Panorama

Barrikaden im Hambacher Forst Aktivisten werfen mit Böllern und Flaschen

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Die Rodung des Hambacher Forstes ist neben der Kohleverbrennung ein Dorn im Auge der Klimaschützer.

(Foto: picture alliance / David Young/d)

Seit Jahren flammt der Protest gegen den Braunkohleabbau im Hambacher Forst bei Aachen immer wieder auf. Bei der Räumung von Barrikaden eskaliert nun die Lage - nach Angaben der Polizei attackieren die Aktivisten Beamte. Es kommt zu Festnahmen.

Bei der Räumung von Protestbarrikaden im nordrhein-westfälischen Braunkohletagebaugebiet Hambacher Forst hat es gewaltsame Ausschreitungen gegeben. Wie die Polizei in Aachen mitteilte, bewarfen Kohlegegner Beamte und deren Fahrzeuge mit Flaschen und Böllern. Auch Autos des Energiekonzerns RWE wurden attackiert.

Die Polizei nahm nach eigenen Angaben fünf Menschen fest. Die massiven Hindernisse aus Gehölz sowie Stacheldraht und Metallstangen hätten Rettungswege blockiert und seien deshalb von RWE geräumt worden, teilten die Beamten mit. Polizisten von Einsatzhundertschaften und andere Kräfte hätten dies abgesichert.

Die "Rheinische Post" zitierte den Aachener Polizeipräsidenten Dirk Weinspach, der beklagte, "dass es während der Räumung von Rettungswegen zu einem derartigen Ausbruch von Gewalt gekommen ist, bei dem neben Mitarbeitern von RWE und Polizeibeamten auch Rettungskräfte angegriffen wurden."

Gegen den Braunkohletagebau im rheinischen Hambach zwischen Köln und Aachen gibt es seit Jahren vehemente Proteste. Linke und Umweltschützer wollen die Reste des einstigen Waldgebiets vor der weiteren Abholzung schützen. Sie besetzen Bäume, errichten Protestcamps und versuchten, die RWE-Betriebsläufe zu stören.

Quelle: ntv.de, fhe/AFP

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