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Illegale Transfers ins Ausland Athener Polizei beschlagnahmt Gold

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Ringe, Münzen, Ketten - und auch Ikonen: Die Verdächtigen horteten Wertsachen aller Art.

In der griechischen Hauptstadt gelingt Ermittlern ein spektakulärer Schlag gegen kriminelle Pfandleiher: Eine bewaffnete Bande soll im großen Stil versucht haben, Edelmetalle aus Privatbeständen am Fiskus vorbei ins Ausland zu schmuggeln.

Die griechische Justiz hat Anklage wegen illegalen Gold- und Schmuckhandels sowie Hehlerei gegen elf Verdächtige erhoben, die als Pfandleiher große Mengen von Gold unerlaubt ins Ausland verschafft haben sollen. Dies berichtete der staatliche Rundfunk ERT unter Berufung auf die Athener Staatsanwaltschaft.

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In einem Schmelzofen soll die Bande Hundert Kilogramm Gold und Silber geschmolzen haben.

Bei der Athener Polizei war von illegalem Gold- und Schmuckhandel "in großem Stil" die Rede. Die Summe der insgesamt hinterzogenen Steuern geht den Ermittlern zufolge in die Millionen. Die Angeklagten wiesen die Vorwürfe zurück.

In einer Wohnung im Zentrum Athens wurde ein Schmelzofen entdeckt, in dem nach Ansicht der Polizei Hunderte Kilogramm Gold und Silber geschmolzen wurden. Zudem soll dort Gold und Silber umgeschlagen worden sein, das aus Diebstählen stamme. In den kommenden Tagen werde mit weiteren Anklagen gerechnet, hieß es.

In der griechischen Öffentlichkeit schlägt der Fall hohe Wellen: Unter dem Eindruck der Finanzkrise und Sparpolitik sahen sich viele Griechen dazu gezwungen, Schmuck und Tafelsilber zu verkaufen, um ihre Rechnungen, dringend notwendige Medikamente oder Steuerforderungen zu bezahlen. In Athen und anderen größeren Städten blühte das Geschäft der Pfandhäuser.

Die Athener Polizei beschlagnahmte bei den Verdächtigen große Mengen an Schmuck, vergoldete Kunstgegenstände, Silberbesteck und Bargeld sicher. Daneben stellten die Beamten auch mehrere Schusswaffen, darunter Gewehre und Pistolen, sowie größere Mengen an Munition fest. Bei einer Pressekonferenz präsentierten die Ermittler ihre Funde der Öffentlichkeit.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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