Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:57 Über 70 Prozent der erwachsenen US-Bürger geimpft +++

In den USA sind bislang mehr als 194 Millionen Menschen vollständig geimpft. Damit seien über 70 Prozent der erwachsenen Amerikaner komplett immunisiert, teilt die Seuchenbehörde CDC mit. Insgesamt seien rund 432 Millionen Dosen verabreicht worden. Fast 224 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben rund 328 Millionen Menschen. Eine Auffrischungsimpfung haben rund 25 Millionen Personen erhalten.

+++ 23:07 Frankreich: Nur Über-30-Jährige sollen Moderna bekommen +++  
Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde rät Menschen unter 30 Jahren vom Corona-Impfstoff von Moderna ab. Es bestehe bei diesem Impfstoff in der Altersgruppe ein geringes, aber etwas höheres Risiko für Herzmuskelentzündungen als beim Impfstoff von Biontech/Pfizer, heißt es in einer Empfehlung der Behörde. Soweit möglich sollten Menschen zwischen 12 und 29 Jahren daher nicht mit Moderna gegen das Coronavirus geimpft werden. die Mittel von Astrazeneca und Johnson & Johnson sind in Frankreich für Menschen unter 30 Jahren ohnehin nicht empfohlen.

 

+++ 22:28 Intensivmediziner: Welle wird erst im März oder April abebben +++
Der Verband der Intensivmediziner DIVI fordert die Einführung von 2G-Regeln in den Corona-Brennpunkten. "Wir müssen ganz schnell 2G da einführen, wo die Inzidenen wirklich hoch gehen", fordert DIVI-Vertreter Christian Karagiannidis im ZDF. Arbeitgeber seien gefordert zu entscheiden, ob 3G-Regeln am Arbeitsplatz eingeführt werden müssen. Karagiannidis rechnet damit, dass die derzeitige Corona-Welle erst im März oder April abebben wird. Er erklärt, auf den Intensivstation lägen im Vergleich zu vergangenen Winter deutlich jüngere, fast ausschließlich ungeimpfte Menschen. Zunehmend würden auch Impfdurchbrüche bei älteren Menschen erfasst.

+++ 22:00 Schwesig will verpflichtendes Beratungsangebot für impfunwillige Pfleger +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig äußert sich im ZDF zurückhaltend zu einer Impfpflicht für Kranken- und Pflegepersonal. Dies müsse sicher diskutiert werden, sagt die SPD-Politikerin. Sie plädiert für ein verpflichtendes Beratungsangebot.

+++ 21:31 Inzidenz in Sachsen schießt auf 491,3 - neuer Höchstwert +++
Eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 400 gab es auf Länderebene im bisherigen Pandemie-Verlauf nur in Sachsen - zum ersten Mal im Dezember 2020. Mit aktuell 491,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - ein Zuwachs von 47,3 im Vergleich zum Vortag - stellt der Freistaat jedoch einen neuen Höchstwert auf. Ebenfalls über der 400er-Marke liegt Thüringen (427,5), dahinter folgen Bayern mit 319,0, Baden-Württemberg mit 256,8 und Brandenburg mit 232,5.

+++ 21:03 Bayern verzeichnet allein 6169 Neuinfektionen +++
Bayern meldet von den Bundesländern mit Abstand die meisten Neuinfektionen. Von den insgesamt 16.038 registrierten Fällen stammen 6169 aus dem süddeutschen Freistaat. An zweiter Stelle folgt Baden-Württemberg mit 3415 Fällen. Nordrhein-Westfalen verzeichnet 1363 und Sachsen 1147 neue Fälle.

+++ 20:50 Dänemark führt Beschränkungen nach kurzer Pause wieder ein +++
Zwei Monate nach der Abschaffung sämtlicher Corona-Beschränkungen in Dänemark führt das Land wieder Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ein. Ein Gremium von Epidemiologen habe die Wiedereinführung der 3G-Regelung vorgeschlagen, die Regierung folge diesem Rat, sagt Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen. Grund sei der starke Anstieg der Infektionszahlen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 20:24 Neuinfektionen erreichen im Wochenmittel zweithöchsten Wert seit Pandemie-Beginn +++
Der Sieben-Tage-Mittelwert steigt von durchschnittlich 24.584 auf 25.582 Neuinfektionen pro Tag. Das ist den Daten der Bundesländer zufolge der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie. Nur am 23. Dezember 2020 fiel das Wochenmittel mit 25.670 etwas höher aus. Auch die Zahl der Todesfälle ist weiter gestiegen: Innerhalb der vergangenen sieben Tage sind 829 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. In der Vorwoche waren es 615. Das daraus resultierende Wochenmittel liegt bei 118 Sterbefällen pro Tag (Vorwoche: 88).

