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Umfrage zu Urlaubsplänen Corona bremst Reisefreude der Deutschen

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Wie hier am Flughafen von Split in Kroatien ist es vielerorts leer geworden in den Touristenzielen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Herbst oder über Weihnachten nochmal in die Sonne? Das wollen im Corona-Jahr nicht viele, ergibt eine Umfrage im Auftrag von RTL/ntv. Mehr als die Hälfte der Deutschen bleibt lieber zu Hause angesichts von Corona-Hotspots und Reisewarnungen.

Obwohl die Herbstferien vor der Tür stehen und die Weihnachtsferien noch kommen, planen nur 27 Prozent der Deutschen in diesem Jahr noch eine Urlaubsreise. 54 Prozent wollen hingegen in den nächsten drei Monaten nicht verreisen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag von RTL/ntv.

Demnach sind 19 Prozent noch unentschlossen, ob sie im Coronajahr 2020 noch einmal die Koffer packen wollen. Besonders bei den Befragten über 60 Jahre gibt es kaum Urlaubspläne. Nur 22 Prozent von ihnen wollen nochmal weg, 64 Prozent auf jeden Fall zu Hause bleiben. Reisefreudiger zeigen sich die 18- bis 29-Jährigen und die 45- bis 59-Jährigen, die mit 33 und 30 Prozent noch am häufigsten Urlaub geplant haben.

In die Ferne geht es für die meisten Urlauber aber nicht. 55 Prozent derjenigen, die einen Urlaub geplant haben, wollen diesen in Deutschland verbringen. 34 Prozent wollen ins Ausland fahren. 11 Prozent reisen sowohl ins In- als auch ins Ausland.

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Wegen der Corona-Pandemie gibt es weltweit immer wieder Reisewarnungen, die Urlaubspläne durchkreuzen. Sie stellen zwar kein Verbot dar, sollen Urlauber aber abschrecken. Zudem eröffnen sie die Möglichkeit, gebuchte Reisen kostenlos zu stornieren. Aktuell sind 15 von 27 EU-Ländern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz. Polen ist das einzige der neun Nachbarländer Deutschlands, das noch nicht betroffen ist.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn hatte zuletzt von Reisen ins Ausland abgeraten - auch, weil Reiserückkehrer die Pandemie weiter befeuern. "Ich finde, für den Herbst- und Winterurlaub sollten wir gemeinsam daraus lernen", sagte er.

Quelle: ntv.de, bea/dpa/ AFP