Panorama

MV-Urlauber brauchen noch Geduld Auswärtige Touristen dürfen nach Niedersachsen

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Auf Norderney gibt es wieder Touristen.

(Foto: dpa)

Die Sehnsucht nach Urlaub ist groß. Diese kann im Norden Deutschlands nach und nach wieder ausgelebt werden. Während Schleswig-Holstein bereits Gäste empfängt, müsse dies in Niedersachsen ebenfalls gestattet sein, entscheidet ein Gericht. Mecklenburg-Vorpommern wartet dagegen noch etwas ab.

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die Regelung des Bundeslandes, den Tourismus nach dem Corona-Lockdown zunächst nur für eigene Einwohner zu öffnen, außer Vollzug gesetzt. Ab sofort können damit Touristen von überall her sich für einen Urlaub in Niedersachsen einquartieren, entschied das Gericht in einem Eilbeschluss.

Wenige Tage vor dem langen Pfingstwochenende kann die Tourismusbranche, die gegen die Beschränkung protestiert hatte, auf zusätzliche Gäste hoffen. Vor allem aus Nordrhein-Westfalen reisen über Pfingsten traditionell viele Gäste an die niedersächsische Nordseeküste.

Wie das Gericht entschied, trage das bloße Verbot der Beherbergung auswärtiger Besucher nur wenig zur Eindämmung der Corona-Infektionslage bei. Tagestouristen aus anderen Ländern hätten auch vorher schon nach Niedersachsen kommen können, argumentierte das Gericht.

Ein Argument: Das Verbot führe zu einer Ungleichbehandlung von Niedersachsen und Menschen aus anderen Bundesländern, die nicht gerechtfertigt sei. Denn einerseits dürften Gäste aus niedersächsischen Regionen mit einer hohen Inzidenz zu einem Urlaub anreisen, während dies Menschen aus Bundesländern mit geringer Inzidenz wie Hamburg oder Schleswig-Holstein verboten sei.

MV öffnet zunächst für eigene Bewohner

Auch in Bremen dürfen die Hotels und Pensionen bereits ab Freitag wieder negativ getestete Touristen beherbergen. Das sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte. In Schleswig-Holstein ist Urlaub bereits wieder möglich. Seit Montag dürfen landesweit Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze Gäste empfangen.

In Mecklenburg-Vorpommern müssen sich Reisende noch gedulden. Dauercamper aus dem eigenen Bundesland dürfen von Donnerstag an auf den Campingplätzen übernachten. Doch andere Urlauber müssen noch abwarten. Ab 7. Juni ist Urlaub im eigenen Bundesland wieder erlaubt. Derselbe Termin gilt für Zweitwohnungsbesitzer, Dauercamper und Kleingartenbesitzer von außerhalb des Bundeslandes. Eine Woche später dürfen dann auch auswärtige Urlauber wieder in den Nordosten reisen.

In Berlin sollen die Hotels und Pensionen voraussichtlich erst ab 18. Juni wieder öffnen dürfen. Die Hauptstadt wolle sich zudem mit Brandenburg abstimmen, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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