Panorama

Schleierfahndung gegen Mutanten Bayern und Österreich verstärken Grenzkontrollen

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Das Nachbarland Tschechien verzeichnet konstant hohe Fallzahlen.

(Foto: dpa)

Im Kampf gegen das Einschleppen von ansteckenderen Corona-Mutationen setzen sowohl Bayern als auch Österreich auf striktere Grenzkontrollen. Österreich flankiert damit die langsame Öffnung des Landes nach einem sechswöchigen Lockdown.

Bayern verstärkt die Grenzkontrollen zu Österreich und Tschechien. "Die Corona-Lage ist immer noch sehr brenzlig, gerade mit Blick auf die hochansteckenden Corona-Mutationen", erklärte das Landesinnenministerium von Joachim Herrmann. "Daher müssen wir sehr genau die Einhaltung der strengen Corona-Einreiseregeln überwachen, vor allem an den Grenzen zu Tschechien und Österreich sowie auch an den Flughäfen."

Hermann habe eine verstärkte Schleierfahndung bei Grenzpendlern, Grenzgängern und Reiserückkehrern angeordnet, die bayerische Grenzpolizei werde durch zusätzliche Einheiten der Bereitschaftspolizei unterstützt, erklärte das Innenministerium in München weiter. Die Bundespolizei an den Landesgrenzen und am Münchner Flughafen habe ihre Kontrollen verstärkt.

Auch Österreich kündigte verschärfte Grenzkontrollen zu Deutschland und seinen anderen Nachbarländern an. Ab Montag sollen die Reisebewegungen auf ein Minimum reduziert werden, wie das Innenministerium in Wien mitteilte. "Wir ziehen das Netz der Kontrollen an den Grenzen jetzt deutlich dichter und verschärfen damit den Kontrolldruck, um die Einhaltung der Covid-Maßnahmen zu überwachen", erklärte Innenminister Karl Nehammer. Es gebe nur wenige Ausnahmen für Reisen, die dringend notwendig seien.

Bayerns Innenminister Hermann sagte dem "Münchner Merkur", auch aus bayerischer Sicht stellten Einkaufsfahrten oder auch Fahrten zum Skifahren keinen triftigen Grund im Sinne der bayerischen Infektionsschutzverordnung dar. Die bayerische Polizei und die Bundespolizei würden mit ihren Kontrollen solche Fahrten zu touristischen Zwecken oder zum Einkaufen unterbinden.

In Bayern insgesamt flaut das Infektionsgeschehen seit einigen Wochen deutlich ab. Jedoch kämpfen gerade die Kreise im Grenzgebiet zu Tschechien mit sehr hohen Fallzahlen. Mit Hof, Tirschenreuth und Wunsiedel liegen dort die drei Kreise mit der derzeit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Österreich lockert ab morgen dagegen nach einem sechswöchigen Lockdown die Maßnahmen. Die Geschäfte öffnen wieder, der Schulbetrieb läuft im Schichtbetrieb und mit Corona-Test wieder an. Auch Friseure dürfen wieder Kunden bedienen.

Quelle: ntv.de, jog/AFP

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