumpfen könnte, hieß es aus EU-Kreisen. Das mittlere Szenario gehe von einem Einbruch um neun Prozent aus. Zugleich habe sie die Staats- und Regierungschef dazu aufgerufen, schnell einen starken und flexiblen Wiederaufbaufonds aufzulegen. Es bestehe die Gefahr, dass zu wenig und zu spät gehandelt werde.

+++ 19:55 Deutschland meldet mehr als 150.000 Infektionen +++
In Deutschland haben sich nach ntv-Auswertung der Angaben der Bundesländer bisher 150.012 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Im Vergleich zum Vortag sind 2504 neue Infektionen hinzugekommen. Aktuell infiziert sind damit 47.463 - knapp halb so viele wie genesen (97.280). Die Zahl der Toten steigt um 251 auf 5269. Die meisten Fälle gibt es mit 39.820 in Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (30.598) und Baden-Württemberg (29.912).

+++ 19:31 Olaf Scholz verspricht: Einschränkungen nicht dauerhaft +++
Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden laut Vize-Kanzler Olaf Scholz sobald wie möglich vollständig zurückgenommen. "Das garantiere ich", sagt der Finanzminister im ZDF. Die Einschränkungen seien wegen der gesundheitlichen Gefahren erlassen worden und nicht auf Dauer angelegt. Es gebe angesichts von Fortschritten im Kampf gegen das Coronavirus bereits erste Lockerungen für die Wirtschaft. Die Regierung werde genau prüfen, wie sich das auswirke. "Wir dürfen diese Erfolge nicht gefährden."

+++ 19:24 EU-Gipfel billigt 500-Milliarden-Hilfspaket +++
Der EU-Gipfel hat das vor zwei Wochen vereinbarte Paket mit Kredithilfen von bis zu 540 Milliarden Euro für Kurzarbeiter, Unternehmen und verschuldete Staaten gebilligt. Dies erfuhr die dpa von Teilnehmern. Die Hilfen sollen zum 1. Juni zur Verfügung stehen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:18 Zahl der Covid-19-Fälle in New York bleibt hoch +++
Im US-Bundesstaat New York bleibt die Zahl der neuen Krankenhausfälle mit Covid-19 bei 1300 täglich etwa konstant. Dies sei "nicht gut", sagt Gouverneur Andrew Cuomo. Insgesamt würden allerdings weniger Patienten stationär behandelt. Eine Untersuchung von 3000 Menschen habe zudem bei 13,9 Prozent Antikörper gegen das Virus festgestellt, sagt er. Dabei seien Bürger beim Einkaufen erfasst worden, nicht solche, die sich in ihren Wohnungen isolierten.

+++ 18:54 Italien: Zahl der Neuinfektionen steigt langsamer +++
In Italien steigt die Zahl der bekannten Neuinfektionen langsamer. Das Katastrophenschutzamt gibt 2646 neue Fälle bekannt nach 3370 am Vortag - insgesamt damit 189.973. Die Zahl der Todesfälle steigt um 464 verglichen mit 437, in der Summe 25.549. Erstmals gab das Amt auch die Zahl der getesteten Italiener an: 1,05 Millionen aus der Bevölkerung von etwa 60 Millionen.

 

+++ 18:25 NRW erlaubt Gottesdienste ab Mai +++
Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung werden in Nordrhein-Westfalen ab Mai wieder öffentlich stattfinden. Das kündigte die Landesregierung nach Gesprächen mit Kirchenvertretern über Schutzkonzepte an. Kirchen und Religionsgemeinschaften hatten in NRW im Zuge der Corona-Krise auf öffentliche Versammlungen verzichtet. Ein Gottesdienst-Verbot gab es nicht.

+++ 18:19 Frankreich erwägt landesweite Maskenpflicht +++
In Frankreich erwägt der Präsidentenpalast wegen der Corona-Krise eine landesweite Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr. Nach einem Gespräch von Staatschef Emmanuel Macron mit Bürgermeistern teilte der Élysée-Palast mit, "ohne Zweifel" müsse über eine solche Pflicht nachgedacht werden. Zudem werde erwogen, Schüler auf freiwilliger Basis wieder in die Schule gehen zu lassen. Die Überlegungen sind Teil der geplanten Corona-Maßnahmen vom 11. Mai an. Dann sollen in Frankreich die landesweiten Ausgangsbeschränkungen wieder gelockert werden.

+++ 17:58 Lufthansa macht wegen Corona Milliarden-Verlust +++
Die Lufthansa hat im ersten Quartal wegen der Corona-Krise einen operativen Verlust (bereinigtes Ebit) von 1,2 Milliarden Euro eingeflogen. Im Vorjahr hatte das Minus in dem traditionell schwachen Quartal zu Jahresbeginn noch 336 Millionen Euro betragen. Allein im März habe man knapp 1,4 Milliarden Euro Umsatz verloren, teilte der Dax-Konzern in einer Pflichtmitteilung an die Börse mit. Im gesamten Quartal lagen die Erlöse mit 6,4 Milliarden Euro in ähnlicher Größenordnung unter dem Vorjahreswert von 7,8 Milliarden Euro.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 17:50 Insider: Frankreich begrenzt Medikamenten-Export - trotz EU-Bitte +++
Frankreich schränkt Insidern zufolge ungeachtet eines EU-Aufrufs den Export von Arzneimitteln weiter ein. Die EU habe am 7. April die Regierung in Paris aufgefordert, die Beschränkungen für Dutzende Medikamente aufzuheben, die in der Pandemie dringend benötigt würden, erfährt die Nachrichtenagentur Reuters von EU-Vertretern. Allerdings wird in einem Reuters vorliegenden Brief der Arzneimittelbehörde ANSM an Pharmahändler mit Datum vom 21. April die Liste der betroffenen Medikamente vielmehr erweitert. Eine Stellungnahme der französischen Behörden liegt nicht vor.

+++ 17:33 Potsdamer Klinikchefs nach Corona-Ausbruch beurlaubt +++
Die beiden Geschäftsführer des Potsdamer Klinikums Ernst von Bergmann werden nach einer Häufung von Coronavirus-Fällen in dem Krankenhaus beurlaubt. Das entschied Oberbürgermeister Mike Schubert von der SPD nach Angaben der Stadt. Eine Kommission soll die Krise aufklären.

+++ 17:18 Frankreichs Innenminister: Beschränkungen schuld an Unruhen +++
Frankreichs Innenminister Christophe Castaner führt die Ausschreitungen in einigen französischen Vorstädten unter anderem auf die "Härte" der Corona-Ausgangsbeschränkungen zurück. Es handele sich bei den Unruhestiftern überwiegend um Jugendliche, "die denken, es sei ein Spiel, die Polizei anzugreifen und Müll zu verbrennen", sagte er dem Sender BFMTV/RMC. "Es ist kein Spiel. Es ist gefährlich, nicht zuletzt für sie selbst." Viele von ihnen lebten in Armut und seien deshalb wütend, fügte er hinzu. "Aber die richtige Antwort darauf ist nicht, das Auto des Nachbarn zu zerstören und in Brand zu stecken." Castaner zufolge wurden seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen am 17. März landesweit 15,5 Millionen Kontrollen vorgenommen und 915.000 Verwarnungen ausgestellt. Seit mehreren Nächten kommt es insbesondere in den Vorstädten der Ile-de-France zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Bewohnern.

+++ 16:58 WHO befürchtet Verdoppelung von Malaria-Todeszahl +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet wegen der Corona-Krise eine Verdoppelung der Malaria-Todeszahlen in Afrika. "Unterbrechungen bei der Verteilung der mit Insektiziden behandelten Netze und des Zugangs zu Malaria-Medikamenten könnten dazu führen, dass sich die Zahl der Malaria-Todesfälle in Subsahara-Afrika in diesem Jahr im Vergleich zu 2018 verdoppelt", erklärte die WHO unter Berufung auf neue Modellrechnungen. Die UN-Gesundheitsbehörde forderte die Staaten in der Region deshalb auf, die Anstrengungen bei der Malaria-Prävention und der Behandlung der Krankheit zu verstärken. Die Länder verfügten über "ein kritisches Zeitfenster", bevor sich das Coronavirus weiter ausbreite und die Kapazitätsgrenzen der Gesundheitssysteme erreicht seien. Bislang haben die afrikanischen Länder südlich der Sahara relativ wenige Corona-Infektionsfälle gemeldet.

