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Neues Datum, neues Glück Briten lassen neue Brexit-Münzen prägen

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"Frieden, Wohlstand und Freundschaft mit allen Nationen" soll auf den Brexit-Münzen stehen.

(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)

Das mit dem Brexit ist im Jahr 2019 ja eine komplizierte Sache gewesen. Nach langem Hickhack steht nun ein neuer EU-Austrittstermin fest: der 31. Januar 2020. Johnsons Regierung ist sich dessen jetzt so sicher, dass sie eine Gedenkmünze in Auftrag gibt - zum wiederholten Mal.

Die britische Regierung hat neue 50-Pence-Münzen zum Gedenken an den Brexit in Auftrag gegeben - dieses Mal wohl mit korrektem Datum. Die Münzprägeanstalt des Vereinigten Königreichs musste Medienberichten zufolge eine Million solcher Geldstücke zur Erinnerung an den historischen Tag wieder einschmelzen lassen, denn sie trugen das geplante Austrittsdatum vom 31. Oktober. Der Brexit wurde aber mehrmals verschoben, weil das zerstrittene Parlament sich nicht auf einen Kurs bei der Scheidung von der EU einigen konnte.

Die 93 Jahre alte Königin Elizabeth II. ließ nach Angaben der Nachrichtenagentur PA nun amtlich verkünden, dass die Gedenkmünzen aus Gold, Silber und Kupfernickel mit dem Datum 31. Januar geprägt werden sollen. Sie tragen die Aufschrift "Frieden, Wohlstand und Freundschaft mit allen Nationen".

Dieses Mal dürfte wohl nichts mehr dazwischen kommen, denn Premierminister Boris Johnson hat seit der Neuwahl mehr Rückendeckung für seine Brexit-Pläne. Das Parlament stimmte am Freitag für das Austrittsabkommen, das er mit Brüssel nachverhandelt hatte. Der Entwurf für das Ratifizierungsgesetz wurde von der neuen Regierungsmehrheit der Konservativen in zweiter Lesung angenommen. Die Opposition im Unterhaus hat nun keine Möglichkeiten mehr, ihm Steine in den Weg zu legen.

Weitere Stufen im Gesetzgebungsverfahren sollen im Januar vollzogen werden. Doch das gilt fast als Formalie. Vom Oberhaus wird auch kein Widerstand erwartet. Damit wird Großbritannien Ende Januar die Staatengemeinschaft verlassen. Neuen Ärger könnte es hingegen in der nächsten Phase geben, wenn die Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union bis Ende 2020 geklärt werden müssen. Kritiker halten diese Zeitspanne angesichts der komplexen Themen für viel zu kurz.

Quelle: ntv.de, jog/AFP