Panorama

Kontrollen an deutscher Grenze Bundespolizei weist 16.000 Reisende ab

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Bundespolizisten kontrollieren auf einem Parkplatz kurz nach der deutsch-tschechischen Grenze.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen der Ausbreitung von Corona-Mutationen herrschen an der Grenze zu Tschechien und Österreich strenge Kontrollen. Die Bilanz: Innerhalb einer Woche verwehrt die Bundespolizei gut 16.000 Personen die Einreise nach Deutschland. Mittlerweile erwägt auch Polen schärfere Einreiseregeln.

Bei Grenzkontrollen an den Übergängen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind in dieser Woche fast 16.000 Menschen zurückgewiesen worden, davon allein 4522 Personen ohne negativen Corona-Test. Nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" wurden im Zeitraum vom 14. Februar bis Samstag insgesamt 104.178 Personen vor der Einreise nach Deutschland kontrolliert, dabei wurden insgesamt 15.877 Menschen abgewiesen. Neben fehlender Corona-Tests hatten die Abgewiesenen entweder keine digitale Reiseanmeldung oder gehörten nicht zu den für eine Einreise nach Deutschland zugelassenen Ausnahmen - etwa Ärzte und Pflegepersonal.

Die Bundesregierung hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols in Österreich zu sogenannten Virusvarianten-Gebieten erklärt. Seit vergangenem Sonntag dürfen von dort nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Bundespolizei-Präsident Dieter Romann zeigte sich zufrieden. "Die Abweisungszahlen sind seit Beginn der Kontrollen proportional zurückgegangen, weil sich die Reisenden aufgrund der Kontrollen zunehmend regelkonformer verhalten", sagte er dem Blatt.

Mittlerweile erwägt auch Polen strengere Einreiseregeln an den Grenzen zu Tschechien und der Slowakei. Gesundheitsminister Adam Niedzielski kündigte nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP für nächste Woche eine Entscheidung an. Für Menschen, die mit einem Testergebnis ihre Gesundheit nachweisen könnten, blieben die Grenzen offen. Das könne sich aber, abhängig von der Entwicklung der Pandemie, ändern.

Niedzielski äußerte die Erwartung, dass die aktuelle Corona-Welle in Polen im März oder April den Höhepunkt erreicht. Derzeit gilt bei Einreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder Bahn eine zehntägige Quarantänepflicht. Individualverkehr und Pendler sind ausgenommen. Das gilt auch für Personen, die ein aktuelles negatives Testergebnis mit sich führen oder eine Corona-Impfung nachweisen können. Sowohl in Tschechien als auch in der Slowakei sind viele Krankenhäuser an der Belastungsgrenze. Tschechien liegt mit 968 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 14 Tagen je 100.000 Einwohner EU-weit an der Spitze.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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