Panorama

Verdachtsfälle auch in Hongkong Chinesisches Virus in Japan nachgewiesen

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Coronaviren verursachen harmlose Erkältungen - aber auch gefährliche Atemwegserkrankungen wie Sars.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Im Dezember bricht in China plötzlich eine mysteriöse Lungenkrankheit aus. Mittlerweile ist der Erreger bekannt: Es handelt sich um ein neuartiges Coronavirus. Nach einem Besuch in China bringt ein Mann den Erreger nun nach Japan.

Auch in Japan ist erstmals das neuartige Coronavirus aus China bestätigt worden. Ein Mann aus der Volksrepublik sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Tokio mit. Die rätselhafte Lungenkrankheit war im Dezember in der chinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen. Der in Tokios Nachbarprovinz Kanagawa lebende Chinese sei am 6. Januar nach einem Besuch in Wuhan zurückgekehrt. Er kam demnach am Freitag ins Krankenhaus, konnte aber am Mittwoch entlassen werden.

Den ersten Fall im Ausland hatte es in Thailand gegeben, wo der Erreger bei einer Chinesin nachgewiesen wurde, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Vortag berichtete. Auch in Hongkong, Singapur und Südkorea gibt es Verdachtsfälle, die aber nicht bestätigt sind.

Möglicherweise kommt das Virus aus der Tierwelt. Bislang gibt es laut WHO "keine klaren Beweise" für eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch. Coronaviren verursachen oft harmlose Erkrankungen wie Erkältungen - allerdings gehören auch Erreger gefährlicher Atemwegskrankheiten wie Sars und Mers dazu.

Quelle: ntv.de, ftü/dpa