Panorama

Auch Chemiefabrik in Flammen Brand zerstört russisches Forschungsinstitut

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Das Bild von dem Brand im militärischen Forschungsinstitut wird von der russischen Staatsagentur Tass zur Verfügung gestellt.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

In einem militärischen Forschungsinstitut zur Raketenforschung bei Moskau bricht ein Feuer aus. Mindestens sieben Menschen kommen dabei ums Leben. Die Nachrichtenagentur Tass spricht von einem Kabelbrand und meldet ein weiteres Feuer: in einer Chemiefabrik.

In Russland sind mindestens sieben Menschen bei einem Brand in einem militärischen Forschungsinstitut ums Leben gekommen, 27 werden dabei verletzt. Mehrere Verletzte seien nach dem Vorfall in der 160 Kilometer von Moskau entfernt gelegenen Stadt Twer ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagte ein Sprecher des Regionalkrankenhauses der amtlichen Nachrichtenagentur Tass.

Ersten Erkenntnissen zufolge könnte der Brand durch veraltete Elektrokabel verursacht worden sein, berichtete die Agentur. Augenzeugen berichteten im russischen Fernsehen, mehrere Mitarbeiter des Zentralen Forschungsinstituts der russischen Luft- und Raumfahrtkräfte in Twer seien aus den Fenstern der oberen Stockwerke gesprungen, um den Flammen zu entkommen.

Auf Videos und Fotos war zu sehen, wie Flammen aus dem Gebäude schlugen und sich dicke Rauchwolken in der Stadt bildeten. Dutzende Löschfahrzeuge und auch ein Hubschrauber waren im Einsatz. Das Gebäude im Zentrum der Stadt brannte praktisch aus, das Dach brach ein. Medien berichteten, unter den Trümmern könnten noch Menschen sein.

Die Forschungsanstalt gilt als ein zentrales Institut des Verteidigungsministeriums und war an der Entwicklung der Iskander-Rakete beteiligt, die Russland im Krieg gegen die Ukraine gerade intensiv nutzt. Das Institut entwickelt unter anderem Navigations-, Kontroll- und Steuerungssysteme für die Raumfahrt, aber auch für Kampfflugzeuge und Raketen.

Chemiefabrik brennt ebenfalls

Am Vormittag hat in Russland auch eine Chemiefabrik auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern gebrannt. Die Dimitrewski-Fabrik in Kineshma 350 Kilometer von Moskau ist der größte Lösungsmittelproduzent Russlands und Osteuropas. Die russische Nachrichtenagentur Tass meldet, das Feuer sei um 13:45 Uhr Ortszeit gelöscht gewesen. 143 Personen wurden demnach aus dem Gebäude gebracht.

Quelle: ntv.de, can/AFP/dpa

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