+++ 19:52 Bundesländer melden 16.038 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.789.734 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 16.038 neue Fälle hinzu. Das sind 77,2 Prozent mehr als am vergangenen Montag - an dem jedoch in fünf Bundesländern Feiertag war. Die Werte sind daher nur bedingt vergleichbar. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 66 auf 96.590. Als aktuell infiziert gelten rund 317.800 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,13 angegeben (Vortag: 1,17). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2616 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1307 davon werden invasiv beatmet. Rund 3530 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 19:08 Hersteller: Antikörper-Präparat erzielt positive Studienergebnisse +++
Ein Antikörper-Cocktail verringert nach Angaben des US-Herstellers Regeneron neuen Studienergebnissen zufolge das Risiko einer Covid-19-Erkrankung deutlich. Zwischen zwei und acht Monaten nach Verabreichung einer Kombination der monoklonalen Antikörper Casirivimab und Imdevimab - Handelsname Regn-CoV2 - sei das Risiko einer Covid-19-Erkrankung um rund 80 Prozent gesunken, teilt Regeneron, Partner der Schweizer Firma Roche, mit. Die entsprechende Phase-III-Studie ist allerdings noch nicht veröffentlicht oder unabhängig untersucht worden. Das Präparat ist vor allem für nicht infizierte Menschen mit Risikofaktoren gedacht, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können oder deren Immunsystem auf die Impfung nicht ausreichend anspricht.

+++ 18:48 Berlin führt Maskenpflicht an Grundschulen wieder ein +++
Die vor einem Monat abgeschaffte Maskenpflicht an Berliner Grundschulen wird wieder eingeführt. Die Maßnahme für die Klassenstufen eins bis sechs werde "im Laufe der Woche" greifen, sobald die Schulen die Eltern informiert hätten, erklärt die Senatsverwaltung für Bildung. Zugleich würden sich die Schülerinnen und Schüler weiterhin dreimal die Woche auf Corona testen. Für ältere Schulkinder galt die Maskenpflicht ohnehin auch in den vergangenen Wochen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:19 Ampel einigt sich auf Maßnahmen-Katalog bis Mitte März +++
Die Ampel-Fraktionen haben sich auf einen Gesetzentwurf zu Corona-Eindämmungsmaßnahmen bis ins kommende Jahr hinein verständigt. Ein "bundeseinheitlich anwendbarer Katalog möglicher Schutzmaßnahmen" solle es auch nach dem Auslaufen der epidemischen Notlage nationaler Tragweite am 25. November ermöglichen, "je nach Entwicklung der aktuellen Lage erforderliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen", heißt es in dem Entwurf. Ausdrücklich genannt werden unter anderem Abstandsgebote, Maskenpflicht, 3G-Regelungen für öffentliche Räume und die Verpflichtung zu Hygienekonzepten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:07 STIKO erwägt Booster-Empfehlung für alle +++
Die Ständige Impfkommission (STIKO) bereitet derzeit eine Aktualisierung ihrer Empfehlungen auch mit Blick auf Auffrischungsimpfungen vor. Eine Anpassung unter Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und der aktuellen Corona-Lage solle "zeitnah" erfolgen, schreibt die STIKO in einer Stellungnahme. Bislang empfiehlt das Gremium eine Booster-Impfung unter anderem Menschen mit Immunschwäche, Menschen ab 70 Jahren, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal. Es sei aus immunologischen und infektionsepidemiologischen Gründen sinnvoll, darüberhinaus mittelfristig auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten, heißt es nun in der Stellungnahme. Dabei solle "soweit wie möglich nach absteigendem Lebensalter vorgegangen werden". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 17:52 Lauterbach fordert 2G-Regel "schnell und bundesweit" +++
Angesichts der steigenden Infektionszahlen fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine deutschlandweite Einführung der 2G-Regel nach österreichischem Vorbild gefordert. "Wir brauchen 2G schnell, bundesweit und mit regelmässigen strengen Kontrollen und Strafen. Nur so gewinnen wir schnell die Kontrolle zurück", schreibt Lauterbach auf Twitter. In Österreich gilt seit heute flächendeckend die 2G-Regelung. Der Zutritt zu Restaurants, Hotels, Freizeiteinrichtungen, Tourismusbetrieben oder körpernahen Dienstleistern wie Friseuren nur noch Geimpften oder Genesenen gestattet. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 17:30 PCR- statt Schnelltest: Hessen verschärft Regeln ab Donnerstag +++
Hessen verschärft ab Donnerstag die Regeln für Menschen ohne Impfschutz und für Beschäftigte, die am Arbeitsplatz Kontakt zu externen Kunden haben. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss demnach zur Teilnahme an 3G-Veranstaltungen oder beim Betreten von vielen 3G-Einrichtungen in Zukunft einen aktuellen PCR-Test vorlegen. Ein Antigen-Schnelltest reiche dazu nicht mehr aus. Das kündigt Ministerpräsident Volker Bouffier als Konsequenz aus den steigenden Corona-Zahlen an. Die PCR-Testpflicht betrifft konkret die Innenbereiche bei Veranstaltungen, Messen und im Kulturbetrieb, in Freizeiteinrichtungen, Sport- und Gaststätten sowie Spielhallen.