+++ 16:39 Zwei Bundesländer lockern Maßnahmen zu Zweitwohnungen +++
Besitzer von Ferienwohnungen dürfen vom 1. Mai an wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Zudem können heimische Dauercamper auf die Campingplätze zurückkehren. Das gab Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nach einer Telefonkonferenz von Branchenvertretern und der Landesregierung bekannt. Derweil dürfen Zweitwohnungen in Schleswig-Holstein ab dem 4. Mai wieder von ihren Besitzern genutzt werden. Das teilte Ministerpräsident Daniel Günther nach einer Telefonkonferenz der Landesregierung mit Landräten und Oberbürgermeistern mit.

+++ 16:12 Schweden meldet mehr als 2000 Corona-Tote +++
In Schweden sind inzwischen mehr als 2000 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben. Bis Donnerstagnachmittag stieg die Zahl der Todesopfer in dem skandinavischen EU-Land auf insgesamt 2021, darunter 1128 rund um die Hauptstadt Stockholm. Landesweit ist bislang bei 16.755 Menschen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, wie Zahlen der staatlichen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten zeigten. Schweden verfolgt in der Corona-Krise einen freizügigeren Weg als alle anderen europäischen Länder. Die Schweden dürfen weiter in Restaurants, Kneipen und Cafés gehen, Schulen und Kindergärten sind ebenfalls nach wie vor geöffnet. Die Grenzen sind nur für Nicht-EU-Bürger geschlossen. Öffentliche Versammlungen sind erst ab mehr als 50 Personen untersagt.

*Datenschutz

 

+++ 15:50 Studie: Nase wahrscheinlichster Eintrittsweg für Corona +++
Spezielle Zellen in der Nase sind einer Studie zufolge die wahrscheinlichsten Eintrittspforten für das neue Coronavirus. Mehrere Forscherteams hatten Zellen aus Lunge, Nase, Auge, Darm, Herz, Niere und Leber untersucht, wie das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) berichtete. Sie wollten herausfinden, welche Zellen die beiden wichtigsten Eintrittsproteine ACE2 und TMPRSS2 enthalten, die das Virus für die Infektion nutzt. "Wir haben dann gezeigt, dass von allen Zellen die schleimproduzierenden Becherzellen und Flimmerzellen in der Nase die höchsten Konzentrationen dieser beiden Proteine aufweisen", sagte Hauptautor Waradon Sungnak vom Wellcome Sanger Institute. "Das macht diese Zellen zum wahrscheinlichsten Erstinfektionsweg für das Virus."

+++ 15:39 Schweiz: Zahl der Infektionen und Toten steigt stärker +++
In der Schweiz sind bis Mittwoch 1268 Personen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Toten stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums gegenüber dem Vortag um 51 und damit etwas stärker als zuletzt. Auch die Neuinfektionen waren mit 228 etwas höher als am Mittwoch. Insgesamt wurden 28.496 Fälle von Laboren bestätigt.

+++ 15:29 Kinoverbände wollen spätestens im Juli wieder öffnen +++
Kinoverbände haben mit einem Hygieneplan dafür geworben, dass auch ihre Häuser demnächst wieder öffnen dürfen. "Wir brauchen einen Fahrplan zur Wiedereröffnung", sagte Christian Bräuer von der AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater. Das Ziel sei, "dass Kinos spätestens im Juli" wieder aufmachen könnten. Kinos könnten Hygienekonzepte mit am besten umsetzen. Abstandsregeln könnten zum Beispiel eingehalten werden, indem Säle nicht voll besetzt würden. Im Kassenbereich könnten Markierungen und Schutzwände helfen, schlugen AG Kino und HDF Kino vor. Tickets könnten verstärkt online verkauft werden und Besucher den Saal am Ende über Notausgänge verlassen.

+++ 15:16 Ryanair-Chef: Sitzreihen freizulassen ist "idiotisch" +++
Der Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair, Michael O'Leary, will nicht mit leeren Sitzen fliegen: Die Idee, zur Abstandswahrung die Sitze in der Mittelreihe frei zu lassen, sei "idiotisch", sagte der Manager der "Financial Times". "Wir können mit einer Auslastung von 66 Prozent kein Geld verdienen." Sollte die irische Regierung die freien Sitze zur Auflage machen, müsse sie dafür zahlen - "sonst fliegen wir gar nicht", sagte O'Leary weiter. Er äußerte die Hoffnung, dass die Reisebeschränkungen im Juli gelockert werden und bis Oktober 80 Prozent der Maschinen wieder fliegen. Der Ryanair-Chef schlug vor, Europa solle dem Beispiel Asiens folgen und "effektivere Maßnahmen" für die Branche beschließen: Passagiere sollten zum Tragen einer Maske verpflichtet, ihre Temperatur sollte am Flughafen gemessen werden.

+++ 15:03 Altmaier wagt keine Prognose für Sommerurlaub +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will keine falschen Hoffnungen in Bezug auf Urlaubsreisen wecken. "Jeder Bürger muss wissen, dass niemand ihm garantieren kann, dass eine gebuchte Reise auch wirklich stattfinden wird", sagte der CDU-Politiker in "Bild Live". "Man kann niemandem eine Sicherheit vorgaukeln, die es gar nicht gibt." Viele Faktoren seien nicht von Deutschland abhängig, sagte Altmaier weiter. "Die allermeisten Ferienflieger sind am Boden, weil es in den meisten Ländern gar keine Landeerlaubnis gibt, weil sie ihre Grenzen geschlossen haben, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren", sagte der Minister.


+++ 14:53 Airlines fordern mehr Zeit für Ticket-Erstattungen +++
Die europäische Airline-Branche verlangt nach den Einbrüchen durch die Coronavirus-Krise mehr Zeit, um Passagieren schon bezahlte Tickets für ausgefallene Flüge zurückzuerstatten. Die europäischen Fluggesellschaften hätten über die verheerenden Umsatzeinbrüche hinaus zusammen Tickets im Wert von zehn Milliarden US-Dollar (gut neun Milliarden Euro) zu erstatten, sagte Rafael Schvartzman, Europachef beim Dachverband der Fluggesellschaften (IATA). Die Airlines wollten ihren Verpflichtungen nachkommen, brauchten dafür aber wenigstens einen Monat statt die bislang erlaubten sieben Tage. "Wenn die Verpflichtung der Rückzahlung innerhalb von sieben Tagen bleibt, werden wir zahlreiche Konkurse sehen", warnte Schvartzman.

+++ 14:41 Griechenland muss Umsiedlung von Flüchtlingen verschieben +++
Griechenland hat die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise um eine Woche bis zum 4. Mai verlängert. Dadurch verzögere sich auch die Umsiedlung Hunderter älterer und kranker Flüchtlinge aus den überfüllten Lagern auf den ägäischen Inseln aufs Festland, teilte ein Regierungssprecher mit. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis werde nächste Woche über Lockerungen der am 22. März verhängten Ausgangssperre informieren.

+++ 14:33 4,4 Millionen neue US-Arbeitslose wegen Corona in einer Woche +++
In den USA steigen die Arbeitslosenzahlen wegen der Coronavirus-Pandemie weiter massiv an. In der vergangenen Woche meldeten sich 4,4 Millionen Menschen neu arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Damit gab es binnen fünf Wochen rund 26 Millionen Arbeitslosen-Erstmeldungen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

 +++ 14:20 Söder für deutschlandweite Impfpflicht gegen Corona +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für eine generelle Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesprochen. "Für eine Impfpflicht wäre ich sehr offen", sagte der CSU-Chef. Allerdings gibt es noch keinen Impfstoff. Bis ein solcher auf dem Markt sei, könne es keine Entwarnung und damit auch keine Lockerungen ohne gleichzeitige Auflagen wie eine Maskenpflicht geben, sagte Söder. Söder betonte, dass die Lockerungen, die andere Bundesländer zum jetzigen Zeitpunkt diskutierten oder gar bereits durchführten, für Bayern nicht infrage kämen. "Wir sind eine Gemeinschaft der Umsichtigen", sagte Söder mit Blick auf Baden-Württemberg und verwies damit auf den vorsichtigen Öffnungskurs von Kanzlerin Angela Merkel. Die "Besonnenen" seien überzeugt, dass die Gefahr durch das Coronavirus weiter bestehen bleibe. "Leichtsinn wäre ein schlechter Berater in dieser Situation."

*Datenschutz

+++ 14:12 Nun auch mehr als 1000 Tote in NRW +++
Nach Bayern und Baden-Württemberg hat nun auch NRW mehr als 1000 Corona-Tote zu beklagen. Damit liegen diese drei Bundesländern mit deutlichem Abstand an der Spitze aller Bundesländer. Die wenigsten Infizierten und auch Todesfälle verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern. Die Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner) liegt in Bayern mit über 300 am höchsten.

