Panorama

Hunderttausende feiern in Berlin Deutschland heißt 2017 willkommen

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Acht Minuten dauerte das Feuerwerk im Herzen der Hauptstadt.

(Foto: dpa)

Berliner und Touristen lassen sich auch nach dem Terroranschlag vom Großereignis nicht abhalten: Zehntausende sind am Brandenburger Tor und feiern das neue Jahr. Ein Mann erlaubt sich einen geschmacklosen Scherz.

Hinter Sicherheitszäunen und Betonpollern haben Tausende Gäste am Brandenburger Tor das neue Jahr gefeiert, während ganz Deutschland das Jahr 2017 begrüßte. Den Veranstaltern in Berlin zufolge kamen Hunderttausende Besucher in die Hauptstadt. Nach Angaben der Polizei vom späten Abend gab es keine besonderen Vorkommnisse.

Bei klarem Himmel und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hatten sich bereits am frühen Abend zahlreiche Besucher bei der Silvesterparty vor der großen Bühne gedrängt. Die Stimmung war entspannt und friedlich, sagte eine Sprecherin der Polizei. Auch der Ordnungsdienst und das Rote Kreuz wussten von keinen Zwischenfällen. Nur ein Mann rief nach Polizeiangaben "Bombe, Bombe, Bombe". Er wurde festgenommen und bekommt eine Anzeige. "Er feiert nun #Welcome 2017 bei uns", twitterte die Polizei.

Um 20.15 Uhr startete unter dem Motto "Willkommen 2017" das Hauptprogramm. Unter anderem waren Auftritte der Hermes House Band, der Vengaboys und von DJ Bobo geplant. Mit dem Hamburger DJ Felix Jähn, Marquess und Max Giesinger haben sich auch bekannte Künstler aus diesem Jahrzehnt angekündigt. Johannes B. Kerner und Andrea Kiewel führen durch den Abend.

Die Besucher mussten sich auf verschärfte Sicherheitskontrollen einstellen. Nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz hatten die Veranstalter das Sicherheitskonzept noch mal überarbeitet. Die Gäste wurden am Einlass abgetastet. Rucksäcke und andere Gepäckstücke dürfen die Gäste nicht mitnehmen.

Hunderte Polizisten und Helfer

Am frühen Abend mussten die Besucher an den Haupteingängen zwischen 5 und 15 Minuten anstehen. Die allermeisten Menschen zeigten dafür großes Verständnis, wie eine Mitarbeiterin des Ordnungsdienstes berichtete. Die Polizei schloss wie geplant den S-Bahnhof am Brandenburger Tor wegen des großen Andrangs. Die Linie U55 fahre dort nicht mehr, teilte die Polizei auf Twitter mit. Auch der Busverkehr dort war eingeschränkt.

Um das eingezäunte Gelände herum waren Betonklötze aufgestellt worden, die einen Anschlag wie vor der Gedächtniskirche verhindern sollen. Rund 1700 Polizisten und 700 Helfer waren nach Behördenangaben auf der Partymeile entlang der Straße des 17. Juni im Einsatz. Die Feuerwehr richtete am Großen Stern und am Brandenburger Tor temporäre Feuerwachen ein. 140 Ärzte und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes standen an insgesamt fünf Unfallhilfestellen bereit.

Nach den sexuellen Übergriffen in Köln in der Silvesternacht 2015 riet die Polizei dazu, bei unwillkommenen Annäherungen und Berührungen Umstehende oder Sicherheitsdienste sofort um Hilfe zu bitten.

Quelle: n-tv.de, rpe/wne/dpa

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