+++ 17:11 Fast 540 Intensivstationen arbeiten im "eingeschränkten" Betrieb +++
Bundesweit melden 539 Intensivstationen derzeit einen "eingeschränkten" Betrieb - das entspricht einem Anteil von gut 41 Prozent. Das geht aus den aktuellen Zahlen des DIVI-Registers hervor. In der vierten Welle ist die Zahl der an der Kapazitätsgrenze arbeitenden Intensivstationen stark angestiegen und übertrifft sogar die Höhepunkte der zurückliegenden Infektionswellen.

+++ 16:53 Köln beschließt 2G-Regelung für Karnevalsauftakt +++
Angesichts der steigenden Infektionszahlen und ausgelasteter Intensivstationen hat die Stadt Köln für den Karnevalsauftakt am Elften im Elften und das kommende Wochenende eine 2G-Regelung beschlossen. Der Krisenstab der Stadt einigte sich in einer Sondersitzung darauf, dass an Karnevalsveranstaltungen in Kneipen und Gastronomie sowie in bestimmten Bereichen der Stadt nur Geimpfte und Genesene teilnehmen dürfen. Demnach stimmte das Land Nordrhein-Westfalen den beschlossenen Regelungen zu. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:24 Lauterbach: "Jeder, der in Innenraum geht, muss mit Impfdurchbruch rechnen" +++
Karl Lauterbach rät von Karnevalsfeiern in Innenräumen dringend ab. "Der Karneval kann zum Superspreader-Event werden", sagt der SPD-Politiker und Gesundheitsexperte. "Wir stehen vor einer sehr massiven Welle", warnt Lauterbach. Für den Karneval gelte deshalb: "Wenn möglich: Draußen feiern! Falls es drinnen ist, muss striktes 2G gelten. Mit Kontrollen. Aber auch dann sind Veranstaltungen in Innenräumen eine Riesengefahr. Deshalb ist jede abgesagte Karnevalsveranstaltung im Innenraum eine gute Veranstaltung. Denn sie schützt Leben." Auch wenn für Saalveranstaltungen 2G gelte - wenn also nur Geimpfte und Genesene zugelassen würden -, schaffe das keine wirkliche Sicherheit, weil der Impfschutz bei vielen schon nachlasse. "Jeder, der in einen Innenraum geht, muss mit einem Impfdurchbruch rechnen", sagt Lauterbach.

+++ 15:55 FDP: Kostenlose Bürgertests werden kommen +++
Der FDP-Spitzenpolitiker Marco Buschmann hält es für eine ausgemachte Sache, dass die Ampel-Koalition die kostenlosen Bürgertests wieder einführen wird. "Wir halten es für richtig, dass es die wieder gibt", sagt der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion in Berlin. "In allen Gesprächen, die ich geführt habe, sind wir uns da einig, und deshalb ist es eine gemeinsame Absicht von SPD, Grünen und FDP." Auf welchem parlamentarischen Weg dies geschehe, sei aber noch offen.

+++ 15:19 Krankenhäuser erwarten starke Einschränkungen im Klinikbetrieb +++
Angesichts stark steigender Infektionszahlen rechnet die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mit massiven Einschränkungen für den normalen Klinikbetrieb. Gelinge es nicht, die vierte Welle zu brechen, hätten die Krankenhäuser sehr bald wieder über 4000 intensivpflichtige Covid-Patienten zu versorgen. "Dies führt zwangsläufig dazu, dass nach regionaler Betroffenheit elektive Leistungen verschoben werden müssen", sagt der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es werden wieder Patienten auf ihre geplanten Operationen warten müssen, vor allem diejenigen, bei denen nach der Operation eine Überwachung auf der Intensivstation erforderlich ist", so Gaß. In der dritten Welle hätten Krankenkassen einen Rückgang beispielsweise bei Hüftimplantationen um 13 Prozent gesehen. "Ein solcher Einbruch im gesamten Spektrum der orthopädischen Operationen kann sich wiederholen."

