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65 Tote, 246 VerdachtsfälleAfrikanische Gesundheitsbehörde meldet neuen Ebola-Ausbruch im Kongo

15.05.2026, 13:10 Uhr
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Dieses Bild vom letzten Ebola-Ausbruch in der DR Kongo im September 2025 macht klar: Eine Infektion mit der tödlichen Fieberkrankheit kann verheerende Folgen haben. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Im vergangenen Jahr sterben 45 Menschen in der Demokratischen Republik Kongo. Jetzt melden die Behörden einen weiteren Ausbruch - ausgerechnet in einer städtischen Grenzregion.

In der Demokratischen Republik Kongo ist erneut das gefährliche Ebola-Fieber ausgebrochen. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC meldet 65 Tote und 246 Verdachtsfälle in der Provinz Ituri, die im Nordosten des Landes an Uganda und den Südsudan grenzt. Betroffen sind demnach die Goldgräberstädte Mongwalu und Rwampara. Auch aus Bunia, der Provinzhauptstadt von Ituri, werden Verdachtsfälle gemeldet. Diese müssen noch durch Laboruntersuchungen bestätigt werden.

Erste Laborergebnisse deuten demzufolge darauf hin, dass es sich nicht um den am häufigsten vorkommenden Zaire-Ebolavirus handelt, sondern um eine andere Art des Virus. Ergebnisse einer Sequenzierung, um den Stamm weiter zu charakterisieren, werden laut Africa CDC innerhalb der nächsten 24 Stunden erwartet.

Da sich der Ausbruch der tödlichen Fieberkrankheit in einer städtischen Grenzregion mit intensiven Bevölkerungsbewegungen befinde, äußerte sich die Gesundheitsbehörde besorgt über das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. Eine dringende Sitzung zur Koordinierung mit Gesundheitsbehörden aus dem Kongo, Uganda und dem Südsudan sowie internationalen Gesundheitsorganisationen sei daher einberufen worden.

Hohe Sterblichkeitsrate

Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und verursacht starke Blutungen und Organversagen. Wenn Infizierte nicht sofort behandelt werden, liegt die Sterblichkeit nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei bis zu 90 Prozent. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.

In dem zentralafrikanischen Land wurden zuletzt im September 2025 Ebola-Fälle bekannt. Der damalige Ausbruch, bei dem 45 Menschen starben, ereignete sich in der Provinz Kasaï im Südwesten des Landes und wurde drei Monate später für beendet erklärt.

Ebola wurde erstmals 1976 im heutigen Kongo entdeckt und soll von Fledermäusen übertragen worden sein. Dies ist der 17. Ausbruch der tödlichen Viruserkrankung in diesem Land. In den letzten 50 Jahren sind in verschiedenen afrikanischen Ländern rund 50.000 Menschen an dem Virus gestorben.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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