Von Mitarbeitern erwischtDiebe brechen Schließfächer in weiterer Sparkassen-Filiale auf

Ende Dezember sorgt ein Millionencoup in Gelsenkirchen für Aufsehen. Diebe klauen die Inhalte von über 3000 Schließfächern. Das wiederholt sich jetzt im Norden Deutschlands - wenn auch in weniger dramatischem Ausmaß.
Diebe haben in Wilhelmshaven mehrere Schließfächer in einer Filiale der Sparkasse aufgebrochen. Die Polizei teilte mit, sie sei gegen 10 Uhr über den Vorfall informiert worden. Die Tat habe sich "unmittelbar zuvor" in der Preußenstraße ereignet. Als die insgesamt drei Verdächtigen von Mitarbeitern erwischt wurden, hätten sie sofort zu Fuß die Flucht ergriffen.
"Ob und in welchem Umfang Diebesgut erlangt wurde, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen", so die Beamten. Es sei laut Mitteilung eine "geringe Anzahl" an Schließfächern von zwei Personen geöffnet worden. Später konkretisierten die Ermittler, dass es sich um eine Anzahl im unteren zweistelligen Bereich handle. "Die Geschädigten werden durch das Bankinstitut informiert." Inwiefern sich der dritte Verdächtige beteiligt hatte, ist den Polizisten noch nicht klar.
So werden die Täter beschrieben:
drei männliche Personen
schmale Statur
etwa 1,80 Meter groß
ungepflegtes Erscheinungsbild
Ein Täter trug eine blaue Jacke und eine ausgebeulte Jeans. Er hat feines, blondes, zotteliges Haar und trug eine dunkelblaue Stoff-Umhängetasche unter dem linken Arm. Der zweite Verdächtige trug ein weißes Cappy, eine dunkle Jacke mit Camouflage-Muster sowie dunkle Schuhe. Er hatte eine bunte Plastiktüte bei sich. Der dritte Mann war mit einer blauen Jeans, blauen Sneakern, schwarzem Kapuzenmantel sowie einer weißen Mütze bekleidet.
Die Ermittler suchen jetzt nach Zeugen des Vorfalls. Wer etwas gesehen hat, soll die Polizei unter der 04421/9420 anrufen.
Der Fall ereignete sich nur wenige Wochen nach dem Millionencoup bei der Sparkasse in Gelsenkirchen. Ende Dezember wurden dort 3100 Schließfächer aufgebrochen, als die Filiale in der Weihnachtszeit geschlossen blieb. Nur kurz darauf wurden weitere Fälle aus Bonn und Halle/Westfalen bekannt.