+++ 14:47 Nachfrage nach Impfungen wächst wieder +++
Mit dem starken Anstieg der Corona-Zahlen wächst auch die Nachfrage nach Impfungen wieder. In Sachsen seien die 30 mobilen Impfteams an der Belastungsgrenze, erklärt das Deutsche Rote Kreuz. Statt der geplanten 3000 Impfungen seien am Samstag 4500 verabreicht worden. Gesundheitsministerin Petra Köpping will die Kapazität dieser Impfteams verdoppeln. In Baden-Württemberg meldet die Kassenärztliche Vereinigung ebenfalls neues Interesse an Corona-Impfungen. Deren Zahl sei in den vergangenen vier Wochen kontinuierlich gestiegen. Lag sie den Angaben zufolge Anfang Oktober noch bei 85.000 Dosen in einer Woche, so stieg sie auf zuletzt 107.000. Davon waren in der vergangenen Woche rund 65.000 Erst- und Zweitimpfungen und 42.000 Mal Auffrischimpfungen. Auch in Niedersachsen wächst der Kassenärztlichen Vereinigung zufolge die Nachfrage nach Impfungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:23 Merkel über Lage "seit Wochen sehr besorgt" +++
Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut sehr beunruhigt über die sich zuspitzende Lage in Deutschland gezeigt. Die Kanzlerin sei "seit Wochen über die Entwicklung der Pandemie sehr besorgt", sagt ihr Sprecher Steffen Seibert. Merkel "ruft uns alle dazu auf - Bürger, Wirtschaft, die verschiedenen staatlichen Ebenen -, das zu tun, was nötig ist, um die Pandemie in den Griff zu bekommen". Seibert appelliert in Merkels Namen erneut an die Bevölkerung, die Impfangebote wahrzunehmen. Jeder, der sich impfen lassen könne, solle dies tun. Es gebe einen "klaren Zusammenhang", betont Seibert: In den deutschen Regionen, wo die Impfquoten am geringsten sind, sei die Situation momentan "am schlimmsten". Die meisten Corona-Patienten in den Krankenhäusern seien nicht geimpft.

+++ 13:55 Österreichs Polizei will stärker kontrollieren - Schlangen vor Impfstationen +++
Die neuen Einschränkungen für Ungeimpfte in Österreich sollen mit einem breiten Einsatz von Polizeistreifen durchgesetzt werden. "Wir werden den Kontrolldruck in den nächsten Tagen deutlich erhöhen", sagt Innenminister Karl Nehammer. Seit Wochenbeginn haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Lokalen, Fitnesscentern, Veranstaltungen und Friseursalons. Die Polizei plant nun Schwerpunkt-Aktionen etwa in der Gastronomie oder in Dienstleistungsbetrieben.

+++ 13:30 Thüringen hat höchsten Covid-Anteil auf Intensivstationen +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten nimmt weiter zu auf bundesweit 2616. Davon müssen 1307 Patienten invasiv beatmet werden, wie die Daten des DIVI-Intensivregisters zeigen. Dabei ist nirgendwo in Deutschland ein so hoher Anteil der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt wie in Thüringen. Am Morgen waren 21,2 Prozent und damit mehr als jedes fünfte betreibbare Bett mit Covid-19-Patienten belegt. Die Zahl der Corona-Patienten auf Thüringer Intensivstationen stieg im Vergleich zum Vortag um 17 auf 133 - 22 spezielle Covid-Intensivbetten waren noch frei. Landesweit waren 87,2 Prozent der Intensivbetten belegt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:07 Panne bei QR-Codes in Russland +++
Nach dem Ende eines Teil-Lockdowns startet Russland mit einer Panne bei den QR-Codes der Impfzertifikate in die Woche. Viele Bürger beschweren sich, dass ihre ursprünglich für ein Jahr gültigen Codes plötzlich nur noch eine Laufzeit von sechs Monate hätten - viele könnten nicht mehr eingesetzt werden. Der Kreml spricht von einer technischen Panne, ein Sprecher versicherte, die Codes seien weiterhin ein Jahr lang gültig.

+++ 12:52 Spahn berät mit Ampel über Wiedereinführung kostenloser Tests +++
Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn berät mit den Parteien der voraussichtlichen Ampel-Koalition über die Wiedereinführung der kostenlosen Bürgertests, wie ein Ministeriumssprecher berichtet. Die Entscheidung für ein Ende der kostenfreien Tests sei damals richtig gewesen, seitdem sei bei den Erstimpfungen ein Anstieg zu erkennen. Aber: "Der Minister sieht es auch so, dass es genauso richtig ist, sie in dieser vierten Welle vorübergehend wieder einzuführen" - er sei im konstruktiven Austausch mit den Ampel-Koalitionären.

+++ 12:30 Epidemiologe: Letztendlich werden sich alle Ungeimpften infizieren +++
Wie entwickelt sich die Zahl der Neuinfektionen? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen ntv-Moderatorinnen mit dem Epidemiologen Timo Ulrichs die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 12:10 Zahl der Booster-Impfungen steigt deutlich +++
Das deutsche Impftempo nimmt zu, insbesondere die Zahl der Booster-Impfungen ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Am Sonntag wurden laut RKI bundesweit insgesamt 26.936 Impfdosen verabreicht, davon entfielen 13.943 auf Auffrischungsimpfungen. Am Sonntag vergangener Woche waren es insgesamt nur 15.244 Impfdosen. Die Impfquoten stagnieren allerdings trotzdem - die Zahl der verabreichten Dosen ist so gering, dass sich die Veränderungen unterhalb der Rundungsschwelle abspielen. Die Quote der Komplettgeimpften liegt aktuell bei 67,1 Prozent: Mindestens 55,810 Millionen Menschen in Deutschland sind vollständig geimpft.