 

+++ 14:05 Selbst in Corona-Infektionsherd keine Durchseuchung +++
Eine Herdenimmunität liegt in Frankreich laut einer Studie des Pariser Pasteur-Instituts selbst in stark betroffenen Regionen noch in weiter Ferne. Die Forscher untersuchten 661 Lehrer, Schüler eines Gymnasiums in Crépy-en-Valois im Département Oise und deren Familien. Dabei kam heraus, dass nur 26 Prozent eine Corona-Infektion durchgemacht und Antikörper entwickelt haben. Dies reiche bei Weitem nicht aus, um eine Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen zuzulassen, so die Forscher. Ab einem gewissen Anteil von Immunisierten an der Gesamtbevölkerung gilt eine Pandemie auch ohne Impfstoff als beherrschbar. Diese sogenannte Herdenimmunität liegt bei etwa 60 bis 70 Prozent - vorausgesetzt, dass die Antikörper wirklich zu einer mehrere Monate andauernden Immunität führen. An der Schule in Crépy-en-Valois nördlich von Paris infizierten sich zwischen Februar und März 41 Prozent der Schüler und Schulmitarbeiter mit dem Coronavirus, aber nur 11 Prozent der Verwandten. Insgesamt haben innerhalb dieses sogenannten Cluster also nur 26 Prozent Antikörper entwickelt.

*Datenschutz

+++ 14:04 Friseur-Besuch wird teurer +++
Aufgrund von neuen Hygienevorgaben in der Corona-Krise werden viele Friseurbesuche in Deutschland teurer. Der mit dem neuen Arbeitsschutzstandard einhergehende zeitliche Mehraufwand sowie die Kosten für Schutzausrüstung führten zu einem moderaten Anstieg der Preise, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. Männliche Kunden müssten demnach noch tiefer in die Tasche greifen, da der Trockenhaarschnitt vorerst nicht erlaubt sei. Mit dem Schutzstandard soll für die Zeit nach der Öffnung der Friseursalons ab dem 4. Mai das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus verringert werden.

+++ 13:54 Rostocker OB Madsen erklärt Erfolgsrezept +++
Der Oberbürgermeister von Rostock, Claus Ruhe Madsen, der heute seine Stadt als Corona-frei gemeldet hat, sieht im konsequenten Handeln der Verwaltung und der Disziplin der Bürger die Erfolgsfaktoren im Kampf gegen das Coronavirus. Nachdem die Hansestadt die ersten Fälle am 12. März in der Uniklinik registriert hatte, wurden sowohl Schulen als auch Kitas geschlossen, erklärte Madsen im Gespräch mit ntv.de. Auch größere Veranstaltungen fanden nicht mehr statt. "Gegen die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts haben wir außerdem auch Menschen getestet, die keine Symptome hatten", sagte der parteilose Politiker. Das betraf Mitarbeiter in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, der Polizei und Feuerwehr. Dadurch sei bei einer symptomfreien Pflegerin das Coronavirus frühzeitig festgestellt worden. Madsen vermutet, dass dadurch ein Ausbruch in dem betreffenden Pflegeheim vermieden werden konnte.

Das ganze Interview lesen Sie hier.

+++ 13:37 Polizei vertreibt hundert Jugendliche von Spielplatz +++
Das passt zum vorangegangenen Eintrag: Trotz der Kontaktbeschränkungen haben sich rund hundert Jugendliche und junge Erwachsene auf einem Spielplatz in Hannover getroffen. Mit zahlreichen Einsatzkräften musste die Polizei gegen die Ansammlung vorgehen. Anwohner hatten die Beamten alarmiert, nachdem sie am Mittwochabend die Versammlung bemerkt hatten. Mit Lautsprecherdurchsagen forderte die Polizei die Heranwachsenden auf, den Platz zu verlassen - was diese dann auch taten.

+++ 13:26 Berlin öffnet Spielplätze wieder +++
Ob es das ist, was Kanzlerin Merkel mit "zu forsch" gemeint hat? Die Spielplätze in Berlin jedenfalls öffnen am 30. April wieder ihre Pforten. Darauf haben sich die Mitglieder im Rat der Bürgermeister geeinigt. Laut Berliner "Tagesspiegel" fiel die Entscheidung einstimmig. Auch auf den Spielplätzen sollen allerdings die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten - wie diese aber umgesetzt werden: Unklar. Die Ordnungsämter der Bezirke sollen erst mal dafür sorgen, dass "Extremsituationen" auf den Spielplätzen vermieden werden.

+++ 13:15 Söder: Soli jetzt abschaffen +++
CSU-Chef Markus Söder fordert eine Abschaffung des Solidaritätszuschlags noch vor diesem Sommer. "Steuersenkungen statt Erhöhungen sind das richtige Konzept in der Krise", schreibt er  auf Twitter. Daher sollte der Soli noch vor dem Sommer abgeschafft werden. Bislang ist in der Koalition vereinbart, den Solidaritätszuschlag bundesweit 2021 für rund 90 Prozent der Zahler zu streichen. Bei einer Sitzung des Koalitionsausschusses im März hatte die SPD bereits vorgeschlagen, diesen Schritt auf den Sommer vorzuziehen. Die Union stimmte dem aber letztlich nicht zu - wobei insbesondere die CSU grundsätzlich schon lange fordert, den Soli nicht nur für 90 Prozent abzuschaffen, sondern für alle.

+++ 13:07 WHO warnt vor zu frühen Lockerungen +++
Die WHO warnt die europäischen Länder vor zu deutlichen Lockerungen der ergriffenen Maßnahmen. Jede Mäßigung der Maßnahmen zum sozialen und körperlichen Abstandhalten müsse mit äußerster Vorsicht in Erwägung gezogen und schrittweise unternommen werden, sagte der für Europa zuständige Regionaldirektor Hans Kluge. "Wir befinden uns weiter in sehr turbulenten Gewässern und werden das noch für einige Zeit sein", sagte er. "Jedes Zeichen, dass das Virus kontrolliert, gehandhabt und verringert wird, ist ein gutes Zeichen", so Kluge. Selbstgefälligkeit könne in dieser Zeit aber zum größten Feind werden. Knapp die Hälfte aller Infektionsfälle weltweit seien in Europa nachgewiesen worden, und von den zehn Ländern, die in den vergangenen 24 Stunden die meisten Neuinfektionen verzeichnet hätten, befänden sich sechs in der europäischen Region. Einen schnellen Weg zurück in den Alltag gebe es nicht, so Kluge. "Wir dürfen uns nicht erlauben, zu glauben, dass wir sicher sind."

+++ 12:49 In Spanien steigt die Zahl der Toten wieder +++
In Spanien sind mittlerweile mehr als 22.000 Menschen durch die Corona-Pandemie ums Leben gekommen. In den vergangenen 24 Stunden wurden 440 Corona-Tote gezählt. Damit stieg die landesweite Zahl der Todesopfer auf 22.157. Nur in den USA und in Italien gibt es noch mehr Corona-Tote. Die Tageszahl der Corona-Toten in Spanien stieg zum dritten Mal in Folge. Am Montag hatte sie mit 399 Todesfällen den niedrigste Stand seit vier Wochen erreicht, am Dienstag waren es dann 430 und am Mittwoch 435. Zum Höhepunkt der Corona-Krise in Spanien hatte es am 2. April 950 Corona-Tote binnen eines Tages gegeben. Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus stieg um 4600 auf landesweit 213.000 Fälle. Mehr Ansteckungen wurden bisher nur in den USA nachgewiesen.

+++ 12:40 China will WHO mit zusätzlichen 30 Millionen Dollar unterstützen +++
Nach dem angekündigten Zahlungsstopp der USA will China der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit 30 Millionen US-Dollar unter die Arme greifen. Wie der chinesische Staatssender CCTV berichtet, kündigte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums die Unterstützung an. Seit dem Ausbruch des Coronavirus ist es bereits die zweite Zahlung der Chinesen an die WHO. Bereits im März hatte Peking angekündigt, 20 Millionen Dollar an die Organisation zu spenden. Das Geld werde eingesetzt, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen und die Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern zu unterstützen, berichtete CCTV. Mitten in der Coronavirus-Pandemie hatte US-Präsident Donald Trump vergangene Woche einen Stopp der Zahlungen an die WHO veranlasst. Die Maßnahme stieß international auf Kritik. Trump machte die Organisation für die Vielzahl an Toten in der Krise mitverantwortlich.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:31 Insolvenzverwalter sieht Pleitewelle auf uns zukommen +++
Der Insolvenzverwalter Lucas Flöther, der unter anderem für Air Berlin zuständig ist, erwartet eine Welle von Firmenpleiten in Deutschland. "Die Bugwelle baut sich gerade auf", sagte er. Den Fluggesellschaften zum Beispiel seien jetzt die Einnahmen weggebrochen, aber sie dürften es auch nach der Corona-Krise weiterhin sehr schwer haben: "Ich glaube nicht, dass man noch für 23 Euro nach Mallorca fliegt. Keiner fliegt mehr für ein zweistündiges Meeting von Berlin nach München", sagte Föther. Viele Insolvenzen erwartet er auch bei Autozulieferern, Einzelhändlern, im Gastgewerbe oder auch bei Kinos.

