Panorama

Vor den Augen der Eltern Deutsch-Australier stirbt in Lawine

55154306.jpg

Eine Lawine reißt in St. Anton am Arlberg einen 16-Jährigen in den Tod.

picture alliance / dpa

Am Arlberg, abseits der Pisten, in sehr steilem Gelände, ist eine Familie unterwegs. Als sie stecken bleibt, setzt der 16 Jahre alte Junge einen Hilferuf ab. Die Retter sind vor Ort, bergen die Eltern. Da löst sich eine Lawine - mit tödlichen Folgen.

Vor den Augen seiner Eltern und seines Bruders ist ein 16-jähriger Deutsch-Australier beim Skifahren in Österreich von einer Lawine verschüttet worden und ums Leben gekommen. Die Familie sei in St. Anton am Arlberg abseits der Pisten unterwegs gewesen und am späten Nachmittag in sehr steilem Gelände nicht weitergekommen, sagte ein Polizeisprecher.

Der 16-Jährige habe einen Notruf abgesetzt. Während die Retter unterwegs waren, um die Familie zu bergen, habe ihn eine Lawine erfasst. Der Junge sei zwar nach 20 Minuten geborgen worden, habe jedoch nicht reanimiert werden können.

Die drei anderen Familienmitglieder blieben laut österreichischer Nachrichtenagentur APA unverletzt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauerten weiter an. Der Vater sei laut Polizei Deutscher, die Mutter Australierin. Die Familie lebt in Australien. Sie war nach Angaben des Polizeisprechers ohne Notfallausrüstung wie Schaufel oder Lawinensuchgerät unterwegs.

Sechs Schüler von Schneebrett getroffen

Wieder was gelernt

Wenn Sie wissen möchten, wie die sibirische Kälte zu uns kommt und was der Polarwirbel damit zu tun hat, hören Sie rein in diese Ausgabe von "Wieder was gelernt". Abonnieren Sie unsere Podcasts auch auf iTunes, Spotify und Deezer oder per Feed in der Podcast-App Ihrer Wahl.

Im Skigebiet Wildkogel waren am Mittwochvormittag sechs Schüler aus Sachsen-Anhalt von einer Lawine erfasst und teils verschüttet worden, konnten sich aber alle retten. Nach Angaben der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" stammten die Jugendlichen aus der elften Klasse des Elisabeth-Gymnasiums in Halle. Ein Mädchen wurde demnach leicht verletzt.

Wegen massiver Schneefälle gilt in Teilen Österreichs die höchste Lawinenwarnstufe. Viele Straßen blieben gesperrt, mehrere Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten. Für Donnerstag wurde mit weiterem Neuschnee gerechnet.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/AFP

Mehr zum Thema