+++ 11:45 Uniklinik Düsseldorf nimmt keine Intensivpatienten mehr auf +++
Das Düsseldorfer Universitätsklinikum kann keine neuen Intensivpatienten mehr aufnehmen, wie "Bild" berichtet. Nur noch eine Erstversorgung in der Ambulanz ist demnach möglich. Der Grund: die brisante Corona-Lage.

+++ 11:23 Göring-Eckardt schließt bundesweiten Lockdown aus +++
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende, Katrin Göring-Eckardt, erklärt zum geplanten Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite, dass es dringend wirksame Maßnahmen brauche, die nicht von Gerichten infrage gestellt werden könnten. Entschieden werden könne nur angesichts der jeweils regionalen Situation. Dabei könnten regional auch Schulen oder andere Einrichtungen geschlossen werden, wenn es nötig sei. Einen weiteren kompletten Lockdown schließt Göring-Eckardt aber aus. Dies sei bei so vielen Geimpften rechtlich nicht mehr möglich.

+++ 10:58 Kate Winslet: Schlimmste war, meinen Vater nicht zu sehen +++
Auch Schauspielerin Kate Winslet hat während des Lockdowns ihre Familie und Freunde vermisst. "Das Schlimmste war, dass ich meinen Vater sehr lange Zeit nicht sehen konnte", sagt die Oscar-Gewinnerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dass sie ihren allein lebenden Vater nicht habe in die Arme nehmen können, sei für sie das Härteste gewesen. Sie selbst dürfe sich über den Lockdown aber nicht beklagen, weil sie die Zeit auf ihrem großzügigen Grundstück nahe am Meer verbracht habe, so die 46-Jährige.

+++ 10:33 Krankenhaus-Ampel in Bayern springt wohl auf Rot +++
Die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Bayern überschreitet nach Angaben der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) die kritische Marke von 600 - nun dürfte die sogenannte Krankenhaus-Ampel auf Rot springen. Dann wird die 2G-Regel im ganzen Freistaat deutlich ausgeweitet: Ungeimpfte haben zu vielen Veranstaltungen und Einrichtungen auch mit Test keinen Zugang mehr. Ungeimpfte Mitarbeiter in Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten, die Kontakt zu anderen Menschen haben, müssen zweimal pro Woche einen negativen Test vorlegen, Handel und Personennahverkehr ausgenommen.

+++ 10:10 Altmaier: Ende der epidemischen Lage schwerer Fehler +++
Der geschäftsführende Wirtschaftsminister Peter Altmaier bezeichnet die von SPD, Grünen und FDP geplante Aufhebung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite als schweren Fehler. Auf Twitter schreibt der CDU-Politiker, die Ampel-Koalition habe eine faire Chance verdient, insbesondere für mehr Klimaschutz und Wachstum. "Die Aufhebung der pandemischen Lage wäre derzeit aber ein schwerer Fehler & das völlig falsche Signal. Es wäre ein Zeichen von Größe, das zu ändern." Die epidemische Lage endet am 25. November. Zuvor wollen SPD, Grüne und FDP neue Leitplanken zur Eindämmung der Pandemie beschließen.

+++ 09:50 Infektionen in Sachsen steigen rasant - Inzidenz bei 491,3 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen erreicht laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 491,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage. Erst am Wochenende hatte der Wert die Marke von 400 übersprungen, am Sonntag lag er bei 444. In keinem anderen Bundesland ist die Inzidenz so hoch. Bundesweit beträgt der Wert laut RKI 201,1 und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

+++ 09:30 Söder fordert bundesweit 2G +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verlangt angesichts des neuen Höchstwertes bei der Inzidenz ein entschlosseneres Handeln. Es müsse mehr getan werden "als ein bisschen Testpflicht in Altenheimen", sagt der CSU-Chef dem Deutschlandfunk. Nötig seien grundlegende Gespräche von Bund und Ländern. Söder fordert eine bundesweite 2G-Regelung sowie 3G am Arbeitsplatz und eine Veränderung des Datenschutzes, um schneller und präziser ein Lagebild zu haben. Außerdem müssten Impfzentren reaktiviert werden und Tests wieder kostenlos angeboten werden. Das gelte auch für Antikörper-Test, damit jeder seine aktuelle Situation abfragen könne, um dann - vom Alter unabhängig - gegebenenfalls eine Drittimpfung zu erhalten.

+++ 08:50 Inzidenz in Sächsischer Schweiz klettert auf 924,3 +++
Die Inzidenzwerte in Deutschland erreichen nie dagewesene Höhen. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verzeichnet mit 924,3 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohnern das bislang höchste Fallaufkommen in Deutschland seit Pandemiebeginn.