+++ 12:22 Wein und Kondome statt Toilettenpapier und Reis +++
Nach Hamsterkäufen zu Beginn der Corona-Pandemie kehrt wieder ein Stück Normalität zurück. Laut einer eingeschränkt repräsentativen Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes lag beispielsweise der Absatz von Toilettenpapier, wenig überraschend, in der Woche nach Ostern wie schon in der Vorwoche fast zwei Drittel unter dem Durchschnittswert der Monate August 2019 bis Januar 2020. Auch bei anderen Produkten scheinen die Vorräte in den Haushalten noch zu reichen. Bei Teigwaren, Reis und passierten Tomaten, mit denen sich die Verbraucher zuvor in großem Stil eingedeckt hatten, sank der Absatz. Vor Ostern deckten sich die Verbraucher nach Angaben der Wiesbadener Behörde mit Bier (plus 26 Prozent) oder Wein (plus 3 Prozent) ein – angesichts geschlossener Restaurants und Bars nachvollziehbar. Auch der Absatz von Kondomen war vor den Feiertagen vergleichsweise hoch. Besonders begehrt waren sie aber vom 12. bis 22. März (plus 56 Prozent).

+++ 12:08 Länder starten Initiative für weitere Lockerungen +++
Zusammen mit ihren Kollegen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen will Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) weitere und vor allem einheitliche Lockerungen der Corona-Vorgaben durchsetzen. Vor allem Gastronomie und Hotels sollten eine Perspektive für die Zeit nach dem 4. Mai bekommen, aber auch im Einzelhandel müsse es weitere Möglichkeiten geben, teilte das Landeswirtschaftsministerium mit. Ein entsprechendes Konzept der drei Länder soll bis zur nächsten Runde der Regierungschefs von Bund und Ländern in der kommenden Woche stehen. In einer Ministerkonferenz soll noch heute bei den übrigen Bundesländern für die Pläne geworben werden.

+++ 11:55 VW produziert in Deutschland wieder Autos +++
Volkswagen hat im sächsischen Zwickau die inländische Fahrzeugproduktion wieder aufgenommen. Nach mehr als fünf Wochen Corona-Zwangspause liefen am Morgen die Bänder in Halle 5 der ersten VW-Elektroauto-Fabrik an - allerdings mit halbem Tempo. "Gesundheit geht vor Stückzahl", sagte Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik und Logistik bei Volkswagen Sachsen. Vorerst sollen in nur einer Schicht pro Tag 50 Fahrzeuge gebaut werden und damit ein Drittel der bisherigen Menge. Umfangreiche Hygiene- und Abstandsregeln sollen die Sicherheit der zunächst 1500 Mitarbeiter gewährleisten, die in dieser Woche aus der Kurzarbeit zurückgeholt werden.

+++ 11:51 Krankenhauspräsident: Auch für zweite Welle gerüstet +++
Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sieht die Kliniken auch für eine mögliche zweite Corona-Welle gerüstet. Derzeit gebe es rund 13.000 freie Beatmungsplätze, sagte Gaß. Etwa 15.000 bis 17.000 dieser Intensivbetten seien belegt, es gebe also noch Kapazitäten. Der Krankenhauspräsident zeigte sich "zuversichtlich, dass wir zumindest in den kommenden zwei bis drei Wochen keine Überlastung in Deutschland erleben". Allerdings sei unklar, wie sich die seit einigen Tagen geltenden Lockerungen der Kontaktbeschränkungen auf das Infektionsgeschehen auswirkten. "Das müssen wir ganz aufmerksam beobachten." Um gegen womöglich wieder steigende Fallzahlen gewappnet zu sein, sollten auch in den kommenden Monaten grundsätzlich 20 Prozent der Beatmungsbetten freigehalten werden, sagte Gaß.

+++ 11:45 Europäische Biotech-Firmen arbeiten zusammen +++
Drei europäische Biotechnologieunternehmen wollen bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zusammenarbeiten. Der in Italien ansässige Pharmahersteller ReiThera, die deutsche Leukocare AG und das belgische Unternehmen Univercells vereinbarten eine "strategische Zusammenarbeit für die Entwicklung und großvolumige Produktion" eines Impfstoffs gegen Covid-19. Klinische Studien mit dem Impfstoffkandidaten sollen demnach voraussichtlich im Sommer beginnen. Die drei Partner wollten dabei ihre jeweiligen Stärken und Fachkenntnisse in die Zusammenarbeit einbringen, um die Entwicklung des Impfstoffs zu beschleunigen, teilten sie mit.

+++ 11:30 Großbritannien startet Massen-Tests +++
Großbritannien will die Verbreitung des neuartigen Coronavirus in der Bevölkerung in einer großangelegten Studie erfassen. Innerhalb eines Jahres sollen bis zu 300.000 Menschen untersucht werden. Zwischenergebnisse sollen bereits Anfang Mai vorliegen. Auf deren Grundlage solle dann auch über Lockerungen der strengen Corona-Maßnahmen entschieden werden. In einer ersten Phase der Studie soll den Regierungsangaben zufolge eine Gruppe von 25.000 Menschen, die repräsentativ für die britische Gesamtbevölkerung ist, regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Eine weitere Gruppe Erwachsener aus rund tausend Haushalten soll zudem regelmäßig Antikörper-Tests unterzogen werden. Gesundheitsminister Matt Hancock erklärte, die großangelegte Studie werde Aufschluss über das "derzeitige Ausmaß der Übertragungsrate und Infektionen im Vereinigten Königreich" geben und zugleich "wichtige Fragen zur Immunität" in der Bevölkerung beantworten.

+++ 11:19 Giffey gegen Corona-Sonderauflagen für Ältere +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey erteilt gesonderten Auflagen für Ältere eine Absage. "Man kann mündige Bürger nicht einfach wegsperren, indem man schematisch eine Altersgrenze für Senioren festlegt", sagte Giffey. Es dürfe keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben nach dem Motto "Die einen dürfen raus, die anderen müssen drinbleiben". Allerdings müssten alle Menschen, für die bei einer Infektion ein erhöhtes Risiko bestehe, besonders geschützt werden. Generell gelte: "Jede Beschränkung der Freiheit und der Grundrechte aufgrund der Corona-Ausbreitung darf nur übergangsweise sein und ist gut abzuwägen."

+++ 11:11 Arbeitgeber kritisieren "Geldausgeben mit der Gießkanne" +++
Die Arbeitgeber haben die von der Koalition beschlossene Anhebung des Kurzarbeitergeldes kritisiert. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer sprach von einem "Geldausgeben mit der Gießkanne". Dies überschatte richtige Entscheidungen zur gezielten Unterstützung von Schülern und zur Erweiterung der Hinzuverdienstmöglichkeiten für Kurzarbeiter, zu Hilfen für Gastronomiebetriebe und zum erleichterten Verlustrücktrag. "Die pauschalen Anhebungen des Kurzarbeitergeldes bei 50 Prozent Arbeitsausfall dienen nicht der gezielten Bekämpfung von Notlagen im Einzelfall - was richtig und notwendig wäre -, sondern befeuern Erwartungshaltungen an den Sozialstaat, die ihn langfristig finanziell völlig überfordern werden", erklärte Kramer. "Gute Politik muss aber immer das Morgen im Blick behalten und darf sich nicht in der populären Erfüllung von Wünschen erschöpfen."

