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Geflüchtete aus Panama Achtjährige stirbt in Obhut von US-Grenzschutzbehörde

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Seit eine Regelung zur Begrenzung der Migration aus der Trump-Regierung ausgelaufen ist, kommen wieder vermehrt Menschen aus Lateinamerika in die USA.

Seit eine Regelung zur Begrenzung der Migration aus der Trump-Regierung ausgelaufen ist, kommen wieder vermehrt Menschen aus Lateinamerika in die USA.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

In Texas wird die achtjährige Anadith Tanay Reyes Alvarez aus Panama von der US-Grenzschutzbehörde festgehalten. Als das Mädchen einen medizinischen Notfall erleidet, kommt es in die Klinik. Doch die Ärzte können nur noch ihren Tod feststellen.

Im US-Bundesstaat Texas ist ein achtjähriges Mädchen in Polizeigewahrsam gestorben. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Demnach kam Anadith Tanay Reyes Alvarez mit ihrer Familie aus Panama in die USA. Im texanischen Harlingen wurden sie von der Zoll- und Grenzschutzbehörde festgehalten, als das Mädchen einen medizinischen Notfall erlitt.

Es sei ein Krankenwagen gerufen worden, der sie in eine Klinik brachte, erklärte die Behörde. Im Krankenhaus erklärten Ärzte Reyes Alvarez für tot. Eine Autopsie wurde bereits angeordnet und auch das Ministerium für Heimatschutz sei kontaktiert worden, heißt es weiter.

Der honduranische Konsul in der texanischen Grenzstadt McAllen, José Leonardo Navas, identifizierte das Mädchen als Anadith Tanay Reyes Alvarez und bestätigte ihre Einreise in die USA. Sie litt an einem Herzfehler und wurde vor drei Jahren in Panama operiert, erklärte er weiter.

17-Jähriger starb zwei Wochen zuvor

Das kleine Mädchen ist bereits die zweite Minderjährige, die innerhalb weniger Wochen in Gewahrsam von US-Behörden starb. So war der 17-jährige Ángel Eduardo Maradiaga Espinoza bereits zwei Wochen zuvor in Obhut des Gesundheitsministeriums. Er reiste alleine aus Honduras in die USA, schreibt AP. Anfang des Jahres soll zudem ein vier Jahre altes Kind in US-Gewahrsam gestorben sein. Das Kind sei unbegleitet und "medizinisch fragil" gewesen und ebenfalls aus Honduras in die USA gekommen, teilte das US-Gesundheitsministerium mit.

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In den vergangenen Wochen verzeichneten die USA erneut eine Großzahl an Geflüchteten aus Lateinamerika. Dies hängt vor allem mit dem Ende eines Gesetzes aus der Trump-Regierung zusammen, mit dem Geflüchtete während der Pandemie leichter zurückgewiesen werden konnten. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde meldet seitdem Überfüllungen ihrer Einrichtungen.

In der vergangenen Woche wurden Hunderte von Migranten auf amerikanischem Boden zwischen zwei Grenzmauern in San Diego unter freiem Himmel festgehalten. Viele ernährten sich tagelang von Wasser und Chips oder Müsliriegeln und dem, was Freiwillige oder Verkäufer durch die Öffnungen in der Mauer reichten, schreibt AP.

Quelle: ntv.de, spl

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