Panorama

Zehn Kreise über Warngrenze Corona-Karte von NRW rötet sich

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In Remscheid rufen die Behörden die Bürger zu erhöhter Achtsamkeit auf.

(Foto: dpa)

Viel ist zu lesen von der angespannten Corona-Lage in Berlin. Nordrhein-Westfalen gerät allerdings als größtes Flächenland etwas aus dem Fokus. Dabei entwickeln sich die Neuinfektionszahlen dort derzeit rasant in einen von der Politik als bedenklich definierten Bereich.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen nimmt weiter deutlich zu. Am Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit landesweit 25,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - so viele wie zuletzt Mitte April. Damit steht NRW nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts an der Spitze aller deutschen Flächenländer.

Von den 53 Kreisen und kreisfreien Städten im Land ist in zehn, also fast jedem fünften, die Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Ab diesem Wert gelten in NRW bereits Einschränkungen etwa für private Feiern, Fußball-Bundesligaspiele müssen ohne Zuschauer stattfinden. Auf dieser Grundlage wurde etwa die maximale Zuschauerzahl für das Länderspiel gegen die Türkei heute Abend auf 300 begrenzt.

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Besonders betroffen ist nach offiziellen Zahlen des RKI weiterhin die Stadt Hamm, die mit 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche auch bundesweit weiterhin an der Spitze steht. Hier kämpfen die Gesundheitsbehörden weiter mit den Folgen einer großen türkischen Hochzeit.

Auch Remscheid liegt mit einem Wert von 61,3 weiterhin über der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Ab diesem Wert müssen die Behörden in NRW zwingend weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen. Knapp unter dieser Grenze liegen Solingen und Hagen (beide 47,7). Dahinter folgen Gelsenkirchen (43,0), Wuppertal (42,6), Duisburg (42,1), Essen (39,6), Köln (39,6) und Leverkusen (38,5).

Quelle: jog/dpa