+++ 11:06 Riesen-Trauerschleife für Corona-Tote in Madrid +++
Eine große schwarze Trauerschleife an der Puerta de Alcalá in Madrid erinnert seit heute an die bislang fast 22.000 Corona-Toten des Landes. Das meterhohe Transparent wurde am Morgen bei einer feierlichen Zeremonie angebracht. Anschließend nahm Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida an einer Schweigeminute teil. Die Puerta de Alcalá ist eines der Wahrzeichen der spanischen Hauptstadt - ähnlich dem Brandenburger Tor in Berlin oder dem Arc de Triomphe in Paris.

f22583324cb91bd343188ea3d422a8e6.jpg

(Foto: dpa)

 

+++ 10:59 Porsche für Corona-Bonds +++
Vor dem EU-Gipfel hat sich der Stuttgarter Autobauer Porsche für die Einführung sogenannter Corona-Bonds zur Bewältigung der Krise ausgesprochen. "Europäische Gemeinschaftsanleihen sind jetzt dringend notwendig, dies wäre ein deutliches Zeichen, dass Europa in der Krise zusammensteht", sagte Finanzvorstand Lutz Meschke der SZ. "Wenn wir uns jetzt nicht solidarisch zeigen, ist Europa verloren", so Meschke. Der 54-jährige Betriebswirt betonte, die Corona-Bonds seien eine "einmalige Maßnahme zur Krisenbewältigung." Dabei gehe es nicht um eine Umschuldung von Altlasten, sondern "ausschließlich um die gemeinsame Finanzierung des Wirtschaftsanlaufs". Gerade Deutschland als Exportnation profitiere von einem nachhaltig wirtschaftlich starken Europa, so Meschke.

+++ 10:50 Erste Schulen in Nordrhein-Westfalen wieder geöffnet +++
Fast sechs Wochen nach der Schließung der Schulen in NRW sind die ersten Schüler in die Klassenräume zurückgekehrt. Das Schulministerium des Landes hatte im Vorfeld mit maximal 250.000 von insgesamt 2,5 Millionen Schülern gerechnet, die an diesem Donnerstag im bevölkerungsreichsten Bundesland wieder in die Klassen kommen. Den knapp 90.000 Abiturienten ist es freigestellt, wieder zur Schule zu kommen, weil sie nach den Osterferien ohnehin keinen regulären Unterricht mehr gehabt hätten. Für Schüler, die vor anderen Abschlussprüfungen stehen, gilt dagegen Schulpflicht.

+++ 10:46 Flüchtlinge auf Lesbos angeschossen +++
Weil sie offenbar die Quarantänemaßnahmen wegen der Corona-Pandemie missachteten, sind auf der griechischen Insel Lesbos zwei Asylbewerber angeschossen worden. Die beiden Männer, ein Iraner und ein Afghane, hätten sich mit Schusswunden in der Krankenstation des Flüchtlingslagers Moria gemeldet, heißt es aus Kreisen des Lagers. Sie wurden demnach in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Sie wurden aber offensichtlich nicht schwer verletzt. Die beiden Männer sagten der Polizei, sie seien aus dem Lager herausgegangen. Moria darf wie alle griechischen Flüchtlingslager derzeit wegen der Pandemie nicht verlassen werden.

b3a1220376167f9ba0cecd9346fcd88c.jpg

Flüchtlingslager auf Lesbos

(Foto: imago images/Pixsell)

+++ 10:40 Drive-In auf zentralem Festplatz in Berlin +++
Auf dem zentralen Festplatz in Berlin eröffnet eine ambulante Corona-Test-Einrichtung. Mit dem Auto kann nun durch den Drive-In gefahren werden um einen medizinischen Abstrich zu bekommen. Hierzu vergibt das Gesundheitsamt Berlin-Mitte telefonisch individuelle Zeitfenster.

d01440a4f825fc928f184c0e0e7a1d6c.jpg

Die Tests sollen vom Landeslabor binnen 24 Stunden ausgewertet werden.

(Foto: dpa)

+++ 10:27 Krankschreibungen verdoppelt +++
Durch die Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Dies geht aus Analyse der Barmer-Krankenkasse hervor. Während vom 22. bis 28. März rund 150.000 bei der Krankenkasse Versicherte krankgeschrieben waren, waren es im Vorjahreszeitraum vom 24. bis 30. März 2019 nur rund 67.000 Menschen gewesen - ein Zuwachs von mehr als 120 Prozent. Dabei waren tatsächlich nur etwas mehr als 5500 Betroffene, die bei der Barmer versichert sind, an Covid-19 erkrankt. Am häufigsten waren die Versicherten mit typischen Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege wie zum Beispiel Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Bronchitis arbeitsunfähig - dies waren 112.000 Fälle. Es folgten rund 22.800 Versicherte mit banalen Infekten wie etwa Schnupfen. An Grippe waren lediglich etwa 4800 Versicherte erkrankt. Einen starken Zuwachs der Krankschreibungen gab es demnach ab Mitte März. Zu diesem Zeitpunkt wurde bundesweit die Möglichkeit geschaffen, dass sich Patienten nach einem Telefongespräch mit ihrem Arzt arbeitsunfähig schreiben lassen konnten.

+++ 10:20 Lindner will übers Hochfahren sprechen +++
Die "große Einmütigkeit" zwischen Regierung und Opposition im Parlament ist nun vorbei. Sagt jedenfalls FDP-Chef Christian Lindner. Nach der Regierungserklärung der Kanzlerin erklärt er, die Liberalen hätten die Beschlüsse zum Lockdown mitgetragen. Nun sei Deutschland aber weiter. Es sei jetzt an der Zeit, darüber zu sprechen, wie "Gesundheit und Freiheit" besser miteinander zu vereinbaren seien. Dabei gehe es aber nicht darum, beides gegeneinander auszuspielen.

+++ 10:14 AfD: Corona-Maßnahmen weitgehend überflüssig +++
Kaum hat Kanzlerin Merkel vor zu "forschen" Lockerungen gewarnt, erklärt die AfD, sie halte die Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie inzwischen für weitgehend überflüssig. Da die meisten Bürger jetzt von sich aus Abstand hielten und Vorsicht walten ließen, sei es nun an der Zeit, "die Schutzmaßnahmen in die private Verantwortung zu überführen", sagte Alexander Gauland im Bundestag. Merkel warf er vor, die wegen der Infektionsgefahr angeordneten Einschränkungen der Grundrechte mit einer "Basta-Mentalität" durchgesetzt zu haben. Die AfD sehe ihre Aufgabe darin, hier Alternativen aufzuzeigen.

+++ 10:12 Rostock erklärt sich für Corona-frei +++
Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen erklärt seine Stadt als vermutlich erste Großstadt in Deutschland für Corona-frei. "Der letzte zurzeit an COVID-19 erkrankte Rostocker konnte jetzt aus der Quarantäne entlassen werden", erklärte der parteilose Madsen. Die von der Stadtverwaltung frühzeitig ergriffenen Maßnahmen hätten "vollen Erfolg" gehabt. Zudem hätten sich die Rostockerinnen und Rostocker "unglaublich vorbildlich verhalten", fügte der Oberbürgermeister hinzu. Rostock hat knapp 210.000 Einwohner. In den vergangenen Wochen wurden in der Stadt vom Landesgesundheitsamt insgesamt 75 Corona-Fälle registriert. Mit 657 Fällen hat Mecklenburg-Vorpommern bundesweit die geringste Anzahl von Infektionen pro 100.000 Einwohnern.

Der parteilose Däne Claus Ruhe Madsen, der von CDU und FDP unterstützt wird, hebt seinen Daumen. Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild

Der parteilose Däne Claus Ruhe Madsen, der von CDU und FDP unterstützt wird, erklärt Rostock für Corona-frei.

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa)

+++ 10:10 Dritter Tag in Folge weniger Neuinfektionen in Russland +++
In Russland schwächt sich die Epidemie offenbar weiter ab. Die Zahl der Coronavirus-Ansteckungen stieg in den letzten 24 Stunden um 4774 auf 62.773. Am Mittwoch waren es den Behörden zufolge noch 5236 Neuinfektionen gewesen. Die Zahl der Todesfälle klettert um 42 auf 555.

+++ 10:04 Österreich holt Pflegekräfte aus Rumänien mit Korridorzügen +++
Österreich holt mit Korridorzügen dringend benötigte Pflegekräfte aus Rumänien in die Alpenrepublik. Ab 2. Mai könnten rumänische Ganztagsbetreuerinnen vorerst einmal pro Woche so ohne Stopp durch Ungarn zu ihren pflegebedürftigen Klienten nach Österreich reisen und zurück in ihre Heimat kommen. Auch die Ausreisebeschränkungen für die 24-Stunden-Betreuerinnen aus Rumänien würden gelockert. Bisher war eine Einreise von Rumänien aus aufgrund der strengen Grenzregelungen in Ungarn nur per Flugzeug möglich.

