Panorama

Mehr als nur der berühmte LikörCuracao: Eine Insel zwischen zwei Welten

17.06.2026, 09:12 Uhr (aktualisiert)
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Postkartenidylle: Weißer Strand am Playa Lagun Beach Cliff auf Curacao. (Foto: picture alliance / Zoonar)

Deutschlands erster WM-Gegner war Curacao. Die kleine Insel in der Karibik hat neben dem Fußball einiges zu bieten: Sonne, Strand und türkisblaues Meer. Ein Hingucker sind auch die bunten Fassaden der Häuser mit niederländischem Einfluss.

Die deutsche Nationalmannschaft bekam es bei der Fußball-WM 2026 mit einem Gegner zu tun, mit dem die wenigsten zuvor gerechnet haben dürften: Curacao. Die Partie stieg in Houston, Texas, und lenkte den Blick auf eine Karibikinsel, die vielen bisher wohl vor allem als Namensgeber eines meist blau gefärbten Likörs ein Begriff war. Wer genauer hinschaut, entdeckt ein Reiseziel mit deutlich mehr Substanz.

Curacao liegt in der südlichen Karibik, nur rund 60 Kilometer nördlich vor der Küste Venezuelas. Die Insel gehört als autonomes Land zum Königreich der Niederlande. Diese doppelte Prägung zieht sich über die ganze Insel: Niederländische Kolonialbauten treffen auf karibische Farben, mehrere Sprachen sind im Alltag präsent, und auch Strände gehören dazu, sind aber längst nicht alles.

Zwar wurde Curacao in den vergangenen Jahren durchaus bekannter als Reiseziel, im Vergleich zu anderen Karibikdestinationen wie etwa der Dominikanischen Republik herrscht hier allerdings noch weniger touristischer Andrang. Das bekannteste Ziel auf der Insel ist vermutlich die Hauptstadt Willemstad.

Ein Hingucker sind vor allem die bunten Fassaden der Häuser mit niederländischem Einfluss, die sich direkt am Wasser aufreihen und fast wie eine Filmkulisse wirken. Die historisch gewachsene Altstadt mit ihrem Hafen gehört seit dem Jahr 1997 zum Unesco-Welterbe. Wer Willemstad aber nur für ein schnelles Foto ansteuert, wird der Stadt nicht gerecht.

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Die malerische Skyline von Willemstad auf Curacao besticht durch farbenfrohe Gebäude mit roten Ziegeldächern. (Foto: picture alliance / Zoonar)

Mit mehr als 35 Stränden wirbt der zuständige Tourismusverband der Insel. Viele davon liegen in kleinen Buchten mit ruhigem Wasser, ideal zum Schwimmen oder Schnorcheln. Teils gibt es vor Ort auch Restaurants und Strandclubs.

Wer es ursprünglicher mag, fährt in den raueren Westen der Insel. Dort warten ebenso Buchten, die der Karibik-Vorstellung mit ihrem klaren Wasser entsprechen. Die zerklüftete Küste macht die Suche nach abgeschiedenen Fleckchen aber zu einem Abenteuer.

Klein Curacao und der berühmte Likör

Ein lokaler Klassiker für Ausflüge führt nach Klein Curacao. Die kleine, flache Nachbarinsel bietet hellen Sand, klares Wasser, einen alten Leuchtturm und Schiffswracks. Boote bringen Besucher meist morgens auf das unbewohnte Eiland, das allerdings keine großen Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Der Reiz liegt in der Abgeschiedenheit.

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Likörmanufaktur des berühmten Blue Curacao in Willemstad. (Foto: picture alliance / Visually)

Bleibt nur noch die Frage nach dem Likör, der den Namen Curacao weltweit bekannt gemacht hat. Vor allem die blaue Variante steht in zahllosen Cocktailbars im Regal und wurde durch die Nutzung für unterschiedliche Cocktails populär. Traditionell sind die Schalen der Laraha, eng mit der Insel verbundene Bitterorangen, ein wichtiger Bestandteil des Likörs. Blau ist die Spirituose nicht von Natur aus, die Farbe stammt von zugesetzten Lebensmittelfarbstoffen. Der ursprüngliche Curacao-Likör war farblos bis leicht gelblich.

Für Reisebegeisterte ist der deutsche WM-Gegner aber eine gute Erinnerung daran, dass sich hinter dem Namen Curacao mehr verbirgt als nur ein Likör.

(Dieser Artikel wurde am Sonntag, 14. Juni 2026 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, gut/spot

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