Panorama

"Wie in einem Becken mit Milch" Bryants Helikopter flog mit Sondererlaubnis

53928acb919ad398271b5cbb479ba380.jpg

Kobe Bryant wurde 41, seine Tochter Gianna 13 Jahre alt.

(Foto: USA TODAY Sports)

Der Hubschrauber, bei dessen Absturz der ehemalige Basketballer Kobe Bryant, seine Tochter und sieben weitere Menschen starben, soll mit einer Ausnahmegenehmigung geflogen sein. Das berichtet die "New York Times". Der Funkverkehr zwischen Pilot und der Flugverkehrskontrolle legt das nahe.

Der Helikopter, in dem Basketball-Legende Kobe Bryant, seine Tochter und alle weiteren sieben Insassen starben, soll wegen des schlechten Wetters im Süden Kaliforniens für den Start eine Ausnahmegenehmigung bekommen haben. Das berichtet die "New York Times" und beruft sich dabei auf Audiomitschnitte aus dem Hubschrauber. Auf denen sei zu hören, wie der Pilot des Hubschraubers mit der Flugverkehrskontrolle spricht.

Zur Zeit des Unglücks war es in der hügeligen Region nahe Los Angeles so neblig, dass sogar die Polizei-Helikopter am Boden blieben. Die Zeitung zitiert einen Zeugen, der gesagt habe, der Nebel sei am Unfallmorgen "so dick gewesen, als schwimme man in einem Becken mit Milch". Hubschrauber können aber mit entsprechender Ausstattung auch bei schlechter Sicht fliegen. Ob der Pilot richtig entschied, als er trotz der widrigen Umstände weiterflog, stehe nun im Mittelpunkt der Untersuchungen des FBI und der nationalen Luftfahrtbehörden zur Unglücksursache.

Bryant, 41 Jahre alt, und seine 13 Jahre alte Tochter Gianna waren am Sonntag bei dem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen - zusammen mit sieben weiteren Insassen. Sie waren auf dem Weg zu einem Spiel des Basketball-Teams von Gianna. Es sollte in der von Bryant gegründeten "Mamba Sports Academy" in Thousand Oaks stattfinden. Bei Terminen wie diesem griff der ehemalige Basketballer gerne auf seine Maschine zurück, eine Sikorsky S-76B, Baujahr 1991.

Quelle: ntv.de, sgi/dpa