Panorama

Spezialtransport auf Isolierstation Bochumer steht unter Ebola-Verdacht

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So sieht das Ebola-Virus unter dem Mikroskop aus.

(Foto: AP)

Ein Mann aus Guinea kommt in ein Bochumer Krankenhaus. Es besteht der Verdacht auf Ebola. Zu genaueren Untersuchung bringt ihn ein Spezialtransport nach Düsseldorf. Dort wird er in einer Sonderisolierstation der höchsten Sicherheitsstufe untergebracht.

In Düsseldorf gibt es einen Ebola-Verdachtsfall. Ein Mann aus Guinea, der sich zuvor als Patient im Bochumer Elisabeth-Krankenhaus gemeldet hatte, wurde am Sonntagabend in einem Isolations-Rettungswagen zur Uni-Klinik der Landeshauptstadt gebracht. Mehrere Feuerwehrmänner und Notärzte in Schutzanzügen begleiteten den Transport. In dem Düsseldorfer Krankenhaus kam der möglicherweise Infizierte auf die Sonder-Isolierstation der höchsten Sicherheitsstufe.

Der Ebola-Verdacht bei dem Bochumer trat nach einem Aufenthalt des Mannes in Guinea auf. Das Land zählt mit Sierra Leone und Liberia zu den am stärksten von der Ebola-Epidemie in Westafrika betroffenen Staaten. Erste Ergebnisse der Untersuchung des Patienten in Düsseldorf werden für den späten Montagnachmittag erwartet. Parallel dazu wird geklärt, zu welchen anderen Menschen in Bochum der Mann Kontakt hatte, bevor er sich im Krankenhaus gemeldet hat.

Mitarbeiter der NRW-Landeshauptstadt bemühten sich unterdessen um Beruhigung und Aufklärung. In einer Pressemitteilung des Düsseldorfer Gesundheitsamts hieß es am Sonntagabend: "Eine Gefährdung der Bevölkerung durch Transport oder stationäre Unterbringung ist ausgeschlossen". Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, gibt es in der Uni-Klinik eine hochmoderne und von der Außenwelt völlig abzuriegelnde Station, deren drei Hochinfektionsbetten Bestandteil des Seuchenalarmplans des Landes NRW sind.

Quelle: n-tv.de, tno

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