+++ 09:50 Merkel bereit zu höheren EU-Beiträgen +++
Angela Merkel hat sich offen dafür gezeigt, höhere Zahlungen in den EU-Haushalt zu tätigen, um die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Für einen begrenzten Zeitraum sollten "wir deutlich höhere Beiträge zum europäischen Haushalt leisten", sagte die Kanzlerin. Europa sei "eine Schicksalsgemeinschaft - dies muss Europa nun in dieser ungeahnten Herausforderung der Pandemie beweisen". Gemeinschaftsschulden, so genannten Corona-Bonds, erteilte Merkel aber erneut eine Absage.

+++ 09:30 Merkel: Lockerungen der Bundesländer "zu forsch" +++
Kanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Lockerungen der Bundesländer als "zu forsch" kritisiert. Dies bereite ihr Sorgen. Sie verstehe, dass dieses Leben unter Corona-Bedingungen "allen schon sehr, sehr lange vorkommt", so Merkel in ihrer ersten Regierungserklärung zur Coronakrise. Niemand höre es gerne, aber es sei die Wahrheit: "Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern immer noch an ihrem Anfang. Die Zahlen der Neuerkrankungen und Genesungen seien nur ein Zwischenerfolg. Die heutigen Zahlen sagten aber nichts darüber aus, wie es in einer oder zwei Wochen aussehe, wenn man zwischendurch deutlich mehr Kontakte zulasse. Nur wenn wir gerade am Anfang dieser Pandemie "die größtmögliche Ausdauer und Disziplin aufbringen, dann werden wir in der Lage sein, schneller wieder wirtschaftliches, soziales und öffentliches Leben zu entfalten, und zwar nachhaltig", so Merkel. Es komme auf "Konzentration und Ausdauer" an, um zu vermeiden, "von einem zum nächsten Shutdown wechseln oder Gruppen von Menschen monatelang von allen anderen isolieren zu müssen und mit furchtbaren Zuständen in unseren Krankenhäusern zu leben", sagte die Kanzlerin und fügte hinzu: "Wir werden noch lange mit diesem Virus leben müssen." Merkel: "Dieses Zwischenergebnis ist zerbrechlich. Wir bewegen uns auf dünnem Eis, man kann auch sagen: auf dünnstem Eis."

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:18 Merkel: "Diese Pandemie ist eine demokratische Zumutung" +++
Deutschland steht in der Corona-Pandemie nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel gut da, auch wenn diese Pandemie "eine demokratische Zumutung" sei. Die drastischen Maßnahmen seien schwer, für jeden Einzelnen, insbesondere sei die Einsamkeit in den Pflegeheimen "grausam". Gleichwohl seien sie notwendig gewesen und hätten auch die erwünschte Wirkung erzielt, sagte sie in ihrer Regierungserklärung. Die Strenge habe die Ausbreitung gebremst. "Wir haben Zeit gewonnen und diese wertvolle Zeit genutzt" sagte Merkel im Bundestag. Sie dankte explizit Gesundheitsminister Jens Spahn und auch den Gesundheitsministern der Länder für ihren unermüdlichen Einsatz. "Unser Gesundheitssystem hält der Bewährungsprobe bisher stand". Dies sei der aufopferungsvollen Arbeit der Pflegekräfte und Ärzte zu verdanken. Und es sei der Erfolg hoher Testkapazitäten und einem dichtem Netz an Laboren. Merkel dankte zudem den Soldatinnen und Soldaten und allen, die helfen, die Corona-Krise zu bewältigen. Merkel konstatierte: "Wir werden noch lange mit der Krise leben müssen."

 

+++ 09:01 Deutschland: 148.000 Infizierte, 5100 Tote +++
Die Zahl der Covid-19-Toten in Deutschland hat sich im Vergleich zu gestern Früh um 220 erhöht. 2320 Infizierte wurden binnen 24 Stunden neu gemeldet. Die Zahl der Verstorbenen erhöhte sich damit nach ntv-Berechnungen aufgrund der Meldungen aus den Bundesländern und Landkreisen auf insgesamt 5133. Die Zahl der Infizierten seit Beginn der Epidemie in Deutschland steigt auf 148.435 Menschen. Mindestens 93.627 Menschen sind inzwischen wieder genesen, noch infiziert sind demnach 49.675 Menschen.

+++ 08:40 Renault verzeichnet Umsatzeinbruch und streicht Dividende +++
Renault erleidet im ersten Quartal einen Umsatzeinbruch. Die Erlöse sanken um 19 Prozent auf 10,13 Milliarden Euro. Der Absatz brach um 26 Prozent auf 672.962 Fahrzeuge ein. Wie die gesamte Autobranche spürt Renault die Auswirkungen der Werksschließungen und die Absperrung von Autohäusern, die der Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus dienen. Angesichts der Zahlen kündigte der Konzern an, keine Dividende für das vergangene Jahr zu zahlen.

+++ 08:15 Minusrekord: Konsumklima befindet sich "im freien Fall " +++
Und die nächste schlechte Nachricht aus der Wirtschaft: Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist auf einem historischen Tiefststand angekommen. Die Konsumforscher der GfK ermittelten für Mai einen dramatischen Einbruch ihres Indikators zum Konsumklima auf minus 23,4. Die von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen hatten zunächst für Mai nur einen Rückgang auf lediglich minus 1,8 Zähler erwartet. "Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung befinden sich im freien Fall, während die Konjunkturerwartung nur moderate Einbußen hinnehmen muss", konstatierte GfK-Experte Rolf Bürkl mit Blick auf die Lage vom April. Die Erhebung fand den Angaben zufolge in den ersten zwei Wochen des Monats statt. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Verbraucher zum ersten Mal das volle Ausmaß der Eindämmungsmaßnahmen gespürt. Ein Wert von minus 23,4 Punkten sei bislang beispiellos in der Historie des Konsumklimas.

+++ 07:58 Fast jede fünfte Firma in Deutschland plant Stellenabbau +++
Fast ein Fünftel der deutschen Unternehmen planen dem ifo-Institut zufolge im Zuge der Krise einen Stellenabbau. 18 Prozent der Firmen wollten Mitarbeiter entlassen oder befristete Verträge nicht verlängern, teilt das Institut unter Berufung auf seine April-Umfrage mit. 46 Prozent der Unternehmen wollten Investitionen verschieben, fast 50 Prozent würden Kurzarbeit fahren.

+++ 07:49 Schweizer Notenbank macht Milliarden-Verlust +++
Die Schweizerische Nationalbank (SNB ) beendet das erste Quartal mit einem Verlust von 38,2 Milliarden Franken (36,3 Milliarden Euro). Grund dafür waren die Finanzmarktturbulenzen infolge der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus mit entsprechend starken Folgen auf das Devisenportfolio und die Goldbestände der Notenbank. Im vergangenen Jahr war im selben Zeitraum ein Gewinn von 30,7 Milliarden Franken angefallen.

+++ 07:45 Zahlen in China viermal höher? +++
Laut einer Studie aus Hongkong könnten bei der ersten Corona-Welle auf dem chinesischen Festland mehr als 232.000 Menschen infiziert worden sein. Das wären viermal so viele wie in den offiziellen Zahlen ausgewiesen. In China wurden bis zum 20. Februar mehr als 55.000 Fälle gemeldet, aber laut der im Wissenschaftsmagazin "Lancet" veröffentlichten Studie, über die der Guardian berichtet, war die tatsächliche Zahl der Fälle möglicherweise weitaus höher. Die Wissenschaftler der Fakultät für öffentliche Gesundheit der Universität Hongkong begründen ihre Überlegungen damit, dass viele Fälle nicht von der erst später verwendeten Definition eines Covid-19-Falls erfasst wurden. China hat inzwischen mehr als 83.000 Fälle gemeldet.

+++ 06:59 Daimler-Gewinn bricht um 78 Prozent ein +++
Die Corona-Krise hinterlässt bei Daimler im ersten Quartal einen drastischen Gewinneinbruch - und macht auch eine genaue Prognose für das Gesamtjahr unmöglich. Von Januar bis März brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 78 Prozent auf 617 Millionen Euro ein. Den ursprünglichen Jahresausblick kippte Daimler, nachdem der Konzern schon Mitte März auf die nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen der Viruspandemie hingewiesen hatte. Die Auswirkungen auf Nachfrage, Lieferketten und Produktion könnten nicht sicher und detailliert eingeschätzt werden. Daimler geht aber davon aus, dass Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis in diesem Jahr jeweils unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden.