+++ 08:50 Grünen-Vize fordert 3G am Arbeitsplatz und kostenlose Tests +++
Ricarda Lang, stellvertretende Grünen-Parteivorsitzende, ist dafür, Schnelltests wieder allen Bürgern kostenlos anzubieten. Es brauche wieder eine Teststrategie, "die auch Wirkung erzeugt", sagt sie im "ntv Frühstart". Die Vorstellung, über kostenpflichtige Tests Druck auf Ungeimpfte auszuüben, habe sich nicht als erfolgreich erwiesen. "Es ist eher das Gegenteil eingetreten - und zwar, dass sich insgesamt weniger getestet wurde." Lang spricht sich außerdem dafür aus, am Arbeitsplatz verpflichtend 3G einzuführen. "Ich denke, dass es auch darum geht, den Schutz am Arbeitsplatz auch für diejenigen, die geimpft sind, auszuweiten."

+++ 08:26 Inzidenz in Thüringen steigt auf 427,5 +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Thüringen steigt weiter deutlich an. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nun bei 427,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tagen - nach 419,9 am Sonntag und 406,0 am Samstag. Binnen 24 Stunden kamen 455 Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle hinzu. Thüringen ist damit nach Sachsen (491,3) das Bundesland mit der zweithöchsten Inzidenz. Für den Landkreis Sonneberg weist das RKI die mit Abstand höchste Inzidenz in Thüringen aus: 823,9.

+++ 08:01 Neuseelands größte Stadt beendet strikten Lockdown +++
Nach zwölf Wochen wird in Auckland der strikte Lockdown gelockert. Ab Mittwoch dürfen Geschäfte und öffentliche Einrichtungen wie Museen, Zoos und Bibliotheken wieder öffnen, auch Treffen von bis zu 25 Menschen im Freien sind dann wieder erlaubt, wie Ministerpräsidentin Jacinda Ardern ankündigt. Die Einschränkungen waren aufgrund einer einzigen entdeckten Infektion verhängt worden. Die Metropole mit 1,7 Millionen Einwohnern galt danach als Hochburg des Ausbruchs der Delta-Variante. "Wir lockern die Beschränkungen, die das geringste Risiko darstellen", so Ardern. Gleichzeitig meldeten die Behörden 190 Neuinfektionen - die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Ardern betonte, in Auckland werde wahrscheinlich Ende des Monates eine Impfquote von 90 Prozent erreicht. Dann könnten weitere Lockerungen in Kraft treten.

+++ 07:37 Arbeitgeber klagen immer öfter auf Entschädigung für Quarantäne +++
Gut eineinhalb Jahre nach dem Lockdown dreht sich bei Corona-Verfahren am Berliner Verwaltungsgericht vieles um das Thema Entschädigung. "Im Kern geht es dabei um Entschädigungen für Arbeitgeber, für deren Arbeitnehmer Quarantäne angeordnet wurde", erklärt ein Gerichtssprecher. Dazu gingen immer mehr Verfahren ein, derzeit seien es mehr als 270. Die für das Infektionsschutzrecht zuständige Kammer beabsichtige, sich in nächster Zeit dem Thema zu widmen, um Leitlinien zu geben.

+++ 07:12 Verkürzte Kita-Öffnungszeiten belasten Eltern +++
Elternvertreter beklagen, dass etliche Thüringer Kindergärten angesichts der verschärften Corona-Situation ihre Öffnungszeiten wieder einschränken. Fast alle Einrichtungen kürzten die Zeiten, sagt die Landeselternsprecherin der Kindergärten Thüringen, Juliane Worgt, der Deutschen Presse-Agentur. Einige hätten nur noch sieben oder acht statt der gesetzlich vorgesehenen zehn Stunden geöffnet. "Bei einer 40-Stunden-Woche ist das für die Eltern nicht machbar." Grund seien die Regelungen, wonach mit Erreichen der Warnstufe drei des Thüringer Frühwarnsystems Kinder nur noch in festen Gruppen betreut werden sollen. Das sei personell für viele Einrichtungen nicht zu stemmen.

+++ 06:44 Corona-Prozesse verzögern andere Gerichtsverfahren +++
Anträge gegen Kontaktbeschränkungen, Betriebsverbote oder Maskenpflicht - beim Oberverwaltungsgericht des Saarlandes sind im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bislang 143 Verfahren eingegangen - und bescheren den Richtern viel Mehrarbeit. Die Belastung sei bereits vor der Pandemie hoch gewesen, sagt der Gerichtssprecher. Die zahlreichen pandemiebezogenen Verfahren hätten zu einer "erheblichen zusätzlichen Belastung" der Richter geführt. Aus diesem Grund müsse mit "deutlichen Verzögerungen in zahlreichen Verfahren" gerechnet werden.

