Polizisten mit Böllern beworfenAuflösung von Corona-Partys eskaliert

In Berlin und Hamburg kommt es bei der Auflösung illegaler Partys in Parks zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Bei einem Einsatz in Berlin zur Einhaltung der Corona-Regeln werden mehrere Beamte verletzt. In Hamburg attackieren stark Alkoholisierte Polizisten mit Böllern.
Bei Einsätzen wegen der Missachtung von Corona-Regeln sind Polizisten in Parks in Berlin und Hamburg am Wochenende attackiert und verletzt worden. Die Auflösung einer Party auf dem Flakturm im Berliner Volkspark Humboldthain durch die Polizei ist eskaliert. Den Angaben zufolge hatten 25 Menschen gefeiert, ohne den Mindestabstand wegen Corona einzuhalten oder Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen. Die Beamten setzten in der Nacht zum Sonntag Pfefferspray ein und forderten Verstärkung an, um die Lage zu beruhigen, wie die Polizei mitteilte. Drei Beamte wurden demnach leicht am Schienbein sowie jeweils an einem Knie verletzt, setzten ihren Dienst aber fort.
Während die Polizei die Ansammlung beendete, habe eine 27-Jährige einem Polizisten gegen den Oberkörper geschlagen. Bei ihrer Festnahme habe sie randaliert und Beamte beleidigt. In der Folge hätten zwei 28-Jährige und eine 30-Jährige versucht, die Festgenommene zu befreien. Daraufhin sei es zum Einsatz des Pfeffersprays gekommen
Laut "Zeit Online" wurde die 27-Jährige laut Mitteilung vorübergehend für eine Blutentnahme und die Aufnahme von personenbezogenen Daten in Gewahrsam genommen. Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Widerstands, tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung sowie wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung.
Verfahren wegen Landfriedensbruchs
In Hamburg hatten die Beamten nach Angaben der Polizei einer zunächst rund 25-köpfigen Gruppe am frühen Samstagmorgen wegen der Corona-Eindämmungsverordnung Platzverweise erteilt, denen jedoch nicht alle Anwesenden nachkommen wollten.
Die Polizisten seien in der Hansestadt bedrängt und mit zum Teil illegaler Pyrotechnik beworfen worden, als sie die Platzverweise durchsetzen wollten. Daraufhin seien die Polizeibeamten mit Pfefferspray gegen die offensichtlich alkoholisierten und aggressiven Männer vorgegangen. Sechs von ihnen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren seien in Gewahrsam genommen worden. Bei den Verdächtigen habe man Falschgeld und einen in Deutschland nicht erlaubten Böller gefunden. Gegen die jungen Männer, die noch im Laufe der Nacht wieder auf freien Fuß gesetzt worden seien, wurde ein Verfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet.