Panorama

Verwester Körper am Abwasserkanal Dänischer Pokémon-Jäger stößt auf Leiche

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Der Aktienkurs von Nintendo hatte sich durch Pokémon Go zuletzt innerhalb weniger Tage mehr als verdoppelt.

(Foto: dpa)

Weltweit hält Pokémon Go mehrere Millionen Menschen auf Trab, immer wieder sorgt das Spiel aber auch für skurrile oder gefährliche Zwischenfälle. Auch in Dänemark erlebt ein Fan des Spiels jetzt eine böse Überraschung: Er findet eine Leiche.

In Dänemark hat ein Mann auf Pokémon-Jagd eine Leiche entdeckt. Statt mit seiner Smartphone-App ein virtuelles kleines Monster zu fangen, stieß der 49-Jährige an einem Abwasserkanal auf der Insel Fünen auf den verwesten Körper, der nach Angaben der Polizei schon länger dort gelegen haben muss. "Es war nicht möglich, Geschlecht, Alter oder Identität festzustellen", teilte die Behörde mit. "Die Leiche hat schon eine Weile dort gelegen und war sehr von Wind und Wetter mitgenommen."

Bei "Pokémon Go" werden per App und Handykamera Monsterfiguren an realen Orten gesammelt. In den vergangenen Tagen hat das Spiel allerdings auch mehrfach die dänische Polizei beschäftigt. So drangen Spieler etwa in fremde Gärten, Schulen und auf Baustellen ein oder spazierten verdächtig lange vor der US-Botschaft in Kopenhagen auf und ab, um dort eines der Monster zu fangen.

Auch in Bosnien-Herzegowina hatte das Spiel in den letzten Tagen für Aufregung gesorgt. Auf der Jagd nach Pokémons waren einige Spieler in Minenfeldern unterwegs gewesen. Medien und Behörden riefen die Bürger dazu auf, die Gefahr ernst zu nehmen.

In Bosnien sind nach dem Krieg von 1992 bis 1995 noch immer Tausende Landminen im Boden versteckt. Etwa 550.000 Menschen - also 15 Prozent der Bevölkerung - sollen in der Nähe von Minenfeldern leben.

Quelle: ntv.de, chr/dpa