Panorama

Spritztour endet mit Unfall Achtjähriger rast erneut über Autobahn

imago80743726h.jpg

Die Spritztouren des Achtjährigen werden länger - und schneller.

(Foto: imago)

Nach seiner nächtlichen Spritztour auf der A44 bei Soest klettert ein Achtjähriger erneut heimlich hinters Lenkrad. Dieses Mal gibt der Junge sogar noch mehr Gas: Mit bis zu 180 Kilometern pro Stunde will er ins 50 Kilometer entfernte Dortmund gebrettert sein. Es kommt, wie es kommen muss.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat ein Achtjähriger aus Soest in Nordrhein-Westfalen mit einem Auto eine nächtliche Spritztour unternommen. War er am frühen Mittwochmorgen noch mit einem VW Golf über die Autobahnen rund um Soest gefahren, zog es den Grundschüler diesmal ins rund 50 Kilometer entfernte Dortmund.

Zeugen meldeten in der Nacht ein schnell fahrendes Auto in der Innenstadt, das rote Ampeln missachtete. Am Steuer solle ein Kind sitzen. Bevor die Polizei ihn stoppen konnte, fand der Junge aber wieder aus Dortmund heraus und fuhr auf die A1 Richtung Köln. Dort prallte er an einer Raststätte auf einen parkenden Lkw-Anhänger. Das Kind blieb unverletzt. Sein Automatikauto wurde jedoch stark beschädigt. Der Junge befinde sich mittlerweile in psychologischer Betreuung, berichtete die Polizei Dortmund.

Der Grundschüler selbst sagte laut Polizei aus, diesmal mit bis zu 180 km/h unterwegs gewesen zu sein. Dabei sei er geblitzt worden. Beide Angaben konnte die Polizei bisher nicht verifizieren. Wegen des angeblichen Blitzerfotos habe das Verkehrskommissariat Kontakt zum Ordnungsamt aufgenommen, um es zu suchen.

Schon in der Nacht zu Mittwoch hatte die Mutter des Achtjährigen der Polizei gemeldet, dass ihr Sohn mit dem Automatik-Auto davongefahren war. Damals wurde er rund acht Kilometer von Zuhause entfernt auf einem Rastplatz auf der A44 gefunden - wohin er den Wagen gesteuert hatte, nachdem er sich bei Tempo 140 auf der Autobahn nicht mehr wohlgefühlt hatte. Damals war der Junge nach Eintreffen der Polizei in Tränen ausgebrochen - an einer weiteren Spritztour hat ihn die nächtliche Episode offensichtlich aber nicht gehindert. Der "autoaffine" Junge hatte laut seiner Familie schon einmal auf einem Privatgelände ein Auto gesteuert. Außerdem fährt er regelmäßig Kart und Autoscooter.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

Mehr zum Thema