+++ 06:20 Tschentscher: Pandemie nicht aus Sicht der Ungeimpften beurteilen +++
Hamburgs Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher, ruft dazu auf, energisch den Kontakt zu den bisher nicht Geimpften zu suchen. "Die Wege müssen so unterschiedlich sein, wie die Menschen unterschiedlich sind, die bisher noch skeptisch sind", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im "Heute Journal". Er machte sich zudem für 2G-Optionsmodelle stark, mit denen bestimmte Einrichtungen Ungeimpften den Zutritt verwehren können. "Wir haben in Hamburg im August schon die 2G-Regel eingeführt (...) Das muss jetzt in ganz Deutschland umgesetzt werden." Auf die Frage, ob zwei 2G-Modelle letztlich nicht eine Art Lockdown für Ungeimpfte bedeuten, sagte Tschentscher: "Wir können diese Pandemie nicht immer aus der Sicht der Ungeimpften beurteilen." Die große Zahl der Geimpften habe schließlich auch Rechte.

+++ 05:54 In Österreich gilt ab sofort 2G +++
Menschen ohne Impfschutz dürfen in Österreich ab sofort nicht mehr in Restaurants essen, Sportveranstaltungen besuchen oder Skilifte benutzen. Für viele Freizeitaktivitäten ist die 2G-Regel in Kraft, nur noch Geimpfte und Genesene haben Zutritt. Bislang haben mehr als ein Viertel der Menschen in Österreich ab zwölf Jahren noch kein Impfzertifikat - einer der Hauptgründe für die steil ansteigenden Fallzahlen und die sich füllenden Krankenhäuser. Die Regel gilt in Lokalen, bei Veranstaltungen, in Hotels sowie bei sogenannten körpernahen Dienstleistern wie Friseursalons oder Massagestudios.

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+++ 05:29 Erstmals seit mehr als einem Jahr keine weiteren Todesfälle in Japan +++
Japan verzeichnet einem Medienbericht zufolge erstmals seit 15 Monaten keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Vor Sonntag hatte es laut einer Zählung des staatlichen Rundfunksenders NHK seit dem 2. August 2020 keinen Tag ohne einen Covid-19-Todesfall gegeben. Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung Japans sind mittlerweile vollständig geimpft.

+++ 04:48 USA öffnen ab heute Grenzen für geimpfte Reisende +++
Mehr als eineinhalb Jahre nach Verhängung einer weitreichenden Einreisesperre dürfen geimpfte Europäer ab heute wieder in die USA fliegen. Reisende müssen vor Abflug nachweisen, dass sie vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Sie müssen außerdem am Flughafen einen höchstens drei Tage alten negativen Corona-Test vorlegen und ihre Daten für eine mögliche Kontaktnachverfolgung hinterlassen.

+++ 04:25 Mediziner befürchten Verdopplung der Covid-19-Intensivfälle +++
Mediziner befürchten eine Verdopplung der Corona-Patienten auf Intensivstationen. Schon jetzt müssten mit knapp 2500 Fällen genauso viele Corona-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen versorgt werden wie zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr bei der zweiten Corona-Welle, sagt Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der "Augsburger Allgemeinen". In den kommenden Wochen werde sich die Zahl voraussichtlich fast verdoppeln, wenn die Neuinfektionen weiter so steigen wie bisher.

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+++ 03:48 RKI: Bundesweite Inzidenz steigt auf über 200 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt auf mehr als 200. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, erhöht sich der Wert auf 201,1. Am Vortag hatte er bei 191,5 gelegen, vor einer Woche bei 154,8. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden 15.513 Coronavirus-Neuinfektionen sowie 33 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 4.782.546, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 96.558.

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+++ 03:10 Frankreich verzeichnet leichten Anstieg der Neuinfektionen +++
Auch in Frankreich zeichnet sich zuletzt ein Anstieg der Neuinfektionen ab - wenn auch noch auf deutlich geringerem Niveau als in Deutschland. Zuletzt melden die Behörden 8547 neue Fälle. Der 7-Tage-Schnitt steigt damit auf 7230. Zudem werden 10 neue Todesfälle gemeldet, der 7-Tage-Schnitt liegt derzeit bei 32.

+++ 01:03 Kassenärzte-Chef: Jeder Nicht-Geimpfte wird sich im Winter infizieren +++
Im Herbst und Winter werden sich nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, so gut wie alle Nicht-Geimpften mit Corona infizieren. "Wir werden erleben, dass sich in den nächsten Monaten aller Voraussicht nach jeder, der nicht geimpft wird, infizieren wird", sagt Gassen gegenüber Bild TV. Andere Maßnahmen als Impfen böten vor dem Coronavirus keinen Schutz. "Es ist eine trügerische Sicherheit, wenn die Leute meinen, weil sie nicht zum Karneval gehen oder noch in der U-Bahn eine Maske tragen, sind sie davor geschützt, sich mit Corona zu infizieren", sagt Gassen. "Wir werden erst Ruhe im Sinne einer epidemischen Lage haben, wenn tatsächlich der Großteil der Bevölkerung geimpft oder genesen ist", sagt der KBV-Chef. Die Quote der Nicht-Geimpften gibt Gassen mit 30 Prozent an.

