Panorama

Hilfeersuchen für 40 VerletzteDeutsche Kliniken nehmen Schweizer Brandopfer auf

02.01.2026, 19:03 Uhr
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Auch andere Länder helfen: Ein Brandopfer kommt in einer Mailänder Klinik an. (Foto: picture alliance / abaca)

Mehrere der Schwerstverletzten der Brandkatastrophe im Schweizer Crans-Montana befinden sich bereits zur Behandlung in deutschen Kliniken. Am Freitag und Samstag finden weitere Transporte statt.

Während es offenbar weiter keine Hinweise auf deutsche Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Schweiz gibt, unterstützen Kliniken hierzulande bei der Behandlung - auf zigfaches Hilfeersuchen der Eidgenossen. "Die Situation ist jetzt so, dass wir ein Hilfeersuchen für 40 schwerbrandverletzte Patienten haben", sagte die Direktorin der Klinik für Schwerbrandverletzte im Unfallkrankenhaus Berlin, Leila Harhaus-Wähner, dem Sender Welt TV. Am Freitag würden die ersten Verletzten in Kliniken in Leipzig und Halle aufgenommen, am Samstag sollten drei Patienten in die Berliner Klinik gebracht werden. "Die anderen Bundesländer und die anderen Schwerbrandverletztenzentren werden genauso aktiv sein."

Gerade bei schweren Verbrennungen kommt es der Ärztin zufolge auf eine sehr schnelle Versorgung der Opfer an. Die Patientinnen und Patienten müssten mit monatelangen Behandlungen und mehrfachen Operationen rechnen - je nach Art der Verbrennungen.

Laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn werden bereits vier Patientinnen und Patienten in deutschen Kliniken versorgt. Zwei Verletzte werden davon nach Klinikangaben in Tübingen behandelt. Auch in Ludwigshafen und in Stuttgart ist je ein Klinikbett bereits belegt.

Tübinger Klinik mit Kapazitäten

"Aufgrund der besonderen Expertise in der Schwerbrandverletztenversorgung wurde die BG Klinik Tübingen in den internationalen Hilfseinsatz eingebunden. Zwei schwer verletzte Personen wurden zur Behandlung in unsere Klinik aufgenommen", sagte eine Sprecherin. Die BG Klinik Tübingen sei auf die Versorgung einer großen Anzahl von schwer verletzten Personen, die zeitgleich die Klinik erreichen, vorbereitet und halte für diesen Fall jederzeit umfassende Ressourcen bereit. "Aus Gründen des Datenschutzes und des Schutzes der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen werden wir keine Angaben zum Gesundheitszustand einzelner Personen machen", sagte die Sprecherin weiter.

Bis zu vier der Verletzten der Silvesterparty im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana können in Rheinland-Pfalz behandelt werden. Ein Spezialbett in der BG Ludwigshafen ist bereits belegt, drei andere stehen nach Angaben der Klinik zur Verfügung. Eine Patientin werde bereits behandelt, teilte die Klinik mit. Ihr Zustand sei stabil. Ein zweiter Verletzter wurde im Laufe des Freitags erwartet. Wann er nach Ludwigshafen-Oggersheim transportiert werden könne, hänge allerdings vom Wetter ab, hieß es im Innenministerium in Mainz.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa/AFP/rts

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