Daimler
Daimler 37,08

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:51 Trump unterzeichnet Aussetzungs-Verfügung +++
US-Präsident Donald Trump unterzeichnet die Verfügung zur vorübergehenden Aussetzung von Einwanderung in die Vereinigten Staaten. Der US-Präsident begründet den Schritt erneut damit, Jobs und medizinische Ressourcen müssten angesichts der Corona-Krise für Amerikaner bewahrt werden. "Wir wollen uns zuerst um unsere Bürger kümmern - das müssen wir." Die "amerikanischen Arbeiter" müssten vor ausländischer Konkurrenz um Arbeitsplätze geschützt werden. Der Einwanderungsstopp solle sicherstellen, dass arbeitslose US-Bürger "die ersten in der Schlange für Jobs sind", wenn sich die US-Wirtschaft wieder belebe, betont Trump. Die Einwanderung in die USA wird für mindestens zwei Monate großteils ausgesetzt.

+++ 06:50 Weltärztepräsident kritisiert Maskenpflicht +++
Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery kritisiert die ab kommender Woche in ganz Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus geltende Maskenpflicht scharf. Er trage zwar selber "aus Höflichkeit und Solidarität" eine Maske, halte aber eine gesetzliche Pflicht für "falsch", sagt Montgomery der "Rheinischen Post". Wer eine Maske trage, werde durch ein trügerisches Sicherheitsgefühl dazu verleitet, den "allein entscheidenden Mindestabstand" zu vergessen.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:47 UN: Virus-Bekämpfung darf kein Vorwand für Repression sein +++
UN-Generalsekretär António Guterres mahnt die Einhaltung der Menschenrechte im Kampf gegen das Coronavirus an. Menschenrechte müssten im Zentrum der Antwort auf die Pandemie stehen. Guterres betonte dabei die "unverhältnismäßigen Auswirkungen auf bestimmte Gemeinschaften", die Zunahme von Hassreden im Internet und Angriffe auf schutzbedürftige Gruppen, die Maßnahmen gegen Covid-19 untergrüben.

+++ 06:26 Trump rügt Lockerung der Corona-Auflagen in Georgia +++
US-Präsident Donald Trump sieht die Lockerungen der Beschränkungen des öffentlichen Lebens im US-Bundesstaat Georgia kritisch. Er habe dem Gouverneur von Georgia, dem Republikaner Brian Kemp, gesagt, dass er mit diesem Schritt überhaupt nicht einverstanden sei. "Das ist zu früh." Aber Kemp müsse tun, was er für richtig halte, so Trump. Kemp hatte am Montag angekündigt, dass ab Freitag unter anderem Fitnessstudios, Friseure und Nagelstudios unter Einhaltung strikter Vorschriften - etwa um physische Distanz zu gewährleisten - wieder öffnen können. Von kommendem Montag an soll dies auch für Theater gelten und Restaurants sollen wieder Gäste empfangen können. Bars und Clubs dagegen müssen weiterhin geschlossen bleiben.

+++ 06:08 Krankenkassen sperren sich gegen Finanzierung von Tests +++
Die Krankenkassen üben Kritik an dem Vorhaben von Gesundheitsminister Jens Spahn, die Kosten für die Corona-Tests auch bei der geplanten massiven Ausweitung weiterhin auf die gesetzliche Krankenversicherung abzuwälzen. Zwar sei das Ziel des Gesetzes zu begrüßen, schnell flächendeckende Testungen zu ermöglichen, sagt der Chef des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Klar ist aber auch, dass es sich hierbei um eine Maßnahme zum allgemeinen Bevölkerungsschutz handelt. Infektionsschutz und Seuchenbekämpfung gehören zur Gefahrenabwehr, für die grundsätzlich die Länder die Aufgaben- und Ausgabenverantwortung tragen", so der Verbandschef. Daher sei die Übertragung der Kosten auf die Kassen "rechtlich fragwürdig".

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:41 Scholz sieht keine "Öffnungsdiskussionsorgien" +++
Finanzminister Olaf Scholz hält die harsche Kritik von Kanzlerin Angela Merkel  an der Diskussion über weitergehende Lockerungen der Corona-Auflagen für überzogen. "Natürlich wird über den richtigen Weg zu einer vorsichtigen Öffnung diskutiert", sagt der SPD-Politiker und Vizekanzler "t-online". Die Regierungschefs der Länder seien "gute Diskussionspartner für die Bundesregierung". Merkel hatte von "Öffnungsdiskussionsorgien" gesprochen. Scholz sagt: "Wir können doch ganz offen sagen, dass wir in einem Dilemma stecken." Oberstes Ziel bleibe es, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern, zugleich müsse das soziale und wirtschaftliche Leben wieder in Gang gebracht werden. Scholz lobt erneut die Länder: "Die Lockerungen sind gut koordiniert und es gibt keinen Flickenteppich." Er warnte jedoch: "Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt und jede Lockerung wird sich auswirken.

+++ 05:28 Harvard-Universität verzichtet auf Millionenhilfe +++
Nach harter Kritik von US-Präsident Donald Trump verzichtet die Eliteuniversität Harvard auf Hilfsgelder in der Corona-Krise in Millionenhöhe. Sie werde das Erziehungsministerium in Washington darüber unterrichten, dass sie die bereitgestellten Mittel in Höhe von 8,6 Millionen Dollar nicht abrufen werde, teilt die weltberühmte Hochschule im Ostküstenstaat Massachusetts mit. Trump hat die Harvard University unwirsch aufgefordert, auf die Hilfsgelder zu verzichten. "Ich will, dass Harvard das Geld zurückzahlt, ok?", so Trump. "Und wenn sie das nicht tun, werden wir etwas Anderes unternehmen." Die Hilfen seien für Arbeitnehmer bestimmt, "nicht für eine der reichsten Einrichtungen der Welt".

+++ 05:17 Australien will Beteiligung aller Länder an WHO-Untersuchung +++
Australiens Premierminister Scott Morrison ruft alle Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf, bei einer Überprüfung des Ausbreitung des Coronavirus zu kooperieren. "Wenn Sie Teil einer Gruppe wie der Weltgesundheitsorganisation sind, sollten damit Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen verbunden sein", sagt Morrison in Canberra. "Wir möchten, dass die Welt sicherer ist, wenn es um Viren geht... Ich hoffe, dass jede andere Nation, sei es China oder irgendein anderes Land, diese Ansicht teilt."

+++ 04:59 China meldet zehn Neuinfektionen +++
China bestätigt zehn neue Coronavirus-Fälle, Tags zuvor waren 30 gemeldet worden. Die Nationale Gesundheitskommission teilt mit, sechs der neuen COVID-19-Fälle würden von eingereisten Bürgern stammen, gegenüber 23 einen Tag zuvor. Die Gesamtzahl der bestätigten Coronavirus-Fälle für das chinesische Festland liegt demnach nach offiziellen Angaben bei 82.798. Es wurden keine neuen Todesfälle gemeldet, so dass die Zahl unverändert bei 4632 liegt.

*Datenschutz

+++ 03:53 G20-Gruppe will Handel unterstützen +++
Die G20-Arbeitsgruppe für Handel und Investitionen befasst sich in einer virtuellen Sitzung mit Maßnahmen zur Abschwächung der ökonomischen Folgen der Beschränkungen infolge der Coronavirus-Pandemie. Insbesondere mit Blick auf Handel, Investitionen und globale Lieferketten würde eine Stärkung der internationalen Investitionen erörtert, um die wirtschaftliche Erholung zu beschleunigen um den die Lieferkette für lebenswichtige medizinische Hilfsgüter und -ausrüstungen sicherzustellen, teilt der informelle Zusammenschluss aus 19 Industrie- und Schwellenländern sowie der Europäischen Union mit.

+++ 03:33 Marianne Faithfull nach drei Wochen aus Klinik entlassen +++
Die britische Sängerin und Schauspielerin Marianne Faithfull wird nach einem gut dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt nach einer Coronavirus-Infektion entlassen. Sie habe eine Londoner Klinik am Mittwoch verlassen und werde sich nun weiter in der britischen Hauptstadt erholen, heißt es auf ihrem offiziellen Twitter-Account. Sie danke dem staatlichen Gesundheitssystem NHS, das ihr "ohne Zweifel das Leben gerettet" habe. Die 73-Jährige wurde in dem Londoner Krankenhaus 22 Tage lang wegen der Lungenkrankheit Covid-19 behandelt. In den vergangenen Jahren litt sie wiederholt unter gesundheitlichen Problemen.