+++ 00:09 Lehrerverbands-Chef: Bei hohen Inzidenzen 3G-Regel für Lehrkräfte +++
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, spricht sich im Fall besonders hoher Inzidenzen für eine 3G-Regel für Lehrkräfte aus. Eine Impfpflicht für Lehrerinnen und Lehrer sei nicht zuletzt angesichts der sehr hohen Impfquote in dieser Berufsgruppe nicht notwendig, sagte Meidinger. "Dort, wo die Inzidenzen sehr hoch sind, halte ich aber eine 3G-Regel für Lehrkräfte für eine richtige Idee", fügte er im Interview mit dem Redaktions-Netzwerk Deutschland hinzu. "Das heißt: Lehrer, die ungeimpft sind, müssten sich dann jeden Tag testen." Meidinger sagte zur Begründung: "Die meisten Lehrkräfte kommen täglich mit mehreren verschiedenen Klassen in Kontakt. Die Ansteckungsgefahr für sie selbst und in der Folge dann auch für andere ist also vergleichsweise hoch, wenn sie ungeimpft sind."

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+++ 23:11 Düsseldorfs Oberbürgermeister fordert neuerliche Maskenpflicht an Schulen +++
Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller fordert vom Land NRW und vom Bund schärfere Corona-Maßnahmen, darunter eine neuerliche Maskenpflicht an den Schulen und eine Impfpflicht für Pflegekräfte. "Ich blicke mit großer Sorge auf den Winter, weil wir ausgerechnet in einer sich zuspitzenden Situation auf einfache Schutzmaßnahmen verzichten. Wir müssen viel wachsamer sein", sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post. "Wir sind mit dem Impfen einfach noch nicht so weit, dass wir uns Sorglosigkeit erlauben könnten." Die Aufhebung der Maskenpflicht an nordrhein-westfälischen Schulen vor knapp einer Woche sei das falsche Signal gewesen, sagte Keller.

+++ 22:28 Länder melden zweitschlimmste Woche seit Pandemie-Beginn +++
Gemessen an den Neuinfektionen war die erste Novemberwoche die bisher zweitschlimmste Woche seit Pandemie-Beginn. Die Bundesländer meldeten insgesamt 172.089 laborbestätigte Ansteckungen. Nur kurz vor Weihnachten 2020 hatte es mit 175.314 neuen Fällen pro Woche mehr gegeben. In der ersten Novemberwoche wurden außerdem 798 Todesfallmeldungen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion registriert.

+++ 21:49 Chef des Weltärztebundes fordert günstigere Schnelltests +++
Schnelltests sollen nach Aussage des Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank-Ulrich Montgomery, günstiger als bislang angeboten werden. "Es war mit Sicherheit ein guter und richtiger Versuch, den Impfanreiz dadurch zu erhöhen, dass man diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, mit den Kosten belastet", sagt Montgomery im SWR. "Bei Inzidenzen um oder über 200 muss man allerdings neu denken." Vielleicht sollte eine kleine Selbstbeteiligung, jedoch nicht mehr die vollen Kosten auf die Menschen abgewälzt werden, sagt er weiter.

+++ 21:22 Sachsen für Bund-Länder-Runde: "Können es so nicht laufen lassen" +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert gemeinsame Beratungen von Bund und Ländern in der Pandemie. "Wir können einen weiteren Lockdown verhindern, aber nur, wenn wir jetzt wirklich die nächste Ausfahrt nehmen", sagt der CDU-Politiker im ZDF. Zu viele Menschen seien schon im Krankenhaus, zu wenige geimpft. "Wir können es so nicht laufen lassen." Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP verweigerten sich aber der Verantwortung, gemeinsam mit den Ländern zu agieren.

+++ 20:40 Inzidenz in Sachsen steigt stark an +++
Mit Bremen und Schleswig-Holstein liegen nur noch zwei der 16 Bundesländer unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100. In Sachsen steigt das Fallaufkommen derzeit besonders stark: Mit 444,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist es den höchsten Wert aller Bundesländer auf - ein Plus von 28,2 im Vergleich zum Vortag. Dahinter folgt Thüringen mit einer Inzidenz von 419,9. Nur in Sachsen-Anhalt und Berlin zeigt sich am heutigen Sonntag - einem der üblicherweise schwächsten Meldetage der Woche - ein leichter Rückgang.

+++ 20:14 Bundesländer melden 20.811 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.773.696 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 20.811 neue Fälle hinzu. Der Zuwachs liegt um rund 42,2 Prozent über dem Niveau von Sonntag vergangener Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 31 auf 96.524. Als aktuell infiziert gelten rund 320.800 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,17 angegeben (Vortag: 1,18). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2532 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1280 davon werden invasiv beatmet. Rund 3520 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: chl/kst/chf/dpa/AFP/rts

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