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Trotz früherer Ehe-Bedenken AKK feiert gleichgeschlechtliche Liebe

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"Es war eine private Einladung, die wir gerne angenommen haben", sagt Annegret Kramp-Karrenbauer.

(Foto: REUTERS)

Sinneswandel bei Annegret Kramp-Karrenbauer? Nach eindeutig ablehnenden Aussagen zur Ehe für alle in der Vergangenheit wird die CDU-Vorsitzende nun bei der Hochzeit zweier Männer gesichtet.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr Mann Helmut Karrenbauer haben einem Zeitungsbericht zufolge im Saarland an der standesamtlichen Trauung und der Hochzeitsfeier eines gleichgeschlechtlichen Paares teilgenommen. "Es war eine private Einladung, die wir gerne angenommen haben", sagte Kramp-Karrenbauer der "Saarbrücker Zeitung". Sie freue sich für das Paar und wünsche ihm für die gemeinsame Zukunft alles Gute.

Trauung und Feier fanden in Marpingen im Norden des Saarlandes statt. Laut Zeitung ist einer der Eheleute ein CDU-Mitglied, mit dem die frühere saarländische Regierungschefin und ihr Mann seit Jahren gut befreundet sind.

Kramp-Karrenbauer stand mehrfach in der Kritik, weil sie die Öffnung der Ehe für Homosexuelle abgelehnt hatte. Auch für Interview-Äußerungen aus dem Jahr 2015, nach der "Homo-Ehe" seien andere Forderungen nicht mehr auszuschließen, etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen, war sie heftig gescholten worden.

"Ich akzeptiere die Entscheidung des Bundestages zur 'Ehe für alle' selbstverständlich", sagte Kramp-Karrenbauer nun am Rande der Feier laut "Saarbrücker Zeitung". Das deutsche Parlament hatte mit einer Abstimmung Ende Juni 2017 die Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa/AFP

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