+++ 02:38 Söder hätte sich längere Mehrwertsteuersenkung gewünscht +++
CSU-Chef Markus Söder hätte sich gewünscht, dass die Gastronomie länger als ein Jahr bei der Mehrwertsteuer entlastet worden wäre. "Es war ein dickes Brett zu bohren und es gab einige harte Brocken", sagt er. Gleichwohl sei er nach dem Verlauf der Verhandlungen zufrieden. "Wir waren der festen Überzeugung von Anfang, dass die Mehrwertsteuer der richtige Weg ist, weil es ein Anreizsystem ist, weil es ein Durchstart-System ist", betont Söder. In der Summe bedeute die Steuersenkung eine Entlastung von vier Milliarden Euro.

+++ 02:01 Daimler meldet Gewinneinbruch von 78 Prozent +++
Der deutsche Autobauer Daimler muss infolge der Coronavirus-Pandemie seine Prognosen für das Geschäftsjahr kräftig nach unten korrigieren. Das Unternehmen legt ein vorläufiges Ergebnis vor Zinsen und Steuern für das erste Quartal vor, das um 78 Prozent auf 617 Millionen Euro eingebrochen ist. Aufgrund der andauernden Corona-Krise ist Daimler weiterhin der Auffassung, dass die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2020, nicht länger haltbar sei.

+++ 01:24 Müller fordert Milliardenhilfen für Entwicklungsländer +++
Entwicklungsminister Gerd Müller fordert weitere drei Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt zur Corona-Bekämpfung in der Dritten Welt. Das bisher geplante Sofortprogramm aus dem Entwicklungsetat für mehr als eine Milliarde Euro "wird alleine nicht reichen, um der weltweiten Krise zu begegnen", sagt der CSU-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Es gebe "einen weiteren Sofortbedarf von drei Milliarden Euro für Nothilfen zur Grundversorgung" insbesondere in Flüchtlingsregionen. Diese Mittel habe er für den Nachtragshaushalt 2020 angemeldet. Die Pandemie entwickle sich zu einer globalen Gesundheits-, Ernährungs- und Wirtschaftskrise auch in der unmittelbaren Nachbarschaft der Europäischen Union, warnt Müller. "Wir müssen verhindern, dass erst Krankenhäuser und dann ganze Staaten zusammenbrechen. Die Folgen wären dramatisch: Hunger, Unruhen und am Ende unkontrollierbare Flüchtlingsbewegungen."

+++ 01:13 Große Koalition will Mehrwertsteuer für Gastronomie senken +++
Die von der Corona-Krise besonders betroffene Gaststättenbranche soll für Speisen vorübergehend nur noch 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen. Darauf einigen sich die Spitzen von Union und SPD bei ihrem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel.

+++ 01:01 Internationaler Flugverkehr bricht 2020 um zwei Drittel ein +++
Der internationale Passagierverkehr könnte bis September 2020 um bis zu 1,2 Milliarden Reisende abnehmen, erklärt die Luftfahrtbehörde der Vereinten Nationen (ICAO) unter Berufung auf Prognosen. Das würde einem Rückgang von zwei Drittel in den ersten drei Quartalen entsprechen, teilt die ICAO mit. Infolge des Ausbruchs der Pandemie ist der weltweite Flugverkehr fast zum Stillstand gekommen, Reisebeschränkungen und verminderte Nachfrage haben den Markt einbrechen lassen.

+++ 00:47 Union und SPD einigen sich auf höheres Kurzarbeitergeld +++
Die Bundesregierung will wegen der Corona-Krise das Kurzarbeitergeld anheben. Darauf einigen sich die Spitzen von Union und SPD bei ihrem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfahren hat.

+++ 00:33 VW fährt US-Produktion Anfang Mai hoch +++
Volkswagen will die wegen der Coronakrise unterbrochene Produktion im US-Werk Chattanooga ab 3. Mai schrittweise wieder hochfahren. Das teilt der Wolfsburger Autobauer mit.

+++ 00:11 Bäckerverband warnt vor Pleitewelle +++
Mehr als 80 Prozent der 10.500 Bäcker in Deutschland klagen offenbar über heftige Einbußen. "Viele müssen ihren Cafe- und Snackbereich schließen, dadurch bricht bis zu 70 Prozent an Umsatz weg", sagt der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (ZDB), Michael Wippler der "Bild". "Das ist ein wichtiges Standbein." Zusätzlich seien "die allermeisten Sonderaufträge für Familienfeiern" storniert worden. Auch "die Belieferung der Gastronomie ist um 90 Prozent eingebrochen". Diese Umsätze seien nicht mehr nachzuholen. Der Verband warnt deshalb vor einer Entlassungs- und Pleitewelle und fordert ein Rettungspaket für die Branche.

Boeing
Boeing 154,86

+++ 23:51 Boeing will zehn Prozent seiner Stellen in Zivilsparte streichen +++
Boeing will in den USA angesichts der Coronavirus-Pandemie zehn Prozent seiner Stellen in der Passagierflugzeugsparte abbauen. Betroffen sein könnten bis zu 7000 Mitarbeiter bei der Produktion der Modelle 787, 777 und 737-Max, meldet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Insider. Boeing steckte schon vor der Pandemie wegen der Probleme bei der 737-Max in einer schweren Krise. Der Konzern beschäftigt im Bundesstaat Washington an der Nordwestküste der USA, wo die meisten seiner Flugzeuge zusammengebaut werden, 70.000 Menschen.

+++ 23:29 Panikverkäufe kosten Hedgefonds Milliarden an Kapital +++
Die panikartigen Verkäufe von Investoren im ersten Quartal haben auch die Hedgefonds-Branche getroffen. Bis Ende März seien 33 Milliarden Dollar abgezogen worden, berichtet die Forschungsgruppe Hedge Fonds Research (HFR). Dies entsprecht etwa ein Prozent des Gesamtkapitals. Das verwaltete Vermögen fiel auf 2,96 Billionen Dollar und damit erstmals seit 2016 unter drei Billionen. HFR-Präsident Kenneth Heinz beschreibt "wahllose Verkäufe" angesichts der Corona-Krise.

+++ 22:56 EZB will Ramschanleihen als Sicherheiten akzeptieren +++
Die Europäische Zentralbank (EZB) bringt wegen der Coronavirus-Krise weitere Stützungsmaßnahmen für Geldhäuser auf den Weg. Der EZB-Rat beschließt, die Vorschriften für Sicherheiten, die Geldhäuser für den Erhalt von Notenbank-Krediten stellen müssen, erneut zu lockern. Für eine gewisse Zeit will die EZB nun auch Wertpapiere als Sicherheiten akzeptieren, die von den Ratingagenturen im Zuge der Corona-Krise auf Ramschstatus heruntergestuft werden, wie sie mitteilt. Mit diesem Schritt will die Zentralbank dafür sorgen, dass es im Zuge der Krise nicht zu einer Kreditklemme kommt.

+++ 22:23 Schwedens Premier Löfven: "Gefahr ist noch lange nicht vorbei" +++
Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich verantwortlich zu verhalten, damit sich das Coronavirus nicht so schnell ausbreitet. "Die Gefahr ist noch lange nicht vorbei", sagte Löfven laut der schwedischen Zeitung "Svenska Dagbladet" auf einer Pressekonferenz. Der Premier warnte demnach davor, zusätzliche Beschränkungen einzuführen, falls dies erforderlich sein sollte. Löfven zeigte Verständnis für die Menschen, die sich nach einem normalen Alltag sehnten, heißt es. Doch nach Aussage des Ministerpräsidenten müssten sich die Menschen eher noch Monate als Wochen mit der aktuellen Situation arrangieren. Und das gelte auch bei schönem Wetter.

Mehr dazu lesen Sie hier.

*Datenschutz

+++ 21:52 Bouffier: Meiste Ministerpräsidenten ziehen bei Geisterspielen mit +++
Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier, ist von einer Wiederaufnahme der Spiele in der Fußball-Bundesliga überzeugt. "Ich halte es grundsätzlich für vertretbar. Entscheiden tun nur die Länder, die sind zuständig. Klug ist es, beieinander zu bleiben, die Beurteilung durch Bundesgesundheitsministerium und das RKI wird eine Rolle spielen", sagte Bouffier dem "F.A.Z.-Podcast für Deutschland". "Alles, was ich gehört habe, lässt mich annehmen, dass sie zustimmen. Mein Eindruck ist, dass die meisten Ministerpräsidenten mitziehen", sagte Bouffier.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: fzö/bad/rts/AFP/dpa